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  #1 (permalink)  
Alt 10.11.2006, 18:45
Der Geist ist willig...
 
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Ort: Ba-Wü
Beiträge: 8
Ich möchte einen Hund...aber... + ein paar Fragen

Hallo ihr Lieben!
Vielleicht sind ja noch ein paar Hundeliebhaber unter euch...
Schon seit Jahren träume ich davon, mir einen Hund anzuschaffen. Geld und Zeit sind momentan vorhanden, Hundeerfahrung nur in begrenztem Maße, aber ich war noch nie selbst Hundebesitzerin.
Die Frage ist- ist es sinnvoll, mir einen Hund anzuschaffen, wo ich doch nächstes Jahr ein Studium beginnen möchte? Kann ich Studium und Hund vereinbaren?
Andererseits: Gibt es überhaupt einen "perfekten" Zeitpunkt in dem Sinne? Werde ich jemals 100% nichts finden, was gegen eine Anschaffung sprechen würde oder was Probleme mit sich bringen könnte? Ich denke nicht.
Die Situation ist die folgende: Ich habe momentan wirklich komplett frei, keinen Job, kein garnix. Ich bin eigentlich momentan dabei, dies zu ändern, aber andererseits habe ich mir überlegt, hätte ich momentan die optimalen Bedingungen, einen jungen Hund zu erziehen- ich bin zeitlich flexibel, habe den ganzen Tag Zeit und kann mich komplett nach dem Hund richten. Finanziell bin ich abgesichert- habe mir durch diverse (Ferien-)Jobs eine Menge angespart, habe keine Miet- und sonstige Kosten und im Hintergrund, falls doch mal etwas größeres wie eine Operation o.ä. anstehen sollte, meine Eltern, die ohne Weiteres einspringen würden. + ich bekomme monatlich ein reichliches Taschengeld und verdiene durch Nachhilfestunden auch noch ein ganz gutes Zubrot (Soll sich um Gotteswillen bitte nicht verwöhnt anhören- ich weiß, dass ich damit in einer sehr komfortablen Lage bin und möchte damit niemanden auf den Schlips treten).
Studieren möchte ich nächstes Jahr zum Wintersemester, d.h. im Oktober würde es losgehen.
Was meint ihr?

Zum anderen- sollte ich mich zur Anschaffung eines Hundes entschließen:
- welche Bücher sind empfehlenswert zum Thema Erziehung/Pflege etc..? Es gibt soooo viele...kennt jemand von euch vllt empfehlenswerte Exemplare?
- welche Rasse? Find ich schwierig..! Ich denke es sollte ein "anfängerfreundlicher" Hund sein (soweit wie man das sagen kann), vllt ein Hund, der nicht das allergrößte Laufbedürfnis hat (- ich weiß, JEDER hund muss JEDEN Tag raus und Bewegung haben- aber ich meine doch, es sollte vielleicht nicht grade ein Husky sein...)
- ein Hund mit freundlichem Gemüt, der auch für eine Wohnung geeignet ist (kein Garten vorhanden- momentan schon, aber mit dem Studium dann wahrscheinlich nicht mehr...)...
- oder ein Mischling?

dann:
ein Hund aus dem Tierheim oder ein Welpe aus einer Zucht?
ein Welpe, einen Junghund oder doch einen schon älteren Hund (aus dem Tierheim dann)?

Ich möchte einfach nichts leichtfertig entschließen.
Ich weiß, dass ein Tier eine große Verantwortung mit sich bringt und ich bin bereit, diesem Hund Zeit und Mühe zu opfern.
Ich denke nun schon sehr lange darüber nach.

Über Antworten würde ich mich freuen.

LG
Janty
__________________
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  #2 (permalink)  
Alt 10.11.2006, 19:44
Benutzerbild von Dorothy
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Also nun mein ganz persönlihe meinung!

