das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst setzte die bayerischen Studentenwerke mit seinem Schreiben vom 29.12.2009 darüber in Kenntnis, dass im Entwurf des Nachtragshaushalts 2010 der „Mensazuschuss“ um 2,63 Millionen Euro gekürzt wird. Sperrbereinigt würden damit rund 2,36 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen, als im Jahr 2009, um die Studierenden im Freistaat täglich zu versorgen.
Was bedeutet das für die bayerischen Studentenwerke?
Der Auftrag der Studentenwerke ist, die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur zu schaffen, die Studierende benötigen, um ihr Studium erfolgreich abzuschließen. Dazu gehören vor allem die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, kompetenter Beratung, Hilfestellung bei der Studienfinanzierung und nicht zuletzt ein hochschulnahes Angebot preisgünstiger und qualitativ hochwertiger Verpflegung. Kurz gesagt, geht es darum, die Lebenshaltungskosten am Studienort finanzierbar zu machen. Der Freistaat Bayern ist nach Art. 95 Abs. 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes dazu verpflichtet, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Am 29.12.2009 setzte das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die bayerischen Studentenwerke darüber in Kenntnis, dass im Entwurf des Nachtragshaushalts 2010 der Mensazuschuss des Studentenwerks um 2,63 Millionen Euro gekürzt wird.... See more
Die mitgeteilte Kürzung bedeutet eine Reduktion des Mensazuschusses um rund 35 %. Sie erreichte die Studentenwerke zu Beginn des Jahres 2010, zu einem Zeitpunkt also, zu dem die Wirtschaftsplanung bereits abgeschlossen sein musste, dem Ministerium vorlag und das Haushaltsjahr bereits angelaufen war. Grundlage aller Planungen war bis zu diesem Zeitpunkt der Haushaltsplan des Freitstaates Bayern 2009/2010
Dieser erneute gravierende Einschnitt kann weder aus den Eigenmitteln der Studentenwerke, noch aus den Rücklagen für die Wohnheime kompensiert werden. Es bleiben für die Studentenwerke daher entweder die weitere Erhöhung der Mensapreise, die Anhebung der Grundbeiträge der Studierenden oder Einsparungen bei anderen Angeboten des Studentenwerks, wie Beratungen und Wohnheimplätze.
Die Studentenwerke leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Studierenden in Bayern. Ohne die vielen Angebote des Studentenwerks, von einem kostengünstigen Mensaessen bis hin zu finanzierbaren Wohnraum, wäre für viele junge Menschen ein Studium in Bayern undenkbar. Die Studentenwerke sind neben dem BAföG die zweite Säule der Studienfinanzierung, die gerade jungen Menschen aus finanziell schlechter gestellten Haushalten zu gute kommt. Die Bedeutung der Studentenwerke hat durch die Einführung von Studiengebühren sowie Bachelor und Master noch weiter zugenommen. Eine Kürzung des Mensazuschusses wird sich überproportional negativ auf Studierende aus finanziell schlechter gestellten Haushalten auswirken, die bereits jetzt massiv belastet sind.
Wahrscheinlich werd ich jetzt gesteinigt, aber ich esse nie in der Mensa, weil es mir zu teuer ist und überlebe den Tag auch mit nem belegten Brot oder nem Joghurt und abends selber was kochen. Die Pampe, die es in der Mensa gibt, kostet ja fast nix beim Selberkochen, z.B. Curryreis mit Gemüse oder Kartoffelauflauf.
Jaja, weiß, geht ums Prinzip...aber ich meine halt, es gibt immer nen Weg...wir haben viele in der Klasse, die haben erst ne Ausbildung gemacht, dann 1,2 Jahre gearbeitet, sich nebenher was angespart und davon leben die jetzt. Die sind auch nicht viel älter als ich.
Wahrscheinlich werd ich jetzt gesteinigt, aber ich esse nie in der Mensa, weil es mir zu teuer ist und überlebe den Tag auch mit nem belegten Brot oder nem Joghurt und abends selber was kochen. Die Pampe, die es in der Mensa gibt, kostet ja fast nix beim Selberkochen, z.B. Curryreis mit Gemüse oder Kartoffelauflauf.
Jaja, weiß, geht ums Prinzip...aber ich meine halt, es gibt immer nen Weg...wir haben viele in der Klasse, die haben erst ne Ausbildung gemacht, dann 1,2 Jahre gearbeitet, sich nebenher was angespart und davon leben die jetzt. Die sind auch nicht viel älter als ich.
