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12.11.2006, 07:33
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 29.05.2006
Ort: Neuenburg
Beiträge: 157
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Anwälte hier?? Hab mal ne Medizinische Frage!!
Meine Mutter (73) bekam am 30.8. 2006 eine künstliche Hüfte, war danach alles ok, sie konnte sogar am nächsten Tag schon Gehübungen machen. Ein paar Tage später noch mal eine Narkose wegen eines Nierenstein. Wieder ein paar tage Später musst die Hüfte noch mal operiert werden, weil sich Wundwasser gebildet hatte und das musste raus. Als sie nach der OP aufwachte schmerzte ihr Knie, es war geschwollen und sie hatte ein Taubheitgefühl darinn. Einen Tag später musste Sie für 4 Wochen auf die Isolation, da sie einen Krankenhauskeim hat.
Mittlerweile war sie in der Reha und kommt jetzt nach 2,5 Monaten endlich nach Hause. Keine Besserung im Knie, sie sitzt im Rollstuhl und ob das Knie je besser wird können die Ärzte nicht sagen. Es wurde wohl ein Nerv verletzt, man kann es aber nur vermuten und nicht beweisen.
Meine Mutter brauch jetzt einen Pflegedienst und auch einen Hausnotruf. Sie sozialhilfe Empfängerin und nicht alles wird übernommen und so dicke hab ich es auch nicht. Lebten wir in der USA würde ich klagen! Doch hier, kann ich wegen den aufkommenden kosten klagen???
Wer weis Rat??
Susanne 
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Der erste schritt beginnt im Kopf!
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12.11.2006, 07:50
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Naschkatzen Goldi
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Registriert seit: 17.08.2006
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Hallo,das ist ja ein Ding wie die Behandlung Deiner Mutter verlaufen ist.
Hast Du mal bei der Krankenkasse gefragt was Du machen kannst?
Was ist mit einer Rechtsschutzversicherung?
Beim Gericht erteilen sie Auskunft über Prozesskostenbeihilfe.
Wenn Du klagen willst kommst Du sicher um einen ersten Termin bei einem Anwalt nicht drum herum.
In den USA gab es die Möglichkeit einen kostenlosen Anwalt zu bekommen(mit langen Wartezeiten).Das waren junge Anwälte die zum Erfahrung sammeln erst mal "ehrenamtlich"gearbeitet haben.Vielleicht gibt es so etwas auch hier?
Der Pflegedienst müßte doch auch Ratschläge für Euch haben.
Die Caritas wäre auch ein Anlaufpunkt für Euch um Ratschläge zu erhalten was Deiner Mutter an Pflege "zusteht" um erst einmal den Alltag halbwegs geregelt zu bekommen.
Deine Mutter bekommt Sozialhilfe?In vielen größeren Städten gibt es Vereine die Sozialhilfeempfängern helfen zu ihrem Recht zu kommen.
Auch da würde ich mal hingehen.Sozialhilfe e.V. oder so ähnlich.Die kennen sich aus.
Ich wünsche Euch alles Gute!
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12.11.2006, 10:17
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 03.03.2006
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Beiträge: 163
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Es gibt die Möglichkeit eines Beratungshilfescheins. Du musst nur vor dem Anwaltsbesuch diesen Schein im Gericht besorgen und bekommst dann bei Bedürftigkeit den Anwalt ersteinmal bezahlt.
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Insg.
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12.11.2006, 10:42
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Handelt es sich bei dem Krankenhauskeim zufällig um MRSA??
Ich wage zu bezweifeln das man da weit kommt weil die Ärzte direkt nichts dafür können. Diese Keime gibt es überall im Krankenhaus.
In D. sind die Hygene und Isolationsbedingungen in MRSA hinsicht leider noch ziemlich rückständig.
Ich würde aber trotzdem , mit dem Beratungshilfeschein vom amtsgericht, einen Anwalt aufsuchen und zumindest mal die chancen besprechen.
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12.11.2006, 11:53
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Naschkatzen Goldi
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Registriert seit: 06.10.2005
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Hier einen Behandlungsfehler nachzuweisen ist ziemlich schwierig. Denn Keime sind ja überall. Nur wenn das Krankenhaus so dreckig ist, dass man denen mangelnde Hygiene nachweisen kann, hättest Du da eine reele Chance.
Erkundige Dich mal bei der Kasse, ob die Dich bei der Prüfung eines Behandlungsfehlers unterstützen. Du solltest als erstes unbedingt eine Kopie der kompletten Krankenakte des stationären Krankenhausaufenthaltes anfordern. Die können Euch nur die Kopiekosten in Rechnung stellen. Deine Ma hat ein Anrecht auf alle ihre medizinischen Unterlagen, so dass man ihr die nicht verweigern kann.
Am besten wäre es auch, wenn Ihr die Rö-Bilder bekommen könntet. Allerdings sind die damit zickiger, weil das Krankenhaus eine Dokumentationspflicht hat und die nicht gerne rausgibt. Ev. kann man Euch Kopien als CD-Rom anfertigen. Je nachdem wie modern die Röntgenabt. des Krankenhauses ist.
