Man finanziert auch sämtliche Schulformen mit seinen Steuergeldern, Berufsschulen eingeschlossen.
Wer angeblich mal soviel mehr verdient, zahlt auch mehr Steuern - die kommen dann genauso der Allgemeinheit zugute.
Bildung ist die einzige Ressource wir haben und kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Gebildete Menschen werden seltener arbeitslos und liegen somit dem Staat weniger auf der Tasche, sie sorgen für Fortschritt in der Wirtschaft, für den Kulturbereich, sie sind dafür verantwortlich, dass wir in diesem Land eine hochwertige medizinische Versorgung genießen können usw.
Wenn der Zugang zu universitärer Bildung von der Gemeinschaft getragen wird, wird sichergestellt, dass JEDER studieren kann, der genug Köpfchen hat. Das kommt gerade auch denen zugute, die jetzt meinen "Was geht mich das Studium anderer an?", beispielsweise wenn ihre Kinder an die Uni wollen und man plötzlich merkt, dass man es sich alleine gar nicht leisten kann.
Hast du dir eigentlich mal überlegt, warum es "Langzeitstudenten" eigentlich gibt und was für einen Prozentsatz sie an Unis ausmachen? Und wieso sollen sie Studienplätze besetzen, wenn sie doch angeblich eh nie an der Uni sind?
Eine grundlegende Bildung für jeden ist ja ok. Aber wer an die Uni geht, macht das durchaus auch mit dem Gedanken, später mehr verdienen zu können. Dann dürfen sie das auch gerne selber bezahlen bzw. die Ausbildungskosten vom Staat leihen (Bafög usw.).
Für 'Besserverdiener' gibt es in Deutschland leider jede Menge legaler Möglichkeiten, Steuern zu vermeiden. Und bei den Sozialversicherungen gibt es Beitragsbemessungsgrenzen und sogar die Möglichkeit, sich ab einer bestimmten Grenze privat zu versichern. Gestatte mir also, in dem Punkt, dass Bezieher großer Einkommen der Allgemeinheit finanziell auch wieder etwas zurückgeben, anderer Meinung zu sein.
Bei Forschung und Fortschritt gebe ich dir allerdings Recht, das wird überwiegend von Personen mit abgeschlossenem Studium getragen, natürlich auch mit dem Hintergrund, selber etwas davon zu haben. Das ist aber nicht verwerflich.
Du hast das von mir angesprochene Bafög und die Unterstützungsleistungen vom Staat komplett ignoriert. Dadurch wird doch gerade den ärmeren Leuten das Studium ermöglicht. Ich sehe nur nicht ein, dass es hinterher nicht zurückgezahlt werden soll. Das Studium selber ist dann aber bereits abgeschlossen und man verdient entsprechend.
Ich glaube nicht, dass in den Hörsälen gezählt wird, wer denn tatsächlich da ist. Unis nehmen eine bestimmte Anzahl Studenten auf, die sich eingeschrieben haben. Ob du -abgesehen von den Pflichtveranstaltungen- tatsächlich anwesend bist, spielt da keine Rolle. Langzeitstudenten sind -zugegeben- nicht die Regel, aber die Plätze könnten trotzdem anderweitig besser genutzt werden, also warum sollte man die betroffenen Personen nicht ordentlich dafür zahlen lassen?
Eigenartig ist ja, dass das Essen in Ganztagsschulen nicht subventioniert wird, die Verkoestigung von Studenten aber schon. Wie passt das denn zusammen?
Mich stoert diese Anspruchshaltung vieler Studenten. Sie gehoeren ohnehin schon zu den Gewinnern unseres Bildungssystems, und zwar meist nicht aufgrund eigener Leistung, sondern weil sie im richtigen Umfeld aufgewachsen sind, und ganz gleich, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, sie werden nie so tief fallen wie Hauptschueler ohne Ausbildung.
