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18.04.2008, 20:14
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Frischling
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Registriert seit: 06.04.2008
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Es ist wohl immer eine Mischung aus beidem: sich selbst unwohl fühlen einerseits (und dies dann auf andere übertragen..) und tatsächlicher Ablehnung..
Mein Mann hat 40kg abgenommen, ich fast 20kg - und ich stimme Apus zu, es sind zwei Leben. Speziell mein Liebster, der "immer schon dick war" berichtet von völlig neuen Erfahrungen und Reaktionen (vor allem von Seiten von Frauen). Dennoch beobachten auch wir uns jetzt dabei, dass wir denken: was wir geschafft haben, könnten die anderen "Dicken" doch auch..und dabei gerne verdrängen, dass wir es auch über Jahre nicht auf die Reihe bekommen haben. Solange man seine Vorurteile a, reflektieren und in Frage stellen und b, für sich behalten kann sind sie denke ich erst mal nicht so schlimm..
321qwert schrieb:
Zitat:
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Es mag vereinzelt Dicke geben, die durch Charakter und Eloquenz enorm viel ausgleichen können, aber ich kenne eigentlich kaum welche. Und wenn, dann spielen sie oft die Rolle des "lustigen Dicken". die kriegen dann aber nie ne hübsche Freundin.
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Ist mir zu pauschal: ich habe meinem Mann kennengelernt als er 130kg wog und ich noch sehr dünn war.. und (um mal mein wiedergewonnenes Selbstwertgefühl auszukosten) nicht schlecht aussah. Eine Freundin von mir wiegt 150kg und ist mit einem superschlanken, sportlichen Mann verheiratet. Man muss nur den/die Richtige finden, dem/der eben auch andere "Werte" wichtig sind (Humor, Intelligenz, schönes Gesicht/ Augen, der Charakter allgemein, gemeinsame Interessen)...ist nicht einfach, aber durchaus auch nicht ausgeschlossen.
Die eben erwähnte Freundin ist aber auch ein gutes Beispiel für die Vorurteile und Bösartigkeit vieler Menschen: gehe ich mit ihr aus wird immer getuschelt, die Leute gucken, machen blöde Bemerkungen nach dem Motto "dick und doof"..sie promoviert nebenbei gesagt gerade und arbeitet in einem internationalen Forschungsprojekt  . Also: Vorurteile sind an sich nicht schlimm, aber es wäre besser sie auch hinterfragen zu können..und vor allem gegebenenfalls für sich zu behalten: anderen weh zu tun und sich auf anderer Menschen Kosten zu amüsieren ist nämlich wirklich etwas das für einen üblen Charakter spricht..
Navina
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18.04.2008, 20:19
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Ist öfters hier...
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Zitat:
Zitat von katernasch
Ich denke, alles, was nicht der Norm entspricht, wird - überzogen gesagt - gemobbt.
Das betrifft längst nicht nur Übergewicht.
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So ist es !
Man denke an seine Schulzeit. Viele Kinder sind bezüglich "Abnormitäten" gnadenlos und sprechen aus was sie denken und finden dann meist auch genügend Fürsprecher. Denke das ist einfach die menschliche Natur, bzw natürliche Auslese.
Vor allem bei der Partnerwahl ist es doch gerade in unserer modernen Welt (v.a. wg. hoher Bevölkerungsdichte) so, dass man gezwungen wird eine "Vorauswahl" zu treffen und dies geschieht doch zwangsläufig über die Optik (man kann ja nicht jeden in der Disse ansprechen). Auch über Gesundheit und Leistungsfähigkeit sagt die Optik doch einiges... und das ja auch meist nicht weit hergeholt, oder? Um mal Apus als Beispiel zu nehmen... er fühlt sich sicherlich nicht nur leistungsfähiger, er ist es sicherlich auch.
