Da ich in der Landwirtschaft aufgewachsen bin, hab ich vollstes Verständnis für die Bauern.
Ich denke die meisten von uns würden mit dem A... im Bett bleiben, wenn sie sich den Stundenlohn eines Bauern ausrechnen würden. 365 Tage im Jahr morgens um 6 Uhr aufstehen, egal ob krank oder abends gefeiert. Wenn du Urlaub machen willst musst du nicht nur den Urlaub, sondern zusätzlich noch den Betriebshelfer bezahlen, damit die Tiere während der Abwesenheit versorgt werden.
Ich denke als Gegenleistung sollte man wenigstens davon leben können und nicht noch drauflegen. Natürlich gibt es schlimmere Jobs, aber da hat man meistens auch die Möglichkeit sie schnell zu wechseln. So'ne Existenz kann man nicht mal eben so aufgeben.
Es gibt weniger Bauern, weil sich für die kleinen die Arbeit nicht mehr rentiert. Dafür gibt es wenige die immer größer werden.
Der Nachbar meiner Eltern hatte früher 30 Kühe. Heute sind es über 60. Das überproduziert wird liegt in der Hand des Staates. Wozu gibt es denn sonst Milchquoten?
Das machen die Bauern nicht um reich zu werden, sondern um davon leben zu können. Natürlich gibt es auch "reiche" Bauern. Aber warum auch nicht.
Die billige Milch aus dem Ausland zu kaufen halte och grundsätzlich nicht für richtig. Damit macht man nicht nur die Marktwirtschaft im eigenen Land kaputt, es vertreibt auch die Landwirtschaft aus Deutschland.
Ich möchte meinen Enkeln die Kühe nicht im Zoo zeigen müssen.
Da zahle ich liebe ein paar Cent mehr dafür. Die Milchprodukte sind ja vor kurzem erst teurer geworden. Das traurige daran ist, dass die Bauern davon nichts gesehen haben, bzw. wurden die Preise dann wieder gesenkt, vor allem von den Discountern.
Natürlich ist es für Familien mit geringem Einkommen hart. Aber genau diese Familien sollten Verständnis dafür haben, dass andere verhindern wollen, dass es ihnen genauso ergeht.
So, genug geschrieben.
Viele Grüße
Greenmile