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11.06.2008, 19:54
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Ist öfters hier...
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Zitat:
Zitat von Shinigami
Wohngeld etc bekommst du bzw hast du beantragt? Ich meine, als Student ohne Bafög Anspruch kann man so einige staatliche Leistungen in Anspruch nehmen.
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Leider nein. Das hab ich auch versucht... Der Witz ist, als Student bekommst du gar nichts, wenn du kein BaföG bekommst. Mit BaföG wenigstens ein bisschen. Ich wollte Wohngeld beantragen, aber da ich als Student prinzipiell BaföG berechtigt bin, bekomme ich keins. Dadurch, dass meine Eltern ach so reich sind, bekomme ich kein BaföG (ist bei mir aber auch ok, es geht einigermaßen), der Anspruch auf Wohngeld verfällt, weil ich ja THEORETISCH immernoch BaföG berechtigt bin. Totaler Müll!!! (War das jetzt verständlich??)
Ich muss auch die GEZ zahlen, etc. Man bekommt gar nichts geschenkt. Ich fänd es auch gut, wenn Studenten ein bisschen mehr befreit werden würden. Wir leben ja ("leider") nicht in dem Zeitalter der Langzeitstudenten und denen, die das Studium gern mal ausnutzen. Das ist nicht mehr möglich. Da könnte man schon etwas vergünstigt bekommen finde ich. Aber die Vorurteile der Vergangenheit sind immernoch da. Wir sind ja auch alle faul, stehen vor zwölf nicht auf und saufen uns kaputt...
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11.06.2008, 20:02
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Nein, Wohngeld bekomme ich auch nicht.
Ich hab ja schon einen Nebenjob, ich weiß echt nicht, wie ich noch einen Job unterbringen sollte, das geht wirklich nicht. Zu dem sieht es mit flexiblen Jobs hier sowieso recht mau aus, wahnsinnig viele Studenten in einer wirtschaftlich schwachen region, da gibts nicht viel. Aber wie gesagt, ich hab ja meinen einen Job schon.
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11.06.2008, 20:03
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Spitzen Naschkatze
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Zitat:
Zitat von Tatjana85
Naja ich musste von Anfang an Gebühren bezahlen, bzw. ab dem 2. Semester (bin jetzt im 4.).
Ich finde es schon ok Studiengebühren zu zahlen, aber doch bitte nicht 500. Warum nicht 200 oder 300? Aber naja, das ist ja hier nicht das Thema...
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ich musste ab dem 1. semester zahlen, bin jetzt auch im 4.
im ersten waren es "nur" 698 euro die wir zahlen mussten und es hieß, es wird garantiert nicht mehr. ja schade das stimmt nicht. für das kommende semester soll ich gleich 720 blechen!!! das kann es ja wohl echt nicht sein. ich weiss auch noch nicht woher ich das geld nehmen soll, wenn nicht stehlen. aber ich hab noch bis anfang juli zeit mit dem überweisen...
ich will nach hessen 
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11.06.2008, 20:13
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Jaaaa, aber wann das in Hessen durchkommt, ist ne andere Frage....
Aber mal ein ganz neuer Denkanstoß:
Bei uns an der FH gibt es recht viele Möglichkeiten, die Studiengebührenlast zu erleichtern. (Ich bezahle Momentan 500€+200€Semesterticket)
1. Man kann ein Teilzeitstudium beantragen, wenn man mehr als 14 Stunden die Woche arbeitet und bekommt die Hälfte der Gebühren zurück
2. Wenn man im Senat oder Fachbereichsrat tätig ist, bekommt man das Geld komplett zurück
3. Studierende, die aus Entwicklungsländern kommen, bekommen das Geld auch wieder
4. Die 10% besten Studierenden (wird prozentual auf die Fachbereiche und da auf Studiengänge/ Semester aufgeteilt) bekommen das Geld auch wieder
5. Pro Kind bekommt man 6 Freisemester und auch, wenn man einen nahen Angehörigen pflegt, bekommt man das Geld zurück
6. wer ein Praxis-/Auslands-/Diplomarbeitssemester macht, bekommt das auch zurück.
Gibt es sowas an euren Hochschulen nicht?