Somit ist dieses Verhalten ein Instrument der Natur zur natürlichen Auslese, wogegen niemand ganz immun sein kann, trotz bester Erzeihung (Ausnahmen bestätigen da lediglich die Regel 
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18.04.2008, 20:26
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Naschkatzen Goldi
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Zitat:
Zitat von esmerelda
Vor allem bei der Partnerwahl ist es doch gerade in unserer modernen Welt (v.a. wg. hoher Bevölkerungsdichte) so, dass man gezwungen wird eine "Vorauswahl" zu treffen und dies geschieht doch zwangsläufig über die Optik (man kann ja nicht jeden in der Disse ansprechen). Auch über Gesundheit und Leistungsfähigkeit sagt die Optik doch einiges... und das ja auch meist nicht weit hergeholt, oder? Um mal Apus als Beispiel zu nehmen... er fühlt sich sicherlich nicht nur leistungsfähiger, er ist es sicherlich auch.
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Von der Partnerwahl habe ich auch nicht gesprochen; ich stehe absolut nicht auf dicke Männer und würde meinen Freund auf Diät setzen, würde er dick werden. Gestern Abend habe ich ihm das Essen verboten, da er mit dem Rauchen aufgehört hat und dadurch drei kg mehr auf den Rippen.  (Er hatte schon genug gegessen bzw. sollte sieben Stunden später schon wieder aufstehen und zur Uni gehen.)
Für die bloße Sympathie spielt die Figur für mich aber keine Rolle.
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18.04.2008, 20:27
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Kennt sich schon aus...
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hallo ihr..is ja echt intressant..also ich bin ja auch ganz schön propper..aber hab ein enorm gutes selbstbewusstsein..da kann es auch mal vorkommen so wie letztens das wenn ich mitkriege wenn jemand lästert(uäää guck dir die ma an...) das ich hingehe und frage wo das problem ist..lach so wie vor ca 4 wochen war mit freunden billiardspielen..danach waren wir beim großen M na da hab ich für mein schatz, der zu hause geblieben ist zwei burger und chiccen nugget mitgenommen und ich habe nen whopper gegessen..na setzten wir uns hin und so ne andre truppe von "jüngeren" alle dünn bis auf einen. leuten haben rumgealbert..dabei fiel dann der satz (zur bedienung) eyyy du t-uss-i ..naja ich kann ja mei klappe nich halten^^hab dann gsacht "oton" ey bürschla reiß di amol zamm a weng an anstand und respekt vor der frauenwelt.JA? darauf hin kam nur..was mischt du dich da ein..na hab ich gsacht weil ich sowas nich tatenlos mit anhören kann..naja dann hams rumgeflüstert..dabei fiel dann der satz ...fette sau..hab also meine pappschachtel zugemacht..aufgestanden(wurd scho vo mein mitnachbarn runtergezogen  so bin dann aber trotzdem rübergegangen und hab gemeint wo denn das problem sei..naja kleinlaut hat er dann gesagt er hätte nich mich gemeint...naja was ich eigentlich sagenwill ist..es kommt auf den eigenen charakter an und wie man mit der "Sache" umgeht
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erfolgreich abnehmen
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zur rubrik ich habs geschafft gehören
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18.04.2008, 20:43
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Ist öfters hier...
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Ich meine auch gar nicht die direkte Diskriminierung (Sprüche, Auslachen etc...) Wie gesagt, das traut sich bei mir eh keiner. Ich meine eher, dass man sofort ignoriert wird, was mir pausenlos passiert. Ich kann das auch immer gut vergleichen, da ich viele dünne Freunde habe, mit denen ich in den gleichen Seminaren hocke. Die werden dann schon immer noch auf'm Gang von den anderen Teilnehmern gegrüßt, zwei Wochen nach dem Seminar. Bei mir wird schnell weggeschaut. Die Häufung solcher Vorfälle ist so krass, das das kein Zufall ist. Sorry, das kann mir keiner erzählen.