Dir ist schon klar, dass du gerade bestätigst, dass man sich ein Studium finanziell leisten können muss und dies bereits jetzt ein Problem darstellt, oder?
Ich esse übrigens auch nicht in der Mensa, aber dagegen dass der Staat sich aus seiner verfassungsgemäßen Verantwortung zurückzieht, kann man dann doch was haben, denke ich. Dies ist übrigens nur ein Symptom - es wird ja auch so massiv gekürzt in allen Bereichen, die Bildung betreffen - vom Kindergarten bis zur Hochschule.
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Also ich esse zwar auch nicht in der Mensa aber hab trotzdem unterschrieben.
Ragamuffin hat das hier ja schon richtig dargestellt, es geht hier nicht draum, dass das Mensaessen teuerer wird, es geht um die Kürzung der Mittel. Wenn man das einfach hinnimmt wird nächstes Jahr was anderes gekürzt.
Ich kenne auch viele die wie ich zuerst eine Ausbildung gemacht haben und das Studium aus Erspartem finanzieren. Aber eigentlich sieht das deutsche Schulsystem den Idealfall so, dass ein Schüler auf dem Gymnasium oder der FOS das Abi macht und dann studiert. Dass man vorher noch paar Jahre arbeiten geht um es sich überhaupt leisten zu können sollte nicht die Regel darstellen MÜSSEN.
hm ich fände es als Student irgendwie viel besser, wenn die Zuschüsse von der Mensa wegfallen würden oder die Mensen schließen würden und das Geld stattdessen von den Studiengebühren abgezogen werden würde -> also kein Mensazuschuss, dafür aber niedrigere Studiengebühren.
naja man merkt, dass ich Mensa-Essen nicht mag. Koche immer selbst zuhause.
hm ich fände es als Student irgendwie viel besser, wenn die Zuschüsse von der Mensa wegfallen würden oder die Mensen schließen würden und das Geld stattdessen von den Studiengebühren abgezogen werden würde -> also kein Mensazuschuss, dafür aber niedrigere Studiengebühren.
naja man merkt, dass ich Mensa-Essen nicht mag. Koche immer selbst zuhause.
Du finanzierst durch deine Studiengebühren bereits sehr viel, was eigentlich der Staat zahlen müsste.
Es fließt weitaus weniger an Landesgeldern an die Unis, die Gebühren erheben (müssen - in Bayern ist das gesetzlich festgelegt!) und deswegen weniger aus der Staatskasse bekommen.
Der Staat zieht sich also systematisch aus der Finanzierung der Bildungseinrichtungen zurück und überlässt dies den Studierenden, durch Studiengebühren, erhöhte Verwaltungsbeiträge, höhere Mensakosten weil die Zuschüsse wegfallen usw.
Im Endeffekt läuft alles darauf hinaus, dass nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten zählen, sondern man sich ein Studium vor allem finanziell leisten können muss. Wir haben heute schon das Problem, dass man nebenher viel arbeiten muss, einen Kredit aufnehmen oder das Glück hat, dass die Eltern einen ausreichend unterstützen können.
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Ich ess auch nie in der Mensa weil es mir 1. nicht schmeckt und 2. zu teuer ist. Aber dennoch finde ich das nicht gut... Es gibt wirklich viele Studenten, die in der Mensa essen müssen, teilweise eben auch, weil sie nicht kochen können aber trotzdem gerne einmal am Tag was Warmes haben wollen oder weil sie einfach die Möglichkeit nicht dafür haben... Und komischerweise gibt es auch immer wieder Studenten, die finden das Essen dort super^^.
Was ich aber am Schlimmsten daran finde: dass es überall in Deutschland so unterschiedlich läuft. In Hessen z.B. gibt es ja keine Studiengebühren mehr, in RLP nur für Studenten, die in einem anderen Bundesland ihr Abi gemacht haben. Wie unfair ist das denn? Auf diese Weise gibt es natürlich dann in bestimmten Bundesländern regen Zulauf an den Unis & wo anders bleiben die Hörsäle leer.
Zitat:
Zitat von ragamuffin
...ein hochschulnahes Angebot preisgünstiger und qualitativ hochwertiger Verpflegung. ...
