|
Hi!
Die Kleie (lat. furfur) ist ein Nachprodukt beim Mahlen des Getreides. Es sind die Schalen der Getreidekörner.
"Kleiekotzer" aus dem 18. Jahrhundert - am Auslauf der Kleie aus dem Beutelkasten einer Mühle waren oft solche fratzenhaften Masken angebracht
vergrößern
"Kleiekotzer" aus dem 18. Jahrhundert - am Auslauf der Kleie aus dem Beutelkasten einer Mühle waren oft solche fratzenhaften Masken angebracht
Kleie besteht aus Cellulose, Hemicellulose und Lignin und wird vorwiegend als Futtermittel verwendet. Auch in der menschlichen Ernährung wird sie als Ballaststofflieferant eingesetzt (z.B. in Müsli). Sie fördert die Verdauung. Regelmäßiger Verzehr von Haferkleie kann den Cholesterinspiegel des Körpers senken.
Für eine vollwertige Ernährung ist Kleie jedoch wenig geeignet. Der menschliche Körper hat sich über Jahrtausende an das Verhältnis zwischen Stärke, Vitaminen und Mineralien im Getreidekorn angepasst. Zur optimalen Verwertung der Stärke und zur Umwandlung dieser in Energie benötigt der Körper Vitamine und Mineralien, und genau diese sind in der richtigen Menge in den Randschichten des Korns enthalten.
Inhaltsstoffe (Durchschnittswerte)
* Eiweiß 12,3%
* Kohlenhydrate 14,6 %
* Fett 4,0 %
* Ballaststoffe 53,6 %
Brennwert von 100 g Kleie: ca. 600 Kilojoule (~143 Kilokalorien)
__________________
|