Du hättest nun ja wirklich nen ganzes Jahr (fast) viel zeit ihn zu erziehen serh pro für hund

contra was wird nach dme jahr ? musst du umziehen? geht das ohne weiteres mit dem hund (je nach dem wo du hin ziehst (studentenwohnung) könnte das schwierig werden. hast du jemanden der auch mal auf den hund aufpasst grade im studium?

zu woher den hund: also ich denke wenn du selbst nicht auf eine rasse festgelegt bist warum dann vom züchter? da könntest ja mal im tierheim oder bei tierläden (sind ja immer aushänge) schauen.

und ich denke da findest du was für dich ob nun ein erwachsener hudn (por Hoffentlich schon erzogen contra: eventuell macken anerzogen?) oder jung hund,! ich denke du wirst dich einfach verlieben und gut!



und noch was: einen charakter kann man nicht immer nach der rasse sehen!

wir haben einen husky misch die eigendlich auf einen menschen fixiert sind.... sie ist das genaue gegenteil!


also geh ins tierheim und schau dir dxie hunde an, geh mit ihnen gassi schau wie sie sind.... und dann schaust ob dies zu dir passt!


ich hoffe ds konnte dir helfen
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1. Ziel: 115 Kg 2. Ziel 110 Kg
3. Ziel 105 Kg 4. Ziel in meine Abishirt passen
5. Ziel eine UHU sein 6. Ziel Uhu bleiben
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Alt 10.11.2006, 20:02
Ist öfters hier...
 
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Hallo!
Den Traum vom eigenen Hund hatte ich mir vor 17 Jahren auch erfüllt.
Mittlerweile ist mein Kleiner aber verstorben. Er wurde fast 14 Jahre alt.

Da wir in einer Mietwohnung leben, kam für uns nur ein relativ kleiner Hund in Frage. Es wurde ein West-Highland-White Terrier von einem Züchter.
Da damals meine Kinder noch jünger waren, wollte ich einen unerfahrenen Welpen, der noch nichts böses gelernt hatte.
Denn bei einem erwachsenen Hund mag es geschehen, dass er eine "schlechte Kindheit" hatte und dann irgendwann mal "ausrastet"...

Dieser Welpe hielt mich Tag und Nacht auf Trab.
Jedes mal nach dem essen mußte er kurz raus, damit er stubenrein wurde.
Das dauerte so ca. 6 Wochen...
Dann kam die Hundeschule jede Woche und das Üben zu Hause, jeden Tag...
Es wurde Bus gefahren, Auto gefahren, in den Zoo gegangen, an lauten Baustellen her gegangen, in Parks mit vielen Leuten und vielen Hunden spazieren gegangen... usw...
Die ersten Monate mußte das Hundekind sehr viel begreifen. Ich durfte das nicht aufschieben, weil ich mal zu müde war oder einfach keine Lust hatte.
Der Erzieher oder die Bezugsperson war nun mal ich und nicht eines meiner Kinder...

Als erwachsener Hund mußte er auch sehr viel beschäftigt werden.

Morgens früh um 8 Uhr ging ich mit ihm eine halbe Stunde raus.
Mittags gingen abwechselnd meine Kinder.
Später, als sie alle den ganzen Tag arbeiten mußten, bin ich mit ihm gelaufen. Das heißt von 13 Uhr bis 14 Uhr kam der Hund an die erste Stelle. Termine wurden um den Hund herum gelegt. nachmittags gegen 18Uhr kam er wieder raus, so eine dreiviertel Stunde...

Da wir unseren Hund so beschäftigt hielten wurde aus ihm kein Kläffer. In der Wohnung verhielt er sich immer ruhig.

Kurz bevor wir schlafen gingen, so gegen 23 Uhr mußte er noch mal, aber nur kurz sein Beinchen heben.
Dann war die Nacht für ihn nicht allzu lang sein Pipi zurückzuhalten...

Hatte ich Fieber oder war erkältet, mußte ich trotzdem mit dem Hund raus...
Hatte er Durchfall durfte ich die Schiete wegwischen und noch öfters kurz raus... Dann wurde er in die Wanne gestellt und sein Schiete verschmierter Popo mußte abgewaschen werden....

Übrigens wurde fast jeden Tag kurz sein Bauch mit der Brause abgeduscht. Denn ein Rüde pillert sich immer zu.
Eine Hündin wollten wir nicht, da wir hier in unserer Gegend genug Rüden hatten, die nur auf eine Gelgenheit warteten...

Wenn ich irgendwo eingeladen war, mußte ich spätestens um 23 Uhr zu Hause sein! Der Hund mußte raus.
Obwohl unser Hund ein ganz Lieber war, war er bei meinen Verwandten nicht gern gesehen. Denn er beschnüffelte erst einmal alles.
Und er roch, wie ein Hund nun eben mal riecht. Nicht nach 4711....!

