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23.09.2006, 07:09
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 25.08.2006
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Burn-Out-Syndrom
eine Mitarbeiterin hat sich jetzt mit der o.g. Diagnose erstmal abgemeldet.
Hat hier wer Ahnung:
1. Was ist das genau?
2. wie lange fällt man in der Regel mit sowas aus?
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Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.
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23.09.2006, 07:16
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Re: Burn-Out-Syndrom
Zitat:
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Zitat von MissionX
eine Mitarbeiterin hat sich jetzt mit der o.g. Diagnose erstmal abgemeldet.
Hat hier wer Ahnung:
1. Was ist das genau?
2. wie lange fällt man in der Regel mit sowas aus?
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es ist sehr gut in wikipedia beschrieben ... besser hätte ich es auch nicht beschreiben können http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom
wie lange man durch sowas ausfällt? keine ahnung .... ich war zum glück (trotz arbeit in der psychiatrie) noch nie RICHTIG davon betroffen ... bin vor paar jahren immer mal wieder wegen einem geschwür im darm für paaaaaaar tage zuhause geblieben - fehler - ich weiß ... naja ...
tamara
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23.09.2006, 07:18
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Kennt sich schon aus...
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Registriert seit: 04.10.2005
Ort: Stuttgart
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Geschlecht:
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Ich habe mal jemanden gekannt, der war Krankenpfleger und musste in diesem Job auch aufhören, da er einen totalen BurnOut hatte.
Er hatte mir das so erklärt, daß er physisch und psychisch einfach total ausgebrannt war, da er seine volle Energie in diesen Job gesteckt hatte und sich dadurch total vernachlässigt hatte. Er konnte aber in diesen Beruf nicht wieder zurückkehren und wollte eine Umschulung machen, was aber leider nicht klappte
Ich denke man kann generell nicht sagen, wie lange man bei sowas ausfällt, manchmal für immer (s.o.) und manchmal gehts bestimmt auch schneller wieder.
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23.09.2006, 07:19
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Also ich kann es nur von mir beschreiben. Ich hab die Diagnose in meiner Schulzeit bekommen. Bin erst nach mehreren Attacken zum Arzt gegangen.
Kurz vorher wars immer so:
Ich fühlte mich total schlecht, ausgelaugt, hatte fürchterliche Magenschmerzen und Herzrasen, dann bekam ich Ohrensausen, Schwindelgefühle und bin dann zusammen gebrochen. Nach einer solchen Attacke habe ich mich immer wieder total frisch und ausgeruht gefühlt. (Bis auf die Beule am Hinterkopf ^^")
Ich konnte sone Attacke immer schon mehrere Tage vorher kommen fühlen.
Ich bin damit erst ganz spät zum Arzt weil ich ja keine Ahnung hatte was das ist. Meine erste Attacke hatte ich im Alter von 14 Jahren und mit 17 bin ich erst zum Arzt weil ich sie mir nicht erklären konnte. Sie kamen auch immer in unregelmäßigen Abständen. So alle 5 bis 9 Monate. Ich hab echt nicht schlecht geguckt als der Doc was von Burn-Out sprach. Immerhin war ich wegen Verdacht auf Ephilepsie da hingeschickt worden.
Seit ich jedenfalls ein ruhigeres Leben führe (bedingt durch meine Familie) sind auch die Attacken verschwunden.
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23.09.2006, 11:33
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 23.05.2005
Ort: Köln
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Wie lange man mit 'sowas' ausfällt kann man überhaupt nicht sagen.
Meiner Meinung nach hängt das von vielem ab.
a) Von der allgemeinen psychischen und physischen Verfassung der Person
Psychisch sensible (Sensibilität ist nichts negatives! Das hat nichts mit 'Weichei' zu tun.) Personen sind eher von Burn Out betroffen und brauchen meiner Meinung nach auch länger sich davon wieder zu erholen. Das Erholen geht natürlich schneller, wenn man eine gute Gesundheit hat und nicht noch zusätzlich an einem oder mehreren Wehwehchen rumlaboriert.
b) Hat man sich das Burn Out selber zuzuschreiben oder wurde es hauptsächlich durch nicht änderbare äußere Umstände ausgelöst?
