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Meine Geschichte
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Seit Jahren will ich nun abnehmen – und seit Jahren klappt es nicht. Mal ein paar Kilos runter und dann auch wieder rauf. Mich wundert es, ehrlich gesagt, nicht, dass ich über 10 Kilo mehr auf den Hüften habe als noch vor einem Jahr. Und das, obwohl ich wirklich auch schon davor versuchte, alle überflüssigen Kilos loszuwerden! Tatsächlich, es wundert mich nicht. Wie oft ertappe ich mich dabei, wie ich mich selbst mit Essen vollstopfe? Meist im Schnelltempo, damit es auch wirklich in meinem Inneren landet, ohne dass mich jemand darauf hinweisen und ohne dass ich mich selbst bremsen kann. Danach merke ich meinen vollen Bauch; genau das will ich spüren! Und in wenigen Stunden werde ich nachstopfen, das weiß ich. Ist vorprogrammiert. Eine Form des sich-selbst-spürens. Bitter wird es nur, wenn ich mich so arg vorstopfe, dass der Magen kneift und zwickt und mir schlecht ist. Hundsmiserabel geht es mir dann und ich wünsche mir, ich würde erbrechen können wie andere, die sich so massiv vollstopfen. Doch mein Körper weigert sich, auch nur einen Krümel dessen wieder herzugeben, was ich ihm befahl zu (fr)essen. Und so schleppe ich meine zu vielen Kilos umher und die Kniegelenke schmerzen unter diesem Gewicht. Mein Gewicht: ja, ich will abnehmen! Doch wenn ich mich einsam fühle oder ungerecht behandelt, wenn ich sauer bin oder grenzenlos enttäuscht, dann brauche ich Balsam für meine Seele, einen Seelentröster. Am liebsten eine große Eispackung und einen leckeren schokoladigen Cappuccino dazu. Himmlisch süß und das isst sich sogar noch gut, wenn die Tränen laufen. Dann gibt es allerdings auch die Momente, in denen ich das Abmehmwollen wirklich ernst nehme. In dieser Zeit kann ich mein Essen genießen. Ich merke, wann ich Hunger habe. Horche in mich hinein: Worauf habe ich Appetit? Und dann nehme ich mir genau das, wonach es mich gelüstet. Esse langsam, spüre dem Geschmack nach. Genieße mit allen Sinnen. Und, oh Wunder, schnell bin ich gesättigt! Nicht annähernd passt die Menge in mich, die ich eigentlich verputzen wollte und von der ich dachte, sie zu brauchen. Das sind die Momente, in denen ich mich daran erinnere, dass ich so wenig wiegen möchte wie früher. Damals waren es 54-56-58 Kilo; heute im Vergleich dazu so um die 84 Kilo! Ich weiß nicht, ob ich damals schlank war. Mit 54 Kilo hatte ich den Spitznamen „Moppelchen“. Fühlte mich also auch damals nicht schlank. Ich grüble. Was war damals so anders? Ich konnte doch esen, was ich wollte, ich nahm nie zu. (Die jeweis 2 Kilo mehr kamen durch die ersten beiden Schwangerschaften.) Richtig: Ich aß damals kaum etwas und tanzte mehrere Stunden am Tag. Heute aß ich nicht immer, sondern fraß regelrecht und selbst wenn ich aß, war es einfach zu viel. Und Bewegung? Ich ignoriere lieber, wenn mein Innerstes sich meldet, weil Bewegung fehlt. Lümmel mich lieber auf die Couch und verteile miese Stimmung, weil mir die besagte Bewegung fehlt und genau dieser Umstand mich unzufrieden macht. Damals machte mir mein Kreislauf zu schaffen. Seitdem ich mehr an Gewicht zugelegt habe, geht es mir zumindest in dieser Hinsicht super. Doch dafür muss ich meine schmerzenden Kniegelenke ertragen. Auch kein schöner Tausch. Welches Gewicht wird für mich das Beste sein? Mein Traumgewicht ... ist es wirklich erstrebenswert? Oder suche ich mir doch besser mein Wohlfühlgewicht? Doch wo genau wird es sich einpegeln, dieses Wohlfühlgewicht? Ich hoffe, ich spüre es bald ...
by KiddiesMama
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