Waren sie bei uns zu Besuch, kam es immer mal vor, dass er auch mal Blähungen hatte. Die nervigen Sprüche durfte ich mir dann auch anhören...

Wenn es draußen in Strömen regnete oder schneite und der Hund hatte seine Zeit, dann bin ich mit ihm raus.
Alle waren wir klitsch naß. Und mein Hund stank wie ein nasser Hund nun mal stinkt....
Bis sein Fell trocken war nach 2 Stunden...
Im Herbst/Winter/Frühjahr kam das oft vor...

Den ganzen Tag mit der Familie mal so ins Schwimmbad saß nicht drin. Der Hund mußte raus. Außer ich blieb bis Mittags zu Hause und meine Familie konnte schon mal vorfahren...

Waren wir mal bei Verwandten zur Hochzeit im Ruhrgebiet eingeladen, konnten da auch übernachten.
Aber es mußte der Hund untergebracht werden.
Man kann schnell sagen, dass man dann darauf verzichtet diese zu besuchen, aber es dann auch zu tun fällt schwer...

Denn man muß sich bewußt sein, dass es eigentlich sehr wenige echte Hundeliebhaber gibt, die auch die negative Seite eines Hundes in Kauf nehmen.
Würdest du da Abstriche machen wollen um deines lieben Hundes Willen? Und das für die nächsten 14 Jahre? Dann bist du 33 Jahre...

Ich liebte meinen kleinen störrischen Terry und vermisse ihn auch heute. Seine Leine hängt immer noch an der Garderobe.
Und manchmal kommt der Gedanke: "Du mußt ja noch mit dem Hund raus..."

Ich habe dir einmal so aus meiner Sicht aufgeschrieben, was da auf dich zu kommt. Und das wird gewiss auf dich zukommen!

Wenn du dich aber trotzdem für diese "14 jährige Projekt" entscheidest, wünsche ich dir alles Gute und auch Freunde/Bekannte, die dich dabei unterstützen, wenn du mal nicht kannst....

Denn dein Hund braucht dich jeden Tag, auch wenn du überhaupt nicht willst. Er ist von dir abhängig.
Aber er dankt es dir mit ganz viel Liebe.....

Liebe Grüße von Majolika, die wieder an ihren "Süßen" denken muß...
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"Man muß nicht jeden Schuh anziehen, der einem hingestellt wird"
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  #4 (permalink)  
Alt 10.11.2006, 20:04
Spitzen Naschkatze
 
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Ort: X-Berg
Beiträge: 602
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Guten Abend Janty,

nun, wie Du selbst schon sagst, ein paar Gründe wird es immer geben, die gegen die Anschaffung eines Hundes sprechen.

Mit dem Studium ist ein Hund sicher gut zu vereinbaren, wenn es nicht gerade Medizin ist, wo man schon gern mal 10 Stunden außer Haus ist.

Welche Rasse?
Nun, vielleicht sollte es für den Anfang ein höchstens mittelgroßer Hund sein. Er sollte gelehrig sein und möglichst wenig beißwütig von sich aus (Rottweiler sind meiner Erfahrung nach z.B. für Anfänger denkbar ungeeignet (okay, es mag Ausnahmen geben)).
Ausgesprochen freundliche und lernfähige Hunde sind Golden Retriever (Fellpflege etwas aufwendig) und Labrador Retriever (kurzhaarig, weniger Fellpflege nötig). Schau mal hier http://www.hunderassen.de/hunderasse...-retriever.htm und http://www.hunderassen.de/hunderasse...-retriever.htm
Mit Dalmatinern habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.

Auch auf die Gefahr hin, dass mich die verwaisten-Hunde-Liebhaber jetzt lynchen, würde ich als ersten Hund keinen aus dem Tierheim nehmen sondern vom Züchter. Im Tierheim weiß man gerade bei älteren Hunden nicht genau, was sie schon erlebt haben und wie sie reagieren. Habe da schon einige Überraschungen erlebt. Beim Züchter solltest Du darauf achten, dass es sich mit den Erbkrankheiten durch Inzucht in Grenzen hält. Soweit ich weiß sind Retriever auch gern von Hüftdysplasie betroffen. Es lohnt sich mehrere Züchter zu befragen und zu besuchen, vor allem nach dem, was die Konkurrenz macht.