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11.06.2008, 20:17
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Naschkatzen Goldi
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Also bei uns in Hessen wird ja gerade versucht die Gebühren wieder abzuschaffen.Deswegen sprach man heute im Radio davon und irgendwer sagte "das die Gleichstellung (arm/reich) gesichert sei weil man ja problemlos einen Kredit für die Gebühren haben kann".........Ist wohl doch nicht so problemlos wie das heute im Radio klang...........????
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11.06.2008, 20:30
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Ist öfters hier...
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Naja, wenn man bedenkt, dass man im schlimmsten Fall mit 10.000 Euro Schulden aus dem Studium geht (manchmal "lohnt" es sich auch. Mein Freund bekommt von der Bank die Studiengebühren bezahlt und BaföG geht auch darüber. Da kommen weit über 10.000 zusammen, mehr muss es allerdings nicht zahlen), was andere in ihrer Ausbildung und evtl. Arbeit schon längst in der Zeit verdient haben... Da fällt mir nichts mehr zu ein. Ganz zu schweigen von der Lebensqualität in der Zeit!
Und dass man nach dem Studium so viel mehr verdient als nach einer Ausbildung ist auch vorbei. Zumindest bei einigen Studiengägnen...
Ich als (unter anderem) angehende Sozialpädagogin (zum GLÜCK noch Diplom, BA-Studium ist noch beschissener) mach mir da schon Sorgen. Reich werd ich damit nicht (das wusste ich auch vorher). Und ein Arbeitsplatz ist auch mit Studium bei weitem nicht gesichert. Ich kenn einige, die einen 1er Abschluss haben und nun von Hartz IV leben. Schöne Aussichten...
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11.06.2008, 20:32
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Naschkatzen Goldi
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Naja, ich war zwei Semester im Ausland und musste da an der Heimatuni natürlich nicht zahlen, ein Kind kommt derzeit nicht in Frage, im Nachhinein irgendwas erstattet zu bekommen löst das derzeitige Problem ja nicht usw.
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Ich brauche DEINE HILFE!
...und zwar für meine Spendenaktion: 2009 reise ich wieder an die Thor-Taang-Schule im Süden Thailands und möchte diesmal Geld für Computer sammeln, damit die Kinder dort an mehr als zwei PCs lernen können. Letztes Jahr haben wir für 500 Euro die Schulbibliothek neu eingerichtet - dieses Mal bist DU dran! Bei Interesse einfach eine PN schicken  !
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11.06.2008, 20:40
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Zitat:
Zitat von ragamuffin
felidae.,
Das Land zieht sich aufgrund der Studiengebühren als Finanzgeber aus den Unis zurück - daher haben sie nicht mehr zur Verfügung und die Studierenden eine riesen Extrabelastung.
Übrigens profitieren sowohl Staat als auch Gesellschaft sehr wohl davon, wenn in Bildung investiert wird. Fachkräfte sind das einzige Kapital dieses Landes, das auf keine Bodenschätze bauen kann.
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Entschuldige bitte, aber ein Studium ist nicht der einzige Weg, um Fachkräfte aus zu bilden...
Wie viele haben in der Vergangenheit zig Semester studiert, mehrere Studiengänge begonnen und Mitte dreißig noch keine berufliche Perspektive? Wo ist da der Profit für Staat und Gesellschaft? Wäre es denkbar, dass die Situation ohne Studiengebühren ähnlich verheerend wäre? Na ja, und dann wollen wir ja nicht vergessen, dass Fachkräfte auch heute noch (sofern sie durch eine kluge Wahl die entsprechende Qualifikation erlangt haben, um den drohenden Mangel zu kompensieren und direkt nach dem Abschluss eine Anstellung finden) mit einem weitaus höheren Gehalt einsteigen, als die Doofen, die nach dem Hauptschul-, Realschulabschluss/Abi die Mühlen einer schnöden aber dennoch praxisorientierten Ausbildung durchlaufen und sich nach den ersten Schritte im VOLLZEITBeruf teilweise auf eigene Kosten nebenbei zum Fachwirt o. ä. weitergebildet haben. Ja, ich weiß was jetzt kommt: Da ja bekanntlicherweise jeder seines Glückes Schmied ist, steht ja "allen" die Möglichkeit offen, sich für ein Studium zu entscheiden... Ich vergaß: die angehenden Berufstätigen haben nebenbei noch ordentlich Steuern abgedrückt...
