hm...wenn man bedenkt, dass der "größere und stärkere" zwar nicht immer Recht, aber oftmals die nötigen Mittel besitzt sich zu behaupten, dann ist klar, warum gerade Männer in Führungspositionen zu finden sind bzw sich immer schön über die Frauen erheben
(okai, nicht immer und nicht alle, aber anscheinend da es jahrhunderte lang so aus)
Der Mensch neigt dazu, in Schubladen zu stecken und sich von anderen abzugrenzen um sich selbst zu definieren. Denke das ist der Geschlechterkrieg.
Man betrachtet das andere Geschlecht mehr oder minder mit einer Art "Tunnelblick", primär vom eigenen Standpunkt aus betrachtet.
Und wenn man es jetzt mal ganz Klischeehaft (halbhistorisch) betrachtet: ein Mann im Kampf wird einen gewaltfreien gegner der eher wegläuft als Kämpft eher als schwächer empfinden. Also wird er sich überlegen fühlen.
Oder ein Mann der im Job das Sagen hat, der wird auch bei seiner (Haus)frau vielleicht ein bisschen chef spielen wollen. Aber gerade so funktioniert es halt nicht. Blöderweise ist die Frau die "schwächere", weshalb sie sich vielleicht irgendwann freiwillig unterordnet.
Ja, ich gebe zu, das ist sehr klischeehaft, aber denke das ist zum Teil auch nicht weltfremd.
Denke bei allem gibt es eine Art gesunden Mittelweg. Man sollte nicht meckern oder jammern, dass Männer mehr Muskelmasse haben oder ein besseres Räumliches Denken und Frauen nicht. viele Wege führen nach Rom, es gibt immer verschiedene Rechenwege zum gleichen Ergebnis. Nicht der eine Weg ist besser als der andere, alle Wege haben Vor- und Nachteile.
Sollen sich die Jungs raufen, die es brauchen. ODer die Mädels, die sich auch behaupten wollen.
Wenn danach irgendwann wieder Ruhe ist, ists ja okai.
Blöd ists nur wenn relativ friedfertige Wesen, egal ob Männlein oder Weiblein, die "prügel" von den "stärkeren" Kassieren (und seien es nichtmal ernsthafte Prügel sondern "nur" mobbereien).
Da herrscht dann kein gesundes "Randordnung-auskämpfen" mehr sondern da wird dann direkt ne Hierarchie ausgefochten, bei der der eine lernt, das Gewalt mittel zum zweck ist um sich zu pushen und andere niederzudrücken.
Das sind dann keine Gleichberechtigten Gegner mehr, sondern es ist absehbar, dass der "pazifist" verliert.
Und in solchen Fällen sollte dann doch von erzieherischer Seite eingegriffen werden mit der "weiblichen Möglichkeit Konflikte zu lösen".
Blöd ist dass man ja schlecht absehen kann, was genau in den Kindern vor sich geht.
Aber Empathiefähigkeit muss man ja ebenfalls erlernen, als Kind besitzt man das noch nicht so ausgeprägt. Blöd ist dass die allgemeine Empathiefähigkeit abnimmt. Kommt mir jedenfalls so vor. Keine Ahnung ob es an der "weiblichen Erziehungsweise" liegt.
Das sowohl Vater als auch Mutter in jedem alle wichtig sind fürs Kind hat ja bereits Sigmund Freud herausgefunden, auch wenn er die Sache doch zu sehr von seinem Standpunkt aus betrachtet hat (ist aber vermutlich Menschlich...).
Laut Freud sieht ein Junge z.B. den Vater zuerst als einen Konkurrenten, die Mutter strebt er an. Später lernt der Junge, dass er den Vater nicht übertrumpfen kann und versucht die Verhaltensweisen des Vaters zu Übernehmen, die Mutetr prägt halt das spätere Frauenbild.
So ähnlich verhält es sich auch bei den Mädchen, nur mit umgekehrten Geschlechtern.
Aus sicht der Evolution von Vorteil, denn schließlich haben vater und Mutter dafür gesorgt dass das Kind überleben konnte usw, warum als nicht deren Errungenschaften übernehmen.
Aber auch das kann man nicht pauschalisieren.
Denke im Grunde das die Erziehung einen großen Teil des Charakters eines Menschen aus macht. Habe in letzter Zeit auch das Buch "Menschenkenntnis" von Alfred Adler gelesen (na gut, wenn auch aktuell nur zur hälfte), aber das was da drin steht macht für mich irgendwo Sinn.
Er meint, dass ein Mensch sozusagen ein paar gewisse Naturgegebene Grenzen hat, die er wohl nicht überschreiten kann, aber dass man einen Menschen auch zur Dummheit erziehen kann. Wenn ein Mensch permanent das Gefühl anerzogen wird Minderwertig zu sein in gewissen Bereichen, dann wird er das irgendwann annehmen, aufhören sich weiterzuentwickeln und dann ist er nunmal wirklich Minderwertig in diesem Bereich bleiben.
wobei man in der Psychologie auch jeden Mensch als Individuum betrachtet/betrachten sollte.
Ich denke es gibt gewisse Ströhme an denen man sich orientieren kann, aber es gibt keine ultimativen Antworten oder Pauschalisierungen. Die Suche danach scheint aber auch wieder typisch Menschlich zu sein, das macht garantiert jeder schonmal