Wer sich selber stark unter Druck setzt wird sich meiner Meinung nach schneller erholen als jemand, der von anderen unter Druck gesetzt wurde und (aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes?) funktionieren musste.
c) Wie lange besteht das Burn-Out Syndrom schon?
Je kürzer, desto kürzer wahrscheinlich auch die Ausfallzeit.
d) Wie sind die Aussichten nach der Gesundung? Kommt man in genau die selbe Situation zurück oder ist der Grund des Burn-Out dann weg?
Wer weiß, er kommt in genau die selbe Situation zurück wird wahrscheinlich länger ausfallen.
Ich war auch mal vom Burn-Out betroffen. Früher war ich nie krank, dann innerhalb eines Jahres zwei mal jeweils vier Wochen. Und ich musste jedes mal wieder in genau die selbe Situation zurück, es war sogar noch schlimmer als vorher. Nachdem diese befristete Stelle aber zu Ende war, habe ich ungefähr zwei Monate gebraucht bis ich wieder normal geschlafen habe, dann auch wirklich erholt war, bis ich nicht mehr den ganzen Tag unter Strom stand, bis ich mich wieder auf die Dinge konzentrieren konnte die mir wichtig sind, die das Leben schön machen, bis ich wieder die Energie aufgebracht habe von mir aus etwas zu unternehmen.
Ich finde es sehr wichtig, dass vom Burn-Out nicht 'nur Weicheier' betroffen sind, die sich nur anstellen und nicht belastbar sind. Irgendwo hat jeder seine Schmerzgrenze, wo es nicht weitergeht. Die liegt bei jedem woanders. Da gibt es keine Normwerte, wieviel jemand aushalten können muss.
@MissionX
Weißt du, woher das Burn-Out der Mitarbeiterin kommt? Welche Möglichkeiten gibt es, das abzustellen bzw. so zu ändern, dass es sie nicht so massiv belastet? Gab es nie Anzeichen dafür, dass sie Probleme (mit der Arbeit, der Arbeitsmenge) hat?
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23.09.2006, 14:46
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 24.05.2005
Ort: München
Beiträge: 233
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bei mir wurde das letztes jahr im november diagnostiziert, bin bei nem besuch im krankenhaus einfach umgekippt..
aber arbeitstechnisch bin ich nur 2 tage ausgefallen und dann bin ich wieder arbeiten gegangen, obwohl die symptome (ständige müdigkeit, schwindel..) immer noch da waren.. ich hatte eher das gefühl, die wussten nach den ganzen untersuchungen immer noch nicht was mit mir ist und haben mir halt ein burn out syndrom diagnostiziert..
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23.09.2006, 15:46
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Bei mir wurde es vor der Kur diagnostiziert. Es ist nicht Abhängig von nur Job oder nur Privat. Mich haben in der Zeit alle überrant, ich mußte vieles organisatorisch managen, privat wie immer freundlich im Beruf, bis ich einfach nicht mehr konnte. Ich war schlapp, müde, ausgelaucht und trotz kurzer Schlafphasen nie ausgeruht und meine Probleme haben im Traum weitergearbeitet, so das mir da teilweise die Lösungen eingefallen sind, an denen ich den ganzen Tag gebastelt hab. Es war einfach nur scheiße. Man muß halt lernen Aufgaben abzugeben und auch mal NEIN zu sagen wenn man etwas nicht kann oder will, egal welcher Ehrgeiz oder Scheu dahintersteht. Bis man diese "Krankheit" überwunden hat liegt wohl an jedem selbst und an seine Umgebung ob die den Hilfeschrei von demjenigen richtig deuten und reagieren können und wollen
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23.09.2006, 17:08
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 23.05.2005
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Beiträge: 612
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Zitat:
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Zitat von helgahops1
Man muß halt lernen Aufgaben abzugeben und auch mal NEIN zu sagen wenn man etwas nicht kann oder will, egal welcher Ehrgeiz oder Scheu dahintersteht.
