Hallo Leseratten.

Ich hätte mal eine Anfrage, da ihr ja (offensichtlich) Bücher mögt, könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen.
Ich liebe Vampire, aber die "normalen" Vampirbücher gefallen mir alle nicht. Anne Rices "Interview" musste ich (bei beiden Malen, als ich es verushct habe) nach 150 Seiten weglegen, weil ich den Schreibstil nicht gut fand und dem Hauptcharakter Rückgrat einprügeln wollte. Laurell K. Hamiltons Anita Blake-Serie fand ich wegen des selbstgerechten Hauptcharakters so unglaublich nervig und außerdem sollen sowohl Rices als auch Hamiltons Serien ja den Bach runtergegangen sein. Abgesehen davon kann ich die Bücher nicht mehr vom unfairen Verhalten der Autoren gegenüber ihren Fans trennen und darum nicht mehr ernst nehmen.
Die Biss-Reihe... naja. Viele hier scheinen sie zu lieben, darum will ich mich nicht zu negativ darüber äußern. Mein Hauptkritikpunkt waren die all zu perfekten Hauptcharaktere (wieder mal) und die idealisierte Vorstellung von Liebe, die alles in allem trotzdem oberflächlich schien. Aber jedem das seine, nur mal angefügt um meine Probleme zu illustrieren.
Warum dieser lange Einstieg mit Buckritik? In der Hoffnung, das jemand ähnliche Probleme hatte und doch noch auf gute Vampirbücher gestoßen ist, die ihm/ihr gefallen haben (und mir die Titel sagt *bettel*). Rices Vampirbild hat ja eine ganze Schriftstellergeneration geprägt und irgendwie finde ich es sehr schwierig Autoren zu finden, die nicht irgendwelche Lestatkopien in ihre Arbeiten einwirken oder nutzlos-schwachmatische Heldinnen in den Armen ihrer unsterblichen Lover zerfließen lassen (letzteres darf man allerdings fairerweise nicht Rice anlasten). Vielleicht humoristische Versuche des Vampirthemas? Oder einfach nur ganz andere, originelle? Kennt jemand irgendwas in diese Richtung?
Damit mein Post nicht völlig sinnlos bleibt, hier mal meine Lieblingsbücher, als Lesevorschlag für Fans von historischen Romanen:
Der Glöckner von Notre-Dame (Victor Hugo) - witzig und gleichzeitig traurig, eine tolle Geschichte, zwar mit kleinen Schwächen, aber alles in allem immer noch mein Lieblingsbuch
Der Name der Rose (Umberto Eco) - Interessant, intelligent, für Bücherfans toll, weil es um Bücher und ihre Macht geht