Wochenaufgabe
Wochenaufgabe:
1. Warum bin ich so schwer wie ich bin?
Tja... das hat wohl mehrere Gründe.
1. Früher:
Als Kind war ich dick, verwöhnt von Oma in den ersten Lebensjahren und "Ach, das ist nur Babyspeck, das verwächst sich. Pustekuchen!
Als Teenager bin ich dann in die Bulimie gerutscht. Und durch meine erste große Liebe gottseidank wieder rausgekommen. Aber das Halten war dann kein Problem. Ich komme aus keiner gut betuchten Familie. Alles war immer rationiert und es war auch nicht wirklich viel im Kühlschrank. Als ich dann ausgezogen bin und selbst Geld hatte/einkaufen und planen musste/konnte/durfte, war ich dem Schlaraffenland nahe. Außerdem habe ich Menschen kennengelernt, die Alkohol tranken und ich denke, auch das hat mich mit dick gemacht. Arbeiten, essen und feiern ohne Sport.
2. Diätkarriere:
Natürlich war ich nicht glücklich mit der stetigen Zunahme, auch die Menschen in meinem Leben fingen an, es zu bemerken und es gab etwas, was ich nie mehr sein wollte und was der absolute Horror für mich war: DICK! Hahaha, wenn ich daran denke, was damals schon für mich dick war, dann bin ich jetzt schlachtreif.
Jedenfalls war jede Frauenzeitschrift-Diät mir. Ich habe eine Crash-Diät nach der anderen gemacht. Oder Pülverchen, Tropfen, Tabletten, keine Scheu vor nichts. Die Garage an der Villa von irgendeinem Pharmamenschen habe ich ganz alleine bezahlt.
Zwischen 10 und 20 Kilo abnehmen war für mich ein Klacks und ging schnell, mit 2 bis 3 Kilo die Woche. *seufz*
Und hinterher immer mehr drauf als vorher.
Der Herr Jojo ist wirklich mein allerliebster Feind und ich kenne ihn genau.
3. Die Schwangerschaften
Mit der ersten Schwangerschaft von dreien bin ich das erste Mal über 100kg gekommen und habe die Schallmauer durchbrochen. Und mit jedem Kind blieben mir ca. 10 Kilo mehr.
Dazu muss ich sagen, daß ich sehr gerne Mutter bin und meine Kinder über alles liebe, ich bin aber eigentlich auch ein Arbeitstier und liebe meinen Job. Das Daheimbleiben fällt mir schwer, aber hier im Wald gibt es einfach wenig Arbeit in einem erreichbaren Umkreis.
Damit wären wir auch schon bei Punkt Nummer 4, denn zufrieden bin ich als Heimchen am Herd nicht:
4. Kummer
Mir ist, wie wohl allen Menschen auf dieser Welt auf die eine oder andere Weise in meinem Leben einiges Schlimme passiert. Ich habe ein Kind sehr, sehr spät im Bauch verloren, ich habe Schulden geerbt, die mich fast ruiniert haben und noch einige andere Dinge. Meine Schwiegerfamilie hielt mich nie für "Standesgemäß" und lässt mich das seit 19 Jahren spüren, ich lebe an einem Ort, wo ich nicht sein will, mit einem Mann, der mich nicht liebt....
Und ich bin leider der Mensch (geworden?), der sich mit Essen tröstet. Schon als Kind habe ich, wenn mir die Frage gestellt wurde, was ich essen möchte "Was Warmes" geantwortet und so ist es noch heute. Essen macht (innen) warm. Essen ist Belohnung. Essen macht Glücksgefühle. Es ist immer erreichbar. Tag und Nacht.
Boah, hört sich das krank an.
2. Was bringt es für mich persönlich abzunehmen?
Mittlerweile bin ich aber endlich zu dem Schluss gekommen, daß ich mir damit schade. Sehr. Und daß ich das nicht mehr will. Ich habe dieses Jahr damit begonnen, mir nicht mehr selbst wehzutun, mich nicht weiter krank zu machen.
Welcher Arbeitgeber nimmt mich so?
Wie lange wird es noch dauern, bis mein Körper das nicht mehr mitmacht?
"Mama, warum kannst du mit uns nicht rennen und Fangen spielen?"
Kann ich jemals in meinem Leben nochmal schöne Kleidung tragen?
Wo ist die selbstbewusste Frau hin, die von innen geleuchtet hat und die auf jeden zugehen konnte, Theater gespielt hat, eine richtige kleine Sonne war?
Diese Gedanken gehen mir spontan im Kopf herum, wenn ich über die Frage nummer zwei nachdenke.
Was es mir bringt?
Ich hoffe, es gibt mir mein Leben zurück!
3. Wie sehe ich mich im Moment im Spiegel? Mein Selbstbild
Es gibt in unserer Wohnung nur drei Spiegel. Einen im Bad, einen im Flur und einen kleinen Handspiegel. Ich meide Spiegel wie der Teufel das Weihwasser. Und wenn ich DOCH mal mehr sehe als mein Gesicht, denke ich: Das bin nicht ich.
Es hört sich verrückt an: Wenn ich hier sitze und schreibe, bin ich nicht dick. Ich fühle mich nicht so. Ich bin "innen schlank" oder zumindest "normal". Und wenn ich mich dann im Spiegel sehe, erschrecke ich entweder, oder ich werde traurig. "Was hast du nur aus dir gemacht".........
Dann möchte ich nicht mehr unter Leute gehen und dann denke ich, daß mich gar keiner mögen KANN!
Ich sehe eine fette Frau, die eine unmögliche Körperhaltung hat und traurig schaut.
4. Wie verändert mich das Abnehmen psychisch?
Ich hoffe, es verhilft mir zu mehr Selbstvertrauen. Mich selbst wieder lieben und annehmen zu können. Lust am Leben zurückzugewinnen. Sozialen Kontakten nicht mehr mit Sorgen gegenüberzutreten. Die Angst zu verlieren.
5. Was haben andere für ein Bild von mir? (Bitte befragt dazu ruhig eure Freunde)
Freundin: "Ich kenne dich doch nicht anders! Ich habe schon gemerkt, daß du darunter leidest, so dick zu sein, habe dir auch schon angeboten, alles mitzumachen,z.B. Sport, aber du möchtest das ja nicht und schämst dich. Und ich muss dir leider sagen: Du bist nicht konsequent genug. Aber du bist eine prima Freundin, immer da und so lieb, ich finde dich toll!"
Freund:
Äusserlich:
Du hast ein supersüsses Gesicht, Tolle Augen, einen schönen Mund und
ein freches Grinsen, aber du bist zu dick.
Innerlich:
Du bist der liebste Mensch den ich kenne, lässt dich aber zu leicht
von der Meinung anderer beeinflussen.
Viele Dinge unter denen du leidest hängen direkt mit deinem Gewicht
zusammen.
Schwester:
Ich kann mich nicht kurz fassen.
Ich finde dich oft ziemlich widersprüchlich.
Zum Einen möchtest du nicht dick sein, zum anderen unternimmst du nur
halbherzig etwas dagegen. Ich weiß dass du in den richtigen Kleidern auch
dick toll aussehen kannst und ich glaube daran dass du - wenn du dich mit
dir selbst etwas besser fühlen würdest - auch Spaß daran hättest die Kilos
purzeln zu sehen. Ich mag nicht was du aus dir machst, weil du dich selbst
damit überzeugst dass dick = hässlich ist. Und wenn man hässlich ist - wozu
dann abnehmen.
Ich glaube dass du manchmal etwas zu bequem bist um gegen das Dick sein
etwas zu unternehmen - vielleicht stört es dich noch nicht genug.
Das Widersprüchlichste ist, dass du eigentlich einen ziemlich starken Willen
hast, ihn dir aber selten erlaubst. Wenn man dir etwas vorschlägt, dann
sagst du meistens dass es nicht "geht" - dabei wissen wir beide das doch
besser. Alles geht, man muss es nur wollen.
Denn eigentlich bist du eine ziemlich tolle Frau, die sehr vielseitig sein
kann und die auch innerlich jung geblieben ist und vom Wesen her bestimmt
auch attraktiv auf Männer wirkt.
Wenn du etwas tust, dass dir Spaß macht kannst du sogar ein richtiges
Energiebündel sein und im richtigen Umfeld würdest du dich bestimmt viel
freier bewegen.
Und wie gesagt - du kannst wirklich sehr hübsch sein. Ich versteh oft nicht
wirklich warum du dir das selbst nicht erlaubst.
1. Warum bin ich so schwer wie ich bin?
Tja... das hat wohl mehrere Gründe.
1. Früher:
Als Kind war ich dick, verwöhnt von Oma in den ersten Lebensjahren und "Ach, das ist nur Babyspeck, das verwächst sich. Pustekuchen!
Als Teenager bin ich dann in die Bulimie gerutscht. Und durch meine erste große Liebe gottseidank wieder rausgekommen. Aber das Halten war dann kein Problem. Ich komme aus keiner gut betuchten Familie. Alles war immer rationiert und es war auch nicht wirklich viel im Kühlschrank. Als ich dann ausgezogen bin und selbst Geld hatte/einkaufen und planen musste/konnte/durfte, war ich dem Schlaraffenland nahe. Außerdem habe ich Menschen kennengelernt, die Alkohol tranken und ich denke, auch das hat mich mit dick gemacht. Arbeiten, essen und feiern ohne Sport.
2. Diätkarriere:
Natürlich war ich nicht glücklich mit der stetigen Zunahme, auch die Menschen in meinem Leben fingen an, es zu bemerken und es gab etwas, was ich nie mehr sein wollte und was der absolute Horror für mich war: DICK! Hahaha, wenn ich daran denke, was damals schon für mich dick war, dann bin ich jetzt schlachtreif.
Jedenfalls war jede Frauenzeitschrift-Diät mir. Ich habe eine Crash-Diät nach der anderen gemacht. Oder Pülverchen, Tropfen, Tabletten, keine Scheu vor nichts. Die Garage an der Villa von irgendeinem Pharmamenschen habe ich ganz alleine bezahlt.
Zwischen 10 und 20 Kilo abnehmen war für mich ein Klacks und ging schnell, mit 2 bis 3 Kilo die Woche. *seufz*
Und hinterher immer mehr drauf als vorher.
Der Herr Jojo ist wirklich mein allerliebster Feind und ich kenne ihn genau.
3. Die Schwangerschaften
Mit der ersten Schwangerschaft von dreien bin ich das erste Mal über 100kg gekommen und habe die Schallmauer durchbrochen. Und mit jedem Kind blieben mir ca. 10 Kilo mehr.
Dazu muss ich sagen, daß ich sehr gerne Mutter bin und meine Kinder über alles liebe, ich bin aber eigentlich auch ein Arbeitstier und liebe meinen Job. Das Daheimbleiben fällt mir schwer, aber hier im Wald gibt es einfach wenig Arbeit in einem erreichbaren Umkreis.
Damit wären wir auch schon bei Punkt Nummer 4, denn zufrieden bin ich als Heimchen am Herd nicht:
4. Kummer
Mir ist, wie wohl allen Menschen auf dieser Welt auf die eine oder andere Weise in meinem Leben einiges Schlimme passiert. Ich habe ein Kind sehr, sehr spät im Bauch verloren, ich habe Schulden geerbt, die mich fast ruiniert haben und noch einige andere Dinge. Meine Schwiegerfamilie hielt mich nie für "Standesgemäß" und lässt mich das seit 19 Jahren spüren, ich lebe an einem Ort, wo ich nicht sein will, mit einem Mann, der mich nicht liebt....
Und ich bin leider der Mensch (geworden?), der sich mit Essen tröstet. Schon als Kind habe ich, wenn mir die Frage gestellt wurde, was ich essen möchte "Was Warmes" geantwortet und so ist es noch heute. Essen macht (innen) warm. Essen ist Belohnung. Essen macht Glücksgefühle. Es ist immer erreichbar. Tag und Nacht.
Boah, hört sich das krank an.
2. Was bringt es für mich persönlich abzunehmen?
Mittlerweile bin ich aber endlich zu dem Schluss gekommen, daß ich mir damit schade. Sehr. Und daß ich das nicht mehr will. Ich habe dieses Jahr damit begonnen, mir nicht mehr selbst wehzutun, mich nicht weiter krank zu machen.
Welcher Arbeitgeber nimmt mich so?
Wie lange wird es noch dauern, bis mein Körper das nicht mehr mitmacht?
"Mama, warum kannst du mit uns nicht rennen und Fangen spielen?"
Kann ich jemals in meinem Leben nochmal schöne Kleidung tragen?
Wo ist die selbstbewusste Frau hin, die von innen geleuchtet hat und die auf jeden zugehen konnte, Theater gespielt hat, eine richtige kleine Sonne war?
Diese Gedanken gehen mir spontan im Kopf herum, wenn ich über die Frage nummer zwei nachdenke.
Was es mir bringt?
Ich hoffe, es gibt mir mein Leben zurück!
3. Wie sehe ich mich im Moment im Spiegel? Mein Selbstbild
Es gibt in unserer Wohnung nur drei Spiegel. Einen im Bad, einen im Flur und einen kleinen Handspiegel. Ich meide Spiegel wie der Teufel das Weihwasser. Und wenn ich DOCH mal mehr sehe als mein Gesicht, denke ich: Das bin nicht ich.
Es hört sich verrückt an: Wenn ich hier sitze und schreibe, bin ich nicht dick. Ich fühle mich nicht so. Ich bin "innen schlank" oder zumindest "normal". Und wenn ich mich dann im Spiegel sehe, erschrecke ich entweder, oder ich werde traurig. "Was hast du nur aus dir gemacht".........
Dann möchte ich nicht mehr unter Leute gehen und dann denke ich, daß mich gar keiner mögen KANN!
Ich sehe eine fette Frau, die eine unmögliche Körperhaltung hat und traurig schaut.
4. Wie verändert mich das Abnehmen psychisch?
Ich hoffe, es verhilft mir zu mehr Selbstvertrauen. Mich selbst wieder lieben und annehmen zu können. Lust am Leben zurückzugewinnen. Sozialen Kontakten nicht mehr mit Sorgen gegenüberzutreten. Die Angst zu verlieren.
5. Was haben andere für ein Bild von mir? (Bitte befragt dazu ruhig eure Freunde)
Freundin: "Ich kenne dich doch nicht anders! Ich habe schon gemerkt, daß du darunter leidest, so dick zu sein, habe dir auch schon angeboten, alles mitzumachen,z.B. Sport, aber du möchtest das ja nicht und schämst dich. Und ich muss dir leider sagen: Du bist nicht konsequent genug. Aber du bist eine prima Freundin, immer da und so lieb, ich finde dich toll!"
Freund:
Äusserlich:
Du hast ein supersüsses Gesicht, Tolle Augen, einen schönen Mund und
ein freches Grinsen, aber du bist zu dick.
Innerlich:
Du bist der liebste Mensch den ich kenne, lässt dich aber zu leicht
von der Meinung anderer beeinflussen.
Viele Dinge unter denen du leidest hängen direkt mit deinem Gewicht
zusammen.
Schwester:
Ich kann mich nicht kurz fassen.
Ich finde dich oft ziemlich widersprüchlich.
Zum Einen möchtest du nicht dick sein, zum anderen unternimmst du nur
halbherzig etwas dagegen. Ich weiß dass du in den richtigen Kleidern auch
dick toll aussehen kannst und ich glaube daran dass du - wenn du dich mit
dir selbst etwas besser fühlen würdest - auch Spaß daran hättest die Kilos
purzeln zu sehen. Ich mag nicht was du aus dir machst, weil du dich selbst
damit überzeugst dass dick = hässlich ist. Und wenn man hässlich ist - wozu
dann abnehmen.
Ich glaube dass du manchmal etwas zu bequem bist um gegen das Dick sein
etwas zu unternehmen - vielleicht stört es dich noch nicht genug.
Das Widersprüchlichste ist, dass du eigentlich einen ziemlich starken Willen
hast, ihn dir aber selten erlaubst. Wenn man dir etwas vorschlägt, dann
sagst du meistens dass es nicht "geht" - dabei wissen wir beide das doch
besser. Alles geht, man muss es nur wollen.
Denn eigentlich bist du eine ziemlich tolle Frau, die sehr vielseitig sein
kann und die auch innerlich jung geblieben ist und vom Wesen her bestimmt
auch attraktiv auf Männer wirkt.
Wenn du etwas tust, dass dir Spaß macht kannst du sogar ein richtiges
Energiebündel sein und im richtigen Umfeld würdest du dich bestimmt viel
freier bewegen.
Und wie gesagt - du kannst wirklich sehr hübsch sein. Ich versteh oft nicht
wirklich warum du dir das selbst nicht erlaubst.
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