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Alt 24.03.2005, 14:27
Lolli
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Interessanter Artikel zu Montignac- & Glyx-Diät

Hallo ihr lieben anderen Naschis!

Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Buch zur Glyx-Diät gekauft, weil ich darin ganz viele interessante Infos zur Ernährung gefunden habe - und sehr leicht verständlich! Populärwissenschaftlich nennt man sowas glaube ich.
Ich war zumindest ganz angetan.

Durch einen Hinweis von unserer neuen Naschkatze Ellalabella (danke an dich!!) bin ich im Internet auf einen sehr interessanten Link zu diesem Thema gestoßen:

http://gin.uibk.ac.at/thema/sportund...kaemindex.html

Ein paar Auszüge:


Man darf also dem GI keine so große Bedeutung beimessen, wie es derzeit geschieht. Abgesehen davon muss man differenzieren, ob es sich um einen Normalgewichtigen mit normaler Glukosetoleranz (normaler Blutzuckeranstieg nach Glukose- bzw. Kohlenhydratzufuhr) oder um einen Übergewichtigen bzw. Adipösen mit gestörter Glukosetoleranz (übermäßiger BZ-Anstieg) aufgrund einer Insulinresistenz handelt (metabolisches Syndrom). In letzterem Fall, vor allem, wenn bereits ein NIDDM (nicht insulinabhängiger Diabetes mellitus =Typ 2-Diabetes mellitus, früher "Altersdiabetes" genannt) vorliegt, kann es zweckmäßig sein, sich kohlenhydratbewusst zu ernähren, um den postprandialen Blutzuckerspiegel nicht zu hoch ansteigen zu lassen, weil das die Microangiopathie fördert, also die kleinen Blutgefäße in der Niere und Netzhaut schädigt. Wobei man aber aufpassen muss, dass man sich vor lauter Achten auf einen niedrigen GI nicht zu fettreich ernährt – denn das würde wiederum eine positive Energiebilanz begünstigen bzw. eine negative Energiebilanz und damit eine Reduktion des Körperfettanteils als kausalen Therapieansatz des metabolischen Syndroms verhindern.

und weiter...

Man darf nicht den Fehler machen, wie Montignac zu argumentieren, indem man die Thermodynamik und damit die Energiebilanz als letztlich entscheidendes Kriterium für die Entstehung von Übergewicht ignoriert. Kein Makronährstoff macht per se dick, auch nicht das Insulin, sondern einzig und allein eine positive Energiebilanz! Und dabei ist es egal, von welchem Makronährstoff zuviel zugeführt wird, jede “überschüssige“ Kalorie, egal, woher sie stammt, wandert in die Fettdepots.

Es ist geradezu grotesk, Kartoffeln als “Dickmacher“ hinzustellen, weil ihr Kaloriengehalt aufgrund ihres hohen Wassergehalts gering ist. Außerdem haben sie einen hohen Nährwert (siehe Folgeartikel und den ersten link). Abgesehen davon nimmt man bei üblicher Ernährung (Mischkost) Kohlenhydrate ohnehin nie isoliert zu sich. Der glykämische Index (GI) ist alles andere als ein für die Ernährungspraxis relevanter Parameter.


Es kann nicht oft genug betont werden, dass letztlich nur die Gesamtmenge an zugeführter Nahrung für die Energiebilanz relevant ist und nicht die einzelnen Makronährstoffe. Die Irrationalität von Montignac und seiner Jünger gipfelt in der Behauptung, nicht die Zufuhr von zuviel Kalorien, sondern die Zufuhr von “falschen“ Kohlenhydrate wäre via das “böse“ Insulin Schuld an der Entstehung von Übergewicht. Insulin ist aber kein “Feind“ des Körpers. Es hemmt nicht die Betaoxidation (“Fettverbrennung“) als vorrangigen Modus der Energiebereitstellung. Die Insulininkretion wird nicht nur durch Zufuhr von Kohlenhydrate, sondern auch von Proteinen und - wenngleich in geringerem Ausmaß - Fetten stimuliert.