Und wenn Du viel Zeit hast momentan, die sich für die Erziehung eines kleinen Hundchens nutzen ließe, dann könntest Du schauen, ob Du mit Deinem Hundchen in eine Hundeschule gehen willst. (Ich habe das mit dem Familienhund in Amerika gemacht und das war wirklich super!) Der Hund lernt, dass er sich mit vielen anderen Hunden und Menschen zu benehmen hat, es werden die wichtigsten Erziehungsregeln und Befehle gelehrt und geübt und bei Sorgen und Verhaltensauffälligkeiten kann man den Trainer oder die Trainerin ansprechen. Ich halte das für sehr sinnvoll. Mein amerikanischer Familienhund konnte sich im Alter von 9 Monaten in 100m Entfernung auf Handzeichen-Kommando hinlegen und solche Scherze. Der hat tip-top gehört. Natürlich noch mit täglicher Übung, aber immerhin.

Zur Haltung solltest Du vielleicht, wenn Du es nicht schon getan hast, noch überlegen, was Du mit dem Hundchen machen willst, wenn Du mal in den Urlaub fährst.

Liebe Grüße

Luh
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Wahre Größe zeigt sich darin, sich mit seiner eigenen Mittelmäßigkeit abzufinden.
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  #5 (permalink)  
Alt 10.11.2006, 20:28
Spitzen Naschkatze
 
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Also... mein Verlobter und ich haben uns Anfang des Jahres für einen Hund entschieden.

Wir haben sie aus dem Tierheim, zu dem Zeitpunkt war sie 3,5. Sie hatte eine sehr schlechte Vergangenheit, hat sich bei uns aber zum allerliebsten Hund entwickelt
Wir hatten allerdings auch nen Glücksgriff, sie kann gut alleine bleiben und so ist es nicht schlimm,w enn wir mal später nach Hause kommen.
Allerdings sind wir auch zu zweit und wissen was in den nächsten Jahren auf uns zukommt (wie zB dass wir erstmal 5 Jahre noch hier wohnen bleiben).

Ich würd mir das gut überlegen, ne Freundin von mir hat ihren aus der zucht, als Welpe bekommen. Das ist ein absoluter Stresshund und macht alles kaputt. So musste sie schon einige male Seminare sausen lassen etc...

Aber noch mal zum Studium: Auch wenn man nicht Medizin studiert kann man doch einige Stunden in der Uni verbringen. Ich bin einen Tag sogar über 12 Stunden weg....
schau lieber erstmal wie es beim studium wird und ob du das mit nem Hund vereinbaren kannst...
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  #6 (permalink)  
Alt 10.11.2006, 20:52
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Zitat von TexanGal
Aber noch mal zum Studium: Auch wenn man nicht Medizin studiert kann man doch einige Stunden in der Uni verbringen. Ich bin einen Tag sogar über 12 Stunden weg....
schau lieber erstmal wie es beim studium wird und ob du das mit nem Hund vereinbaren kannst...
das würd ich aber auch sagen.
ich täte noch warten, bis du dein studium richtig begonnen hast. gerade die ersten semester können mehr als zeitaufwendig sein, und wenn dann der hund die ganze zeit ohne frauchen is, ist das auch nicht schön.
auch wohntechnisch. denn wenn du ins studentenwohnheim ziehst, könnte es probleme mit hund geben. das gleiche, falls du in eine wohnung ziehst (manche vermieter sind da hart drauf).

das wie und woher? hm, aus eigener erfahrung muß ich sagen, daß du dir wenn dann einen welpen zulegen solltest. ich weiß, man kann nie alles über einen kamm scheren, aber mit älteren hunden habe ich schon 2 mal böse überraschungen erlebt. pro für einen welpen ist auch, daß du ihn erziehen kannst, verpfuschte erziehung aus einem älteren hund rauszubekommen, ist dagegen schwer.
und was das gemüt angeht: da kann man nich pauschalisieren. wir hatten z.B boxer und rottweiler, die angeblich so agressiv waren, aber nix da, da war manch kleiner dackel bissiger.

grüße

p.S. finds toll, daß du dir deine entscheidung so gründlich durchdenkst. macht ja leider nicht jeder heutzutage.
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Also sprach Zarathustra: Gott ist tot .

