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  1. #1
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    Wie kann man wirklich mit dem Rauchen aufhören - Erfahrungen und Stories?

    Hey,
    Ich bin wohl vielleicht nicht der einzige hier im Forum der raucht und damit schon länger aufhören will. Ich bin aber nun viel hartnäckiger damit und versuche wenigstens weniger zu rauchen und eigentlich habe ich das mal auch geschafft und rauche jetzt "nur" noch 5-8 Zigaretten am Tag. Aber ganz damit aufzuhören schaffe ich nun auch nicht. Es gibt Tage, wo ich schaue, dass ich kaum eine anzünde und dann rauche ich an einem Tag noch mehr. Ganz aufhören ist für mich irgendwie nicht einfach. Ich habe mir dann auch gedacht, auf eine e-zigarette umzusteigen (bzw. parallel zu rauchen) um damit auch das Rauchen zu reduzieren und vielleicht einmal gar nicht zu rauchen, aber das ist auch nur so eine Zwischenlösung und keine echte. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht und wie habt ihr es geschafft wirklich mit dem Rauchen ganz aufzuhören? Und dann ist da noch das Thema mit der klassischen Gewichtszunahme nach dem Rauchen. War das der Fall bei euch? Danke für jegliche Antworten

  2. #2
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    hi diego8,

    ich bin ein starker Raucher.
    Trotz Sport.

    Habe auch ab und an mal damit aufgehört. Mal für eine Woche, mal für 3 Wochen.
    Allerdings immer nur unter Angst (einmal, weil am Kiefer operiert wurde, und einmal, weil Magenprobleme hatte)

    Aber ehrlich gesagt:

    Ich glaube, ich werde nie damit aufhören.

    Dafür bin ich zu sehr Suchtmensch.

    Was das Gewicht und den Rauchstopp anbelangt:

    bei mir ist es genau umgekehrt:

    Rauchen und Essen geht bei mir Hand in Hand.
    Wenn ich Diät halte und auch Verzicht übe, dann habe ich auch weniger Lust, zu rauchen.

  3. #3
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    Mein Schatzi hat auch viel geraucht und ist vor ca. 1,5 Jahren auf das Dampfen umgestiegen. Ich kann es dir nur empfehlen dich da richtig (wenn du magst auch von ihm) beraten zu lassen, denn das dampfen ist wesentlich unschädlicher wie das Rauchen! Auch ein Kumpel von mir ist von heute auf morgen auf das Dampfen umgestiegen. Mein Schatzi, als auch mein Kumpel rauchen keine einzige Zigarette mehr.

  4. #4
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    wieso ist vapen für dich nur eine zwischenlösung und keine echte? klar ist das auch nicht gesund, aber viel besser als rauchen. ich hatte mir selbst fest vorgenommen, mindestens die hälfte der zigs durch e zu ersetzen, aber die zig, die ich mir bestellt habe, ****t net... china-import, naja, das kann schiefgehen. jetzt schau ich mich nach ner neuen um und freu mich auf zuckerwatte-duft und latte machiatto
    Mir reicht's! Ich geh schaukeln.

  5. #5
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    Es gibt Raucher, und Raucher.

    Die ersteren rauchen nur so,
    die zweiten rauchen, weil sie süchtig danach sind.

    Die ersteren können sich mit dampfen begnügen,
    die zweiten nicht.

    Dampfen ist kein Ersatz für Zigaretten.

  6. #6
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    Also dann hier mal eine Story von einer Ex-massiv-Suchtraucherin..

    Ich habe schon immer geraucht.. quasi.. mit 12 habe ich angefangen, im Gebüsch.. wie so viele Jugendliche, heimlich in der Clique.. mit 14 war ich schon das, was man wohl als "regulären Raucher" bezeichnet. Ich habe täglich geraucht, auch daheim. Meine Eltern waren selbst Raucher und meine Mutter meinte, nachdem ich es ihr gesagt hatte, dass ich dann auch daheim rauchen kann, ich mach es ja sowieso heimlich und verbieten bringt ja auch nichts..

