Hallo,
ich kann deine Freundin verstehen, weil es in ganz vielen "stark dialektgeprägten" Gebieten so ist, dass man mit Hochdeutsch erstmal ausgegrenzt wird.
Ich selbst habe in den vielen Städten immer nur besuchsweise gewohnt, da ich als Lehrerin an mein Bundesland gebunden bin. Mein Mann hat in in unserer Beziehung immer den reisenden Part übernommen. Ich konnte nur aufgrund meiner Ferienregelung immer wochenweise mitkommen und dann sieht man die Nachbarn nicht als Nachbarn an.
Er hatte einige Wohnungen: In FFM, da kam die Vermieterin jeden Tag rein, um die Rollläden im richtigen Rhythmus zu öffnen und zu schließen, ohne sich dran zu stören, wenn ich dort war. In Erlangen in einem Häuserblock, wo niemand jemanden kannte. In München, eine Luxusmaisionette mit 2 Kollegen zusammen in einem Haus, in dem untendrunter Büros waren. Und in vielen Hotels der Welt, wo man sowieso nur Gast ist (er namentlich bekannt, nach den vielen Wochen und ich als seine Frau).
Die Jahre, die ich nicht im Pfälzer Wald wohnte, war ich selbst im Hochdeutschen Raum und bin endlich mal nicht wegen meinem "Nicht-dialekt" aufgefallen. Wie gesagt, ich kenne es zu gut, dass man "Preußen" ausschließt. Wobei ich kein "Preuße" bin, ich bin eine "Reingerutschte".
LG Tina