Aber wehe, man will ihre Privilegien beschneiden oder fordert eine Gegenleistung fuer ihre Ausbildung de luxe; dann sind diese Mittelschichtskinder auf einmal alle bettelarm oder berufen sich auf die paar Kommilitonen aus schlechter gestellten Familien, die bei hoeherer finanzieller Belastung tatsaechlich nicht studieren koennten.
Als ich studiert habe, wurde gerade die anstehende Einfuehrung von Studiengebuehren diskutiert, es wurde auf Deubel komm heraus diskutiert, protestiert und gestreikt. Witzigerweise waren es ausnahmslos die aelteren Studenten, die bereits eine Ausbildung und Berufserfahrung hatten und in vielen Faellen auf dem zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen waren, die sich den Protesten nicht anschlossen, sondern Studiengebuehren befuerworteten.
Habt Ihr Euch schon mal überlegt, dass ein Student durchaus auch für seinen Lebensunterhalt aufkommen muss? In der Regel wohnt man nämlich nicht mehr bei Mami und Papi sobald man studiert sondern in einer fremden Stadt in einer kleinen Wohnung. Und das kostet jeden Monat. Im Vergleich zu Azubis bekommt man aber keine Ausbildungsvergütung sondern muss alles selbst zahlen. In meinem Fall sind es z.B. 256 Euro für die Wohnung im Monat (wohne auf 36qm mit meinem Freund zusammen, Miete 512 Euro warm) plus Essen plus Lehrmaterialien plus Kleidung plus Semestergebühren. Das sind dann auch locker 500 Euro pro Monat und die fallen eben nicht vom Himmel. Wie soll man da dann noch das Studium bezahlen?
Du hast das von mir angesprochene Bafög und die Unterstützungsleistungen vom Staat komplett ignoriert. Dadurch wird doch gerade den ärmeren Leuten das Studium ermöglicht. Ich sehe nur nicht ein, dass es hinterher nicht zurückgezahlt werden soll. Das Studium selber ist dann aber bereits abgeschlossen und man verdient entsprechend.
Also Bafög muss zur Hälfte zurückgezahlt werden. Wenn du überlegst, wieviele Semester man gefördert wird, kann sich da eine gehörige Summe zusammensammeln. Ein Glück wohne ich in NRW, so dass die Bafög Schuld bei 10.000Euro gekappt wird. Überleg dir das mal. ALs so ein junger Mensch habe ich so hohe Schulden und das NUR weil ich studiere.
Das man als Akademiker sofort horrend mehr verdient ist leider ein Irrglaube. Ich mache 3 Kreuze, wenn ich relativ zeitnah einen Job finde... über ein hohes Gehalt mache ich mir da erstmal keine Gedanken.
Und dann darfst du auch nicht vergessen, dass ich dann mit Ende 20 erstmal anfange zu verdienen. (Habe vorher eine Ausbildung gemacht.) Wieviele Jahre muss ich da erstmal arbeiten und "mehr" verdienen, um das aufzuholen, was andere verdienen seit sie 20 oder sogar 16 sind. Von den Rückständen in der Rentenversicherung jetzt mal ganz zu schweigen.
Ich hab irgendwie das Gefühl, dass viele Leute einen hass auf Studenten haben. Keine Ahnung woher das kommt. Wir studieren und lernen eifrig, und stehen hinterher der Gesellschaft zur Verfügung.
Ich möchte nicht zu einem Arzt gehen, der nicht jahrelang gelernt hat was er da tut etc.
um nochmal kurz zum eigentlichen thema zurück zu kommen^^
ich esse zwar auch nie in der mensa, weil ich es viel zu teuer und alles andere als hochwertig finde, und deshalb würden mich persönlich die erhöhten mensa-preise nicht betreffen, ABER es geht ja darum dass dem gesamten studentenwerk weniger geld zur verfügung steht und es noch nicht raus ist, wie sie das problem lösen wollen. evtl werden auch wohnplätze gekürzt, beratung eingeschrenkt, mehr studentenwerksbeitrag verlangt, oder oder oder...
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man lebt wofür man sterben würde...
