Hallo, hier ein kleines Beispiel, wie Angst gepaart mit Ahnungslosigkeit gefährlich wird...
Vom 10. bis 12. März 1998 wurde von Schülern der 4TB. 5TA und 5TB der
Höheren Technischen Bundeslehranstait 1, Linz, Goethestraße, unter
Betreuung ihres Fachlehrers Dipl.-Ing. Martin Donat im Fach
Siedlungswasserbau gemeinsam mit der oberösterreichischen
Wassergenossenschaft eine Befragung und Unterschriftenaktion
durchgeführt. Ziel dieser von den Schülern mit großem Engagement
durchgeführten Aktion war es, eine breitestmögliche Unterstützung für
eine Petition zur Ächtung der potentiell gefährlichen Substanz
Dihydrogenmonoxid zu erreichen.
Wie einem Informationsblatt der Interviewer zu entnehmen war, handelt
es sich bei Dihydrogenmonoxid um eine potentiell lebensgefährliche
Substanz, deren zum Teil extrem schädigende Wirkungen bis zum
heutigen Tag offenbar nicht ausreichend Niederschlag in gesetzlich
verbindlichen Grenzwerten und Verboten gefunden haben. So wurde
nachgewiesen, daß „Dihydrogenmonoxid" …
* zu starkem Schwitzen und Erbrechen führen kann,
* ein Hauptbestandteil des sauren Regens ist,
* in gasförmigem Zustand schwere Verbrennungen verursachen kann,
* unbeabsichtigtes Inhalieren dieser Substanz tödlich wirken
kann,
* zu Erosion beiträgt,
* die Wirksamkeit von Bremsanlagen von Autos verringert und
* im Tumorgewebe unheilbar kranker Krebspatienten gefunden werden
kann.
Durch Name, Adresse und Unterschrift unterstützen die Befragten das
Festsetzen gesetzlich verbindlicher Grenzwerte für Dihydrogenmonoxid
oder ein völliges Verbot dieser potentiell lebensgefährlichen
Substanz.
Von den insgesamt 361 antwortwilligen Befragten sprachen sich 357 für
die Forderung aus, sofort gesetzlich verbindliche Grenzwerte oder,
wenn nötig, das völlige Verbot der potentiell lebensgefährlichen
Substanz Dihydrogenmonoxid festzulegen. Das sind 99 Prozent.
Lediglich vier Befragte (ein Prozent) sprachen sich gegen solche
Einschränkungen aus.
Wie würden Sie sich entscheiden?
Das Ergebnis macht deutlich, wie unkritisch kritisch, wie sensibel
uninformiert und wie leicht vereinnahmbar „der Mann/die Frau von der
Straße“ ist. Denn Anlaß der Befragung war der 22. März 1998,
Internationaler Weltwassertag.
Dihydrogenmonoxid ist H20 (Wasser).