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11.06.2008, 18:15
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Naschkatzen Goldi
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Hmm wieso bekommst du denn kein Bafög? wenn man kein Bafög bekommt ist doch meist der Grund, dass die Eltern gut verdienen? Und wenn sie das tun frag ich mich, wieso du sie nicht um Hilfe bitten kannst?
Wir haben in RLP gott sei Dank für Landeskinder keine Studiengebühren, allerdings muss ich Semestergebühren bezahlen, das sind knapp 200 Euro im Semester. Und ich hab auch kein Plan woher ichs nehmen soll... ich denke ich werd meine Ma um Hilfe bitten.
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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können muss man vor allem selbst ein Schaf sein
[Albert Einstein]
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11.06.2008, 18:19
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Meine Eltern sind Lehrer und geschieden, meine Mutter musste frühpensioniert werden, da sie an Borreliose und Brustkrebs erkrankt ist und leider sehr langsam wieder auf die Beine kommt (bekommt also eine Rente die wesentlich geringer ist, als ihr normales Gehalt).
Ich bekomme monatlich 640 Euro Unterhalt (Höchstsatz bei ihrem Einkomen) und lebe in München. Wo soll ich da noch nach mehr Geld fragen?
Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass jeder der kein Bafög bekommt vermögende Eltern hat, die mal eben ein paar Hundert Euro mehr locker machen könnten.
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11.06.2008, 18:24
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Kennt sich schon aus...
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Ich bin selbst Studentin und finde das mit den Studiengebühren schwierig. Warum soll jeder Student 500 Euro im Semester zahlen? Ein Stück weit kann ich es ja noch verstehen, wir bringen dem Staat nicht besonders viel. Andererseits ist es unsere Ausbildung und jeder will hinterher Fachpersonal haben! Das widerspricht sich irgendwie....
Mit würden jetzt so viele Dinge kontra Studiengebühren einfallen, aber das dauert wohl zu lange. Ein wichtiger Punkt: Für MICH an "MEINER" FH hat sich rein gar nichts verändert, außer dass der Pförtner nun auch Samstags bis 22 Uhr da ist. Der wird ausschließlic von den Gebühren bezahlt und da die FH recht klein ist, lohnt es sich mal so gar nicht.
Studieren ist Luxus. Und es wird immer schlimmer. Ich bekomme (zu Recht) kein BaföG und bin sehr dankbar, dass mich meine Eltern so unterstützen (können). Trotzdem muss ich nebenbei arbeiten gehen.
Ich finde es krass, dass man sich als Student sogar zweimal überlegt, ob man zum Arzt geht oder nicht. Sowas dürfte eigentlich nicht sein. Ich denke, im Laufe der Zeit muss sich gewaltig was ändern oder es wird immer schlimmer.
Ich würde an deiner Stelle deinen Großvater fragen. Du bekommst sowieso Geld und du BRAUCHST es jetzt einfach. Die letzte Lösung wäre ein Urlaubssemester, aber das kann es ja auch nicht sein... Opa, Kredit oder wirklich Prositution (nicht ernst gemeint, soll eher provokant sein und den Ernst der Lage darstellen). Mehr fällt mir auch nicht ein.
Ich drück dir ganz arg die Daumen!!!
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11.06.2008, 18:28
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felidae.,
Das Land zieht sich aufgrund der Studiengebühren als Finanzgeber aus den Unis zurück - daher haben sie nicht mehr zur Verfügung und die Studierenden eine riesen Extrabelastung.
Übrigens profitieren sowohl Staat als auch Gesellschaft sehr wohl davon, wenn in Bildung investiert wird. Fachkräfte sind das einzige Kapital dieses Landes, das auf keine Bodenschätze bauen kann.
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11.06.2008, 18:29
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ich hab einen studienkredit.
anders wärs einfach nicht mehr möglich...die konditionen sind okay, und mein einstiegsgehalt lässt das rückzahlen wahrscheinlich sehr gut zu. solange ich keinen job hab wohne ich nach dem abschluss wieder bei meinen eltern (weil mein freund nach london geht, die wohnung ist wg-ungeeignet und für die zwischenzeit ne neue wohnung...ist doch quark) in der zeit kann ich jobben und hab nicht so viele ausgaben. für mcih wird das rückzahlen eher unproblematisch.
wenn allerdings referendarien, promotion o.ä. anstehen siehts vermutlich anders auch (übrigens ahb ich vorher immer gearbeitet, nur jetzt am ende nicht...bin bald fertig. seit mein bruder fertig ist mit dem studium bekomme ich kein bafög, meine eltern haben allerdings auch nicht endlos geld, sie zahlen noch ab)
klar, verschulden im studium ist nicht die optimale lösung...ich hab mich trotzdem dafür entschieden.
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1. Ziel geschafft: U110 (am 20.08.07)...2. Ziel geschafft: UHU (am 26.10.07) 3. Ziel geschafft: Übergewicht, <94 kg = BMI unter 30 (am 09.03.08 )
4. Ziel: 83 kg
5. Ziel: 75 kg
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11.06.2008, 18:29
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Kennt sich schon aus...
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Zitat:
Zitat von Shalana
Hmm wieso bekommst du denn kein Bafög? wenn man kein Bafög bekommt ist doch meist der Grund, dass die Eltern gut verdienen? Und wenn sie das tun frag ich mich, wieso du sie nicht um Hilfe bitten kannst?
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Das ist wirklich nur ein Gerücht. Die Grenzen sind da knapp und von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Und falls man BaföG bekommt, sind die monatlichen Beiträge manchmal auch nur ein Witz. Mein Freund hat beispielsweise im Studentenwohnheim 18 (!) Euro Wohngeld vom Amt bekommen. Als wir zusammengezogen sind, hat sich das auf grandiose 24 (!!!!!) Euro erhöht, da die Miete natürlich höher ist.