-Nietzsche-
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Alt 10.11.2006, 21:06
Gast20014
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Hallo!
Ich habe einen 14jährigen Rüden und studiere Biologie. Bei diesem Studiengang bin ich auch teilweise bis zu 10 Stunden unterwegs. Ich denke, bei fast jedem Studiengang ist es so. Als ich meinen Hund bekommen habe war ich 10 Jahre alt. Ich habe ihn von meiner Cousine zum Geburtstag geschenkt bekommen, da ihre Hündin versehentlich Welpen bekommen hat. Meine Eltern waren überhaupt nicht begeistert. Sie hatten Bedenken, da ein Hund nun mal sehr alt werden kann, ob ich in der Pubertät überhaupt noch interessiere und wie es nach der Schule weitergeht. Als ich noch zuhause wohnte haben wir uns die Aufgaben geteilt: morgens ist meine Mutter mit ihm rausgegangen, mittags ich und spät am abend mein Vater, wenn ich später Schule hatte, habe ich die Morgenrunde auch übernommen.
Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung gemacht, ich war meist erst am frühen abend zu Hause, da musste meine Mutter sich mehr kümmern, dafür habe ich am Wochenende den Hund übernommen. Als ich ausgezogen bin hatte ich den Hund immer nur am Wochenende, da er in unserer familie verschiedene Bezugspersonen hat und er sich überall zuhause fühlt wo einer von meiner Familie ist, war es auch problemlos.
Als ich angefangen habe zu studieren, habe ich den hund so oft übernommen, wie es mein Stundenplan zuließ. In den Semesterferien ist er immer bei mir. Momentan habe ich wenig Semesterwochenstunden und der Hund ist seit fast einem halben Jahr bei mir, meine eltern kommen nur ab und zu vorbei um ihn sich "auszuleihen", da sie ihn doch sehr vermissen.
Du siehst es kann ganz schön kompliziert sein einen Hund zu halten. Ich weiß auch, dass ich mir erstmal keinen weiteren Hund ins Haus holen werde, wenn meiner stirbt (ich hoffe es dauert noch ein paar Jahre), da es einfach nicht mit meinem Studium zu vereinbaren ist. Ich habe Glück, dass mein Hund es mitmacht.
Selbst wenn du es mit deinem Studium vereinbaren könntest, was ist danach? Dann gehst du arbeiten und die wahrscheinlichkeit, den Hund mit zur Arbeit nehmen zu dürfen ist doch eher gering und den Hund den ganzen Tag alleine zu lassen ist auch nicht optimal.
Ein Hund ist schon eine riesige Verantwortung, er beansprucht sehr viel Zeit. Ich bin jeden tag mindestens 2,5 Stunden mit ihm spazieren und er ist schon ein alter Hund, früher brauchte er noch mehr Bewegung.
Urlaub sehe ich allerdings nicht als großes Problem, wir nehmen den Hund immer mit. Unsere Reiseziele sind aber auch eher Holland, Österreich oder Norddeutschland und nicht Mallorca etc wo man hinfliegt. Man findet häufig Pensionen oder Ferienwohnungen in denen Hunde erlaubt sind.
Ich werde mir erst wieder einen Hund anschaffen, wenn ich ihn entweder mit zur Arbeit nehmen darf oder wenn ich Kinder habe und einer von uns zu Hause bleibt. Dann würde ich auf gar keinen Fall einen Hund vom Züchter holen, im Tierheim sitzen nicht nur Problemhunde, sonst könnte man sich auch noch einen Hund aus dem Ausland holen. Es gibt in vielen südlichen Ländern Hunde, die aus Tötungsstationen herausgeholt wurden und nun nach Deutschland vermittelt werden. Die meisten sind noch sehr jung, sind nicht überzüchtet und haben ein gutes Sozialverhalten, da sie auf der Straße meistens in Rudeln leben.

Oh, jetzt habe ich einen richtigen Roman geschrieben..aber ich hoffe ich konnte dir helfen. Wenn du spezielle Fragen hast, nur her damit!

Gruß Traumrolle

P. S. ich halte Labradors nicht für ideale Anfängerhunde, ihre Ansprüche werden leider häufig unterschätzt. Sie brauchen richtig viel Beschäftigung und Bewegung, damit sie nicht verfetten und seelische Krüppel werden
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Alt 10.11.2006, 22:33
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Hey.

