Hallo ins Forum,
hier mal meine Abnehmgeschichte (-30 Kilo!) - und zwar letztendliche OHNE Diät in dem Sinne von "Planung". Mich würden Geschichten interessieren, die ähnlich liefen - also, bei der im Prinzip "nur" eine geänderte Lebensweise zur Gewichtsreduzierung führte, und keine spezielle quälende Diät.
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Ich (46, 170 cm, aktuell: 63,3 Kilo) wog bis ich etwa 30 war immer um die 55-58 Kilo.
Beim ersten "Nicht-mehr-rauchen" gingen ca. 10 kg drauf, von denen ich auf 7 kg hängenblieb, obwohl ich ein paar Monate später wieder anfing zu rauchen. Durchschnittsgewicht bis 40 Jahre rund 65 Kilo. Auch wenn ich mir nicht wirklich gut gefiel, hab ich mir keine Gedanken übers Abnehmen gemacht. Es war gut so und fertig.
Aber mit Anfang 40 kams "dicke":
Erneutes mit dem Rauchen aufhören: + 10 Kilo
Krankheit, Frustfressen wegen Beziehungsstress: + 12 Kilo
Dazu wurde ich noch krank, bekam hohe Dosen Kortison, verlor meinen Arbeitsplatz und hatte insgesamt mit dem Leben abgeschlossen, was Liebe, Gesundheit, Beruf und insgesamt meine Zukunft betraf ... Alles war: SCHEISSE!
Ich war total entsetzt - schaute kaum noch in den Spiegel - meine Figur war ein einziges Drama ... wusste gar nicht mehr was ich anziehen sollte, um mich einigermaßen ansehnlich zu fühlen und ich war gerade mal 42 Jahre alt. Früher musste ich mir niemals Gedanken machen, was ich esse oder trinke - hab mich stets amüsiert über die Frauen "die Diät machen" ...
Natürlich machte ich dann auch Diäten, als die Wage 77 Kilo zeigte. Alles mögliche, zählte Kalorien, behielt das Fett im Auge, informierte mich - war Tagesgast auf fettrechner.de. Hielt auch gut durch, machte regelmäßig Sport (Schwimmen, Radeln, Joggen) und hatte kleine Erfolge ...
Allerdings brachte mir jedes Kilo weniger wenig später wenigstens zwei mehr ... JoJoJoJoJo ...
Drei Jahre Diät, Diät, Diät - in meinem Kopf befand sich nur noch eine Frage:
WAS DARF ICH WIEVIEL ALS NÄCHSTES ESSEN?!
Mein Rekord lag bei 87 Kilos.
Dann änderte sich mein Leben radikal. ICH änderte es. Verließ Haus und Hof und fing noch mal ganz neu an, mit 44 Jahren. Mein Gewicht interessierte mich in der Zeit gar nicht - ich wollte nur weg von meinem Lebensdrama Beziehung und Job. Ich lernte Männer kennen, die meine Polster nicht störten, ich ging aus, tanzte Nächte durch, hatte Dates mit interessanten Menschen ... war ständig unterwegs. Kurzum: Ich vergas oft das Essen und wenn, waren es nur kleine schnell mal eingenommene Portionen. Ein Teller Nudeln, ein Kaffestückchen, ein paar Kartoffeln mit Salatblättern oder Obst ... mal ein Steak. Es gab Tage (oder auch mal zwei!), da hab ich gar nichts gegessen - weil mir die Zeit bzw. die Gelegenheit fehlte.
Etwa einmal in der Woche hab ich mich mit einer Freundin gründlich satt gegessen am Sushi-Büffet und anderen asiatischen Köstlichkeiten - vorwiegend frisches Gemüse, Fisch und Geflügel. Mir war ja schon bewusst, dass ich mich "mangelernähre" und dies war für mich der Ausgleich. Hat mir stets auch eine extra Portion Energie verschafft.
Ich war arbeitslos, schlief viel und genoss mein Leben.
Hatte ein schönes finanzielles Polster im Rücken, so dass ich erstmal aufatmen konnte ...
Ich war außerordentlich zufrieden und glücklich!
Und siehe da: mein Gewicht schwand Woche für Woche ...
Ich hab ständig neue Klamotten kaufen müssen ... (habe Kleider im Schrank von Größe 48 bis 36 ... - aber natürlich machte es mir Spaß neue zu kaufen, denn diesmal ging es in der Größe runter und nicht mehr hoch ...
Welche Frau würde das nicht genießen?! Endlich wieder die kleinen schicken Fetzen tragen zu können, war für mich der pure Genuss!!! Dazu lernte ich auch in hohen Schuhe zu gehen - wow, es ist fantastisch, wenn einem viele Augen bewundernd nachsehen ...
Mein niedrigstens Gewicht in dieser Zeit betrug 55 Kilo!
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Inzwischen bin ich 47 und wieder in festen Händen und dadurch natürlich deutlichst weniger "on the Road" ... Und da mein neuer wundervoller Lebensgefährte (sportlich, knackig) ein Gerne-Esser und ein begnadeter Koch ist ... und wir schon zweimal "All-Inklusive" in der Karibik waren (oh Gott, wir haben vier mal am Tag fantastische Köstlichkeiten verdrückt) bin ich wieder bei fast 64 Kilos gelandet.
Nun zwickt natürlich das ein oder andere Kleidungsstück ... und ich möchte auf jedem Fall wieder auf 58 Kilos runter. Nie wieder will ich ratlos vor dem Kleiderschrank stehen und immer wieder was neues rausfischen, weil es einfach so "gequetscht" aussieht. Und jetzt kommt ja auch noch bald wieder der Sommer, da fällt das kleine Bäuchlein ja noch mehr auf und der dickere Popo sieht nicht mehr ganz so knackig aus im knappen Bikini ...
GEHT JA GAR NICHT
Ich weiß, dass ich das alleine damit erreiche, einfach weniger zu essen - oder auch mal gar nichts ...
Ich weiß, dass mir das nicht schwer fallen wird. Denn wie oft bin ich schon satt und esse weiter, weil es so herrlich schmeckt.
Mein Körper hat mir "damals" diese Art der "Diät" nicht übel genommen, die ja im Grunde auch sehr radikal war - ganz im Gegenteil. Ich war fit wie ein Turnschuh und meine Krankheiten wie weg geblasen.
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Soooo, das war mal meine "Story" - bin gespannt auf Eure!
Schönen Tag Euch allen!
Silver