Hallo Manuel !!!
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Das Du sehr viel Sport treibst, ist schon mal recht in Ordnung und die Geschichte mit dem Kaffee ist auch zugegebenermaßen auch bei mir "ein Problem", was ich sehr gut nachvollziehen kann, da auch ich zuviel von dieser braunen Brühe zu mir nehme, wenn gleich ich über den Tag verteilt stets versucht bin, möglichst viel sonstige Flüssigkeit (Wasser, ungesüßte Fruchtsäfte und Tee) zu mir zu nehmen, um meinen Flüssigkeitshaushalt entsprechend zu substituieren. Wer schon mal in Wien gewesen ist, was sich nicht zu unrecht darin rühmt, die heimliche Hauptstadt aller Kaffeetrinker dieser Welt und die Stadt mit den meisten Kaffeehäusern überhaupt zu sein, der wird die Feststellung gemacht haben, dass zu jedem Kaffeegetränk grundsätzlich und ungefragt ein Glas Wasser serviert wird und dieses Glas dient nun nicht dazu, um sich damit die Hände zu waschen. Es wird auch nicht extra berechnet, sondern gehört eben zum Kaffee hinzu, wie auch der Kaffeekeks und diese sicherlich als Geste gedachte Aufmerksamkeit macht ja auch durchaus ihren Sinn. Kaffee wirkt nun einmal flüssigkeitstreibend und der entsprechend körperliche Haushalt muss wieder ausgeglichen werden. Überhaupt sollte man auch dann genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, wenn man gar nicht die Absicht hat, sein Gewicht zu regulieren, denn jede zusätzliche Aufnahme erleichtert unseren Zellen und besonders den Nieren ihre Arbeit und unterstützt auf diese Weise den Körperstoffwechsel im Sinne des Flüssigkeitsaustausch; der Verstoffwechselung in den Zellen und den Abtransport schädlicher Schlackenstoffe aus den Selben und somit schlussendlich einen wichtigen Teil der Gesunderhaltung in unserem Körper. Zwei Liter täglich sind beinahe schon als zu wenig anzusehen - besser sind noch 3 und mehr Liter, wobei mir durchaus klar ist, wie schwierig es sein kann, dieses Pensum tatsächlich zu erreichen. Auch ich schaffe solche Mengen nur selten, doch wenn man dann auch noch sehr viel Sport treibt, so ist der Flüssigkeitsbedarf natürlich noch viel höher und nebenbei bemerkt verliert man ja auch nicht nur beim Gang zur Toilette jenes Wasser, was über die Nieren und die Blase ausgeschieden wird. Auch bei jedem Stuhlgang und durch jedwede körperliche Aktivität geht Flüssigkeit schon über die schlichte Ausdünstung verloren und unser Körper ist so programmiert, dass er jeglichen Verlust entsprechend auszugleichen sucht. Dies ist wie eine Art "Selbsterhaltungstrieb", denn zu wenig Flüssigkeit heißt nicht nur bezüglich einer Gewichtsreduktion "Stillstand" und dies wiederum bedeutet "gesundheitliche Schädigung", die der Körper dringend zu vermeiden sucht. Also beginnt er Wasser in seinen Zellen zu horten, in den Organen und wo immer es möglich ist einzulagern, was dann jedoch wiederum den nachteiligen Effekt hat, dass der sonstige Stoffwechsel, also der Nähraustausch zwischen den Zellen massiv behindert wird. Schon aus der Physik ist bekannt, dass an Wasser nicht komprimieren kann und somit benötigt Wasser extrem viel Speicherplatz in der Zelle an sich und so verkürzt ausgedrückt behindern diese Ansammlungen eben jenen Austausch der anderen Stoffe. Das hierdurch auch der Fettstoffwechsel gestört wird, dürfte hinsichtlich einer Gewichtsreduktion natürlich klar sein und wenn ich mir diesbezüglich so durchlese, wie relativ schleppend diese Sache bei Dir abläuft, so erkenne ich einige Dinge, die bei Dir ganz offensichtlich trotz aller Bemühungen Deinerseits (Sport, Ernährung, usw.) nicht ganz richtig laufen.
Vorübergehende Stillstände beim Gewichtsverlust sind nichts ungewöhnliches und können während jeder Abnehmphase immer mal wieder auftreten. Die Gründe hierfür sind recht vielfältiger Natur und pendeln sich meistens auch von alleine, d.h. ohne medizinische Intervention wieder ein. Irgendwann kommt dann wieder "der große Rutsch" abwärts und man darf während dieser Zeiten einfach nur den Mut und die Zuversicht nicht verlieren - auch wenn dies manchmal etwas schwer fallen mag.
