Hallo denseblümchen!
Was studierst du eigentlich? War jetzt länger nicht hier und habs nicht mitbekommen....
Im Sommer hab ich eine Ethikhausarbeit über die Theorie kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas unter dem Gesichtspunkt Wahrheit und Wirklichkeit geschrieben. Das war auch nicht einfach, aber man muss sich immer weiter durchkämpfen. Hab zwischendurch auch gedacht, dass das alles Mist ist, was ich da schreib, aber die Note hat was anderes gesagt.
Also, nun zu deinem Thema. Da ich nicht Soziale Arbeit sondern Heilpädagogik studiere kann ich dir nicht wirklich helfen. Ich hab gerade bei wikipedia alles nachgelesen und fand die Theorie eigentlich ganz einleuchtend. Lebensweltorientierung meint m.A.n. den Klienten (Kinder, Jugendliche, oder auch Erwachsene in schwierigen lebenslagen) bei der GEstaltung ihres Lebens zu unterstützen. Dabei stehen nicht die gesellschaftlichen Normen im vordergrund, sondern die individuellen Wünsche und Vorstelungen der Klienten.
so, falls ich jetzt irgendwas falsch verstanden habe, meld dich bitte.
Falls nicht, finde ich, dass du dir vielleicht wirklich zu viele Gedanken machst. die Lebensweltorientierung ist insofern ja ein "banales" Thema, weil es um die Alltagsgestaltung der Menschen geht. Und genau da muss man dann ansetzten und nach individuellen und kreativen Möglichkeiten suchen (in Zusammenarbeit mit den Klienten, also nichts fertiges auftischen).
Soweit ich verstanden hab, gehört aber auch politisches Engagement dazu, um die Rahmenbedingungen für die Klienten zu verbessern. "Anwalt der Addressaten" trifft das schon ganz gut.
Bei wikipdia war noch eine Literaturquelle angegeben über die Praxis der Lebensweltorientierung. Hast du da schon mal reingeschaut? Hier die kompletten Angaben:
* Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (Hrsg.): Achter Jugendbericht. Bericht über Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe. Bonn: Bonner Universitäts-Buchdruckerei 1990
* Grunwald, Klaus / Thiersch, Hans (Hrsg.): Praxis Lebensweltorientierter Sozialer Arbeit. Handlungszugänge und Methoden in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. München, Weinheim: Juventa 2004
* Thiersch, Hans: Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Aufgaben der Praxis im sozialen Wandel. 6. Aufl. Weinheim, München: Juventa 2005
* Thiersch, Hans: Die Erfahrung der Wirklichkeit. Perspektiven einer alltagsorientierten Sozialpädagogik. Weinheim, München: Juventa 1986
* Thiersch, Hans: Lebenswelt und Moral. Beiträge zur moralischen Orientierung Sozialer Arbeit. Weinheim, München: Juventa 1995
* Thiersch, Hans: Positionsbestimmungen der Sozialen Arbeit. Weinheim, München: Juventa 2002
die letzten drei hast du wahrscheinlich shcon...
Ich weiß nicht, ob ich dir damit geholfen hab, aber versuch einfach, nicht zu kompliziert zu denken. Es geht um Lebensweltorientierung und nicht um irgendwas Abstraktes.
Falls du doch noch Fragen hast, meld dich einfach!
Lg, Bea