Wer sich nur nach einem niedrigen GI orientiert, läuft Gefahr, sich zu fettreich und damit zu energiereich zu ernähren, was wiederum eine positive Energiebilanz und damit eine Speicherung von “neuem“ Fettgewebe begünstigt.

Sorry wegen des vielen Textes... ich fand es halt sehr lehrreich, und es hat mich nach meiner vorherigen Lektüre halt echt weitergebracht...

Liebe Grüße
Lolli
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  #2 (permalink)  
Alt 24.03.2005, 19:17
Kat
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Hallo Lolli,

nur dass es so nicht stimmt.
Ich glaube schon dass es Sinn macht auch bei Montignac auf die Kalorieren zu achten - es stimmt aber nicht dass die Kalorien der letzte Schuss der Weisheit sind.
Das ist schlicht und ergreifend falsch - und auch in diversen Studien widerlegt worden.
Glaub nie einem einzelnen Artikel... das beste ist immer für sich selbst auszuprobieren wie man am besten klarkommt.

Grüße
Kat
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  #3 (permalink)  
Alt 26.03.2005, 20:57
nagerle
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Hallo,

der Clue bei Montignac ist ja dass man sehr viel Gemüse zu sich nimmt und dadurch eh wenig kCal zu sich nimmt.

Ausserdem gibts mittlerweile ja nicht nur den GI, sondern GL, der viel wieder geraderückt.

Bei LOGI z.B. wird auch absolut auf Kaloriendefizit hingewiesen.

Der Vorteil von diesen Ernährungsformen.. man ernährt sich sehr 'rein', kein 'Fertigfutter', man nimmt sehr viel Gemüse und Obst zu sich und praktisch keinen Zucker. Und das ist bei mir definitiv so dass ich dadurch satt bin und keine Heisshungerattacken bekomme. Schokolade etc. reizen mich nicht mehr und das ist schon mal super!

Grüsse,

Michi
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  #4 (permalink)  
Alt 28.03.2005, 23:11
Lolli
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Huhu!

@Kat: Du hast Recht wenn du sagst, dass man nicht einem einzigen Artikel glauben soll. Das sehe ich genauso.

Ich beschäftige mich halt seit einigen Wochen etwas intensiver mit Ernährung , und habe viel aus meinem Glyx-Buch gelernt. Aber genau das ist halt ebenfalls kritisch zu betrachten. Daher war dieser Artikel für mich sehr aufschlussreich.

@nagerle: Meinen Konsum an Fertigprodukten habe ich in den letzten Monaten auch stark reduziert. Es tut mir gut!

Das reine Kalorienzählen halte ich auch für falsch. Ich denke, dass man seine Ernährung sinnvollerweise auf "gesund" umstellen sollte: viel Gemüse, viel Obst, weniger Fett aus Fleisch, dafür aber in Maßen wertvolle Fette (Nüsse, Olivenöl), Milchprodukte möglichst fettreduziert, wenig Zucker, wenig Weißmehl-Produkte.

Und dann achte ich schon sehr auf die Kalorien. Damit habe ich halt recht erfolgreich abgenommen (bei dauerhafter Ernährungsumstellung und mit viel Sport) und ich achte jetzt immer noch darauf, um mein jetziges Gewicht zu halten.

(Auch wenn ich über Ostern einen kleinen Rückfall hatte *hüstel*, ab morgen geht das gesunde Leben weiter)

Liebe Grüße
Lolli http://www.cheesebuerger.de/images/s...hrung/c030.gif
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  #5 (permalink)  
Alt 06.04.2005, 13:34
Frischling
 
Registriert seit: 17.02.2005
Beiträge: 76
Oh Mann, es nervt total ständig was anderes zu lesen.

Habe selber ein Buch über die GLYX-Diät und war völlig begeistert.
Und nun solch ein Artikel.