Allerdings - und ich betone es an dieser Stelle immer wieder und ich tue es auch gern' - liegt die Hauptkrux bei jeder angestrebten körperlichen Veränderung nicht allein nur in einer Umstellung der äußerlichen Lebensumstände, sondern diese Veränderung muss sozusagen ganzheitlich erfolgen - also im körperlichen Sinne in einer Änderung der Ernährungsweise und der körperlichen Aktivität, aber auch in mental-seelischer Hinsicht, indem eine Umstellung im Denken und im Körpergefühl vonstatten geht. So ist es beispielsweise wichtig, auf die Signale des Körpers entsprechend zu reagieren und darauf zu hören, was der Körper uns so alles mitzuteilen hat. Er tut dies mit seinen körperlichen Reaktionen, die sich in unterschiedlichsten Stimmungslagen und Gefühlen äußern können und zu denen auch das Gefühl des Hungers, vor allem des "Heißhungers" gehört. So kann ein ständiger Drang, seine Speisen entsprechend nachzuwürzen, insbesondere im Bezug auf Salze darauf hindeuten, dass der Flüssigkeits- und damit der Salzhaushalt an sich im Körper gestört ist und wenn Du Dich mal eine Zeit lang ganz bewusst "salzarm" ernährst, so wirst Du mit größerer Wahrscheinlichkeit sehr schnell die Feststellung machen, wie "versalzen" Dir das Essen an sich vorkommt, denn Salze nimmt man nicht alleine über das sichtbare Gewürz aus dem Topf, dem Streuer, oder halt dem Laugengebäck zu sich - Salze befinden sich beinahe in sämtlichen Lebensmitteln, da sie zu den Grundmineralien gehören. Ob nun in Fleisch- und Wurstwaren, die leider oftmals während ihrer Herstellung viel zu sehr nachgesalzen werden, womit man die Haltbarkeit positiv beeinflussen möchte, denn Salze haben schließlich eine konservierende Wirkung, aber auch im Obst, im Gemüse und in beinahe allen anderen Lebensmitteln sind entsprechend Salze in gebundener Form enthalten und man nimmt sie zu sich, ohne sich dieser Tatsache sonderlich bewusst zu sein. Durch das "Nachsalzen" erhöht sich schließlich die Konzentration im Körper immens, wobei der Körper dies bei einem entsprechenden Flüssigkeitsaustausch im Grunde locker kompensieren kann. Nichtsdestotrotz zählen die Salze auch wiederum zu den Grundbausteinen einer gesunden Ernährung und sind ein wichtiger Bestandteil derselben; ein vollkommener Verzicht wäre demnach ebenso von Nachteil, wie ein ständiges "Zuviel" und das Gleiche gilt im übrigen für den Fettstoffwechsel, denn auch hier ist es wichtig, eine gewisse Menge an Fett dem Körper zuzuführen, damit er erst dazu animiert werden kann, seine Depots zu leeren und eben die Verstoffwechselung in Gang zu bringen.
Dies mag auf den ersten Blick betrachtet beinahe wiedersinnig erscheinen, ist jedoch ganz logisch wenn man weiß, dass für diesen Stoffwechsel bestimmte Mineralstoffe, Spurenelemente und nicht zuletzt bestimmte Vitamine von ursächlicher Bedeutung sind, die wir eben über unsere tägliche Nahrung zu uns nehmen. Die Filterung hierfür geschieht im menschlichen Darm und während des dortigen Verdauungsvorgangs und um jene Elemente herauslösen zu können, benötigt der Körper eine bestimmte Anzahl von Fettmolekülen. Ein völliges Herunterfahren der Aufnahme von Fetten kann somit eine ebenso gegenteilige Reaktion auslösen, wie es bei den Salzen und dem Flüssigkeitshaushalt der Fall ist - also das viel eher die bereits im Körper befindlichen Ressourcen festgehalten und gespeichert, bzw. der Abbau derselben in unendlicher Langsamkeit vonstatten geht.
So hat jeder Mensch bezogen auf Größe, Alter, Gewicht und jeweiligem Geschlecht einen unterschiedlichen Grundumsatz von körperlicher Energie. Jüngere Menschen besitzen eine höhere Stoffwechselaktivität, als Ältere - der männliche Organismus baut seine Stoffe schneller um, als der Weibliche, der eher dazu neigt, sparsamer mit seinen Ressourcen umzugehen, da dieser eben genetisch betrachtet dazu ausgelegt ist, die Art zu erhalten und die Kinder zu gebären. Sehr zum Leidwesen unserer Damenwelt tut ihr Körper dies jedoch auch dann, wenn gerade gar keine Schwangerschaft anliegt, aber auch das erzähle ich hier nicht zum ersten Mal...