    Meine gerauchte Menge steigerte sich kontinuierlich, ganz zum Schluss war ich bei bis zu 1.5 Big Packs am Tag (am Wochenende wenn wir auf Piste waren, auch mal zwei)
    Ich war starker Suchtraucher. Schon bei dem Gedanken daran, dass ich nur noch wenige Zigaretten hatte und mir die jetzt einteilen muss weil ich heute ggf. keine mehr bekomme bekam ich Panikaanfälle und umso mehr den Drang, zu Rauchen. Meine Sucht war so stark, dass ich sogar Folgendes tat: Ich bin auch Asthmatiker und litt unter einem massiven Heuschnupfen. Manchmal habe ich so schlecht Luft bekommen, dass ich nur noch mit Cortisonsprays die Atemwege öffnen konnte und ich Pfiff wie eine alte Dampflock bei jedem Atemzug. Ich bin also auf die Terrasse (drin hab ich zum Glück ab einem bestimmten Alter nicht mehr geraucht, das fand ich immer eklig) inhalierte tief und gierig mein Cortision und wartete, bis ich Luft bekam.. dann erst mal schön eine Rauchen.. Atemwege wieder zu dadurch, dann wieder Cortison drauf.. Wenn ich heute "von aussen" auf so eine Szene schaue, kann ich mir nur an den Kopf fassen.. aber so ist die Sucht nunmal.

    Ich habe zig mal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören und habe dabei nicht mal einen einzigen Tag ausgehalten. Schon beim Gedanken daran kam die Panik wieder. Kurzum: ich war der festen Überzeugung, dass ich NIEMALS aufhören kann, weil ich ja so schlimm süchtig war.

    Mein Freund hatte, ein halbes Jahr vor unserem Kennenlernen, mit dem Rauchen aufgehört (ihn hat es aber nie gestört, dass ich geraucht habe) und ich habe dann selbst wieder eine Phase gehabt, wo ich im Frühling, in der höchsten Allergiezeit, pfeifend, in akuter Sauerstoffnot, cortisoninhalierend auf der Terrasse saß und mich gefragt habe "Was machst du da eigentlich?" Mir wurde in dem Moment sehr bewusst, wie bescheuert mein Verhalten eigentlich ist, wenn man es mal von aussen betrachtet und was ich wohl zu jemandem sagen würde, der sowas macht wenn ich es nicht selbst wäre..

    Ich habe dann von meinem Freund eine DVD bekommen, mit der er selbst damals aufgehört hat zu Rauchen. Das Programm heißt "Nichtraucher in 5 Stunden" und ist von Dr. Stefan Frädrich. Es dauert gar nicht wirklich 5 Stunden, ich war in 4 Stunden mit allen Kapiteln durch - und habe danach nie wieder eine Zigarette angefasst - bis heute. Das war übrigens 2009, ich bin seit Mai 9 Jahre rauchfrei (nach 17 Jahren Rauchen).

    Ich will jetzt gar nicht so viel aus dem Programm erzählen aber man erfährt dort viele Dinge, die man sich vorher so nicht bewusst gemacht hat. Darüber, was Synapsenkommunikation mit dem Rauchen zu zu tun hat, was die Medien, Hollywood und sogar die Bundesregierung alles tut, um die Raucher "bei der Stange" zu halten und viele andere Dinge. Was dort nicht passiert ist, dass Stefan einem Bilder von Raucherbeinen und Lungen zeigt und dabei erklärt, wie schlecht das doch alles ist..
    Nach dieser DVD war ich mit dem Thema durch. Im Programm bekommt man sogar kleine Aufgaben, bei denen man Rauchen muß Zufälligerweise, war die letzte Zigarette die man im Programm rauchen soll (innerhalb einer Aufgabe) auch die letzte Zigarette in meiner Schachtel.. Wer das Programm macht, sollte also wirklich am Ende (wenn er noch Zigaretten übrig hat) diese unwiderruflich vernichten, das hilft sicherlich.
    Die ersten 3 Tage sind die Schlimmsten, danach ist der schlimmste körperliche Entzug durch (im Übrigen ist der körperliche Entzug nicht mal so stark, dass man davon aufwacht, normalerweise schlafen Raucher ja ganz normal durch.. soviel zum Thema "starker Suchtraucher") Der Kopf braucht etwas länger aber auch das ist zu schaffen.

