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10.12.2006, 18:36
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skeptisch
Hi,
wenn ich auch schon das eine oder andere Mal als Gast mitgelesen habe, so habe ich mich erst jetzt registriert.
Also ich habe von einem Kollegen auch wahre Wunderdinge gehört. Seine Mutter hat mit Metabolic balance abgenommen und eigentlich wollte ich das spontan auch ausprobieren. Leider verzögerte sich dieses Vorhaben immer wieder und je mehr ich darüber nachdachte/hörte, um so skeptischer wurde ich eigentlich.
Ich muss dazu sagen, dass ich bisher eigentlich immer ein "Hungerkünstler" war und oft tagelang nichts oder kaum etwas gegessen habe, weil ich essen als Arbeit empfand und einfach zu faul dazu war. Trotzdem hatte ich bei einer Größe von 170 cm ein Gewicht zwischen 65 und 67 kg. Dann hörte ich nach 25 Jahren mit dem Rauchen auf. Und plötzlich bekam ich Hunger. Nicht nur Gelüste, dagegen kann man ja noch angehen. Nein, ich wachte morgens mit knurrendem Magen auf und wenn ich nichts aß, wurde mir übel und ich bekam Magenschmerzen. Dennoch habe ich eigentlich nicht übermäßig viel gegessen, eher vielleicht wie ein "normaler" Mensch, also zwei- bis dreimal am Tag. Zudem begann ich in einem neuen Job, in dem ich zig Mal am Tag Treppen steigen mußte, hatte also auch noch mehr Bewegung als zuvor. Lange Rede, kurzer Sinn: Innerhalb von ca. 3-4 Monaten nahm ich geschlagene 20 kg zu. Dieses Übergewicht konnte ich dann zwar halten, inzwischen kommt immer mal das eine kg mehr oder weniger dazu und auch wieder weg. Aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich damit alles andere als glücklich bin. Zumal ich durch die rasante Gewichtszunahme auch noch erhebliche gesundheitliche Probleme bekommen habe. Zudem habe ich auch noch Wasser in den Beinen bekommen. Jede Bewegung fällt mir schwer, was das Abnehmen natürlich nicht gerade erleichtert.
Ich habe es dann zuerst mit der low carb-Diät und dem Fitness-Studio versucht. Allerdings ohne Erfolg.
Ich vermute stark, dass meine Gewichtszunahme viel mit dem Stoffwechsel zu tun hat. Deshalb war ich von Metabolic balance ja auch zunächst sehr angetan. Wenn ich jetzt aber lese, dass die Portionen klein sind, man keinen Gelüsten nachgeben darf etc. frage ich mich, wo der Unterschied zu den anderen Diäten ist. Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht auf der Suche nach einer Diät, bei der man alles essen darf, in allen Mengen, sich nicht bewegen muss und trotzdem abnimmt. Nur frage ich mich eben, wenn es auf FdH rausläuft (eben mit gezielt abgestimmten Lebensmitteln), komme ich dann mit GdH nicht genau so weit? Auch von der Low carb Diät habe ich gute Erfolge gehört, das heißt aber nicht, dass das bei allen anschlägt.
Ich würde mich gerne schlau machen, aber auch wenn mir das erfolgreiche Abnehmen sicher ein paar Euros wert ist, möchte ich gerne im Vorfeld wissen, wie denn zumindest die Chancen stehen. D.h. ich möchte nicht schon beim Arzt sitzen und dann feststellen, dass es wohl nix werden wird. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht unbedingt ein willensstarker Mensch bin und wenn es darauf hinaus läuft, dass ich mir jeden Tag aus den exotischsten Zutaten etwas kochen muss, ist die ganze Sache von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Schon bei Low carb war es auf Dauer einfach ziemlich stressig, zu etwas zum essen zu kommen, wenn man kein Brot etc. essen darf. Ich habe z.B. mittags nicht die Möglichkeit, zu kochen und habe auch nichts in der näheren Umgebung wo man essen gehen könnte. Also heißt das für mich, entweder etwas kaltes von zuhause mitbringen oder belegte Brote vom Bäcker.
