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Einleitung
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4 (Essstörungen)
    Wie flexibel ist meine Waage
    Essen als Kraftschöpfung
    Dünn um jeden Preis
    Essstörung

Essen als Kraftschöpfung

Essen als Kraftschöpfung – oder der Vergleich Bianca und Autos

Keine Ahnung ob jemand mein Problem kennt, aber sobald ich Stress habe, fange ich an zu essen. Irgendwie brauche ich das als Antrieb damit ich mein Arbeitspensum schaffe. Ist vergleichbar mit einem Auto. Sobald der Tank leer ist, fährt das Auto langsamer. Tankt man es wieder auf, dann kann es wieder mit 220km/h über die Autobahn rasen.
Genauso ergeht es mir.
In meinem Job gibt es Stoßweise extremen Stress. Ich arbeite in einem **** Hotel einer weltweiten Kette als Hausdamenassistentin. Dort arbeiten wir nach Zeitvorgaben. Bis zu einer gewissen Uhrzeit müssen spezielle Aufgaben durchgeführt und erledigt sein. An manchen Tagen ist das Pensum fast nicht zu schaffen. Und wenn ich in Stress gerate dann brauche ich einfach was zu essen. Allerdings nicht irgendwas, sonder die Schokolade muss dann herhalten.
Keine Ahnung warum das so ist. Ich finde es teilweise richtig grauenhaft. Aber was anderes hilft da nicht.
Wenn ich wieder mal den Vergleich mit dem Auto nehme. Tanke ich in einen Benziner Diesel geht der Motor kaputt und das Auto fährt nicht. Würde ich statt Schokolade Chips essen oder etwas herzhaftes dann würde es mir nichts bringen. Dann würde mein Motor auch nicht laufen. Der Effekt wäre gleich null. Ich könnte nicht weiter machen.
Wenn ich Schokolade gegessen habe, dann überkommt mich so ein warmes, wohliges Gefühl. Mir geht es danach einfach super gut. Ob ich es erklären kann? Nein. Wie auch? Ich verstehe ja noch nicht mal genau warum es so ist. Aber ehrlich gesagt, habe ich auch noch nicht versucht es raus zu finden warum es so ist, mir hat eigentlich immer die Tatsache gereicht das es so ist und ich war froh über diese Tatsache, über diesen Halt.
Oft fange ich auch an zu Essen, wenn mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Dann ist es für mich ein Halt. Etwas Gewohntes. Es stimmt wohl, Schokolade macht glücklich.
Ich beneide ehrlich gesagt, die Leute denen bei Stress der Appetit vergeht. Ich für meinen Teil habe dann eigentlich auch keinen Hunger auf normales Essen. Ich könnte dann nur Tonnenweise Schokolade essen.
An manchen Tagen habe ich soviel Schokolade gegessen, das mir regelrecht kotzübel – entschuldigt den Ausdruck- wird. Dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen.
Nicht umsonst habe ich irgendwann mal vor geraumer Zeit 96kg gewogen.
Ab und an flüchte ich mich auch darin. Es gab eine Zeit in der ich sehr niedergeschlagen war. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Naja und da war die Schokolade meine beste Freundin. Ich habe in der Zeit gut 10 – 15kg zugenommen. Tja und die erstmal loswerden ist nicht ganz so leicht wie sie sich anzufuttern.
Klar bekomme ich auch mal richtige Fressanfälle. So zweimal im Jahr. Dann ist wirklich nichts vor mir in der Wohnung sicher und ich stopfe alles Wahllos in mich hinein. Aber das ist nicht so schlimm, wie der ständige Hunger auf meine geliebte Schokolade. Oder sollte ich eher verlangen Schreiben?
Was bei mir auch ganz schlimm ist, wenn ich meine Tage bekomme, dann könnte ich den ganzen Tag nur von Schokolade leben.
Ich habe immer, egal aus welchem Grund ich Schokolade esse das Gefühl das ich daraus meine Kraft für meine Taten schöpfen. Wie das Auto halt das Benzin brauch.
Irgendwie ist das ganze schon recht komisch und seltsam.
Ich sollte vielleicht mal eine Studie in Auftrag geben um heraus zu finden warum das so ist. Aber ich werde garantiert mich nicht als Testprobanten hergeben. Obwohl so viel Schoki schon recht reizvoll sein kann. Aber nein ich bin standhaft und werde meinen Kampf gegen meine Schokikolos gewinnen.




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