Viele, die darauf angewiesen wären bekommen diese Unterstützung aus den verschiedensten Gründen nicht. Und einige bekommen wirklich einen beschissenen (sorry) Beitrag im Monat. Mit "leben" hat das teilweise wirklich nichts zu tun. Höchstens mit "ÜBERleben". Grauenhaft...
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11.06.2008, 18:31
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Meine Eltern können mich finanziell definitiv nicht mehr unterstützen als sie es bisher gemacht haben (ca. 100 Euro monatlich).
Die Gründe hier aufzuzählen ist unsinnig, weil ich weiß, dass sie es definitv nicht nicht können. Und wie ragamuffin schon sagt, ist es wirklich nicht so, dass bloß weil man kein Bafög bekommt die Eltern locker das Geld aus dem Ärmel schütteln können...
Die Eltern einer Freundin haben einen riesen Bauernhof mit Gestüt und die bekommt den Höchstsatz, das ist irgendwie auch seltsam, aber man weiß ja nie was dahinter steckt.
Jedenfalls muss ich wohl echt meine Oma fragen, wobei das ja auch keine 400 Euro sind, die ich von ihr bekomme. Höchstens 100 oder so, mal sehen vielleicht fällt mir ja noch die ultimative Geldquelle übers Wochenende ein...
An meiner Uni hat sich übrigens auch nicht viel verändert. Die Bib hat jetzt bis 24 Uhr offen, und auch Sonntags 2 Stunden. Aber ganz ehrlich, das ist ein Service auf den ich echt verzichten kann. Klar ist es praktisch wenn ich sonntags kurz hingehen kann, aber dafür will ich keine 500 Euro pro Semester zahlen. Zu dem gibt es immer noch genug Vorlesungen bei denen die Studenten auf den Treppen sitzen müssen, weil die Hörsäle zu klein sind, oder zu wenig Tutorien angeboten werden.
Am Wochenende bin ich auch meist in München, da ist das Freizeitleben dann natürlich nochmal extra teuer, wobei ich darüber gar nicht schimpfen will, das ist ja schon wieder "Luxus" von dem ich mir selbst aussuche wie viel Geld ich ausgebe oder nicht. Nur um Bahngebühren komme ich eben nicht herum die in München ja horrormäßig hoch sind.
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11.06.2008, 18:32
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Kennt sich schon aus...
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Zitat:
Zitat von ragamuffin
Übrigens profitieren sowohl Staat als auch Gesellschaft sehr wohl davon, wenn in Bildung investiert wird. Fachkräfte sind das einzige Kapital dieses Landes, das auf keine Bodenschätze bauen kann.
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Das unterschreib ich sofort! Nur macht es die Lebensumstände von vielen (und das dürfte hier der richtige Ausdruck sein) Studenten irgendwie noch schlimmer.
Ich sehe das so wie du, ich hab allerdings nichts zu sagen. Ich kann das alles irgendwie nicht verstehen. Zumal viele Unis (meine auch!) damit geworben haben, sich gegen Studiengebühren zu wehren. Tja, das wurde ja lange versucht...
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11.06.2008, 18:36
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Tja ... ist halt alles scheisse, irgendwie. Sorry für die deutlichen Worte o_O.
Ich weiss auch nicht ... dass es alle normal finden, sich im Studium entweder zu verschulden oder arbeiten zu gehen ... so ein Studium ist ja kein Halbtagskob und echt arbeitsintensiv, aber das wollen einige nicht sehen, man darf sich anhören wie faul man ist, warum man nicht richtig arbeiten geht - ich meine, hallo? NOCH mehr??
Dann mal eben mit mehreren tausend Euro Schulden in's Leben zu starten, eventuell keinen Job zu finden, trotzdem abzahlen zu müssen ... wo bleiben da Familie und nette Wohnung, Haus, Urlaub? Wofür überhaupt studieren bei solchen Aussichten? Noch dazu die psychische Belastung SCHULDEN zu haben - ich finde das ganz schlimm und hoffe sehr drum herum zu kommen, weil es mich fertig machen würde ... was ist denn, wenn ich in zehn Jahren die Schnauze voll habe und in Indien leben will, aber weiterhin diese dämlichen Unischulden abbezahlen muss? ARGH.
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11.06.2008, 19:02
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Und dann kriegt man noch Sprüche, wie "bequem" das Studentenleben sei... Ich arbeite auch 20 Stunden pro Woche und gehe "nebenbei" in die Uni, die meisten Dozenten geben inzwischen auch jede Woche Hausaufgaben auf, an denen man pro Kurs zwischen 1 und 2 Stunden sitzt. Einen Haushalt habe ich auch noch.
Ich habe echt das Glück, dass ich die Studiengebühren nicht selbst zahle, sonst wüsste ich auch nicht, wie ich das machen soll, da von meinem Einkommen neben Lebenskosten und Büchern kaum etwas übrig bleibt.
Bafög kriegen nur die wenigsten und die Rückzahlung ist auch hart. In Deutschland gibt es auch viel zu wenig Stipendien. Von den Studiengebühren merke ich auch nicht viel positives, viele Kurse sind immer noch komplett überfüllt, man bekommt Kurse nicht und es hat sich nichts verbessert, außer, dass die zwei Tutoren einstellen, von denen ich nichts habe, weil ich nicht in Tutorien gehe. Super. Wenn die Studienbedingungen sich deutlich gebessert hätten (wie vorher angekündigt), könnte ich mich mit den Gebühren ja anfreunden, aber so definitiv nicht.
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