Eine grundlegende Bildung für jeden ist ja ok. Aber wer an die Uni geht, macht das durchaus auch mit dem Gedanken, später mehr verdienen zu können. Dann dürfen sie das auch gerne selber bezahlen bzw. die Ausbildungskosten vom Staat leihen (Bafög usw.).
Für 'Besserverdiener' gibt es in Deutschland leider jede Menge legaler Möglichkeiten, Steuern zu vermeiden. Und bei den Sozialversicherungen gibt es Beitragsbemessungsgrenzen und sogar die Möglichkeit, sich ab einer bestimmten Grenze privat zu versichern. Gestatte mir also, in dem Punkt, dass Bezieher großer Einkommen der Allgemeinheit finanziell auch wieder etwas zurückgeben, anderer Meinung zu sein.
Bei Forschung und Fortschritt gebe ich dir allerdings Recht, das wird überwiegend von Personen mit abgeschlossenem Studium getragen, natürlich auch mit dem Hintergrund, selber etwas davon zu haben. Das ist aber nicht verwerflich.
Du hast das von mir angesprochene Bafög und die Unterstützungsleistungen vom Staat komplett ignoriert. Dadurch wird doch gerade den ärmeren Leuten das Studium ermöglicht. Ich sehe nur nicht ein, dass es hinterher nicht zurückgezahlt werden soll. Das Studium selber ist dann aber bereits abgeschlossen und man verdient entsprechend.
Ich glaube nicht, dass in den Hörsälen gezählt wird, wer denn tatsächlich da ist. Unis nehmen eine bestimmte Anzahl Studenten auf, die sich eingeschrieben haben. Ob du -abgesehen von den Pflichtveranstaltungen- tatsächlich anwesend bist, spielt da keine Rolle. Langzeitstudenten sind -zugegeben- nicht die Regel, aber die Plätze könnten trotzdem anderweitig besser genutzt werden, also warum sollte man die betroffenen Personen nicht ordentlich dafür zahlen lassen?
Gruß,
pacman
Du scheinst ein extrem verqueres Bild von Studierenden und dem zu haben, was sie später mal verdienen werden o_O.
Wieso kappt sich dieses Land die einzige Zukunftsinvestition, die es hat? Gebildete junge Menschen sind DER Schlüssel für unsere Probleme, das sollte uns allen wichtig sein.
Steuergelder werden für alles mögliche genutzt - wieso denn nicht dafür, dass jeder der es intellektuell könnte auch die Möglichkeit hat ein Studium zu absolvieren? Bafög bekommen weitaus nicht alle Studierende, 80% müssen "nebenher" arbeiten gehen für ihren Lebensunterhalt, dann noch Studiengebühren und die Hälfte des Geldes muss eh zurückgezahlt werden, man startet also mit Schulden ins Berufsleben...
Ich finde es wirklich merkwürdig, wie man soetwas unterstützen kann. Es haben doch alle etwas davon, wenn niemand mehr wegen der Kosten von einem Studium abgehalten wird.
Und wieso soll man dafür "bestraft" werden, dass nunmal das Studium der richtige Weg für einen ist?
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Eigenartig ist ja, dass das Essen in Ganztagsschulen nicht subventioniert wird, die Verkoestigung von Studenten aber schon. Wie passt das denn zusammen?
Mich stoert diese Anspruchshaltung vieler Studenten. Sie gehoeren ohnehin schon zu den Gewinnern unseres Bildungssystems, und zwar meist nicht aufgrund eigener Leistung, sondern weil sie im richtigen Umfeld aufgewachsen sind, und ganz gleich, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, sie werden nie so tief fallen wie Hauptschueler ohne Ausbildung.
Aber wehe, man will ihre Privilegien beschneiden oder fordert eine Gegenleistung fuer ihre Ausbildung de luxe; dann sind diese Mittelschichtskinder auf einmal alle bettelarm oder berufen sich auf die paar Kommilitonen aus schlechter gestellten Familien, die bei hoeherer finanzieller Belastung tatsaechlich nicht studieren koennten.
