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  1. #1
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    Gewicht halten ab einer bestimmten Abnahmemenge unmöglich?

    Das hier wird etwas länger und ich hoffe, ich erzähle nicht zu viel.

    Ich bin sehr schwer (BMI über 45) und habe mir Hilfe gesucht. Die Krankenkasse sagt, ich sei zu schwer für ihre Programme und hat mich an die Rentenkasse verwiesen. Diese wiederum hat mich an eine bestimmte Einrichtung verwiesen.

    Bei dieser Einrichtung handelt es sich um eine Klinik. Ich hoffte auf Hilfe und bin dort hin. Statt einer Beratung bekam ich erst einmal den Behandlungsvertrag zum Unterschreiben, Ziel: Magenverkleinerungs-OP. Das sei so üblich.

    Nun hatte ich schon so einige Termine (da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran an Gruppentherapien und Ernährungsberatern sowie Sporttherapeuten) und ich will immer weniger da mitmachen. Ich will und wollte nie eine Operation, aber es ist IMMER der Tenor, es wäre ohne Operation NICHT MÖGLICH dauerhaft abzunehmen. Der Jo-jo ist bei Adipositas teil der Krankheit sagen sie.

    Ich bin frustriert. Ist das wirklich so? Gibt es wirklich KEINEN ADIPÖSEN, der dauerhaft konventionell abgenommen und das Gewicht gehalten hat?

  2. #2
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    Da bin ich mal auf Antworten gespannt! Lag´ selbst bis vor kurzem auch bei BMI von über 45....momentan mühsam auf dem Weg nach unten! Würde deinen Bereatern nur zu gerne das Gegenteil beweisen!

    BMI Start ca. 45

    148 147 146 145 144 143 142 141 140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115114 113 112 111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 98

    ....wird schon wieder!
    Nur nicht aufgeben!

    Startgewicht, März 2017: 148kg (BMI ca. 45) (!!!)

    Ziel 01: 10kg Abnahme auf 138kg......erreicht am: 28.März 2017
    Ziel 02: 20kg Abnahme auf 128kg......erreicht am: 10.Mai 2017
    Ziel 03: 30kg Abnahme auf 118kg.......erreicht am: 21. Juli 2017..
    Ziel 04: 37kg Abnahme auf 111,11kg ( ) am 11.11. um 11:11 Uhr (unterschritten!!!)

    Ziel 05: 40kg Abnahme auf 108kg.......hoffentlich erreicht bis: Ende 2017/Jahreswechsel "pünktlich geschafft!!" (VOR Weihnachten!)
    Ziel 06: 45kg Abnahme auf 103kg.....(Matthias Steiner als Ansporn)....erreicht am: (in einem Jahr?? also bis März 2018??)
    Ziel 07: 48kg Abnahme auf UHU..... erreicht am (???):

  3. #3
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    Wow, deine Abnahme ist seit MÄRZ? Wahnsinn. Ich hoffe, du beweist uns allen, das es geht. Bitte sei mein leuchtendes Beispiel und mein Ansporn. (nur kein Druck )

  4. #4
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    Ich würde mich niemals zu einer OP zwingen lassen, die letzten Endes durchaus lebensbedrohlich sein kann.

    Ich wäre aber wohl bereit dazu, wenn ich selbst alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hätte und für mich keinen anderen Weg sähe.

    Der Argumentation in Sachen Jo-Jo kann ich nicht folgen. Es ist nachgewiesen, dass auch ein gewisser Prozentsatz der Magenoperierten dort landet, weil bestimmte Grundprobleme nicht gelöst wurden bzw. keine Verhaltensänderung bewirkt würde.

    Es gibt auch mit drastisch verkleinertem Magen Wege, sich wieder fett zu futtern.

    Letzten Endes stehst du vor dem selben Problem wie alle Leute mit starkem Übergewicht: Wenn es dir nicht gelingt, dein Leben komplett zu verändern, wird auch das Übergewicht zurückkehren.

    Deswegen wäre mein Ansatz: Wenn du dich gegen eine OP und für eine Abnahme aus eigener Kraft entscheidest, brauchst du ein von Anfang an alltagstaugliches Konzept.

    Du musst einen Weg finden, der dir zu einer Lebensumstellung verhilft. Alles andere wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.

    Leider ist das leichter gesagt als getan. Wäre Abnehmen einfach, wärst du nicht da, wo du bist.

    Woran bist du bisher gescheitert? Was muss passieren, damit du einen neuen Anlauf schaffst? Was hat nicht funktioniert und warum?

    Du brauchst absolute Ehrlichkeit dir selbst gegenüber und die Bereitschaft, dich von deiner bisherigen Lebensführung zu verabschieden.

    Dann hast du auch eine Chance auf ein neues, schlankes Leben, das nicht in erneuter Zunahme endet.

    Wie auch immer du dich entscheidest: VielvGlück auf deinem Weg!

