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Einmal Abnehmen und zurück
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Meine Geschichte zum Zu- und Abnehmen... bzw. umgekehrt
Jeder Mensch hat seine Figur – daran kann man meistens nur schwer etwas ändern.
Meine Figur war immer recht weiblich. Vom Kopf bis zur Taille „normal“. Meine Taille war recht schmal, dafür fiel dann der Po und die Hüften dicker aus. Und meine Beine von den Waden bis zu den Oberschenkeln waren schon immer im Verhältnis zum übrigen Körper dick.
Als Jugendliche wollte ich das unbedingt ändern. Ich änderte mein Trinkverhalten – trank jetzt Mineralwasser statt Limo usw. Ich wurde etwas schlanker, aber das Verhältnis „Beine – Restkörper“ blieb. Mit 19 Jahren bin ich von daheim ausgezogen und ans andere Ende Deutschlands gezogen. Ich verliebte mich unglücklich, nahm ziemlich ab und fand mich noch immer zu dick. Mit 60 kg bei einer Größe von 168 cm war das damalige „Idealgewicht“ auch noch nicht erreicht. Aber im Gesicht wurde ich immer schmaler, nur eben an den Beinen nahm ich weniger ab. Naja, wenn ich heute daran zurückdenke, ich hätte damals meinen Körper so akzeptieren sollen, ich hatte eine gute Figur, nur Miniröcke waren eben nichts für mich.
Als ich dann meinen Freund kennenlernte, wog ich zwischen 65 und 70 kg. Sicher für viele (wie auch damals für mich) zu viel. Ich war überzeugt davon, dass ich essen konnte, was ich wollte, mein Gewicht aber sicher nicht über 70 kg steigen wird. Das war natürlich Quatsch und so nahm ich immer mehr zu. Einige Jahre später schaute ich mal meine Urlaubsfotos etwas genauer an und merkte: Jetzt war ich wirklich dick! Ich stellte mich dann irgendwann auf die Waage und hätte heulen können: 97 kg!!! Dagegen musste was getan werden!
Weil ich durch meinen Freund viel häufiger auswärts essen ging als früher und es bei ihm auch nicht gerade fettarme Dinge zu essen gab, war das Abnehmen natürlich ein ständiger Verzicht. Im Internet fand ich eine Seite, auf der Gleichgesinnte (die Meisten wogen zwischen 90 und 120 kg) mit ihrem Gewicht kämpften. Dort wurde auch für ein Medikament geworben, das helfen sollte (das ich aber nicht nahm). In dem auf dieser Seite eingerichteten Forum versuchten wir es mit allen möglichen Formen der „Diäten“. Vor allem aber war unser Ziel eine gesunde, fettarme Ernährung (Low Fat 30, Weight Watchers...). So und natürlich mit mehr Bewegung (radeln und schwimmen) schaffte ich es dann innerhalb von ca. 2 Jahren auf 83 kg. Naja, leider kam ich dann auf die glorreiche Idee, dass ich das nun erstmal halten müsse, bevor es weiter runter geht. Ich achtete wieder weniger auf das, was in meinem Mund landete und nahm wieder zu. Anfang diesen Jahres wog ich dann schon wieder fast 95 kg. Was nun, dachte ich mir und wollte mich neu aufraffen.
Ich werde es wohl wieder mit der altbewährten Methode versuchen, aber eben noch mehr auf meinen Körper hören. Wann bin ich wirklich satt? Muss die Schokolade jetzt sein? Hab ich wirklich Lust auf Eis oder tuts auch ein Joghurt? Wenn ich endlich merke, dass es viel schöner sein kann, das Essen langsam zu genießen und sich an allem zu erfreuen, dann brauche ich auch nicht mehr die Menge wie jetzt noch. So hoffe ich, dass es bald wieder abwärts geht mit meinem Gewicht. Und mittlerweile wäre ich überglücklich, wenn ich ein Gewicht von unter 80 kg halten kann. Viel mehr nehm ich mir nicht vor, denn das Essen ist einfach was ganz schönes und zu viel verzichten will ich auch nicht!
by Petronella, 37 Jahre,
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