ich bin im Mai, bei uns in einem örtlichen Krankenhaus auf der Psychosomatischen Abteilung gewesen, für 3 Wochen. Danach wäre es gut gewesen, eine Reha, zum Beispiel in der Klinik am Corso zu machen, was sich aber aus beruflichen Gründen nicht einrichten ließ. Als Ersatz soll ich nochmal im Spätsommer rein, was ich aber nicht mehr machen werde. Im Mai hat es mir viel gebracht, war eine gute Erfahrung und hat mir viel neues gelernt. Nun bin ich in ambulanter Therapie. Mein Therapeut ist aber auch der Meinung, dass der Krankenhausaufenthalt zwar seine Vorteile brngt, jedoch nicht der Alltag ist und ich danach wieder das Problem hätte, nicht zu wissen wie ich alles in meinem Alltag um setzen kann. So ein Aufenthalt in einem normalen Krankenhaus geht von einem zum nächsten Tag und wird schnell von der Krankenkasse genehmigt.
Wenn , dann würde ich höchstens noch einmal eine Kur in einer Reha machen, wenn es arbeitsmäßig mal passt, das man 6 Wochen auf mich verzichten kann. Das mit dem Krankenhaus kann ich mir jetzt noch bis MItte September ueberlegen, ob ich diese 3 Wochen nochmal möchte. Allternativ dazu ist eine 10-Tage intensiv Fahrt nach Tschechien geplant...wozu ich mich aber erst bewerben muss. Die Kosten werden nicht von der Kasse übernommen. Die Fahrt ist für allgemeine Psychische Probleme, also nicht auf ES spezialisiert.
Die Fahrt soll die Hölle sein, aber sehr erfolgreich. Eine Kollegin hat sie bereits einmal gemacht. Im Krankenhaus war mein Problem, dass ich mich zu oft besuchen ließ, heimlich raus gegangen bin und eigentlich mir nicht wirklich die Ruhe genommen habe, die man hat wenn man woanders hin fährt. Solche Kuren benötigen sehr viel Geduld, da es bei der Krankenkasse lange dauern kann.
Bei uns gibts auch noch die Möglichkeit in eine betreute WG zu ziehen. Dort wohnt man zusammen mit anderen Essgestörten. Mindesten 6 Monate oder 2 Jahre. Dies kostet die Krankenkasse um die 5000€ pro Monat und ist noch zeitaufwendiger zu beantragen. Mir wurde damals von der Betreuerin dieser WG abgeraten, da ich bereits lange alleine wohne und sie der Meinung war, das es für mich ein Rückschritt wäre.
Im Großen und Ganzen gehts mir seit dem Aufenthalt im Krankenhaus besser, aber es wird dort einem auch gleich von Anfang gesagt, dass man diese Krankheit, die man meist schon Jahre hat, nicht erwarten kann, in den 3-6 Wochen ganz los zu werden...damit muss man erst mal klar kommen. Ich fiel danach wieder stark zurück, konnt mich mit der Zeit aber auf rappeln weiter dran zu arbeiten. Man kann dich dort sensibilisieren, jedoch benötigt es danach noch viel Zeit und Arbeit, bis man vollständig gesund ist.
LG...wurde etwas länger
