Guten Abend liebe Naschkatzen!
Ich hatte heute einen Termin bei einem Arzt, der sich auf Stoffwechselprobleme spezialisiert hat! Das Gespräch mit ihm (insgesamt fast eine halbe Stunde) war sehr, sehr interessant und aufschlussreich. Da ich denke, dass es für den einen oder anderen von euch ebenso interessant sein könnte, versuche ich in Kürze wiederzugeben, was er gesagt hat.
Ich war dort, weil ich wissen wollte, ob es „normal“ ist, dass ich schon seit meiner Kindheit selbst bei normalen, empfohlenen Mengen (d.h. im Erwachsenenalter ~ 2000kcal ) an Essen und Sport zugenommen habe. Bei ca. 1200-1400kcal habe ich mein Gewicht lediglich gehalten habe, ab ca. 800kcal habe ich dann abgenommen, was, wie ich finde, wirklich wenig ist.
Seine Antwort darauf war, dass es völlig okay und normal ist. Grundumsatz-Berechnungen geben lediglich einen durchschnittlichen Schätzungswert an, jeder Mensch hat aber seinen eigenen individuellen Grundumsatz, den man leider nur experimentell herausfinden kann. Und dass es durchaus normal ist, dass der ein oder andere so große Abweichungen davon hat. Ich sollte es positiv sehen. Wenn ich mein Essenspensum weiter beibehalten würde, könnte ich locker 120 Jahre alt werden, denn ein niedriger Kalorienverbrauch wäre das beste Anti-Aging-Mittel, da wäre sich die Medizin mittlerweile einig.
Dann habe ich gefragt, wie ich denn abnehmen könnte, falls ich das wollen würde – bin ja im Normbereich und fühle mich auch ganz wohl. Aber was wenn ich zunehme würde?
Er meinte daraufhin, dass ich das sowieso erstmal bleiben lassen sollte, da ich ja absolut im grünen Bereich bin und wenn ich so weiter esse wie bisher, d.h. 1200-1400kcal, mein Gewicht gut halten würde und weder zu noch abnehmen würde. Falls ich aber auf die Idee käme jeden Tag eine Tafel Schokolade zu essen und dann zunehmen würde, schlug er mir folgendes vor:
Sport wäre schon wichtig, aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sport zu machen um abzunehmen hält er für eine völlig überbewertete Idee. Sport wäre mit Sicherheit sehr gesund und wichtig für das allgemeine Wohlbefinden, aber abnehmen würde man davon nicht. Ich solle dann stattdessen ganz auf Zwischenmahlzeiten verzichten, auch kein Obst zwischendurch mehr essen, denn das führe nur dazu, dass der Insulinspiegel wieder nach oben gehe. Drei ausgewogene Mahlzeiten nach Lust und Laune wären der beste Weg zum Ziel, wobei mediterrane Mischkost dabei der langfristige Schlüssel zum Erfolg ist

. D.h. wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, viel Gemüse, dazu gute gesunde Fette. Aufpassen müsste man nur mit der Kombi Kohlehydrate – tierisches Eiweiß. Zu sonstigen Diät-Prinzipien meinte er nur, dass er Dr. Pape persönlich ganz gut kennen würde. Er hätte ihn vor Jahren mal gefragt, warum er auf die Idee kommen würde, dass man morgens unbedingt Kohlenhydrate essen müsse. Pape hätte geantwortet „Isch komme ausm Ruhrpott. Da arbeiten die Leute hart und müssen eben viel Frühstücken. Isch kann denen nisch noch nie Brötschen vom Frühstückstisch streischen, dat geht nisch!“
Über den Wahrheitsgehalt lässt sich mit Sicherheit wunderbar streiten – Los geht’s

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Mir persönlich hilft das was er gesagt hat aber ungemein – ich muss mich nicht mehr unnormal fühlen, weil ich „nur so wenig“ essen kann und ich bin sehr froh, dass ich diesen Termin heute hatte! Jetzt habe ich endlich mal wieder mehr das gute Gefühl, dass es okay ist, seine eigene Portionsgröße zu haben und dass ich mich selbst nicht dazu bringen muss mehr zu essen und meinen Stoffwechsel nicht noch nach oben steigern muss.