Abendzeitung - Studenten-Protest: Wut im Bauch und leerer Magen
Wir haben bereits über 19.000 Unterschriften

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Zum Rest: es geht hier nicht um mich. Es geht darum, dass die einzige Zugangsvoraussetzung für ein Studium die intellektuellen Fähigkeiten sein sollten und alles andere unfair ist, weil es Menschen aufgrund von Geld, also Besitz oder Nicht-Besitz, diskriminiert.
Dabei ist es vollkommen egal, ob man rein theoretisch einen Kredit aufnehmen könnte. Ihn aufnehmen zu müssen, um sich ein Studium überhaupt leisten zu können stellt einen schlechter gegenüber denen, die das nötige Geld in der Portokasse haben und verursacht ungleiche Ausgangsbedingungen, auch was einen Berufsstart angeht.
Wir wollen ChancenGERECHTIGKEIT für alle.
MIR könnte das alles egal sein, weil es mich persönlich nicht betrifft: ich studiere auf Staatsexamen, bin bald fertig, werde von meinen Eltern unterstützt, habe zwei Jobs, gehe nicht auf dem Zahnfleisch, esse nicht in der Mensa ...
Ich bin aber Teil dieser Gesellschaft und meine Wertvorstellungen hören nicht da auf, wo ich nicht UNMITTELBAR betroffen bin. Eigentlich hatte ich gehofft, dass es leichter fallen würde den Gesamtzusammenhang zu verstehen. Dinge können einen auch einfach stören, weil sie offensichtlich falsch und unfair sind, so wie die Tatsache, dass es kaum demokratische Mitbestimmungsrechte im Bildungssystem für Azubis, Studierende, SchülerInnen gibt usw.
Menschen setzen sich auch für andere Menschen ein. Ganz einfach, weil sie es wichtig finden und GERADE auch dann, wenn sie mehr Glück hatten im Leben als andere. Ich weiss das sehr zu schätzen, weil mir dadurch vieles leichter gemacht wurde und ich viele Hürden nicht nehmen musste. Genau deswegen engagiere ich mich.
Sowas nennt man Solidarität.