Hallo!
Ich möchte hier auch gerne mal kundtun, dass ich mein Ziel erreicht habe. Ich hatte Anfang Januar noch 113,5 Kilogramm auf die Waage gebracht und bin jetzt auf 88,5 kg runter bei 1,77 m). Man - ist das ein schönes Gefühl!

Aber nun bin ich schonmal so schön dabei, dass ich versuchen will, den Weg fortzusetzen. Mit 88 kg ist man zwar im Verhältnis zu 113 kg schlank - aber doch noch nicht wirklich. Ich will jetzt erst mal schauen, ob ich 83 kg erreichen kann - dann hätte ich 30 kg abgenommen. Wenn es mir dann immer noch "Spaß" macht, dann bin ich gewillt auf 77 kg zu gehen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier schreiben sollte, WIE ich das gemacht habe, weil das allen Tipps und Empfehlungen, die hier abgegeben werden widerspricht. Schließlich möchte ich auch niemanden animieren, einen "falschen" Weg mitzugehen oder nachzumachen.
Nun ja, ich schreibe es trotzdem mal (wenn es nicht opportun sein sollte, kann mich ja einer der Moderatoren kontaktieren):
Am 02. Januar hatte ich plötzlich die Schnauze voll von dem, was ich da tat: Ich fraß und fraß und fraß. Jahrzehntelang ignorierte ich auf dem Altar des Genusses die schleichende Verfettung (der Altar, der schon lange nur noch selten mit Genuss zu tun hatte und meistens dem Automatismus - oder schlimmer noch - der kurzfristigen Erfüllung der Gelüste, dem schnellen Kick diente - fast wie bei einem Junkie). Hier mal ein Kilo mehr, da mal ein Kilo mehr. Ein-zweimal gab es kräftige Schübe im 10 kilo Bereich. Meine Toleranzgrenze ("wenn ich das Gewicht mal erreichen sollte ist aber Schluss") schob ich immer weiter nach oben.
Ich hatte also plötzlich die Schnauze voll davon (ich weiß heute gar nicht mehr warum) und beschloss abzunehmen. Da ich noch nie eine Diät gemacht hatte, hatte ich auch keinen blassen Schimmer davon, wie man das macht. Also habe ich mir einfach vorgestellt, dass man ja nur weniger zu sich nehmen muss, als man verbraucht. So habe ich im Internet geschaut, was ein Mensch meines Alter, meines Gewichtes und mit meiner Tätigkeit (überwiegend sitzend, nichts Körperliches) am Tage so verbraucht.
Dann setzte ich mir ein Kalorienzufuhr-Limit von 1000 kcal/Tag. Das gab ich bereits am allerersten Tag auf und erhöhte auf 1200-1300 kcal/Tag. Da ich sehr gerne esse und dies zugegeben auch manchmal als Beschäftigungstherapie mache, musste ich nun Lebensmittel suchen, von denen man viel essen kann, die aber dennoch einen geringen Brennwert haben. Gesagt getan. Statt Gersterbrot mit Leberwurst, gab es nun Weizenknusperbrot mit Quark. Meine neuen "Chips" hießen Magerschinken. Blumen- und Rosenkohl sind auch was Leckeres.
Wirklich blöd fand ich nur, dass ich vorsichtshalber auf Fertiggerichte ausgewichen bin, weil ich da genau sehen kann, wieviel Kalorien die haben, was ich bei Selbstgekochtem nur schwer nachvollziehen hätte können - und das, wo ich doch so gerne koche. Und, und, und.
Zur Kontrolle habe ich mir eine Excel-Tabelle angelegt, in die ich jegliche Nahrung, die ich zu mir nahm eintrug (auch die 4 Gramm Senf zur Wurst - einfach alles). Wenn die ~ 1250 kcal erreicht wurden, war Schluss. Das Sytem habe ich bis heute durchgehalten. Auch - oder gerade - weil es gut funktionierte. Ich nahm relativ schnell ab. Am Anfang mehr als heute, aber immer noch gut. Mal auszubrechen, oder sich mal "was zu gönnen", habe ich mir verkniffen, weil ich nicht wieder alles kaputt machen wollte, was ich bis dahin erreicht hatte.
Ich habe versucht, bei dem Wenigen, dass ich am Tag aß, dafür zu sorgen, dass auch Vitamine, Nährstoffe etc. in angemessener Dosierung dabei sind. Täglich einmal Obst oder Gemüse sollte dabei sein. Im Großen und Ganzen ist mir das gelungen. Mein besonderer Dank gilt dabei der Kiwi (wie kann etwas mit sowenig Kalorien soooo süß schmecken?) und dem Rosenkohl.
Ich weiß, dass das hier nicht empfohlen wird, so zu hungern (habe das übrigens nicht als Hungern empfunden - mir ging es gut.). Aber am Anfang wusste ich es nicht besser und später wollte ich nichts ändern, da es ja funktionierte. Vielleicht, nein bestimmt sollte ich noch erwähnen, dass ich vor Beginn meiner Diät kerngesund war (jetzt auch noch natürlich): Blutdruck, Cholesterinwerte, alles andere auch: im grünen Bereich.
Ich möchte niemandem empfehlen, das nachzumachen. Sicherlich nicht umsonst wird hier, wo die Leute sich wirklich damit auskennen, davor gewarnt!
Von Jojo-Effekt habe ich keine Ahnung, da das ja meine erste Diät überhaupt ist. Ich bin aber natürlich gewarnt und werde auch dann, wenn ich mein neues Ziel erreicht habe, bewusst essen und aufpassen, dass ich nicht schleichend wieder dahin komme, wo ich schonmal war. Übrigens habe ich mir den "Spaß" gemacht zu errechnen, was ich vor Beginn der Diät täglich zu mir nahm: zwischen 3500 und 4500 kcal/Tag! Meine Güte!
So, das war meine Geschichte bis hierher! Wie gesagt: Wenn die Moderatoren es lieber hätten, dass ich das nicht erzähle (weil es ja allen Empfehlungen zuwider läuft), dann einfach kontaktieren - ich habe kein Problem damit das dann wieder zu löschen.
Danke für Eure Aufmerksamkeit. Viel Text, aber ich musste das mal erzählen - bin ja auch stolz auf mich.
