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Einleitung
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
    In der Falle der Sinnlos Diäten
    Wie man abhängig wird
    Gedicht
    1000 gute Gründe abzunehmen
    Das leidliche Thema ABNEHMEN und die Gesellschaft!
    Warum KEINE Diät ?!
    Wechseljahre?
    Dem Diabetes davonlaufen
    Gewicht in der Schwangerschaft
Kapitel 3
Kapitel 4 (Essstörungen)

Dem Diabetes davonlaufen

Dem Diabetes davonlaufen
von Annette D.

Ich möchte euch in meinem Beitrag eine kleine Hilfestellung zum Umgang mit der Krankheit Diabetes geben. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist es nicht leicht abzunehmen. Weder ist es leicht, sich immer daran zu halten möglichst gar nichts zu essen – und wenn, dann nur Gemüse. Noch ist es leicht sich mit viel schweißtreibendem Sport „fit“ zu halten. Allerdings weiß ich nun aus eigener Erfahrung, dass es eine Möglichkeit gibt einfach abzunehmen und somit den Zucker-Spiegel unter Kontrolle zu bekommen. Dazu muss man nur ein paar kleine Regeln befolgen, an die man sich wirklich schneller gewöhnt als es zuerst den Anschein hat.

Damit wir auch alle wirklich beim selben Thema sind, hier zu Beginn eine kleine Erklärung um was für eine Krankheit es sich bei Diabetes eigentlich handelt.
Zunächst muss man wissen, dass Diabetes in vier unterschiedliche Typen unterteilt wird. Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine immunbedingte Zerstörung von Zellen. Das Resultat ist ein absoluter Insulinmangel. Typ-2-Diabetes ist hingegen schon einfacher zu behandeln. Hierbei handelt es sich um einen Mangel an Insulin, der meist durch Übergewicht hervorgerufen wird oder altersbedingt (allg. bekannt unter „Altersdiabetes“) ist. Um den Typ 2 wird es auch im weiteren Verlauf hier gehen. Unter Typ 3 werden alle anderen Arten der Diabetes gefasst. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen Typ 3C (Bauchspeicheldrüse erkrankt oder zerstört), Typ 3D (durch hormonelle Störungen) und Typ 3E (durch Chemikalien und Drogen). Nur die Schwangerschafts-Diabetes wird als Typ 4 bezeichnet.

Wie lassen sich nun aber die Symptome von Diabetes einschränken? Oder wie kann man es gar schaffen Diabetes gänzlich zu besiegen?
Schauen wir uns hierzu doch die fünf Säulen der Diabetes-Therapie an. SchulungInsulinMedikamenteDiät BewegungWenn man sich der Bedeutung der vier Säulen bewusst ist und es auch verstanden hat damit umzugehen, sollte eigentlich nahezu nichts mehr im Wege stehen und der Blutzucker müsste sich normalisiert haben (wie gesagt, immer davon ausgehend, dass es sich um Typ-2-Diabetes handelt).
Aber wie sieht das jetzt im Detail aus?

Die erste Säule der Diabetes-Therapie ist die Schulung. Hierbei steht die Prävention, also der Schutz vor Diabetes vor einer Erkrankung, im Vordergrund.
Es wäre jetzt vollkommen uninteressant hier sämtliche Punkte aufzuführen, unter anderem deswegen, weil sonst der Eindruck erweckt werden könnte, wenn man diese Zeilen gelesen hätte, hätte man bereits die erste Schulung hinter sich. Eine wirkliche Diabetes-Schulung kann jedoch nur vom Arzt durchgeführt werden! Er ist der direkte Ansprechpartner, wenn man Diabetes hat und sollte auch die aufklärende Funktion übernehmen.
So war es bei mir auch gewesen. Bei einer Routine-Untersuchung stellte mein Hausarzt Diabetes fest. Natürlich war ich auf der einen Seite geschockt (obgleich ich es schon fast erwartet hatte). Mit unter deswegen meldete ich mich auch gleich beim Schulungsprogramm an, bei dem ich alles über die Ursachen und Auswirkungen von Diabetes lernte. Das ist nicht so schlimm, wie sich das jetzt manch einer vorstellen mag. Und die Zeit war auch keines Falls falsch investiert – denn schließlich sollte man immer wissen wie man sich richtig zu verhalten hat. Seither habe ich zum Beispiel immer etwas Traubenzucker im Haus oder auch unterwegs dabei. Sollte es einmal mit dem Zuckerspiegel bergab gehen, habe ich jetzt immer etwas da um ihn wieder zu normalisieren. Mit der Schulung war es jedoch noch nicht getan.