Kann mir also einer von euch sagen, wie denn nur so als Beispiel so ein Ernährungsplan aussieht? Kann man damit als berufstätiger Mensch klar kommen?
lg
sanne
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10.12.2006, 21:01
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Ist öfters hier...
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Hallo Sanne
Zum ersten: Ja es wird hart und schwer. Das vorneweg als Tatsache.
MB ist wie du ganz richtig geschrieben hast, ein Stoffwechselprogramm. Aus diesem Grund sind auch die ersten Woche sehr streng gehalten, da diese zwei Wochen ausschließlich dazu dienen, den Stoffwechsel zu regulieren und wieder in vernünftige Bahnen zu lenken. Aus diesem Grund wird dem Körper in dieser Zeit nur das zum Verdauen gegeben was er wirklich zum überleben braucht, nichts überflüssiges oder schwer verdauliches.
Der Plan den du bekommst sieht so aus, dass du durch die Blutanalyse bestimmte Lebensmittel bekommst, die deinen Stoffwechsel in bestimmten Vorgängen unterstützen, dich länger satt machen und allgemein für dich am besten verträglich sind.
Als Beispiel mal ein paar meiner Lebensmittel:
Gemüse: Artischschocken, Avocado, Chicorée, Eichblattsalat, Eissalat, Endiviensalat, Gewürzgurken, grüne Bohnen, Grünkohl, Gurke, Karotten, Kohlrabi, Kresse, Kürbis, Lauch, Lollo Rosso, Mangold, Spargel, Spinat, Weißkohl,...
Obst: Apfel, Apfelsine, Birne, Beeren, Melone, Kirschen, Kiwi, Mango, Nektarine, Pfirsich,...
Fisch: Barsch, Forelle, Goldbarsch, Heilbutt, Hering, Lachs, Scholle, Seeteufel, Seezunge,...
Meeresfrüchte: Hummer, Krebs, Miesmuscheln
Stärke: Haferflocken, Roggenknäcke
Fleisch: Kalbfleisch, Rindfleisch
Geflügel; Hähnchenbrust, Putenbrust
Naturjoghurt: Naturjoghurt
Käse: Hüttenkäse, Magerquark, Romadur
Käse (keine Kuhmilch): Ziegen-Frischkäse
Bohnen: Adzuki, Kichererbsen, Lima, Mung, weiße
Sojamilch: Sojamilch
Also, es sind durchaus Sachen dabei die man sich entweder zu Hause vorbereiten oder sogar roh essen kann.
Und dieser Plan ist ja auch nur verbindlich für die ersten strengen Wochen, danach wird er erstens um mehrere Lebensmittel erweitert und zweitens auch die Mengen erhöht.
Meine Mengen für die strenge Phase sind z.B. wie folgt:
Frühstück
190 Joghurt mit Obst /190ml Sojamilch mit 30g Haferflocken /80g Geflügel mit 95g Gemüse
Mittag
120 Geflügel mit 125g Gemüse / 75g Bohnen mit 125g Gemüse /120g Fisch mit 125g Gemüse
Abends
130g Fisch mit 135g Gemüse / 130g Fleisch mit 135g Gemüse / 85g Käse mit 135g Gemüse
Das hört sich erstmal wenig an, aber zusätzlich zu jeder Mahlzeit kann man noch Knäcke oder Roggenvollkornbrot essen und als Nachtisch soll! man noch eine Sorte Obst essen, was zusätzlich satt macht.