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19.04.2008, 11:15
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Frischling
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Deiner Aussage kann ich leider nicht so zustimmen.
Ich war in meiner Kindheit und in meiner frühen Pupertät schlank, wenn nicht dünn. In der Grundschule war ich sehr glücklich und verstand mich mit meinen Klassenkameraden sehr gut. Alles in einem lief damals wirklich alles perfekt was auch nur perfekt laufen konnte. Als ich aufs Gymnasium kam, war es plötzlich eine komplett andere Situation für mich. Plötzlich war ein Haufen von Leuten um mich herum, die ich nicht wirklich leiden konnte, sie fingen an im Kreis zu stehen und sich ernsthaft zu unterhalten. Ich war total geschockt! Da waren plötzlich Mädchen, die lustiger, lebensfroher und selbstbewewusster waren als ich, denn meine Schüchternheit wurde dort nie wirklich akzeptiert. Von solch einem Trauma habe ich mich damals nie wirklich erholt. Ich began immer mehr in mich hinein zu gehen und mich zu verschließen. Ich lies kaum jemanden an mich heran und began Frustfressen zu betreiben und etnwickelte eine Esssucht. Mein Image konnte ich auf dem Gymnasium nie wirklich ausbessern. Ich wurde als dünne und als pummelige schlecht behandelt, aufgrund meiner Ausstrahlung!
Als ich auf die Realschule kam, gab es in meiner Klasse zwei dickere Mädchen, die ein riesiges Selbstbewusstsein hatten. Die eine hatte eine große Klappe, aber war zu anderen immer freundlich und respektvoll. Die andere hatte ebenfalls eine große Klappe, lästerte aber was das Zeug hielt, also war sie auch nicht wirklich beliebt und die anderen haben sich über ihre Figur lustig gemacht. Über die erstere wurde aber nie geredet, da sie es über andere auch nicht tat.
Also: Es kommt wirklich auf die Ausstrahlung an.
Aus der Sicht eines Normalgewichtigen: Bestimmt haben die ersteinmal ihre Vorurteile, aber diese können sie entweder schnell legen, oder noch mehr aufbauen.
Niemand mag eine Person in seiner Gegenwart haben, die im Nachhinein über einen lästert oder Lügen verbreitet. Wenn diese Person dick ist, dann gibt es einfach noch einen Vorwand sie ärgern zu können.
Ich wurde, sage ich mal, immer schlecht behandelt, ganz einfach weil ich die Leute auch schlecht behandelt habe! Ich war weder offen, noch gesprächig, weil ich die ganzen Jahre diese Minderwertigkeitskomplexe hatte und dachte, dass egal was ich sage, es sowieso schlecht ist.
Und das ist das, was viele Dicke ablegen müssen.
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Geändert von Karischa (19.04.2008 um 11:17 Uhr).
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24.04.2008, 10:03
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Muss ich leider auch besätiigen,
Als ich 230 kg gewogen habe wurde ich auch ganz anders behandelt. als jetzt mit über 100 kg weniger. Das hat nicht wirklich soviel zu tun damit das man sich selbst anders verhält - das ist einfach nur eine entschuldigung und von denen hab ich genug gehört.
Nun gut, ich räume ein das ich mich inzwischen anders kleide und auch etwas anders verhalte.
tut mir leid, aber wenn jemand sagt das es nur auf die inneren Werte ankommt dann glaub ich diesem Menschen nicht.
Man ist doch zu sehr von aussen gelenkt - bewusst und unbewusst. Ich kenne da einen Spruch von einer bekannten die einen dickeren z.b. wirklich nett findet aber sie würde nie was mit ihm anfangen den was sollen die Freundinnen denken wenn sie so einen mann hat ...
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24.04.2008, 14:34
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Naschkatzen Goldi
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okay, ich glaube, wenn man richtig dick ist, hat das tatsächlich einen einfluss auf die außenwirkung; da kann dann auch eine positive ausstrahlung nicht viel dran ändern. 230 kg sind ja nichts, was man täglich sieht.
