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Einleitung
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
    In der Falle der Sinnlos Diäten
    Wie man abhängig wird
    Gedicht
    1000 gute Gründe abzunehmen
    Das leidliche Thema ABNEHMEN und die Gesellschaft!
    Warum KEINE Diät ?!
    Wechseljahre?
    Dem Diabetes davonlaufen
    Gewicht in der Schwangerschaft
Kapitel 3
Kapitel 4 (Essstörungen)

Wie man abhängig wird

Wie man abhängig wird
Schokolade...

Suchtgefahr: sehr hoch

Lebenserwartung: sehr gering

Therapiechancen: sehr gut bis gut

Schokolade, den ganzen Tag. So würde sicherlich der perfekte Tag aussehen. So viel essen bis einem schlecht wird.
Als Kind träumte ich davon nachts in einem Kaufhaus eingesperrt zu sein um mich dann ordentlich durchzufuttern. Gleichzeitig lag ich als Kind abends im Bett und betete zu einer höheren Macht, er möge mich am nächsten Morgen schlank werden lassen. Die Enttäuschung war natürlich immer wieder groß, wenn ich an mir runter guckte.

Schokolade.. hm.. ja. Diese zart schmelzende Substanz, die sofort auf der Zunge zergeht.
Nur leider hat Schokolade eine Kehrseite: Sie macht süchtig und wie jeder weiß macht sie dick. Eine fatale Mischung. Denn ist man einmal süchtig braucht man seine Dosis täglich und es ist verdammt schwer davon loszukommen.

Aber, es ist nicht hoffnungslos. Man hat nun zwei Möglichkeiten. Man wandert entweder aus in die Antarktis, wo man dann den ganzen Tag auf tiefgefrorenen Fisch lutschen kann oder man sucht sich eine Ersatzdroge. Für mich ist es das Obst. Es ist süß, lecker und macht nicht dick! Wenn ich nach Hause komme belohne ich mich nun mit einem Stück Melone für den erfolgreichen Tag auf der Arbeit anstatt mit Schokolade. Und wenn man die ersten 3 Wochen erst mal durchgestanden hat, dann braucht man keine Schokolade mehr. Es ist also eigentlich ganz leicht. Es gibt keine Risiken und Nebenwirkungen, außer dass man Gewicht verliert.

Schokolade macht glücklich heißt es. Da kann ich nur bedingt zustimmen. Im ersten Moment macht sie glücklich. Wenn man jedoch vorm Spiegel steht macht sie ganz schnell unglücklich.

Dick-Sein hat bei dem meisten Menschen wohl was mit Frustessen zu tun. Wenn man traurig ist, gestresst oder angst hat isst man gerne mal Schokolade um sich glücklich zu fühlen, sich zu trösten oder sich zu belohnen. Ich habe das als Kind gemacht und habe das gleiche Verhalten bis ich erwachsen wurde weiter geführt. Das Resultat: ich wurde dicker. Ich war als Kind schon dick und für mich wurde es normal so auszusehen. Ich konnte mir auch nie vorstellen, wie ich als schlanker Mensch wohl aussehen würde. Ich hatte wenig Selbstbewusstsein. In der Disco war ich das einzige Mädel, was nicht angesprochen wurde.
Als ich ein Urlaubsfoto sah in kurzer Hose, verschlug es mir die Sprache. Ich wollte abnehmen. Ich wollte – konnte aber nicht. Mein Schalter im Kopf war irgendwie verrostet, es hat einfach noch nicht „klick“ gemacht. Ich begnete auch immer wieder meinem Schweinehund. Obwohl ich dem Schweinehund schon ein Loch gebuddelt habe im Garten und ihn begraben hatte. Am nächsten Tag war er wieder da. Ich nahm ihn mit auf Reisen und warf ihn ins Meer, aber am Flughafen traf ich ihn dann wieder. Er wollte nicht von mir lassen. Ein sehr anhänglicher und aufdringlicher Zeitgenosse. Als ein Ex-Freund (nennen wir ihn hier einfach mal Mr. Oberflächlich) mir dann sagte, dass ich ihm zu dick bin und er mit mir Schluss macht, habe ich mir Schmieröl gekauft, meinen Schalter im Kopf eingeölt und ihn umgeschaltet. Ich habe mir Gedanken über die Schokolade gemacht und warf all die Schokolade in die Mülltonne. Mein Schweinehund, der das sah protestierte lauthals und beschimpfte mich sogar, aber ich ließ mich nicht beirren. Meinem Ex-Freund schickte ich seine restlichen Sachen zu, mit freundlichem Gruß von der Dicken, samt Schweinehund. Da der Schalter nun gelegt war, vergingen die Wochen und mit jedem Kilo weniger fühlte ich mich wohler und mein Selbstbewusstsein stieg und stieg. Am Ende der Diät, die ich dann bei 162 cm mit ca. 64 Kilo abbrach bekam ich nur noch Komplimente von allen Seiten. Und man fühlt sich plötzlich total toll. Es ist viel schöner als Schokolade essen, man geht wie auf Wolken. Ich fühlte mich schon so toll, dass ich dann mit 64 Kilo beschloss, dass das reichen würde. Schließlich war das schon ein enormer Unterscheid von ungefähr 13 Kilo. Das ist so ungefähr 4 Jahre her. Ich halte seit dem mein Gewicht. Wenn ich wieder mehr esse, esse ich am nächsten Tag weniger. Gewichtsschwankungen sind normal, nur sollte man immer eine Waage haben um sein Gewicht zu kontrollieren und daran zu arbeiten.

Nun bin ich dabei auf mein Traumgewicht zu kommen von 55 Kilo. Ich kann es mir fast gar nicht vorstellen, wie es aussehen wird endlich so richtig schlank zu sein, aber bei jedem Kilo fühle ich mich schon viel besser und ich bin jung, also warum nicht? Das Leben ist zu schön, als das man sich in der Wohnung wegen seines Gewichts verstecken müsste.

by schoko-hasi




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