Größe und körperliches Ausgangsgewicht spielen natürlich ebenfalls eine bedeutende Rolle, denn je größer und je schwerer der Körper, desto höher die Energie, die derselbe dazu benötigt, seine Grundfunktionen in Gang zu halten und entsprechend zu sichern. Mit diesen Grundfunktionen meine ich ganz banal Atmung, Herz- und Kreislaufsystem, die Verdauung usw. usw. usf., und energetische Verstoffwechselung bedeutet eben nichts anderes, als den Umbau von Kalorien in Energie, also in Kraft, die man zum Leben braucht. Somit verlieren wir bereits Kalorien, die wir über unsere Nahrung zu uns genommen haben, obwohl wir äußerlich betrachtet überhaupt nicht aktiv sind - einfach bereits durch das Leben an sich...
...steigern kann man diesen Kalorienumsatz schließlich über körperliche Aktivität und dies bezeichnet man dann schlussendlich mit dem Begriff des "Leistungsumsatz".
Um aber nun wieder zur Ernährungsweise zurück zu kommen bleibt zu betonen, dass jedwede Gewaltanwendung gegen sich selbst vom Körper sogleich gerächt wird. Dies zeigt sich dann in z.B. einer Verminderung des Stoffwechsels bei Menschen, die sich ständig aufs Neue selbst kasteien, indem sie regelrechte Hungerkuren durchziehen und dies mit steter Regelmäßigkeit, so das sich im Körper ein sogenannten "Diätbewusstsein" ausbildet, was dazu führt, dass sobald die aufgenommene Nahrung mal wieder entscheidend reduziert wird, der Körper seinen Stoffwechsel derart in den Keller fährt, dass bei Wiederaufnahme der "gewohnten Nahrungsmenge" eine sofortige Speicherung in Gang kommt. Auf diese Weise erklärt sich der sogenannte "Jojo-Effekt", unter dem so viele Abnehmwillige so häufig zu leiden haben und die sich darin zeigt, dass jene Menschen nach einer dieser sogenannten "Kuren" am Ende wieder mehr auf den Hüften mit sich herumtragen, als zuvor. Dementsprechend macht sich bei diesen schließlich jener Frust breit, der in die Resignation führt nach dem Motto : "Ich schaff' das eh nie !!!"
Darum ist es für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion von ursächlicher Bedeutung, eine in sich ausgewogene und schmackhafte Ernährungsweise anzustreben, die man auch für den Rest seines Lebens beibehalten kann, ohne auf bestimmte Dinge dauerhaft verzichten zu müssen, so das man sich hin und wieder auch mal eine kleinere, oder auch größere "Sünde" leisten kann, ohne auf der Waage sogleich dafür die Rechnung präsentiert zu bekommen.
Ich für meinen Teil habe übrigens von ehemals 140 Kilo Lebendgewicht auf heute knapp 65 Kilo abgespeckt - habe also "das Schlimmste" bereits hinter mir und weiß daher, wovon ich spreche und wie schwierig es ist, seine Ziele dauerhaft zu erreichen. Heute aber kann ich es mir durchaus leisten, mal über die ansonsten auferlegte Strenge zu schlagen und ich halte es meist so, dass ich an den Wochenenden mir mal etwas Leckeres gönne - ein nettes Abendessen beim Italiener, beim Chinesen und auch mal was Süßes usw. und hierbei dann nicht auf die Kalorien achte, sondern einfach nur genieße. Auf diese Weise vermeide ich Frustwallungen und wenn diese dennoch auftreten, so haben sie meist ganz andere Gründe, als eben die Nahrungsaufnahme. Am Montag jedoch versuche ich dann wieder die berühmt-berüchtigte "Kurve" zu kriegen und wieder zu meiner gewohnten Ernährung zurück zu finden, die sich weitgehend vegetarisch gestaltet, was jedoch jeder mit sich selbst abmachen muss und was keineswegs als Dogma mißzuverstehen ist. Mir bekommt diese weitgehend fleischlose Ernährung halt gut, was auch mit meinen gesundheitlichen Grundproblemen, deren Erläuterung hier nun zu weit führen würde, im ursächlichen Zusammenhang steht und ich bin auch kein Vegetarier im ideologischen Sinne - hin und wieder esse ich durchaus auch mal etwas Fisch, etwas Geflügel und ich nehme nach wie vor auch Milch-, sowie Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Quark usw. zu mir. Lediglich noch auf Eier in ihrer ursprünglichen Form, also als z.B. Frühstücksei, usw. verzichte ich, aber nur weil ich sie schlicht nicht mag und diese heftige Eiweißdosierung auch nur schlecht vertrage; ich nutze Eier lediglich als Zutat beim Kochen und Backen...
