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Ich und meine Lästereinen
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Ich und meine Lästereinen
Oh man, eine Diät ist schon etwas Schwieriges. Ich rede gerade nicht von dem eigentlichen Abnehmen. Immerhin ist allein das schon mies. Man steht unter Druck. Und keiner legt dir diesen Druck auf. Nein, du bist es, der mit einer Fressattacke zurecht kommen muss. Nur du. Nicht deine Freunde. Denn du schämst dich ja so sehr, dass du ihnen gar nicht erst von dem Kühlschranküberfall erzählst. Aber egal, irgendwie habe ich das schon geschafft. Zumindest so, dass ich mit mir zufrieden bin. Obwohl ich auch schon heulend im Bett lag. Ja, richtig gehört. Heulend. Über die Abgründe meines Selbst. Über den Muffin. Ich drifte schon wieder ab. Hm. Ist eigentlich auch ein schwieriges Thema. Denn so eine Gewichtsreduktion hat ja an für sich Phasen.
UnzufriedenheitWille zum AbnehmenNeidisches Gucken auf hübsche Leuteeventuelle Abnahmewenn 4. dann HochgefühlVerlustkontrolleleichte Zunahmeleichte Abnahmeständiges Vergleichen mit Dünnen a) entweder Essstörungb) oder Gewichtsnormalisierung c) Gewichtszunahme, was allerdings schon wieder an 10a) erinnert
So, jetzt muss ich dazu sagen, denn viele, die dieses lesen, sind bestimmt nicht einverstanden. ES IST AUSDRÜCKLICH NUR MEINE MEINUNG Und ich bin ein 16jähriges Gör. Also bitte nicht beschweren. Auch nicht über den literarischen Wert des gedruckten. Ich bin nicht Susanne Fröhlich. Das einzige wobei wir uns ähneln ist der krampfhafte Versuch abzunehmen. Die Phasen, über die ich mich einmal auslassen möchte, sind 3 und 9 Die 3. Phase kennt wohl jeder. Selbst jene die gar nicht erst abnehmen wollen. Wer vergleicht sich denn nicht? Ich habe bisher noch niemanden gesehen, der gesagt hätte: „ Ich sehe super aus, ich bin toll, ich habe den perfekten Apfelpo, muss mir nie die Beine rasieren, habe tolles Haar, bin weder kurz noch weitsichtig etc etc.“ An dieser Stelle: Wer zu diesen wunderbaren Menschen zählt oder kennt, bitte melden: Steffi_9@web.de . Diese Person werde ich beten, ein Foto mitzusenden, und dann finde ich irgendwas, das nicht so toll ist. Denn das genau macht doch jeder, oder? „Sie hat viel zu starke Augenbrauen, das macht das Gesicht doch total... buschig. Oder wie wäre es mit dem Apfelkompott am Hintern? Ich selbst habe ja auch nichts perfekt, aber die, die auch nicht. Siehste, mal, kannst du konkurrieren.“ Und sobald dir dann wirklich eine Miss Perfekt über den Weg läuft, dann ist es „eine eingebildete Tusse, die mindestens 1 Stunde morgens vorm Spiegel steht und abends 2 Stunden braucht um sich den Kram abzuschminken. Es lebe die Naturschönheit. Obwohl, sie hat ja schon schöne Augen...“ So geht das die ganze Zeit weiter. Vor allem dann, wenn man nichts zu tun hat ist es schlimm. So im Bus zum Beispiel. An der Haltestelle. Im Unterricht. Während eines langweiligen Gespräches. Beim Abnehmen ist 3. dann noch um eine Palette erweitert, oder verstärkt: Die Dünneren. Ich persönlich sehe nur auf die Oberschenkel. Und vielleicht auf den Bauch. Aber nur so ganz verstohlen, heimlich. Zuhause stehe ich dann vor dem Spiegel, sehe nach, wie es denn so bei mir aussieht? Erfolg? Ja, sehr gut. Hochgefühl. Misserfolg? Kein Problem, die andere ist doch wohl magersüchtig. Oder sie hat so eine komische Krankheit, bei der Menschen kein Fett speichern können. Armes Mädchen. Die muss ich in Zukunft beobachten, vielleicht ist sie ja bald in einer Klinik. Und, meine Freunde, so einen Schwachsinn denke ich wirklich die ganze Zeit. Ich schäme mich für solche Gedanken. Wisst ihr allerdings, wie gut so etwas tut? Ich gehöre ja zum Glück nicht zu diesen Lästermäulern, denn sonst würde ich so etwas von losziehen... . Ich will nicht behaupten, dass ich das unbedingt aus Solidarität mache. Nein, eigentlich nur weil ich andere nicht auf mich aufmerksam machen möchte. Wenn mich jemand anspricht, sagt die hätte einen fetten Arsch, dann sehe ich mir jenen Arsch an, und überlege, ob es aus Sicht der anderen Person überhaupt angebracht war, über andere Ärsche zu lästern... Kurzum, ich betrachte zwei Ärsche.
Noch einmal möchte ich mich entschuldigen, ich wette die Hälfte der Leser ( so eine Zahl von 10, angesichts des Titels) kapiert nichts von dem was ich ausdrücken möchte. Also Entschuldigung. Und auf Wiedersehen. Feedback übrigens auch an die Adresse da oben.
Steffi by
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