Diese Unterlagen kannst Du dann auch an die zuständige Ärztekammer schicken. Die haben eine Gutachterstelle zur Prüfung von Behandlungsfehlern. Ev. müßtet Ihr Gutachtenkosten zahlen, was aber i.d.R. billiger ist als ein Gutachteninstitut oder ein gerichtlich bestellter Gutachter. Schau doch mal auf der Internetseite der betreffende Ärztekammer nach (sorry weiß leider nicht wo Dein Wohnort genau ist  )
Aber wie gesagt, ich halte hier den Nachweis eines Behandlungsfehlers für ausgesprochen schwierig, wenn es an einem Keim lag.
Haben die während der OP gepatzt und dort Nerven/Gefäße o.ä. verletzt, was dann zu den Folgen führte, stehen die Chancen schon besser.
Ich wünsche Deiner Ma gute Besserung.
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Grüße Tanja
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13.11.2006, 07:39
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 29.05.2006
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Beiträge: 157
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Danke für Eure Tips, mal sehen wie man weiter kommt
Susanne
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Der erste schritt beginnt im Kopf!
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13.11.2006, 08:11
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 05.10.2005
Ort: Hessen
Beiträge: 779
Geschlecht:
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Frag doch auch mal unter www.recht.de - aber bitte die Forenregeln vorher lesen - die sind da sehr streng und rügen sofort (Anwälte halt)!
Also Frage schön allgemein halten (Person A, Person B, angenommen dass...... usw)!
Viel Glück! (Und gute Besserung!!!)
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13.11.2006, 10:31
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 03.03.2006
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Beiträge: 163
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Das hat nichts damit zu tun, dass da Anwälte sind. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nun einmal verboten!
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Insg.
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15.11.2006, 18:24
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 22.06.2006
Ort: NRW
Beiträge: 142
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Oh man, ich mach mir jetzt sicher keine Freunde. Aber ich find Deine Einstellung schon schlimm.
Erstmal halte ich es für, naja, sagen wir, verwunderlich, dass eine 73jährige Frau ein künstl. Hüftgelenkt bekommt, das sie ohnehin nicht mehr lange brauchen kann. Man sieht ja am Verlauf der Behandlung, wie undurchdacht die Massnahme war, und teuer - für die Krankenkasse und die Menschen, die dahinter stehen.
Zweitens: Keime im KH sind normal. Es ist zwar unschön, aber es ist wahrscheinlich, dass ein betagter Mensch durch den Stress der medizinischen Versorgung nicht mit den Keimen fertig wird, so wie das ein stabiler gesunder jüngerer Mensch tun würde.
Ich frag mich immer wieder, warum man hier in Deutschland nicht das Bewusstsein stärkt, sich selbst abzusichern, sondern darauf wartet, dass es die Gemeinschaft schon richten wird.
Ich denke, die Chancen stehen schlecht, dass Du die Auslagen einklagen kannst.
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Die Mittelmässigkeit wägt immer richtig, nur ihre Waage ist falsch.
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15.11.2006, 19:19
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Zitat:
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Zitat von DeinVampir
Erstmal halte ich es für, naja, sagen wir, verwunderlich, dass eine 73jährige Frau ein künstl. Hüftgelenkt bekommt, das sie ohnehin nicht mehr lange brauchen kann...
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Na, dann hoffen wir mal ganz stark, dass du dir in dem Alter keine Hüfte mehr reparieren lässt  *ironieoff*
Gehen wir mal davon aus, dass Susanne's Mutter sonst keine Erkrankungen hat, lebt also voraussichtlich noch 15 Jahre, wenn nicht länger - kann aber nicht mehr oder nur noch unter starken Schmerzen gehen, warum soll sie dann keine neue Hüfte bekommen?
Und rein wirtschaftlich gesehen: auch dann bräuchte sie Pflegedienst, Medikamente wegen der Schmerzen, Krankengymnastik etc - und das über Jahre ... was kommt da wohl günstiger??
Ich kann mich noch an eine Diskussion infolge einer Aussage eines jungen CSU/CDU-lers erinnern, der (soweit meine Erinnerung das noch richtig sieht  ) forderte, Älteren Leute eben solche Eingriffe nicht mehr zuzugestehen ... es haben sich seeehr wenig Unterstützer dieser These gefunden.
Zu Susanne:
Ist gehört leider zu den Risiken eines jeglichen Eingriffs, dass Nerven (oder sonstiges) verletzt werden können - Ärzte sind halt auch nur Menschen. Vor den Operationen oder auch anderen Eingriffen gibt es immer diese Aufklärungsgespräche, bei denen auch auf mögliche Komplikationen hingewiesen wird - und sowas wird deine Mutter auch unterschrieben habe, richtig?
Und diese verflixten Keime (die ja wohl nicht für das Knie deiner Mutter verantwortlich sind, wenn ich dich richtig verstanden habe) sind leider überall in den Krankenhäusern - das hat auch gar nix mit mangelnder Hygiene der Kliniken zu tun, leider!!
Ihr werdet wohl wenig Erfolg haben, leider sind das halt Risiken eines Eingriffs ... alles Gute für deine Mutter!
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