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Ist in den meisten Fällen nicht möglich, weil sonst der Arbeitsplatz auf dem Spiel steht. Entweder du funktionierst, oder du kannst gehen.
Zitat:
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Zitat von helgahops1
Bis man diese "Krankheit" überwunden hat liegt wohl an jedem selbst und an seine Umgebung ob die den Hilfeschrei von demjenigen richtig deuten und reagieren können und wollen
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Ich bin davon überzeugt, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die ein Burn-Out Syndrom richtig werten und darauf reagieren können.
Die Betroffenen bekommen doch meistens so 'kluge' Sprüche wie 'Stell dich nicht so an. Das ist doch nicht so schlimm. Da mußt du jetzt durch. Du mußt dich nur überwinden' und ähnliches vorgesetzt.
Ich habe es bisher nur ein einziges Mal, im Fall eines Freundes erlebt, dass die Vorgesetzten eingesehen haben, dass sie diesen Freund zu sehr unter Druck gesetzt haben, ihn damit überfordert haben und damit seinen Zusammenbruch ausgelöst haben. Ihm geht es jetzt bei der Arbeit wesentlich besser.
Ansonsten habe ich nur erlebt, dass die Betroffenen als Weichei, nicht belastbar, unfähig und ähnliches 'beschimpft' wurden. Eine frühere Kollegin, die durch ständigen Streß sogar eine schwere chronische Krankheit bekommen hat wird deswegen sogar verspottet und ausgelacht.
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23.09.2006, 17:36
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Das ist schon sehr hart. Aber heute leiden ja mittlerweile nicht mehr nur Mannager oder Arbeitende unter dieser "Krankheit".
Das Leben wird im allgemeinen immer stressiger. Auch Migräne ist ja etwas das mittlerweile immer jüngere Menschen befällt. Ich kenne sogar ne Familie deren 9-jährige Tochter Migräne hat und die meinten das das heutzutage nicht ungewöhnlich sei.
Gegen die neuen Lebensumstände etwas zu tun ist eigentlich fast ausgeschlossen. Man muss halt versuchen sich dann im Privatleben den Rücken frei zu halten. Ich zum Beispiel hatte den Stress ja nicht nur in der Schule (wo ich mit mobbing zu kämpfen hatte) sondern auch zuhause weil mir meine Eltern immer gesagt haben das ich nicht gut genug bin. Ich selbst wollte ja auch immer besser sein. Da ich ein Mensch bin, der immer versucht es erstmal allen anderen recht zu machen, bevor er an sich selbst denkt, habe ich mir den Stress schon selbst gemacht. *denk* Aber es ist auch schwer aus der eigenen Haut zu fahren.
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23.09.2006, 18:38
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 16.09.2006
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Beiträge: 180
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Es ist wahr, es haben leider sehr viele Kinder schon Migräne, auch mein Enkel leidet darunter und er ist erst 6 Jahre jung aber mit Bourn Out hat das nichts zu tun. Ich bin auch Krankenschwester, arbeite in einem Hospiz, werde ständig gemobbt und habe auch zu Hause sehr viel Stress!
Mal sehen, wie lange ich das noch aushalte. Bin ständig müde, zerstreut und fange plötzlich an zu zittern und zu heulen. aber ich liebe meine Arbeit und ,ja, es ist so, man hat das Verlangen, immer an erster Stelle für andere da zu sein.
Ich hatte eine Kollegin, die war bei der Supervision noch völlig fit und am nächsten Tag war sie krank. Über ein Jahr!
Shamea
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Oh, große Kräfte sind`s,
weiß man sie recht zu pflegen,
die Pflanzen, Kräuter, Steine in ihrem Innern hegen.
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