    Meiner Meinung nach ist die unbedingte Voraussetzung allerdings, dass man es wirklich WILL.. Wenn man selbst noch der Meinung ist, etwas weniger Rauchen, dampfen etc. ist doch ganz okay, oder "ich werde niemals aufhören können" dann kann es gut sein, dass man so ein Programm anschaut und es eben nicht funktioniert. Dann passiert "Ich habs doch gesagt, ich bin so süchtig, dass ich nicht aufhören kann" - obwohl das eigentlich Quatsch ist, weil man es dann einfach nicht wirklich wollte.


    Schon nach kurzer Zeit bemerkte ich damals die Verbesserungen, die das Aufhören mit sich brachte. Sofort quasi, hab ich es auf der Lunge gemerkt.. Ich hab ja mitten in der schlimmsten Allergiezeit aufgehört und schon nach einem oder zwei Tagen hab ich deutlich mehr Luft bekommen und musste weniger sprayen. Mein Gechschmacks- und Geruchssinn haben sich dramatisch verändert. Ich habe plötzlich Dinge gerochen und geschmeckt, die mir völlig neu waren. Mein Koch, bzw Würzverhalten hat sich sehr verändert dadurch. Mein Hautbild ist besser geworden, meine Finger und Nägel sind nicht mehr vergilbt und stinken, überhaupt stinke ich selbst nicht mehr. Wie sehr man als Raucher wirklich stinkt merkt man erst, wenn man mal nicht mehr raucht. Wenn ich daran denke, was ich meinem Freund damals zugemutet habe, wenn ich nach einer Zigarette ins Bett ging und mich an ihn gekuschelt habe.. Man hat plötzlich viel mehr Zeit, weil man nicht ständig vor irgend welchen Tätigkeiten "noch schnell eine Rauchen" muss

    Kurzum - das Rauchen aufzugeben ist kein "Opfer", man verliert dabei nichts, man gewinnt total viel dazu.

    Als kleine Randnotiz möchte ich noch erwähnen, dass ich 2015 - also 6 Jahre nach meinem Rauchstop - eine Lungenkrebsdiagnose bekommen habe. Man denkt ja immer, einen selbst trifft es nicht und Krebs ist immer soooo weit weg. Wenn ich dran denke, was auch ich für "lustige" Sprüche los gelassen habe als ich noch geraucht habe.. "Da teeren wir mal schön die Lunge, damit der Krebs nicht ausrutscht" oder natürlich "Ach was für ein Schreck, da muss ich gleich mal eine Rauchen" und "Ich muss ja sowieso irgendwann sterben, da kann ich auch Rauchen" und der schöne Vergleich zu "Oma/Opa/Tante/Onkel/Helmut Schmidt oder wer auch immer, hat auch jeden Tag ne Schachtel geraucht und auch keinen Krebs bekommen, der/die ist XYZ Jahre alt geworden, so schlimm kann das also alles nicht sein"
    Glaubt mir: Wenn man dann plötzlich mit so einer Dignose konfrontiert wird, bleiben einem die dämlichen Sprüche im Hals stecken und der einzige Gedanke ist noch "Wie konntest du nur so blöd sein?"

    Heute habe ich einen halben Lungenflügel weniger aber mir gehts soweit gut. Ich hatte viel Glück im Unglück.
    Mein Rezeptbüchlein mit Rezepten und Fotos - Kommentare gern gesehen, einfach anklicken

    Surrender to nothing!!



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