Das habe ich gestern an "Stiftung Warentest" geschrieben.
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute habe ich in unserer Zeitung enen Werbeartikel zum Thema "Schlank ohne Hungern" gelesen. Die Kapseln nennen sich "Alverde", bei google nicht zu finden.
Jedoch gab es einen Linkverweiss auf diese Seite 1-2-3-schlank.com
Mich würde interessieren, warum man solche Produkte nicht verbieten kann, rein rechtlich ist das doch eigentlich Täuschung, oder?
Weiterhin würde mich interessieren, ob diese Mittel gesundheitsgefährdent sind.
Denn natürlich verneinen die Hersteller Nebenwirkungen, aber das ist ja klar.
Mit freundlichen Grüßen,
Die Frau hat mir heute zurück geschrieben
Sehr geehrte Frau *,
leider können wir zu dem in Ihrer Anfrage aufgeführten Schlankheitsmittel keine produktbezogenen Informationen beisteuern, da wir dieses Präparat nicht untersucht haben.
Zu Ihrer Frage nach einem Verbot: Der Umstand, dass der Konsum eines Produktes gesundheitliche Risiken bergen könnte, ist per se kein zwingender Grund für ein Verbot (Beispiel: Zigaretten und Alkohol). Verboten sind aber bestimmte Werbeaussagen. Wenige Verbraucher wissen, dass es zum Beispiel verboten ist, damit zu werben, wie viele Kilos in welchem Zeitraum verschwinden. Wer solche Werbemethoden anwendet, arbeitet unseriös. Mehr zu diesem Thema können Internetnutzer auf
was-wir-essen in der Rubrik „Gesund essen“ oder direkt unter
was-wir-essen lesen.
Grundsätzlich raten wir zu einer gesunden Skepsis gegenüber den meist vollmundigen Versprechungen der Anbieter von Schlankheitsmitteln. Wunderdiät oder Wundermittel - die Kilos sollen nur so purzeln. Mitgeliefert werden gleichzeitig mehr Lebensfreude, Stärkung des Immunsystems oder Anerkennung im Beruf. Tatsache ist aber, dass die versprochenen hohen Gewichtsverluste innerhalb kurzer Zeit ohne Essenseinschränkung gar nicht möglich sind. Selbst bei einer Nulldiät liegt die Gewichtsabnahme nur zwischen 350 und 500 g pro Tag.
Mit manipulierten Erfahrungsberichten, unseriösen Erfolgsgarantien oder Zitaten aus pseudowissenschaftlichen Texten wird nicht nur Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche gezogen. Selbsternannte Experten schrecken nicht davor zurück, „unverzichtbare Nährstoffe“ anzupreisen. Nicht selten malen die Werbestrategen Horrorgemälde von Fehlernährung und Mangelsyndromen und schüren so unnütz Ängste um die Gesundheit.
Oft werden sensationelle, neu entdeckte Wirkstoffe angepriesen, die nun endlich wirklich schlank machen sollen, weil sie „Fett wegschmelzen“ („
Fatburner“). Der Wirkstoff selbst wird meist nicht benannt. Effektvoll sind auch die „vorher - und nachher -" Bilder, die die hohen Gewichtsabnahmen belegen sollen. Oft handelt es sich hier um unterschiedliche Personen oder Fotomontagen. Seriöse grauhaarige Herren in weißen Kitteln garantieren als angebliche Ärzte die sensationellen Abnehmerfolge und versuchen, der Werbung einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Die „Geld-zurück-Garantie" verspricht ein risikoloses Kaufen.
Die Wirklichkeit ist allerdings, dass viele Mittel, ob nun als Pulver, Saft oder Tablette, wirkungslos sind. Es gibt keine Mittel zum Fettwegschmelzen. Wäre dies so einfach, gäbe es keine Übergewichtigen mehr.
Und beinahe vorprogrammiert ist die Gewichtszunahme nach einer Crash-Diät, wenn man seine alten Essgewohnheiten beibehält. Der Körper ist nach Beendigung der Diät immer noch auf eine geringe Energiezufuhr eingestellt. Wird aber wieder normal gegessen, wandelt der Körper die überschüssige Energie in Speicher-Fett um. Man nimmt wieder zu und erreicht oft ein höheres Gewicht als zu Beginn der Diät.
Es gibt aber auch gesunde und seriöse Methoden des Abspeckens. Eine gute Diät basiert auf dem Prinzip der Vollwertkost. Diese zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis der Hauptnährstoffe, einen hohen Ballaststoffanteil, die ausreichende Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Fettsäuren und eine Verringerung toxischer oder kritischer Inhaltsstoffe aus. Entsprechende Informationen erhalten Sie bei der Ernährungsberatung Ihrer zuständigen Verbraucherzentrale.
In test 02/2003 werden Schlankheitsmittel, Appetitzügler sowie Schlankheitskonzepte aus Apotheke, Drogerie, Versand und Internet unter die Lupe genommen. Der Bericht ist unter
test.de - Stiftung Warentest kostenlos ins Netz gestellt. Hier der direkte Link:
test.de - Schlankheitsmittel - Tests - Gesundheit + Kosmetik - Tests + Themen - Stiftung Warentest
Noch ein Tipp: test.de informiert in einem ausführlichen Online-Special rund um das Thema Diäten (siehe
test.de - Stiftung Warentest Ressort Essen+Trinken/Specials: Mit Geduld zum Traumgewicht).
Danke für Ihre E-Mail und viele Grüße aus Berlin.
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Leserservice test
Lützowplatz 11-13
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Wilma Meister
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Vorstand: Dr. Werner Brinkmann
Voll cool, oder?
Ich sags ja immer wieder, alles, was etwas bringt ist verschreibungspflichtig oder illegal ^^