umgangssprachlich „etwas ganz Gewöhnliches“ oder „nichts Besonderes“, zurückzuführen auf das Maschinengewehr
Die Redewendung „nullachtfünfzehn“, die abwertend für Gewöhnlichkeit und Mittelmaß steht, entstammt der Soldatensprache und geht auf diese Waffe zurück. Sie entstand aus den ständigen Wiederholungen im Waffenunterricht am MG 08/15, derer die Soldaten schnell überdrüssig wurden. Eine weitere Herleitung besteht darin, dass die 1914 produzierten MGs (nullachtvierzehn) besser verarbeitet waren, als die 1915 hergestellten (nullachtfünfzehn).
Teilweise wird darauf abgestellt, daß die Waffenausbildung in der Heimat nicht an echten Waffen, sondern an Holzmodellen durchgeführt wurde.
Laut der Sendung Quarks & Co vom 1. August 2006 scheint der Begriff 08/15 auf die Normung und somit Austauschbarkeit von Teilen zurückzugehen. Diese wurde erstmals im Jahr 1915 mit dem Maschinengewehr 08/15 eingeführt. Bis dahin gab es viele Waffenfabriken, die sich an keinerlei Normen hielten und dadurch eine Austauschbarkeit von Ersatzteilen unmöglich machten. Daraufhin wurde in einer Turnhalle in Berlin-Spandau das königliche Fabrikationsbüro gegründet. Es entwickelte Pläne für die Massenfertigung von Waffen, indem die einzelnen Komponenten standardisiert wurden. Der Normenausschuss der deutschen Industrie übernahm das Prinzip und übertrug es auf den zivilen Bereich. 1917 wurde schließlich das Deutsche Institut für Normung (DIN) gegründet.
Einen guten Teil zur Verbreitung des Begriffs trug 1950 Hans Hellmut Kirst mit seiner Romantrilogie 08/15 bei, in der sich der ehemalige Wehrmachtsoffizier kritisch mit dem Soldatenleben in der Wehrmacht auseinandersetzte. Es war einer der ersten Bestseller der Bundesrepublik und wurde 1954 verfilmt.
Quelle: „
http://de.wikipedia.org/wiki/MG_08“