ich hab im april vor zwei jahren meinen rechten sd-flügel amputiert bekommen (gutartiger tumor in der größe eines tischtennisballs).
die op an sich war kein problem, morgens eingecheckt, dann umgezogen, ab in den op. hinterher ein bisschen narkoseübelkeit und die ersten zwei tage fast nur geschlafen. nach vier nächten war ich dann wieder raus.
folgende sachen sind mir in erinnerung geblieben:
- das gefühl, das kinn nicht heben zu können, weil ich angst hatte, dass die naht reißt (unbegründet)
- die thrombosespritzen! aaaah!
- den drang, mir ganz schnell ganz viele halstücher kaufen zu müssen, weil sonst alle auf die naht starren, die anfangs sehr auffällt, wenn die klammerpflaster noch draufkleben. ein bisschen frankensteinesk

- nach ein paar tagen ein komisches klebeefühl, als wenn die haut mit uhu angeklebt wäre - hier kann ich nur dazu raten, da möglichst nicht in eine schonhaltung zu verfallen, sondern immer schön salbe einzumassieren. ich hab einfach bepanthen genommen, die apothekerin meinte, narbensalbe bringt auch nicht viel mehr
- anfangs viel eis essen, das hilft gegen den wundschmerz

- die narbe im kommenden sommer unbedingt mit sonnenblocker eincremen, und anfangs auf jeden fall vor der sonne schützen - an sonnenintensiven tagen habe ich sie sogar abgeklebt. sonst können hässliche dunkle flecken entstehen. dabei auch nicht die kleine narbe vom drainageschlauch vergessen.
die naht wurde ja intrakutan genäht, und jetzt nach zwei jahren sieht man so gut wie nichts mehr davon. ich spüre sie auch nicht mehr. die klammerpflaster rollen sich nach einer weile von selbst ab, und auch die fadenenden, die seitlich rausschauen, fallen irgendwann einfach raus.
mach' dir nicht zu viele sorgen, schaue vor allem nicht den wikipedia-artikel an, da sind photos der operation abgebildet, die man nicht wirklich vorher sehen möchte. klar ist das gefühl, dass einem jemand die kehle aufschneidet, unterschwellig da, aber es war nicht halb so schlimm wie ich vorher dachte.
betreffend des empfohlenen krankenhauses: da kann ich dazu raten, nachzuschauen, wie oft die op pro jahr gemacht wird. ärzte mauscheln bisweilen ganz gerne, also muss die empfehlung nicht immer zu gunsten des patienten sein, sondern leider bisweilen ökonomischer natur.
das einstellen der sd-hormone ging danach relativ fix. eigentlich nehme ich jetzt immernoch die gleiche dosis wie direkt nach der op.
alles gute!