Zu jeder Diät gibt es irgendwie Gegenartikel, was soll man denn da noch glauben????

Gut, auf den Trichter mit der negativen Energiebilanz bin ich auch schon gekommen. Und mit meiner Glyx-Ernährung und meinem Sport funktioniert das Abnehmen auch ganz gut. Liegt aber wahrscheinlich dann doch nur an der Energiebilanz und nicht an GLYX oder wie oder was???

Ist ja auch sch****egal, hauptsache ich ernähre mich gesund und nehme dabei ab.

Aber genervt bin ich trotzdem...*stöhn und seufz*

Lieben Gruß

Michi
__________________
Sommerduell

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  #6 (permalink)  
Alt 07.04.2005, 09:46
nagerle
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Hallo Michi,

also ich denke schon dass GLYX dir dabei hilft, deine Heisshungerattacken im Griff zu haben und dich gesund zu ernähren. Ich kann z.B. Spaghetti essen und hab 2 Stunden danach wieder Hunger. Das passiert mir mit Sicht auf GI, bzw. GL nicht.

Und wenn du abnimmst.. ist doch super! Brauchst nicht zählen, machst Sport, ernährst dich langfristig gesund.. was willste mehr?

Gruss,

auch Michi
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  #7 (permalink)  
Alt 07.04.2005, 11:49
jochrika
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Ich finde einfach das Glyx und Montignac gute Ernährungsformen sind die man auch nach der Abnahme gut weiterführen kann um das Gewicht zu halten.
Marion Grillparzer schreibt in ihrem GLYX Buch von GU das die Menschen viel zu wenig "Lebens"mittel und dafür jede Menge "Nahrungsmittel" zu sich nimmt.
Ihr werdet kaum jemanden in dem Beireich "Ökoschlonze" sehen, der wirklich schlimmes Übergewicht hat, weil eine Ernährung aus Bioladen und Reformhaus eben auf die etlichen Nahrungszusätze verzichtet..

Insgesamt muss eben die Energiebilanz stimmen, sonst nimmt man nicht mit GLYX ab.
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  #8 (permalink)  
Alt 08.04.2005, 13:18
Frischling
 
Registriert seit: 17.02.2005
Beiträge: 76
Hallo Michi (hihihi),

Das mit dem Heisshunger stimmt. Früher habe ich auf der Arbeit morgens ein belegtes Brötchen gegessen und mittags auch. Ich bin jedesmal eine Stunde später auf dem Zahnfleisch gegangen vor Hunger oder Heisshunger.
Jetzt nehme ich viel weniger aber gesunde Kalorien zu mir und habe trotzdem viel weniger Hunger und kaum Heisshunger.
Also das kann ich nur bestätigen, deswegen wird es mir auch nicht schwer fallen, die Nahrungsumstellung nach meiner Diät beizubehalten. Mein Wohlbefinden hat sich total gesteigert!!! :b6:

Lieben Gruß

Auch Michi
__________________
Sommerduell

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  #9 (permalink)  
Alt 08.04.2005, 13:52
nagerle
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:b7: fühle mich auch viiiiel wohler so. Keine Mittagsmüdigkeit mehr, kein Heisshunger.. einfach klasse!
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  #10 (permalink)  
Alt 11.04.2005, 19:21
Gast30
Gast
 
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Hallo Lolli...http://www.zwergensmilies.de/essen/i...n/lutscher.gif http://www.mainzelahr.de/smile/liebe/knuddel.gif

Ich finde, dem Menschen, der diesen Artikel verfaßt hat, sollte man ein Denkmal setzen !!! http://www.mainzelahr.de/smile/schilder/thanx.gif Seit ich bei den Naschkatzen bin, werde ich nicht müde, inhaltlich das Gleiche wieder und wieder zu betonen, doch wie groß die Verunsicherung ist, kann man an allen Ecken und Enden und sogar in diesem Thread hier entdecken...