Prof. Dr. Klaus Völkner, Leiter des Institutes für Sportmedizin, sagte einmal die zweite Säule sei das Insulin. Indem man Insulin spritzt wird – wie allgemein bekannt ist – der Blutzuckerspiegel gesenkt. Jedoch denken die meisten, dass alle Diabetes-Erkrankten auch „spritzen“ müssten. Das ist jedoch falsch. Liegt eine Typ-1-Erkrankung vor, so gibt es meist keine andere Möglichkeit als Insulin zu spritzen. Bei Typ-2-Diabetes sieht das aber ganz anders aus! Hier steht meist das Abnehmen im Vordergrund. Rund 80% der an Typ-2-Diabetes erkrankten Personen leiden an Übergewicht. Die Typ-1-Erkrankten sind jedoch meist normalgewichtig. Aber auch bei einer Typ-2-Erkrankung kann es dazu kommen, dass der Arzt dazu rät eine zeitlang Insulin zu spritzen. Und sei es nur zur Überbrückung, damit die Werte bis man abgenommen hat besser aussehen.
Ähnlich war es auch bei mir. Ziemlich schnell hatte mein Arzt mir dazu geraten Insulin zu spritzen. Allerdings nur 12 Einheiten einmal am Tag – eine verhältnismäßig geringe Dosierung. Ob das jetzt dazu diente, dass ich in dem Schulungsprogramm aufgenommen werden konnte oder ob dadurch meine Blutzuckerwerte vorläufig normalisiert werden sollten weiß ich nicht. Denn die geringen Einheiten bewirken eigentlich nicht allzu viel.
Das direkte Spritzen von Insulin dient letztlich meist der Behandlung Typ-1-Diabetes bzw. wird kurzzeitig zum normalisieren des Blutzuckerspiegeln verwendet. Anders sieht es da jedoch bei anderen Medikamenten, in dem Fall Tabletten, aus.

Bei Medikamenten handelt es sich um Antidiabetika, welche in verschiedenen Formen erhältlich sind. So gibt es auch verschiedene Wirkstoffe. Unter anderem auch Glimepirid und Diabesin. Alle Wirkstoffe haben jedoch ihre Vor- und Nachteile (von diversen möglichen Nebenwirkungen einmal abgesehen). Während die einen den Blutzuckerwert erhöhen, senken andere ihn wieder. Bei manch einem Wirkstoff kann es jedoch vorkommen, dass sich der Körper dran gewöhnt und nach jahrelanger Anwendung doch noch Insulin gespritzt werden muss.
Neben meiner abendlichen Ration flüssigen, intravenösen Insulins nehme ich ebenfalls morgens und abends Tabletten ein. Wenn es auch zu Beginn sehr ungewohnt war. Jedoch gewöhnt man sich, wie schon am Anfang gesagt, an so ziemlich alles. Mittlerweile habe ich aber angefangen unter Absprache mit meinem Hausarzt die Dosierungen der Tabletten zu verringern. Aufgrund der Tatsache, dass ich schon einige Kilos verloren hatte, hatte sich auch mein Blutzuckerspiegel wieder mehr normalisiert. Letztlich war es so gewesen, dass ich mit Tabletten und Insulin immer häufiger in den Unterzucker geraten bin! Was uns auch gleich zur nächsten Säule führt.

