Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 6 von 7
  1. #1
    Registriert seit
    02.08.2014
    Ort
    Wien
    Beiträge
    12

    Kalter Entzug oder kontrollierter Konsum?

    Hallo meine Lieben!

    Ich würde gerne eure Meinungen, Erfahrungen und Ratschläge zum Thema "Zuckersucht" hören! (Gleich vorweg: Mir ist klar, dass eine gravierende Essstörung zu einem Spezialisten gehört...)


    Nachdem ich im Sommer (wahrscheinlich durchs frisch verliebt sein...) manchmal null hunger hatte und ich so glücklich war, dass ich mir nur wenige Gedanken ums Essen machen musste, kommt mit den kalten Tagen plötzlich mein sucht-ähnliches Verhalten zurück. Auf Stress reagiere ich mit Essen, wenns mir schlecht geht sind Süßigkeiten meine besten Freunde (oder eben Feinde).

    Wie geht ihr damit um? Versucht ihr euch vorher einzuteilen, was und wie viel ihr an "Bösem" Essen dürft, oder fällt es euch leichter, dann einfach gar nichts Süßes zu essen? Habe in der letzten Woche beides versucht, aber mein Essverhalten ist so unkontrolliert... Ich habe ZWEI MAL etwas für mich und meinem Freund gekauft, weil ich ihm eine Freude damit machen wollte (es waren beide Male Dinge, die ihm besonders gut schmecken) und ich habe beide Male einfach dann bevor er überhaupt zu Hause war auch sein Stück aufgegessen das lass ich in Zukunft dann wohl mal sein

    Mich würde freuen von euch zu hören, wie es euch am leichtesten fällt von diesem "in sich hineinstopfen" fern zu bleiben bzw. wie ihr euch ablenkt, wenn ihr das Gefühl habt, nur an Essen denken zu können.

    Alles Liebe

    Clementine

  2. #2
    Registriert seit
    09.07.2017
    Beiträge
    342
    wenn du wirklich befürchtest, dass du eine tatsächliche zuckersucht hast, dann kannst du innerhalb einer woche keinen entzug ausprobiert haben. das dauert nämlich normalerweise länger.

    aber auch wenn es keine handfeste sucht ist, reichen ein paar tage meiner meinung nach nicht aus um festzustellen, wie eine zuckerfreie ernährung für dich funktionieren könnte, bzw. wie sich das auf deinen körper auswirken würde.

    ich persönlich esse gerne alles in maßen, aber zucker war nie mein problem, eher essen allgemein. und um das im rahmen zu halten, hilft es mir, an die gesundheitlichen konsequenzen zu denken. die werden bei deinem gewicht aber wohl nicht so stark ausgeprägt sein wie bei mir

    bei dir hört es sich so an, als hättest du ein problem damit, das süße wegzulegen, wenn du mal angefangen hast. da wäre dann die logische lösung, gar nicht erst anzufangen. also gleich nichts kaufen.

    außerdem kannst du dir überlegen, in welchen situationen der drang nach dem essen am schlimmsten ist und dann dafür einen ersatz finden und dich auf diesen ersatz umkonditionieren. wenn du trost in süßigkeiten suchst, dann überleg dir dafür eine alternative. könntest du vielleicht auch trost in einer heißen tasse tee finden? oder einem heißen bad? einem spannenden buch? oder, oder, oder...
    und dann musst du natürlich die alten gewohnheiten ändern, was natürlich nicht leicht ist, aber mit der zeit leichter wird.

  3. #3
    Registriert seit
    25.11.2016
    Beiträge
    582
    Ich bin zuckersüchtig. Ein kontrollierter Umgang funktioniert bei mir nur kurzfristig. Ich kann über Tage und sogar Wochen hinweg dosiert Süßkram zu mir nehmen - aber früher oder später folgt immer der Absturz in einen Fressanfall.Die Zufuhr von Süßem triggert bei mir zudem ganz schnell das Gefühl „jetzt ist es eh egal“.

    Ich konnte mir nicht vorstellen, ohne Süßkram zu leben, weil das Futtern von Süßigkeiten über viele Jahre mein Seelentröster, Antistressmittel und Belohnungsmittel war. Dann hab‘ ich mir recht schonungslos klargemacht, dass ich all diese Notwendigkeiten nur deswegen hatte, weil mir das Übergewicht sonst nicht viel Freude ließ.

    Und deshalb habe ich den Zucker zu meinem Feind erklärt. Er schadet mir, macht mich fett, hässlich, freudlos und krank. Mein Körper braucht ihn nicht, wenn ich nicht weiter zulasse, abhängig zu sein. Das hat funktioniert. Ich hatte 10 Tage Entzug, dann wurde es besser.

    Mittlerweile lebe ich seit mehr als einem Jahr ohne Süßkram. Er fehlt mir längst nicht mehr, und ich habe auch nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Zucker hat seine Bedeutung verloren, da er in meinen Gedanken nur noch negativ besetzt ist.

    Wenn ich heute ein Stück Kuchen sehe, denke ich nicht mehr, dass das lecker schmeckt, sondern dass es mir schadet. Das reduziert das Verlangen danach auf Null. Ich bin schlank, fit, attraktiv und habe eine Lebensqualität und -freude, die sich auf sehr viel mehr stützt, als auf die Zufuhr von Zucker.