Ich möchte wirklich Niemandem auf die Zehen treten und viele dieser Diskussionen werden mir ohnehin viel zu emotional geführt. Hier toben offenbar die reinsten Glaubenskämpfe, wenn es um das Thema "Abnehmen" geht, aber dennoch führt nun einmal absolut kein Weg an den Tatsachen vorbei; wenn man sein Gewicht reduzieren möchte, dann kommt es allein auf die negative Energiebilanz an und wie ich schon so häufig in diesem Zusammenhang betont habe, kann es der Kalorie letztendlich egal sein, ob sie nun aus Fett, oder aus Kohlehydraten entstammt. Kalorien aus einem Zuviel an Fett kann jedoch vom Körper ohne großartiges Federlesen aufgenommen und abgespeichert werden. Alle einseitigen Diätformen haben eines gemeinsam - und das ist am Ende der berüchtigte Jojo-Effekt

Bei den Kohlehydraten ist es kolossal wichtig zu differenzieren und sich kurz mit der Thematik auseinander zu setzen...
So ist die Unterscheidung zwischen Einfach-, Zweifach-, und Mehrfachzuckerverbindungen wichtig; nichts anderes sind nämlich jene Kohlehydrate, wobei hier oft der Fehler gemacht wird, dass die Leute nur etwas von "Zucker" lesen und gleich wieder die Ohren zu machen und denken : "Zucker ist schlecht - Zucker macht dick !" Schließlich kommt man immer wieder mit dem Insulin-Ausstoß daher und dem berüchtigten Glykämischen Index...

Der Glykämische Index wurde Anfang der 80iger, also vor bereits mehr als 20 Jahren (...ist also nix Neues...) von Forschern entwickelt, um an Diabetes erkrankten Menschen einen Wert an die Hand zu geben, nachdem sie ihre Nahrungsmittel einteilen können. Diese nämlich standen bis dahin ziemlich auf dem Schlauch, wenn es um Fragen ihrer spezifischen und auf die Diabeteserkrankung abgestimmten Ernährung ging. Als dann aber ein kluger Kopf auf den Gedanken kam, dass man mit jenem Index auch abnehmen kann, begann jenes Trauerspiel, bei dem gute und in der Tat vollwertige Nahrungsmittel urplötzlich in einem ziemlich negativen Licht erschienen, da selbige angeblich den Insulinspiegel erhöhen und damit das Bemühen des Abnehmens in unzulässiger Weise erschweren. Kiloschwere Bücher wurden verfaßt, mit denen sich irgendwelche Gestalten zumeist goldene Nasen verdient haben und die Welt der Nahrungsmittel wurde in Gut und Böse aufgeteilt.
Wenn ich allein die Frage nach z.B. der "Bösartigkeit von Milch!" lese, dann erkennt man doch schon, dass diese ganze Diskussion nur zu einem erheblichen Maß an Unsicherheit beigetragen hat...

ES GIBT KEINE BÖSEN LEBENSMITTEL !!!
Wer sich ausgewogen ernährt, möglichst bei den Fetten sparsam ist, viel vitaminreiches Obst und Gemüse zu sich nimmt, die zudem reich an vitalisierenden Ballaststoffen und Spurenelementen sind, wer sich ausreichend bewegt und seinen Flüssigkeitshaushalt durch eine genügende Zufuhr in Schwung hält und bei all' dem unterhalb seiner energietischen Gesamtbilanz bleibt, der wird unter absoluter Garantie mit der Zeit sein Gewicht verringern. An dieser Grunderkenntnis führt kein Weg vorbei. Darüber hinaus handelt es sich nicht nur um eine Ernährungsform, die sehr gesundheitsbewußt ist; man kann sie zudem auch mühelos und dauerhaft beibehalten und so das Wort "Diät" für immer aus seinem Wortschatz streichen.

Ein wirklich toller Artikel Danke liebe Lolli...http://www.mainzelahr.de/smile/liebe/bussi.gif

Thommy...
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