Also sorry, aber wer sowas schreibt, war noch in keiner Mensa essen, die ich bisher kennen gelernt habe! Ich weiss nicht, was an verkochtem Gemüse, laschen Salat und tot frittiertem Fleisch qualitativ hochwertig sein soll...
Im Endeffekt läuft alles darauf hinaus, dass nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten zählen, sondern man sich ein Studium vor allem finanziell leisten können muss. Wir haben heute schon das Problem, dass man nebenher viel arbeiten muss, einen Kredit aufnehmen oder das Glück hat, dass die Eltern einen ausreichend unterstützen können.
Gibt es aus dem Grunde nicht Bafög? Generell bin ich eh dafür, dass die Studierenden ihr Studium selber zahlen, immerhin verdienen sie nach dem Studium meist entsprechend mehr. Dann können sie das Bafög oder evtl. Studentenkredite auch wieder zurückzahlen. Ich meine, wieso soll ich anderen über Steuergelder das Studium finanzieren?
Andererseits schmeißt die Regierung das Geld mit beiden Händen zum Fenster raus, beispielsweise mit der tollen und nutzlosen Abwrackprämie oder gar der Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen im Hotelgewerbe. Da wäre es mir dann doch lieber, dass stattdessen die Unis die Unterstützung erhalten.
Ich würd's allerdings so machen, dass generell 6 Semester pro Nase frei sind und dann pro weiterem Semester die Gebühren sehr schnell ansteigen. So würde man wenigstens die Langzeitstudenten endlich von den Unis wegbekommen und Studienplätze für solche Leute frei machen, die ihr Studium auch zu Ende bringen wollen.
Gibt es aus dem Grunde nicht Bafög? Generell bin ich eh dafür, dass die Studierenden ihr Studium selber zahlen, immerhin verdienen sie nach dem Studium meist entsprechend mehr. Dann können sie das Bafög oder evtl. Studentenkredite auch wieder zurückzahlen. Ich meine, wieso soll ich anderen über Steuergelder das Studium finanzieren?
Andererseits schmeißt die Regierung das Geld mit beiden Händen zum Fenster raus, beispielsweise mit der tollen und nutzlosen Abwrackprämie oder gar der Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen im Hotelgewerbe. Da wäre es mir dann doch lieber, dass stattdessen die Unis die Unterstützung erhalten.
Ich würd's allerdings so machen, dass generell 6 Semester pro Nase frei sind und dann pro weiterem Semester die Gebühren sehr schnell ansteigen. So würde man wenigstens die Langzeitstudenten endlich von den Unis wegbekommen und Studienplätze für solche Leute frei machen, die ihr Studium auch zu Ende bringen wollen.
Gruß,
pacman
Man finanziert auch sämtliche Schulformen mit seinen Steuergeldern, Berufsschulen eingeschlossen.
Wer angeblich mal soviel mehr verdient, zahlt auch mehr Steuern - die kommen dann genauso der Allgemeinheit zugute. Ich finde es schlimm, dass immer noch so viele Menschen denken "Was soll ich denn denen das Studium finanzieren?" - sowas nennt man Solidargemeinschaft. Deswegen zahlt auch jeder mit seinen Steuern Straßenverkehrsbaumaßnahmen, ob man nun ein Auto hat oder nicht - weil eine Gesellschaft anders nicht funktioniert und die Mehrheit davon profitiert - direkt und indirekt!
Bildung ist die einzige Ressource wir haben und kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Gebildete Menschen werden seltener arbeitslos und liegen somit dem Staat weniger auf der Tasche, sie sorgen für Fortschritt in der Wirtschaft, für den Kulturbereich, sie sind dafür verantwortlich, dass wir in diesem Land eine hochwertige medizinische Versorgung genießen können usw.
Wenn der Zugang zu universitärer Bildung von der Gemeinschaft getragen wird, wird sichergestellt, dass JEDER studieren kann, der genug Köpfchen hat. Das kommt gerade auch denen zugute, die jetzt meinen "Was geht mich das Studium anderer an?", beispielsweise wenn ihre Kinder an die Uni wollen und man plötzlich merkt, dass man es sich alleine gar nicht leisten kann.
Hast du dir eigentlich mal überlegt, warum es "Langzeitstudenten" eigentlich gibt und was für einen Prozentsatz sie an Unis ausmachen? Und wieso sollen sie Studienplätze besetzen, wenn sie doch angeblich eh nie an der Uni sind?
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.