Hi Hasenschate
Meiner Meinung nach sind Frettchen die schönsten, niedlichsten und abwechslungsreichsten Wohnkameraden die man sich wünschen kann. Ich selbst hatte bis letztes Jahr 3Frettchen (ja die anderen haben recht – 2 Frettchen müssen es mind. sein) Hab die damals bei einem Freund gesehen und dachte mir auch gleich
Frettchen sind auf eine sehr witzige Art leicht eigensinnig, deshalb lassen sich nicht wie Hunde 'erziehen'. Dafür sind sie aber sehr lernfähig, so dass es mit ein wenig Geduld möglich ist sie weitgehend stubenrein zu bekommen, indem sie an eine Katzentoilette gewöhnt werden.
Auch wenn Frettchen in den letzten Jahren immer beliebter werden, vor allem weil die Tiere sehr zahm und zutraulich werden, wissen die wenigsten Neuhalter was so alles auf sie zukommt, da sie denken Frettchen sein mehr pflegeleicht wie z.B. Kaninchen. Bereut habe ich meinen Entschluss Nepumuk, Flöckchen und Fredy anzuschaffen eigentlich nie. Denn Frettchen sorgen für eine menge Freude, Abwechslung und auch eine menge Chaos - auch wenn sie dich dann immer so anschauen als wollten sie sagen
Da ich am Anfang auch ziemlich Ahnungslos war und viel falsch gemacht habe hier mal ein kleines Frettchen-ABC:
Frettchen haben einen typischen Eigengeruch, den man mögen muss. Aber vor allem in der Ranz stinken Rüden wirklich extrem. Viele Vermieter lassen deshalb schon keine Frettchen zu – also wenn du in Miete wohnst solltest du das lieber vorher klären. Denn der Spruch "
stinken wie ein süßes Frettchen" kommt nicht von ungefähr.
Und da sind wir schon beim nächsten Punkt….Frettchen sollten nicht nur….sondern müssen sogar kastriert werden. Denn unkastrierte Rüden stinken weniger und unkastrierte Fähen können in die sog. Dauerranz kommen, an der sie ohne weiteres sterben können, wenn sie nicht kastriert wurden.
Wegen deiner Frage mit der Vergesellschaftung, ist das bei Frettchen wie bei den meisten größeren Tieren. Mit Katzen und Hunden dürfte die Haltung nach der eingewöhnung kein Problem sein, Vögel und andere Nagetiere sollte man nicht mit Frettchen frei zusammenlassen, da diese als Beute und seis nur zum Spielen angesehen werden. Also deine Ratte immer schön im Käfig lassen, wenn die Frettchen rumlaufen. Oder die Frettchen wie ich gleich ganz draußen im Freien halten.
Wenn du sie aber nicht draußen halten kannst oder willst, musst du bei der Wohnungshaltung vor allem drauf achten, dass die Wohnung "frettchensicher" ist. Die kleinen Trolle sind wahnsinnig neugierig, buddeln für ihr Leben gerne in Blumentöpfen, räumen Mülleimer aus, schmeißen beim spielen Bücher, Vasen etc. aus den Regalen. Meine haben sich auch gerne für Stunden hinter dem Wohnzimmerschrank versteckt und mir zu meiner Freude auch mal die Brille vom Nachtisch geklaut - such mal deine Brille wenn du ohne Brille nichts siehst - naja nach 3Std. hatte ich sie dann endlich gefunden - ein riesen Spass war das.
Da es kaum spez. Käfige zu kaufen gibt, musst du schauen wie du sie am besten hältst, so ca. 2qm pro Frettchen sind so weit ich mich noch erinnere die
Mindestgröße. Dazu kommt, dass man sich selbst bei einer Haltung in einem großen Gehege mit Spielzeug und anderen Frettchen, täglich mindestens 2 Stunden um die Tiere kümmern sollte.
Dazu kommen dann auch noch die Kosten. Da Frettchen ja nicht wie Nager zu Kleintieren zählen, kann man das am besten mit Katzen vergleichen. Denn selbst wenn du die Fretts nicht mit Katzen und Hunden, bzw. ganz draußen hältst, sollte sie regelmäßige jährliche Impfungen bekommen. Dazu kommen dann noch die Sterilisationen und evtl. Krankheitsbesuche beim Tierarzt – deshalb sollte der Kostenpunkt wirklich zu beginn berücksichtigt werden.
So ich hoffe dass ich dir ein bissel helfen konnte, falls du noch was wissen willst kannst du mir gern auch eine PM schicken – mein Briefkasten ist Tag und Nacht offen.
So dann mal gute nacht euch allen.
