Opa (II)
Veröffentlicht: 14.09.2008 um 01:35 von Jeaness
Im Garten stehend schaut sie sich das Haus an. Opa hat es selber gebaut. Jeden einzelne Stein. Nein, das Haus darf nicht aus der Hand der Familie. Der Vater sagt, “schrecklich, dass wir bald nicht mehr in diese Stadt fahren. Nie wieder hierher kommen. Als wäre es von der Landkarte verschwunden. Als wäre der Lebensabschnitt verschwunden.” Nein. Das darf nicht sein.
Die Schwester und sie schneiden Trauben und Tomaten ab. Sie wollen sie mitnehmen. Opa hätte nicht gewollt, wenn sie ungenutzt zu Boden fallen. Sie schmecken wie früher.
Sie geht mit ihrer Schwester und ihrem Vater in den Laden. Kaufen Buttermilchbrei. Hier hat Opa immer eingekauft. Hier kaufen nun wir vielleicht das letzte Mal ein.
Das Brillenetui. Es ist fein säuberlich von Opa in die Tasche für Brillenetuis an die Wand gehängt. Dort, wo alle seine Brillenetuis hingen. Sie zeigt es ihrer Mutter. “ Ach, hier hat er es hingetan. Das ist ja wohl klar, was damit passiert”. Sie gab es ihr in die Hand. Sie nahm es und steckte es ein. Es wird nicht weggeschmissen. Weggelegt oder vergessen. Auch in ein paar Jahrzehnten wird sie es noch haben. Es wird sie an ihn erinnern. Opa wird nicht in ein paar Jahrzehnten vergessen sein. Das Brillenetui ist wichtig.
Zuhause. Die Schwester schläft bei ihr. Ihr Freund kommt auch. Sie legt sich ins Bett. Zu ihrem Freund. Fragt, ob er sie streicheln kann. “wenn ich abgekühlt bin” Er schaut fern. Sie drehte sich weg. Es dauerte nicht lange. Die Tränen kamen einfach so. Sie rannen über die Wangen und das Kinn. Bloß nicht schluchzen. Oder die Nase schnauben. Es sind stille Tränen. Warum denn eigentlich? Warum soll sie nicht laut weinen? Hat Opa keine lauten Tränen verdient? Ist er es nicht wert, Gefühle zu zeigen? Warum dreht sie sich nicht einfach um und kuschelt sich in die Arme ihres Freundes und lässt die Tränen los? Und lässt sich trösten?
Sie redet nicht gern. Sie bleibt lieber für sich. Sie hört lautes gleichmäßiges Atmen, Streicheln oder Kuscheln geht jetzt nicht mehr. Dafür ist es zu spät.
Die Schwester und sie schneiden Trauben und Tomaten ab. Sie wollen sie mitnehmen. Opa hätte nicht gewollt, wenn sie ungenutzt zu Boden fallen. Sie schmecken wie früher.
Sie geht mit ihrer Schwester und ihrem Vater in den Laden. Kaufen Buttermilchbrei. Hier hat Opa immer eingekauft. Hier kaufen nun wir vielleicht das letzte Mal ein.
Das Brillenetui. Es ist fein säuberlich von Opa in die Tasche für Brillenetuis an die Wand gehängt. Dort, wo alle seine Brillenetuis hingen. Sie zeigt es ihrer Mutter. “ Ach, hier hat er es hingetan. Das ist ja wohl klar, was damit passiert”. Sie gab es ihr in die Hand. Sie nahm es und steckte es ein. Es wird nicht weggeschmissen. Weggelegt oder vergessen. Auch in ein paar Jahrzehnten wird sie es noch haben. Es wird sie an ihn erinnern. Opa wird nicht in ein paar Jahrzehnten vergessen sein. Das Brillenetui ist wichtig.
Zuhause. Die Schwester schläft bei ihr. Ihr Freund kommt auch. Sie legt sich ins Bett. Zu ihrem Freund. Fragt, ob er sie streicheln kann. “wenn ich abgekühlt bin” Er schaut fern. Sie drehte sich weg. Es dauerte nicht lange. Die Tränen kamen einfach so. Sie rannen über die Wangen und das Kinn. Bloß nicht schluchzen. Oder die Nase schnauben. Es sind stille Tränen. Warum denn eigentlich? Warum soll sie nicht laut weinen? Hat Opa keine lauten Tränen verdient? Ist er es nicht wert, Gefühle zu zeigen? Warum dreht sie sich nicht einfach um und kuschelt sich in die Arme ihres Freundes und lässt die Tränen los? Und lässt sich trösten?
Sie redet nicht gern. Sie bleibt lieber für sich. Sie hört lautes gleichmäßiges Atmen, Streicheln oder Kuscheln geht jetzt nicht mehr. Dafür ist es zu spät.
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