...dementsprechend solltest Du schon danach trachten, eine gewisse Freude nicht allein am Essen, sondern auch an der schmackhaften Herstellung desselben zu erwerben, denn die gesunde Zubereitung von Nahrung kann ebensoviel Spaß und Vergnügen bringen, wie das Verspeisen derselben und das von Dir postulierte "Zeitproblem" ist eine Geschichte, die ich im Grunde Niemandem so recht abkaufen mag. Auch ich bin beruflich arg eingebunden und somit Zwängen unterlegen, die ich auf die tägliche Reihe zu bekommen habe. Dennoch schaffe ich es, mir eigentlich täglich auch einige Zeit zu gönnen, in der ich mich auf mich und meine Bedürfnisse konzentrieren kann und dieser Umstand ist nicht allein nur für eine vernünftige Ernährungsweise von erheblichem Gewinn !
Um auf Deine persönliche Problematik zurück zu kommen; wobei ich nun natürlich davon ausgehe, was Du in Deinem Beitrag beschrieben hast, da ich Dich persönlich ja nicht kenne, bleibt als scheinbare Erkenntnis meinerseits, dass Du Dich zu einseitig und vor allem auch zu wenig ausgewogen ernährst, wenn gleich wie Eingangs bereits bemerkt, Deine sportlichen Aktivitäten als sehr lobenswert einzustufen sind. Hier im Forum wirt Du zahlreiche Beiträge finden (...in den Tagebüchern, aber auch in anderen Rubriken usw.), aus denen Du sehr wertvolle Tipps und mentale Unterstützung entnehmen kannst, die sich bei Deinen Bemühungen als ausgesprochen hilfreich erweisen werden.
Grundsätzlich solltest Du sichtbare Fette vermeiden; also den fetten Aufstrich beim täglichen Brot, die zu große Menge von fettreichen Dressings am Salat, usw. usf. und auch bei der Aufnahme von Kohlehydraten gilt es aufzupassen, eben "die Richtigen" zu sich zu nehmen - nämlich Solche, wie sie sich im Obst, im Gemüse und in allen in dieser Hinsicht komplex gestalteten Nahrungsmitteln befinden. Zu meiden (zumindest weitgehend) sind Kohlehydrate aus allen mit beispielsweise Industriezucker hergestellten Lebensmitteln, die aus sehr einfachen Kohlehydratketten, den sogenannten "Monosachariden" hergestellt werden und die im Körper lediglich zu einem akut erhöhten Insulinanstieg führen, so das sie von diesem schnell in Körperfett umgewandelt werden können. Bei den wesentlich komplexeren Kohlehydratketten, den "Polysachariden", wie eben im Obst und in den meisten Naturprodukten ist auch dieser Stoffwechselprozess um ein Vielfaches komplexer, so das diese Nahrungsmittel sehr gut sättigen, ohne dabei großartig zu Buche und auf die Hüfte zu schlagen. Noch Niemand ist allein nur durch die Aufnahme von Obst und Gemüse dick geworden - hier sind es die falsche Lebensweise als Solches und die noch falschere Kombination der Lebensmittel untereinander, die zu jenem leidvollen Vorgang führen. Selbstredend kann man auch aus einem äußerlich gesunden Lebensmittel eine wahre Kalorienbombe zaubern und man braucht dafür noch nicht mal sehr viel Mühe aufzuwenden...
...selbst das beste Speiseöl schlägt bei 100ml (was gar nicht soviel ist, wie es sich anhört) bereits mit beinahe 900 (!) Kalorien zu Buche und bei Butter ebenso, wie bei Margarine, also dem sichtbaren Speisefett sind es satte 750 Kalorien auf 100 Gramm...
Um aber hier nun zum Schluss zu kommen - sieh' Dich im Forum aufmerksam um; wir alle hier haben, bzw. hatten das gleiche Problem, wie Du selbst - der, bzw. die Eine mehr, die, bzw. der Andere weniger, doch uns eint die Tatsache, dass wir alle wissen, welche Probleme und Schwierigkeiten auftreten können und bei allen wirst Du die Feststellung machen, dass sie Dir gerne mit Rat und sonstiger Unterstützung behilflich sind. Dies gilt letztendlich auch für meine Person und wenn Du weitere Dinge erfahren möchtest, so stehe auch ich Dir gerne zur Verfügung. Vieles ist bereits aus meinen Beiträgen zu entnehmen und wollte ich hier nun alle diese diversen Dinge wiederholen, so würde dieser Text wahrscheinlich noch um ein Vielfaches länger und umfangreicher ausfallen.
Noch einmal ein demgemäss ganz herzliches Willkommen bei den Naschkatzen und ein schönes Weekend, bzw. viel Glück und Erfolg bei Deinen weiteren Bemühungen und Deinem Start in die neue Woche...
Frank...
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