    Ich esse Obst in Maßen, aber keinen Industriezucker mehr.

    Für mich ist Verzicht der einzig gangbare Weg.

    Loma
    Geändert von Paloma (26.11.2017 um 01:28 Uhr)

  4. #4
    Registriert seit
    03.09.2006
    Beiträge
    1.396
    Ich sehe es ähnlich, wie Paloma, Zucker bedeutet Feind. Und ich habe einen Entzug von allen vom Menschen erzüchteten Kohlenhydraten gemacht. Kartoffeln und Getreide. Um das zu schaffen, habe ich zunächst so null carb wie möglich gelebt, da merkt man wirklich Entzugserscheinungen! Das wird aber nach zwei bis drei Wochen besser. Und dann habe ich Kohlenhydrate mehr und mehr eingebaut, aber nur aus GEmüse, das enthält ja auch Kohlenhydrate.
    Das Ergebnis ist, dass ich keinen Appetit mehr auf Kuchen habe, sondern stattdessen auf Gemüse, Braten und dergleichen. Mein Körper hat sich auch verändert, fühlt sich fester an. Gestern hab ich einen Zettel gefunden, der aus einem alten Diättagebuch gefallen ist und leider ohne Datum. Heute habe ich einen Taillenumfang von 79 cm und wiege genau 60 kg, hat neulich auch die Ärztin gewogen. Damals, in der Zeit, aus der das Zettelchen stammt, hatte ich ebenfalls einen Taillenumfang von 79 cm, wog aber nur 55,4 kg. Muskeln sind ja bekanntlich schwerer als Fett. So wahnsinnig viel Sport habe ich aber nicht gemacht. Viel kommt kommt eben von der Ernährung.

  5. #5
    Registriert seit
    02.08.2014
    Ort
    Wien
    Beiträge
    12
    Erst Mal Danke für die Antworten!

    Ich bin zum Schluss gekommen, dass, wenn für mich Süßigkeiten tatsächlich so süchtig machend wirken, es mir leichter mache, wenn ich gleich darauf verzichte. Ich finde es sehr motivierend, dass ihr das echt so durchzieht! Ich hatte so lange den Satz "Wenn man sichs ganz verbietet, bekommt man erst recht Fressanfälle" im Kopf... - aber wahrscheinlich ist es noch immer besser, ich bekomm alle zwei Wochen einen Tag, an dem ich mich nicht mehr zurückhalten kann, als wie bis vor kurzem jeden Tag^^

    Darf ich fragen, ob ihr zusätzlich auch Low Carb macht? Also nur kein Zucker in Form von Süßem, oder dann tatsächlich auch Dinge wie Weißbrot, Pasta etc. vermeidet.

    Clementine

  6. #6
    Registriert seit
    25.11.2016
    Beiträge
    582
    Ich lebe nicht wirklich low carb. Aber ich verzichte weitgehend auf Weißmehlprodukte.

    Während der Abnehmphase habe ich tatsächlich kaum Pasta gegessen, was aber hauptsächlich der recht hohen Kalorienzahl geschuldet war. Stattdessen standen Kartoffeln fast täglich auf meinem Speiseplan. An Brot verspeise ich täglich ca. 70g Dinkelvollkornbrot. Inzwischen esse ich hin und wieder auch Pasta, verwende aber ausschließlich Vollkornnudeln.

    Auch in Sachen Pasta hat mir übrigens der Verzicht gut getan. Ich dachte früher, dass ich ohne Nudeln nicht leben könnte, während Kartoffeln eigentlich gar nicht so meins waren. Ich habe dabei locker öfter mal 500g Nudeln allein verputzt. Dann habe ich festgestellt, dass ich von keinem Nahrungsmittel solche Mengen verzehre, wie von Nudeln. also hab‘ ich sie erst mal weggelassen- und siehe da:

    Nun kann ich damit tatsächlich kontrolliert umgehen - was mir mit Süßigkeiten nicht gelingen würde. Trotzdem bevorzuge ich mittlerweile wirklich Kartoffeln. Essgewohnheiten sind genau das: Gewohnheiten. Man kann sich Vorlieben ebenso gut an- wie abtrainieren. Es braucht nur die Bereitschaft, so manch lieb gewordene, aber ungute Gewohnheit loszulassen und was Neues, Gesünderes zu probieren.

    Loma

Ähnliche Themen

  1. Kontrollierter Endspurt bei Frau Doof
    Von Frau Doof im Forum e
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 29.11.2012, 08:24
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 26.01.2012, 20:51
  3. Sport nach Fast Food-Konsum
    Von Bella28 im Forum Sport ist Mord, oder der richtige Weg zum Abnehmen
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 11.11.2011, 14:37
  4. jeden Tag kälter und kälter *bibber*
    Von Svajone im Forum Ich bin genervt ...
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 18.09.2008, 17:58
  5. ...kalter schauer...
    Von maxi im Forum Sport ist Mord, oder der richtige Weg zum Abnehmen
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 23.11.2006, 13:53

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige