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28.02.2006, 08:38
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Ist ein "Ich" denn notwendig?
Zuallerst dies: Ich bin ein Mann.Ich denke das ist notwendig, zu wissen für den Rest dessen,was ich schreiben werde.
Also, was ich mich frage, ist, ob es denn überhaupt notwendig ist, ein eigenes "Ich" zu besitzen, schliesslich funktioniert das Konzept mit Wesen ohne Hirn und Verstand schon seit Äonen von Jahren sehr gut (<Ich bin ein Mann,ich spreche aus Erfahrung>).Es müsste doch möglich sein all diese persönlichen Wünsche und Bedürfnisse vollkommen einzustellen und nur noch ganz natürlich zu leben. Ohne Wünsche gäbe es dann auch kein Problem mit solch Fragen, wie "Was soll ich denn anziehen" oder "Oh Maaaan,ist das aber ein toller ,äh, Schuh, kostet ja nur 1.0000 €, kaufst du mir den?".Alles unnötig, bei einer Welt ohne dieses Dings,äh, Gehirn.
Einfaches Thema,einfache Frage ("Brauchen wir ein "Ich"?). Also, ich erwarte eure intellektuellen Ergüsse über diese Thematik. Aber Pronto.
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28.02.2006, 10:56
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Spitzen Naschkatze
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Hm... wärst du denn noch du ohne dein "ich"? Dein Gehirn ist doch eigentlich das, was dich vom Tier unterscheidet (ohne jetzt komplett ausschließen zu wollen, dass es vielleicht auch Tiere mit einem Ich-Bewusstsein gibt...). G.H. Mead (berühmter Soziologe des 19./20.Jh) sagt z.B., dass es genau diese Fähigkeit, die Reaktion auf einen Reiz bzw. eine Geste zu verzögern und in dieser Zeit zu interpretieren, also zu "denken" ist (die "Instinktentbundenheit"), die dich quasi zum Menschen macht...
Liebe Grüße
Katha
PS: Da sich dein Beitrag vermutlich auf die Überschrift "Beauty - rund ums Ich" beziehen soll... um für sich selbst zu sorgen und sich möglichst hübsch zu machen, ist dieses Bewusstsein vielleicht tatsächlich nicht nötig, Tiere kriegen das auch instinktiv hin - aber was wäre das Leben ohne verzweifelte Diskussionen, welches Oberteil mir am besten steht!!! 
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05.02.08
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28.02.2006, 11:02
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Moderator
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Ja, stimmt, ist schon ein tolles Leben so als Qualle oder Amöbe, keine Sorgen um Klamotten, Aussehen und das Leben ansich.
 Anscheinend bin ich zu blöde für Deinen Beitrag 
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Liebe Grüße sendet Lorian
Am Anfang war die Kuh...
Für ein großes Fast in ganz Deutschland
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28.02.2006, 11:20
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Naschkatzen Goldi
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ohne ein "ich" gäbe es keine konflikte, keine persönlichen bedürfnisse wenn man von der lebenswichtigen nährstoffzufuhr und anderen essentiellen dingen die aber auch jedes tier benötigt absieht, keinen streit, keine sorgen...
...aber wohl auch keine weiterentwicklung unserer art! es waren irgendwie immer die querulanten und geistigen rebellen die der wissenschaft und anderen gebieten die größten fortschritte beschert haben. ohne individualismus undenkbar!
naja, ging vermutlich total an deiner frage vorbei, kam mir aber gerade so in den sinn 
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00:23 Dickerchen80: jo
00:23 Dickerchen80: nimm mich
00:23 Dickerchen80: is ok
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28.02.2006, 13:02
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Ein Leben ohne "Ich" ist denke ich schon möglich, doch die eigentliche Frage ist doch, ob das dann auch lebenswert ist.
Persönliche Wünsche und Bedürfnisse einzustellen ist nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Wenn sich die Wünsche, wie in deinem Beitrag, auf überteuerte Schuhe beziehen oder vergleichbares, käme man sicherlich komplett ohne sie aus.
Aber andere Bedürfnisse, wie z. B. das Bedürfnis nach Erholung, ist eher nicht so leicht zu unterdrücken. denn dieses Bedürfnis hat seinen Sinn, damit der Mensch sich nicht überarbeitet und an den Folgen daran erkrankt. Weiß jetzt nicht, ob du auch das mit Bedürfnissen meintest.
Überhaupt. wie sollte denn so eine Welt ohne "Ichs" aussehen? Eine Welt voller gleich gekleideter / wahlweise nackter Menschen, die ihre Fähigkeit, über Dinge nachzudenken komplett aufgegeben haben? Wäre sehr traurig.
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28.02.2006, 13:33
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 27.05.2005
Beiträge: 206
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Wenn ich sage, dass ich "ich" bin (was ein toller Satz :hau: ), dann meine ich damit ein Individuum, dass es so nur einmal auf der Welt gibt.
Zu einem Individuum gehört eine eigene Persönlichkeit, die für sich selbst eigene Entscheidungen trifft und sich eine eigene Meinung bildet (auch die Meinung anderer zu übernehmen, wäre eine eigene meinung zu bilden).
Dieses Gefühl von "ich", sollen Säuglinge angeblich (laut meinem Psychologen zumindest) noch nicht besitzen. Sie sehen sich mehr oder weniger als Teil ihrer Mutter, der umsorgt und beschützt werden muss. Ihr Ich-Gefühl entwickelt sich dann mit der Zeit, wenn sie immer mehr dazu lernen und sich das Gehirn immer weiter entwickelt.
Prinzipiell kann man sagen, dass das "Ich" automatisch entsteht, sobald du den ersten logischen Gedanken fasst.
Demnach gibt es das "Ich" auch schon bei Tieren. Schimpansen und andere Affen wie auch Delphine, erkennen sich im Spiegel als Individuum. Einem Affen, dem man mit Kreide einen Fleck auf den Kopf gemacht hat (demnach kann er ihn ohne Spiegel nicht sehen) und dem man dann einen Spiegel vorgesetzt hat, schauen sich eine Weile lang ihr reflektiertes Äußeres an und fassen sich dann an den Kreidefleck und versuchen ihn weg zu wischen.
Es ist unmöglich sein "Ich" einfach so abzustellen.
Wünsche und Bedürfnisse gehören dabei zum Ich dazu und lassen sich nicht entfernen. Alleine schon, dass du (Ragna) den Wunsch äußerst, dass alles viel einfacher sein sollte, beweißt deine individuelle Persönlichkeit.
Solange du deine eigene Nase im Spiegel erkennst, bist du ein "du".
Deine geschilderten "Probleme" sind weniger ein Ergebnis von diesem "ich"-Gefühl, als viel mehr die der Gesellschaft. In unserer Gesellschaft ist Besitz, Aussehen und inzwischen auch Intelligenz etwas, über das wir uns immer mehr definieren. Wer das größere Auto hat, die schöneren Pumps und das hübschere Pinke Oberteil hat, der ist "Jemand". Selbst in den "unzivilisierten" (Anmerkung: Extra in Anführungsstrichen gesetzt. "Unzivilisiert" im Sinne von "unserer Kultur relativ fern") Stämmen Südamerikas ist man "Jemand", wenn man eine besonders tolle Hütte hat oder einen besonders tollen Speer. Der Wunsch, dass das "Jemand" sich also nicht mehr über Güter und Erscheinung/Stellung definiert, ist angesichts dem sozialen Gefüge unmachbar. Sobald zwei Menschen da sind, versucht der eine immer irgendwie "besser" zu sein. Ausnahmen bilden da vielleicht die Armish people, wobei sie diese Uniformität natürlich als Basis der Religion sehen. Und je mehr man sich an die Religion hält, desto mehr ist man Jemand. Puh. Was ein Thema. Aber unterhaltsam ist es.
philosophische Grüße
Sheep
viele philosophische Grüße
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Unter 60-Ticker

It's a long way down
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28.02.2006, 21:26
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Naschkatzen Goldi
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ich glaub ich brauch mein ich... ich bin da nämlich irgendwie stolz drauf?! weiss auch nicht 
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Weight Watchers reloaded:
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28.02.2006, 22:08
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Naschkatzen Goldi
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Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 4.875
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Re: Ist ein "Ich" denn notwendig?
Zitat:
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Zitat von dragon4Ragnarok
Also, ich erwarte eure intellektuellen Ergüsse über diese Thematik. Aber Pronto.
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tja, ohne hirn, keine ergüsse
wobei ich hirn und ICH nicht gleichsetzen würde.
worum geht es? sich zurückzuentwickeln weil niemand mhr denken soll? oder sich weiter zu entwickeln um das ICH hinter das WIR zu stellen?
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"Für ein großes Fast in ganz Deutschland"
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28.02.2006, 22:54
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Re: Ist ein "Ich" denn notwendig?
Zitat:
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Zitat von dragon4Ragnarok
(<Ich bin ein Mann,ich spreche aus Erfahrung>).
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wie schön, mit süßen 17
also egal in welche richtung diese diskussion noch geht, ich behalte mein ich!!! mag es halt...
zum thema:
ich behaupte, dass es dieses "ich" nicht nur unter menschen oder affen gibt. schau dich in der tierwelt allgemein um!
jedes tier, dass in einem rudel lebt unterliegt einer rangordnung. ein löwe, ein wolf, selbst noch unser gemeiner haushund will seine "truppe" anführen und ficht das in machtkämpfen aus, vergleich: will das schönste auto, den geilsten body...
ich denke eher, dass wir dieses spezielle ich noch unseren urinstinkten verdanken. nun können wir zu diesen instinkten leider auch noch unser gehirn benutzen  und unsere "machtkämpfe" verfeinern.
will damit sagen, selbst wenn du auf dem "back to basic" trip bist, wirst du auch mit dem "natürlichem" leben die gleichen probleme haben, wie in der zivilisation. oder glaubst du, dass der rudelführer sich die abgewrackte alte zur frau nimmt? ne, ne, da konkurrieren die löwendamen auch...
philosophie macht spaß
lg lupus
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28.02.2006, 23:26
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ok ... ein WIR ...
trägst du meine tätowierungen mit?
will ich im stehen mit dir pinkeln?
will ich mich jeden tag mit dir im gesicht rasieren müssen?
willst du mit meiner freundin mit auf die toilette gehen?
willst du mit mir jedes halbe jahr zum gynäkologen gehen?
und so weiter und so weiter
ich bin ich ... ich bin tamara .. ich bin zu 100% frau und liebe mich so wie ich bin ... trotz ein paar ungeliebter kilos zuviel ...
tamara http://www.gifart.de/gif234/drachen/00002816.gif
p.s.: du wärst eine fall für eine nette studie in meiner psychiatrischen klinik in der ich arbeite 
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