Ob es generell sinnvoll ist, Studiengebühren zu erheben, wage ich nicht im Detail zu diskutieren... die Höhe schon gar nicht. Das Thema ist meines Erachtens zu komplex...
Euer Ansatz, raggamuffin und Felidae, empfinde ich dennoch als sehr von oben herab. Und das, "obwohl" ich eine Ausbildung durchlaufen und ein (eigenfinanziertes) BWL-Studium oben drauf gesetzt habe...
Übrigens: nicht nur Studenten müssen sich heutzutage zwei Mal überlegen, ob sie sich bei einer Krankheit den Luxus eines Arztbesuches leisten können... Es gibt tatsächlich arbeitende Familien in meinem Bekanntenkreis (deren Steuern auch in den Bildungspott fließen) die Mitte des Monats bei gediegener Haushaltsführung mit gerade noch 30 Euro im Geldbeutel einen 3- bis 4-Personenhaushalt zumindest satt kriegen müssen. Außertourliche Ausgaben sind schon seit langem und bis auf weiteres gestrichen! Na ja, sie haben nicht studiert. Vermutlich liegt hier der Casus Knacksus...
Für Dich, Tatjana, tut's mir echt und aufrichtig leid, und ich kann Deine Sorgen sehr gut nachempfinden! Nimm's mir bitte nicht übel, dass ich Deinen Thread zur Ausführung meiner Meinung auf die Aussage von raggamuffin hin etwas "zweckentfremdet" habe... Sollte die bereits vorgeschlagene Spendeninitiative umgesetzt werden, bin ich gerne mit dabei! Auch, wenn es das Problem für Dich langfristig nicht löst. Ansonsten könnte es tatsächlich von Nutzen sein, wenn Du Dich mal an Deiner Uni konkret nach "Finanzierungsmodellen" umhörst, die vorerst erträglicher zu wuppen sind.
Alles Liebe für Dich und VIEL GLÜCK
Doriana
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11.06.2008, 20:40
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@ ragamuffin: aber es ist evtl möglich, für 3 Monate das Geld von den Eltern/Großeltern zu leihen und es ihnen dann zurück zu geben. das geld ist dann ja nicht ausgegeben, sondern nur woanders geparkt....
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Geändert von Kiwiwe (11.06.2008 um 20:42 Uhr).
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11.06.2008, 20:48
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Naschkatzen Goldi
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Doriana,
Ein Studium ist der einzige Weg Fachkräfte WISSENSCHAFTLICH auszubilden und mit einer "normalen" Ausbildung nicht zu vergleichen.
Über das "Langzeitstudenten"-argument diskutiere ich nicht, da es nichts mit der Realität von 99% aller Studierender zu tun hat. Und dass man mit abgeschlossenem Studium weitaus mehr verdient als mit einer Ausbildung, stimmt so ebenfalls nicht (mehr) automatisch - wobei auch klar sein muss, dass man nach 4-5 Jahren Uni auf wissenschaftlichem Niveau ein entsprechendes Gehalt erwarten können sollte.
Ich verstehe nicht, was bei mir "von oben herab" sein sollte, wenn ich darauf hinweise, dass es eine riesen Belastung ist, zweimal im Jahr 600 Euro abzudrücken. Ich habe zwei(!) Nebenjobs um über die Runden zu kommen, erhalte keinerlei finanzielle Unterstützung vom Staat, bin im Studium dennoch erfolgreich aber kann mich nicht so auf die Uni konzentrieren, wie ich es eigentlich gerne wollte.
Glaubst du das macht Spaß und ist irgendwie sinnvoll?
Die Alternative kann doch nicht wirklich sein, dass man einen Kredit aufnehmen muss, damit man sich ein Studium leisten kann - wer hat denn etwas davon, wenn sich junge Akademiker auch noch verschulden, bevor sie überhaupt fertig mit ihrer Ausbildung sind?
Kiwiwe,
Und woher sollen Eltern und Verwandte das Geld nehmen? Woher sollen Studierende es nehmen, um es zurückzuzahlen? Sowas geht nicht in jeder Familie einfach nebenbei.
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