Also ich bin jetzt auch seit über 1 Jahr eigenverantwortliche Hundehalterin und - ohne Unterstützung ginge es bei mir nicht.

Ich gehe noch zur Schule, und bin auch oft erst um 16 Uhr zuhause. Meine Mutter, die nur stundenweise arbeitet ist in ihren Pausen immer zuhause um Nelly rauszulassen. Wenn das nicht so wäre, ginge es mit Hund auch nicht.

Ich würde dir raten: Geh doch mal in die Bibliothek und leih dir mal einige Hundebücher aus. Dann kannst du dich ein wenig schlaulesen.

Und geh mal ins Tierheim und schaue dich dort um.

Ich denke, dass du noch keine Hundeerfahrung hast, ist nicht schlimm. Es gibt auch wirklich unkomplizierte Hunde.
Du solltest dir darüber klar werden, ob du einen Welpen oder erwachsenen Hund, Rassehund oder Mix, großen oder kleinen möchtest.

Die Sache mit dem Studium... Ich denke, wenn man alles gut plant, steht ein Studium dem Hund nicht im Wege. Es gibt verantwortungsvolle Hundesitter, oder auch überall ältere, noch fitte Leute, die sich freuen würden, Zeit mit einem Tier zu verbringen. Du solltest dann nur darauf achten, dass der Hund nicht zu lange allein ist (alles was über 6 Stunden hinausgeht)....

VlG und viel Spaß beim schlaulesen

Steffy
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Alt 10.11.2006, 23:16
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Re: Ich möchte einen Hund...aber... + ein paar Fragen

Hallo Janty,

nicht böse sein, aber ich würde Dir abraten. Es mag ja sein, daß Du jetzt etwas Zeit hast, aber wie sieht das während des Studiums aus (man weiß nie was alles auf einen zukommt) ? Und irgendwann muß man auch wieder Geld verdienen um die Miete zahlen zu können, d.h. früher oder später mußt Du wieder einen Job so oder so anfangen. So ein Hund kann durchaus bis zu 18 Jahre alt werden, und mit 1 mal am Tag rausgehen ists wirklich nicht getan. Studium + Job = zu wenig Zeit für so ein Seelchen. Dann gehts ja irgendwann weiter, fester Job d.h. 8-10 Std. von zuhause weg, und Hund ist alleine - Das sollte man wirklich keinem Tierchen antun. (Versteh mich bitte nicht falsch, das ist wirklich NICHT böse gemeint, aber sei da bitte Realistisch und ganz Ehrlich zu Dir selbst, Du kannst das am besten abschätzen)

Du bist auch noch relativ Jung, und willst sicher hier und da manchmal um die Häuser ziehen, jetzt stell Dir mal vor - Studium, Job, Freundschaften/Freund pflegen, ab und zu auch mal weggehen wollen und was ist dann mit dem Hund Dann so Sachen wie Urlaub etc. machen das nicht einfacher... So ein Tierchen braucht VIEL Zeit, Aufmerksamkeit und auch Zuneigung (also mal kurz zum Gassi gehen raus wg. Zeitmangel wäre in meinen Augen ganz ganz schlimm für so ein Tierchen) .Ich würde meinem Hund das nicht antuen wollen.

Einen Hund kann man sich immer zulegen, aber ich würde das an Deiner Stelle wirklich erst dann tun, wenn ich alles so in Bahnen hab, daß ich das zu 100% verantworten kann, und der Hund nicht so lange alleine ist, mindestens 4-5 mal am Tag raus kann und davon 1 mal richtig schön lange (den Anspruch haben auch KLEINE Hunde nicht nur Huskis ) .

LG

sun
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(Sir Winston Churchill)
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Alt 10.11.2006, 23:22
Gast20014
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ich denke das es davon abhängig ist was du studieren möchtest. Bei Germanistik, Anglistik, Philosophie etc ist es leichter den Stundenplan nach dem Hund auszurichten, vor allem wenn du in der Nähe der Uni wohnst. Wenn du beispielsweise ein Auslandssemester planst ist ein Hund eine Behinderung.
Hast du jemanden, der dich unterstützt? Nicht finanziell sondern um den hund mal für ein paar Stunden zu übernehmen?

Gruß Traumrolle
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