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26.04.2008, 16:01
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dass man sich als dicker anders verhält (in sich gekehrter, weniger selbstbewusstsein) das muss ja auch nicht von innen kommen, weil man mit sich selbst unzufrieden ist.
Bei mir kommt es eher daher, dass man mir von aussen immer schön vermittelt hat wie scheiße ich doch ausseh...und das war bevor ich mir gedanken um mein äußeres gemacht hab (das find erst so mit der Pubertät an, so mit 13 Jahren oder so.
Das ganze ist ein Teufelskreis.
Selbst wenn man mit sich zufrieden sein könnte, ist mans nicht, weil von aussen garantiert wieder einer kommt der sein eigenes minderes Selbstbewusstsein aufpolieren muss
(muss nicht bei jedem "mobber" so sein, aber ich denke, die Leute, die mobben sind häufig selbst unzufrieden mit sich selbst....und dann gibts noch die Mitläufer...wobei die, die nur zugucken und "nix" dafür oder dagegen unternehmen auch als "Mitläufer" empfunden werden (auch wenn sie es wohl nicht sind))
Denke dass beide Meinungen hier im Thread ihre Gültigkeit haben.
Opfer wird der, der sich auch zum Opfer machen lässt.
Aber je mehr "Täter" in der Umgebung sind, desto weniger kommt man dagegen an.
Das "Attraktivitäts-Bild" wird dennoch weniger durch die Genetik vorgegeben als durch das allgemeine Bild der Menschen.
Ich denke man soll das nicht alles ausschließlich auf die Genetik beziehen, denn das würde heißen: das ist so vorgegeben und lässt sich nicht ändern.
Heißt: man braucht nicht an sich arbeiten, weil es sich nichts ändern kann.
Das ist aber falsch.
Man kann vieles Ändern. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Wer aber ne schöne Entschuldigung hat, kann sich drauf ausruhen.
Der Mensch ist in der Evolution so weit gekommen, weil er lernfähig ist und von anderen Menschen gelernt hat, durch imitieren etc. Wenn so viel Genetisch vorbestimmt wäre, wie oft behauptet wird, warum entwickelten sich die verschiedenen Kulturen ja doch so verschieden?
Kinder lernen durch imitieren ihrer Umwelt.
Wenn Kinder schon von klein an lernen, dass es irgendwo akzetiert ist über dicke zu lästern, weil keiner einschreitet und meint "sind ja nur Kinder", dann werden die Kinder evtl auch im Erwachsenenalter ähnlich denken.
(in der heutigen Welt wird man irgendwo darauf getrimmt definitiv mit dem strom zu schwimmen....wenn man was wissen will, dann überlegt man nicht selbst wie man was rauskriegt bzw forscht selbst, sondern man guckt ins Wikipedia, lexikon etc, statt selber zu lernen, wie es geht)
so richtet man sich halt auch nach anderen, wenn es um das bewerten von Menschen geht
( es sei denn man ist irgendwann von selbst auf die Idee gekommen, dass es so nciht zwangsläufig funktionieren muss)
(verallgemeinerungen sind aber auch fehl am platz, auch wenn das bei mir vielelicht so klingt)
Ich denke mir, Kinder werden irgendwo "a-sozial" geboren und müssen lernen.
Mobben gehört irgendwo dazu. Aber ob man im Erwachsenenalter ebenfalls so denkt oder nicht, hängt von der weiteren Erziehung ab.
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26.04.2008, 17:59
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Naschkatzen Goldi
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das schönheitsideal ist ein teil der kultur und nicht etwa genetisch bedingt. in afrika z.b. (hat mir eine freundin erzählt, die ein jahr in tansania war.) sind KNIE "sexy"; als anständige frau hält man die bedeckt. und generell darf man dort gern rund sein.
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