    Loma

  5. #5
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    Naja, die Sache ist: Abnehmen ist vergleichsweise leicht, aber dauerhaft halten schaffen die wenigsten. Das ist die harte statistische Ausgangslage. Natürlich glaubt jeder, der abnimmt erstmal, er gehört zu den wenigen Prozent, die es schaffen – die Realität sieht dann halt anders aus. Mit ner OP ist die Prognose für ein langfristiges Abnehmen wohl besser, daher wird auch die OP als Mittel der Wahl gesehen. Aber wenn Du die OP nicht willst, dann mach sie auch nicht. Lass Dich nicht durch die Mühlen des Medizinbetriebs dazu drängen.

    Ein allgemein funktionierendes Rezept dafür, wie es trotzdem dauerhaft klappt, gibt es leider nicht, sonst wären ja alle Übergewichtigen schlank. Ich denke, eine Chance auf Erfolg gibt es nurdurch drei Dinge: Verhaltensänderung, Kontrolle, Reflexion.

    Verhaltensänderung heißt: Änderung in den Ess- und Bewegungsgewohnheiten.
    Kontrolle: Ausnahmslos tägliche Kontrolle. Täglich wiegen. Nicht, weil man sich durch Zahlen mental beherrschen lassen soll, sondern weil es ein tägliches Ritual ist, mit dem man sich jeden Tag aufs Neue auf die eigenen Ziele einnordet.
    Reflexion: Stetige Selbstbeobachtung. Wenn man sich z. B. selbst dabei beobachtet, dass man mit der Kontrolle nachlässig wird, ist das ein sehr deutliches Warnsignal, dass man scheitern könnte. Aber auch Portionsgrößen, Bewegung, Zusammensetzung der Mahlzeiten müssen ständig hinterfragt werden. Ist man noch auf dem richtigen Weg? Wie findet man zurück? Wie geht man mit Krisen um? Etc. pp.

    Und: Alleine ist das alles schwierig. Sage Deinen Freunden und Deiner Familie, Deinen Bekannten und vielleicht auch Deinen Kollegen, was Du vorhast und bitte sie, Dich dabei zu unterstützen. Das ist nicht peinlich, kein Zeichen von Schwäche, sondern eins von Stärke. Du willst was zum Positiven ändern, das sollen sie ruhig wissen und freundlich gesinnte Menschen werden Deinen Plan gut finden! Bitte sie, Dich auf negative Dinge aufmerksam zu machen (z. B. Portionsgrößen, Zusammensetzung des Essens, Naschereien usw.) und zu mehr Bewegung zu animieren. Bitte sie aber auch, Dich eben nicht zu kalorienreichen Dingen zu verführen. Die kleinen, nett gemeinten Schubser eben.

    Zweitens: Such Dir Menschen in Deinem Umfeld, die den gleichen Plan haben. Internetforen sind nett, informativ, aber unverbindlich. Vielleicht gibt es ja Abnehmgruppen in Deiner Nähe und vielleicht kann ein Ernährungsberater helfen, Kontakt herzustellen. Da kann man sich mal auskotzen, aber auch was gemeinsam unternehmen. Und wenns nur zu zweit mit dem Hund rausgehen und dabei quatschen ist.

    Drittens: Mehr Bewegung im Leben. Such Dir Leute, mit denen Du Dich bewegen kannst. Das ist mit einem BMI von über 45 erstmal doof, weil man vielleicht nicht mithalten kann, aber es muss für den Anfang ja auch kein Leistungssport sein und Pausen sind außerdem nix schlimmes. Verbinde die Bewegung mit spannenden Dingen. Unternimm am Wochenende was - irgendwohin fahren und sich was anschauen, mit Freunden oder mal alleine. Du glaubst gar nicht, wieviel Kalorien verbrennen, wenn man mal einen ganzen Tag eine Stadt besichtigt und alle Museen und Sehenswürdigkeiten abklappert. Solche Dinge eben. Bewegung heißt ja nicht automatisch immer Sport. Und schlau wirste auch noch dabei! Und wenn Du Dich viel bewegst, musst Du auch weniger Kalorien einsparen, um abzunehmen. So kannste mehr essen um abzunehmen. Das verbessert die Lebensqualität und hilft, bei der Stange zu bleiben.

    Viertens: Nimm Dir Zeit. Das wird alles ein paar Jahre dauern - nix Crash oder Shakes! Aber hey, wenn sich über ein paar Jahre etwas bessert, dann ist am Zeitraum nix verkehrt. Wichtig ist eben, trotz allem Spaß dran zu haben und wenn das Gewicht stetig runter geht, Du dabei auch noch gut isst und durch Bewegung was erlebst, ist das eine ziemlich coole Sache!
    Geändert von Morbihan (24.08.2017 um 05:21 Uhr)

  6. #6
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    Ich danke Euch.

    Es ist wirklich das mit der Einstellung, dass es nicht möglich sein soll, was mir so bitter aufstößt. Hätten sie gesagt, dass es sauschwer ist und lebenslange Disziplin erfordert und es FAST keiner schafft, dann hätte ich ja gar nichts gesagt. Aber dass es keiner schaffen kann, weil es eben biologisch unmöglich ist, das glaube ich einfach nicht und mag ich nicht akzeptieren.

    Rein vom logischen Standpunkt sträubt sich bei mir alles dagegen.

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