Diät.
Für die meisten mag das jetzt nach einer alltäglichen Floskel klingen. „Sie müssen abnehmen.“ – „Schauen Sie sich Ihre Werte an.“ Wer kennt das nicht. Und wer möchte schon auf sein Essen verzichten? Oder auf das „Bierchen am Abend“?
Ich habe für mich selber, nach Ausprobieren vieler verschiedener Diäten (unter anderem auch das Zählen von Kalorien), einen Weg gefunden wie ich im Großen und Ganzen essen kann was ich will und zu welcher Tageszeit ich will ohne auf den Geschmack verzichten zu müssen. Mit WeightWatchers habe ich es in den letzten 3 Monaten geschafft über 10 Kilo konstant abzunehmen. Es geht kaum einfacher. Zuerst errechnet man sich anhand einiger Fragen den täglichen Bedarf an „Punkten“, die man zu sich nehmen darf. Diese werden unter anderem an sportlichen Aktivitäten, Art und Anstrengung bei der Arbeit, dem eigenen Alter und Geschlecht errechnet. Und wenn man dann auch noch nach den – auch nicht teureren – WeightWatchers-Rezepten kocht, dann fällt es einem auch ganz leicht abzunehmen und „so nebenbei“ noch seine Zuckerkrankheit unter Kontrolle zu behalten.
Sobald ich die ersten Kilos herunter hatte, senkte sich bereits der Blutzuckerspiegel und nach wenigen Wochen hatte er sich (mit Tabletten) vollkommen normalisiert.
Das wäre jedoch nicht gegangen ohne die letzte der fünf Säulen: die Bewegung.

Zur Bewegung ein paar erschreckende Zahlen, die bei einer Studie des Instituts für Sportmedizin herausgekommen sind:
80% der befragten an Diabetes erkrankten Personen hat sich das Sportverhalten nach der Diagnose nicht geändert.
9,4% der Befragten haben danach sogar dem Sport ganz den Rücken zugekehrt!
Lediglich 7,1% haben nach der Diagnose mit Sport angefangen. Sicherlich können diese Zahlen auch trügen, da 80% „ihr Sportverhalten nicht geändert haben“, was ja auch heißen kann, dass sie vorher bereits (viel) Sport getrieben haben. Das ist jedoch eher nicht anzunehmen, da bei der Studie ausschließlich an Typ-2-Diabetes erkrankte Personen befragt wurden und diese wie wir ja mittlerweile wissen meist übergewichtig sind.
Allerdings sollte einen der Begriff „Sport“ alleine nicht schon abschrecken! Sport zu treiben bedeutet nicht gleich Hochleistungs-Schwimmer zu werden oder jeden Tag 50km zu joggen. Ganz im Gegenteil. Ein kleiner Spaziergang am Abend von etwa einer halben Stunde reicht vollkommen aus.
Wenn das Wetter schön ist fahre ich seit der Diagnose öfters mal zu einem Wäldchen und dann gehen wir ein paar Kilometer wandern. Und wir haben uns auch schon angewöhnt wenigstens einmal die Woche einen Spaziergang zu machen. Das ist nicht nur schön beruhigend und eine willkommene Abwechslung zum Alltagsstress, sondern es regt auch den Kreislauf an und fördert durch den Aufbau von Muskelgewebe letztlich die natürliche Korrektur der Blutzuckerwerte. Da ich auch aufgrund des Übergewichtes leichte Probleme mit Bluthochdruck habe, messe ich öfters meinen Blutdruck. Man glaubt gar nicht wie sehr sich die Werte verbessern, wenn man nur ein wenig spazieren geht.

Schließlich kann man also wie ich schon zu Beginn versucht habe zu erklären mit Hilfe der fünf Säulen sowohl seinen Blutzucker als auch sein Übergewicht unter Kontrolle bringen. Man fühlt sich insgesamt besser, nicht mehr so abgeschlafft, müde und hat wieder mehr Spaß an die frische Luft zu gehen.
Wie mit meinem kleinen Beitrag vielleicht erkennbar wurde, ist es somit recht einfach mit ein wenig Disziplin, einer Ernährungsumstellung und ein bisschen Bewegung sein gesamtes Leben zu verändern.
Ich bin bereits auf dem besten Wege mein Traumgewicht zu erreichen. Es ist zwar noch ein weiter Weg, aber die bisherigen Erfolge bauen mich jeden Sonntag, dem „Wiege-Tag“, wieder auf weiter zu machen. Schließlich tut man nicht nur sich sondern auch seiner Umwelt einen Gefallen, wenn man dem Diabetes davonläuft.

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