Hallo Erdbeerfröschchen !!! :foryou: :ball:
Sei zunächst mal ganz lieb und herzlich hier begrüßt bei den Naschkatzen; ich bin sicher, daß Du hier in unserer Gemeinschaft Deine gesteckten Ziele erreichen können wirst und so war Deine Entscheidung schon einmal goldrichtig, Dich hier im Forum anzumelden...
...nun kenne ich dieses Buch ja nicht, von dem Du in Deinem Thread hier schreibst, aber ich spreche mich mal unbedingt "Dafür" aus, denn grundsätzlich sehe auch ich es so, daß man allen Bemühungen zum Trotz, sein Zuviel an Gewicht abzubauen, auch hin und wieder mal einen Tag braucht, an dem man vielleicht "etwas über die Strenge schlägt" und dem "Inneren Schweinehund" einmal nachgeben darf und nachgeben sollte...
Man darf diese meine Aussage jedoch auch nicht dahingehend fehlinterpretieren, als das ich hemmungslosen Fressattacken das Wort reden möchte und so dürfte sich Deine Frage gleich von selbst beantworten - nämlich die, ob man bei einem solchen Verhalten überhaupt in der Lage ist, abzunehmen.
Zunächst einmal ist es ja so, daß Du mal von der Vorstellung abkommen mußt, Du könntest von einem Essen bereits wieder zunehmen; viele haben solche bei Licht betrachtet merkwürdige Gedanken im Kopf und lassen sich gar in ihrem gesamten Leben- und Ernährungsverhalten davon beeinflussen. So entstehen schließlich jene Eßstörungen, unter denen so viele Menschen leiden. Eine wirkliche Gewichtszunahme ist ein mindestens ebenso langfristig angelegter Prozess, wie das Abnehmen; alles andere sind als natürliche Gewichtsschwankungen zu begreifen, werden jedoch viel zu oft vollkommen falsch betrachtet und man versucht diesen als Solches harmlosen körperlichen Erscheinungen mit unbotmäßiger Panik zu begegnen...
Ebenso ist es für wirkliches Abnehmen unabdingbar, daß Du die Bereitschaft zeigst, wirklich Deine Lebensumstände und vor allem Deine ernährungstechnischen Gewohnheiten umzugestalten - sprich Dich mehr zu bewegen und Dich gesünder zu ernähren; weniger Fett, mehr gesunde Kohlehydrate usw. usf. Bist Du auf diesem Weg, so bedeutet allein dieser Umstand bereits die halbe Miete
Grundsätzlich gilt, daß jede Gewalt, die Du Deinem Körper zufügst, zu einer entsprechenden Gegenreaktion desselben führen wird. Wenn nicht auf den Fuß, dann eben zu einem späteren Zeitpunkt. Führst Du ihm über einen längeren Zeitraum mehr Energie in Form von Kalorien zu, als er für seinen täglichen Betrieb und sein Funktionieren benötigt, so beginnt er irgendwann dieses "Mehr" für eventuell schlechtere Zeiten abzuspeichern und es entstehen jene Ringe um die Hüften, die wir dann mit so viel Mühe und Kraftaufwand zu bekämpfen suchen. Fällst Du hingegen in das andere Extrem und führst ihm in der Absicht, möglichst schnell wieder von einem eventuell "Zuviel" an Gewicht herunter zu kommen, über einen längeren Zeitraum zu wenig Nahrung zu, so wird Dein Stoffwechsel irgendwann ganz sicher in den Keller rutschen und alleine schon aus diesem Grund ist es die Ausgewogenheit, die unser aller Ziel sein sollte.
Mein persönliches Gredo ist immer, daß wer wirklich dauerhaft und auf gesunde Weise abnehmen möchte, zunächst mal etwas Essen muß - es sollte und es muß jedoch das Richtige sein und diesbezüglich habe ich bereits an anderer Stelle ausführlich dargelegt, was ich damit sagen will. An einem Tag der Woche - bei mir ist es meist der Sonntag - neige aber auch ich dazu mir Dinge zu gönnen, die ich mir schon aus disziplinarischen Gründen an den anderen Tagen versage und ich habe die Erfahrung gemacht, daß mir dieses Verhalten absolut gut bekommt. An diesem Tag gönne ich mir beispielsweise mal etwas Süßes; ein Stück Kuchen, Schokolade, oder was auch immer und vielleicht auch ein besonderes Essen - bei meinem Lieblingsasiaten beispielsweise, der just am Sonntag stets ein herrliches Spezialitäten-Büffet bietet... :stu:
Wie ich bereits sagte; daß bedeutet nicht hemmungsloses Fressen und wahlloses "in sich hinein stopfen" und auch an diesem Tag sollte die Nahrungsaufnahme mit Maß und mit Ziel erfolgen. Ebenso sollte man sein sportliches Programm abspulen; ich jogge täglich mindestens 2 x 1 Stunde lang, gehe Schwimmen, oder unternehme lange Waldspaziergänge usw. usf. und wenn ich weiß, daß es mal wieder nötig ist, neue Motivation zu sammeln, plane ich solche Tage sorgfältig in mein Verhalten ein. So ist z.B. ein "entweder - oder" Trumpf; d.h., wenn ich mir am Sonntag den Besuch beim Chinamen gönne, dann gibt es eben keinen Sonntag-Kuchen und umgekehrt - ergo - schon in bestimmter Weise mit Disziplin, aber eben doch auch mit der Absicht, etwas Tolles zu unternehmen - in diesem Fall ein tolles Abendessen.
Auf diese Weise kann man sich ganz wunderbar die nötige Motivation erhalten, die einen dann wieder für die neue Woche einstimmt und man hat darüber hinaus ein Ziel, auf das man sich freut...
...die Krux ist einfach, daß wenn Du Dir alles versagst und Dir ständig einredest, was Du alles "nicht mehr darfst", so wird der Frustfaktor zwangsläufig Früher oder Später ungeahnte Größen erreichen und ebenso zwangsläufig wirst Du in die Gefahr kommen, alle zuvor gefaßten positiven Grund- und Denkansätze bezüglich Deiner Ernährung über Bord zu schmeißen. Es gibt einfach keine "verbotenen Lebensmittel" und was Dir schmeckt, was Du immer schon gerne gegessen hast, solltest Du Dir auch hin und wieder gönnen, wobei es im Grunde egal ist, wieviele Kalorien diese Sache hat.
Die asiatische Küche, der ich so zugetan bin, hat diesbezüglich gar nicht mal soviel Heftiges und man kann sich durchaus dort sehr lecker und dennoch bewußt ernähren; ich bin aber auch ein ausgesprochenes "Süßmäulchen" und schnuggele Schokolade, Kekse und ähnliche "Ferkeleien"

...
...dennoch ist es mir gelungen, mich von 140 Kilo auf heute 65 Kilo zu bringen und dieses Gewicht zu halten

Du siehst also - es geht... :tup:
Liebe Grüße
Frank
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