Es ist natürlich Arbeit sich alles vorzubereiten und vorher zu überlegen was man essen will, weil es zusätzlich noch die Regel gibt, keine Eiweißsorte zweimal am tag zu essen; mein typischer Uni-Alltag Plan (in der strengen Phase)sieht z.B. so aus:
Morgens Haferflocken mit Sojamilch und ein Apfel
Mittags Hüttenkäse mit Karotten und Gewürzgurken, dazu Knäcke und Obst oder vom Aldi geräucherten Hering (kalt) mit Knabbergemüse, Brot und Obst
Abends dann mit dem Freund kochen und entweder Fleisch oder Geflügel aus der Pfanne mit lecker Gemüse dazu (es ist unglaublich was man mit Gewürzen machen kann), Brot und danach Obst.
Es ist klar dass MB schwer ist für Leute, die nicht kochen können oder wollen. Allerdings sollte man mindestens einmal am Tag zum Topf greifen, damit das ganze abwechslungsreich bleibt.
Guter Tipp fürs Büro ist auch immer, die erlaubte Portion Geflügel am Vorabend mit dem Bratschlauch im Ofen zu machen und am nächsten Tag als Aufschnitt aufs Knäcke zu machen. Sehr lecker und besser als jede gekaufte Wurst.
Hoffe ich konnte dir zumindest in einigen Punkten helfen.
Wenn du Fragen hast melde dich einfach per PN.
Liebe Grüße Kitty
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10.12.2006, 21:21
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Ich hab das auch machen lassen bei c_by_kityy hört sich die Liste ja einigermassen gut an meine war ne Katastrophe. Ich hab nix gefunden was irgendwie angenehm war und zusammen passte, ausserdem bin ich nach 2 Wochen richtig böse launisch geworden. Das war für mein Umfeld kaum zu ertragen.
Sagt nun bloss net man muss nur durchhalten wollen, bei mir ging das nicht...
Überlegs dir gut es gibt immer 2 Seiten einer Münze, es gibt sicher Menschen für die das Ganze erträglich ist, aber auch Menschen wos einfach net klappt.
Meine Mutter sagt immer probiers aus dann bist zu schlauer!
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11.12.2006, 17:07
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Wohnt hier
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Ich könnte sowas nicht durchhalten, da würde ich noch eher WW oder sowas vorschlagen, da kann man auch mal seinen Gelüsten nachgehen.
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11.12.2006, 20:17
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Ist öfters hier...
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Das ganze heißt ja nciht dass man nie wieder Schokolade oder so essen darf! HAb hier schonmal ne Antwort dazugeschriben gehabt auf die Frage ob ich noch Schokolade esse:
Nicht noch, wieder Hab in der strengen Phase natürlich drauf verzichtet. Mittlerweile hab ich immer 70-80% Schokolade da, und wenn ich merke ich hätte Lust drauf, dann gibt es am Ende der Mahlzeit ein kleines Stück davon und danach das Obst. Zwischendurch esse ich gar nichts.
Chips und Kuchen. Mhm. Naja, klar auf Hochzeiten und großen Geburtstagen esse auch ich den Kuchen mit, aber ein Stück reicht mir da dann auch. Und Chips mochte ich noch nie sonderlich, deswegen fällt mir da der Verzicht eher nicht so schwer. Ich bin etwa ein mal im Monat auf Geburtstagen eingeladen oder zu kleinen Parties. Da versuche ich dann den restliche Tag so zu deichseln, dass ich auf der Party quasi mein Abendessen zu mir nehme, das aber eine Schummelmahlzeit ist. Wenn Alkohol, dann viel Wasser dazu trinken, und am nächsten Tag streng
Ich war früher eine Naschkatze. Wir hatten immer viel süßes daheim, Gummibärchen und sowas, auch viel Schokolade, und seit ich mit meinem Freund zusammen wohne ist das auch nciht besser geworden. Der ernährt sich quasi von süßem. Aber mittlerweile schmeckt es mir einfach nicht mehr, ist mir alles zu süß.
Wenns gar nicht anders geht, mach ich mir mittlerweile eher selber Apfelmus oder back auch mal Muffins (mit Vollkornmehl, gesüßt mit Honig). Kommt aber zum Glück selten vor, meistens kurz bevor ich meine tage bekomme.
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