Als ich studiert habe, wurde gerade die anstehende Einfuehrung von Studiengebuehren diskutiert, es wurde auf Deubel komm heraus diskutiert, protestiert und gestreikt. Witzigerweise waren es ausnahmslos die aelteren Studenten, die bereits eine Ausbildung und Berufserfahrung hatten und in vielen Faellen auf dem zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen waren, die sich den Protesten nicht anschlossen, sondern Studiengebuehren befuerworteten.
Natürlich werden Schulessen subventioniert - was glaubst du denn? Leider noch nicht genug, sonst wären sie nämlich kostenfrei für alle Schülerinnen und Schüler.
Merkst du eigentlich, dass du dir selbst widersprichst? Du hetzt (woher kommt dieser Hass?) gegen Mittelschichtskinder, die das Glück hatten in einem bildungsnahen Umfeld aufzuwachsen und befürwortest "Gegenleistungen" und Studiengebühren, die es allen die es NICHT so gut haben NOCH schwerer macht, ein Studium überhaupt aufzunehmen.
Was denn nun?
Chancengerechtigkeit für alle oder nicht?
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Und wieso soll man dafür "bestraft" werden, dass nunmal das Studium der richtige Weg für einen ist?
Eben. Vor allem als ob man primär ans finanzielle denken würde, wenn man sich ein Studium wählt. Für einige Berufe führt einfach kein Weg an einem Studium vorbei. Ohne Studium könnte ich nie meinen Traumberuf - Physiklehrer - ausüben. Genauso mein Bruder. Für ihn war ein Hochschulstudium Vorbedingung um Pfarrer zu werden. Das sind Berufe, die man sich echt nicht nach der Kohle aussucht, sondern nach der eigenen Leidenschaft, denn die Berufe sind richtige Knochenjobs.
Natürlich werden Schulessen subventioniert - was glaubst du denn? Leider noch nicht genug, sonst wären sie nämlich kostenfrei für alle Schülerinnen und Schüler.
Merkst du eigentlich, dass du dir selbst widersprichst? Du hetzt (woher kommt dieser Hass?) gegen Mittelschichtskinder, die das Glück hatten in einem bildungsnahen Umfeld aufzuwachsen und befürwortest "Gegenleistungen" und Studiengebühren, die es allen die es NICHT so gut haben NOCH schwerer macht, ein Studium überhaupt aufzunehmen.
Was denn nun?
Chancengerechtigkeit für alle oder nicht?
Ja ich weiß auch nicht. Ich hab ja auch schon gesagt dass ich das Gefühl habe viele Leute hassen Studenten regelrecht.
Ich nehme an, dass es auch etwas mit nem falschen Bild zu tun hat.
Die Studentenkinder reicher Eltern, die das ganze Wochenende nur feiern gehen und jahrelang studieren.
Also ich kenne keinen Einzigen!
Das ist das Gleiche, wie alle Hartz IV Empfänger Schmarotzer sind und keine Lust haben zu arbeiten... sorry, anderes Thema!
Eben. Vor allem als ob man primär ans finanzielle denken würde, wenn man sich ein Studium wählt. Für einige Berufe führt einfach kein Weg an einem Studium vorbei. Ohne Studium könnte ich nie meinen Traumberuf - Physiklehrer - ausüben. Genauso mein Bruder. Für ihn war ein Hochschulstudium Vorbedingung um Pfarrer zu werden. Das sind Berufe, die man sich echt nicht nach der Kohle aussucht, sondern nach der eigenen Leidenschaft, denn die Berufe sind richtige Knochenjobs.
Das ist aber das Schlimme an unserem Land. Man muss studieren, wenn man in bestimmte Jobs will. Ich rede jetzt nicht von Arzt oder Anwalt o.ä.. Sondern von "normalen" Berufen in der Wirtschaft z.B..
In anderen Ländern, z.B. Neuseeland, ist es regelrecht Zeitverschwendung zu studieren. Da arbeitet man sich hoch und bekommt durch seine Leistung gute Jobs.
Dauert nicht mehr lange, da muss man ein Studium vorweisen wenn man an einer Rezeption Kunden empfangen möchte