|

18.08.2006, 07:46
|
 |
Spitzen Naschkatze
|
|
Registriert seit: 08.04.2006
Ort: Augsburg
Beiträge: 599
Geschlecht:
|
|
|
Drachenrose: Fettsucht gilt als Krankheit !
Wenn man vorschlägt, er soll bei " Nicht - Erfolg " die Kosten selbst übernehmen, dann muß man auch Alkoholiker zur Kasse bitten.
Das wäre genauso absurd !
Der Alki bräuchte auch nur eine Entziehungs - Kur machen und das Problem wäre beseitigt !
Dann ginge es weiter bei Rauchern, Unfällen die durch sogenannte Fun - Sport - Arten verursacht wurden usw.
Das er zu viel futtert und das es falsch ist, was er tut, weiß er wohl selbst.
Wenn er sich selbst noch helfen könnte, hätte er das wohl schon getan.
Eßstörungen sind eine Krankheit, keine Willens - Schwäche !
Ich finde es zynisch unterschwellig zu sagen, er soll halt weniger fr.... und dann wird das schon.
|

18.08.2006, 07:53
|
 |
Spitzen Naschkatze
|
|
Registriert seit: 23.02.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 634
Geschlecht:
|
|
|
Huhu,
ich habe den Bericht zwar nicht gesehen, aber ich habe auch mal eine Reportage vor einiger Zeit gesehen über ihn.
Ich kann gut verstehen, dass die Krankenkasse nicht zahlen will udn finde das auch gut so! Wenn wir alle fressen um uns dann irgendwann zurücklehnen und uns einfach operieren lassen, machen wir uns das Leben aber sehr einfach. DAnach kommen dann wohl noch OPs wegen der Haut, die sich so schnell gar nicht zurückziehen kann. Das wird ein Fass ohne Boden, was WIR alle mit tragen sollen.
Er kam in der Reportage, die ich mal gesehen habe, ziemlich bockig und trotzig rüber. Wer nicht probiert abzuehmen (und auch mit Kur), der hat nicht wirklich Lust was zu tun. Sich da hinzulegen und sich operieren lassen ist ja ein leichtes.
Das das Risiko immer noch da ist, dass man nach der OP nicht aufwacht, das vergessen scheinbar einige..
__________________
|

18.08.2006, 08:28
|
 |
Spitzen Naschkatze
|
|
Registriert seit: 08.04.2006
Ort: Augsburg
Beiträge: 599
Geschlecht:
|
|
Zitat:
|
Zitat von Grada
Ich finde den Vergleich nicht sooo ungerecht, denn er hatte doch wohl bei seiner Kur auch Rückhalt und hat doch sicherlich Freunde gefunden. Ich hab die erste Reportage mit ihm nicht gesehen.
Naja..
|
Er hat gesagt, er hat Freunde gefunden in der Kur.
Der Vergleich hinkt trotzdem. In der Kur war er unter Jugendlichen, die alle aussahen, wie er.
Da war er einer unter vielen.
Leider kann man diese " Freunde " nicht mit nach Hause nehmen, es waren wohl eher Freunde auf Zeit.
Was sind 6 Wochen Kur im Vergleich zu dem, was noch an Zeit, die vor ihm liegt, die er bräuchte um auf ein normales Gewicht zu bekommen ?
Abgesehen davon fand ich nicht, das er " trotzig " rüberkam oder die Mutter sehr " sachlich " war, als sie sagte, das er bald Diabetes bekommen wird, wenn er so weiter macht.
Wie hätte er denn reagieren sollen ? Wäre ein Nervenzusammenbruch oder eine Heul - Attacke vor laufender Kamera wirksamer gewesen ?
Ich hätte auch keine Lust in der Öffentlichkeit, meine Gefühle der Trauer und der Resignation in die Wohnzimmer anderer Menschen zu bringen.
Fakt ist, das er sich im Kreis dreht und da müssen " drastischere " Maßnahmen her.
Er hätte diese Chance einfach verdient und bräuchte sicher auch psychologische Hilfe. Richtig schlimm soll es nach dem Tod seines Varer´s geworden sein.
Und das Risiko einer OP ist wohl nicht derart hoch, das jeder 2. nach dem Eingriff nicht mehr aufwacht.
Er wird der Krankenkasse auf diese Art und Weise wesentlich mehr Geld kosten, als wenn die OP bewilligt worden wäre.
Seid mir nicht böse Leute, aber ich habe das Gefühl für diesen eigentlich armen Menschen in irgendeiner Form " Partei ergreifen " zu müssen.
Ich sagte bereits, ich finde einige Beiträge wirklich nur zynisch und teilweise naiv.
So..... und jetzt alle Mann bitte auf mich los gehen ! Macht nichts, pack´ich weg !  Und das meine ich jetzt zynisch......
|

18.08.2006, 08:34
|
 |
Naschkatzen Goldi
|
|
Registriert seit: 31.12.2005
Beiträge: 4.843
|
|
oh ja, über den typ hab ich mich auch aufgeregt! der hat bei der ersten kur doch auch abgenommen... typisch fall von "es sich leicht machen"... das hat mich ja so angeko****!!!!!!!!!!!!!!!!! "ich werde es so lange versuchen bis ich das magenband bekomme, aber eine diät? NÖ!"
am liebsten wär ich in den fernseher gesprungen und hätte dem eine reingehauen!!!
als jauch dann fragte "was müssten sie eigentlich für so eine op bezahlen?" dachte ich schon die wollen dem die bezahlen!!! zum glück haben die das doch nicht gemacht!
__________________
|

18.08.2006, 09:00
|
|
Ist öfters hier...
|
|
Registriert seit: 18.08.2005
Beiträge: 263
Geschlecht:
|
|
|
Warum müssen wir in unserer Gesellschaft eigentlich immer Mitleid mit Menschen haben, die sich selber dahin gebracht haben, wo sie sind?
|

18.08.2006, 09:34
|
 |
Moderator
|
|
Registriert seit: 30.05.2004
Ort: da wo Du nicht hin kommst
Beiträge: 9.615
Geschlecht:
|
|
Zitat:
|
Zitat von Grada
Wie kann man denn nacheiner Kur, in der man eigentlich den Anfang zu gesunder Ernährung gemacht hat und damit auch schon kline Erfolge hatte, über 50kg wieder zunehmen? Wieso macht er nicht weiter?
|
Genau, wie bei meinem - schon erwähnten - Bekannten. Dem wurde auch eine Kur bewilligt, 4 Wochen mit Verlängerungsoption. Der Arzt hätte ihn auch gerne noch länger da behalten, da es notwendig war und ist. Er hat nach drei Wochen abgebrochen, weil er lieber zu Hause seine Freundin kontrollieren wollte (lange Story). Er hat noch ca. 3 Wochen zu Hause durchgehalten weiterhin wie in der Kur zu essen. Er war immer mit einem Freund einkaufen, der hatte ein Auto. Bei einem dieser Einkäufe packte er dann seinen Einkaufswagen voll, wie vor der Kur. Der Freund meinte: Hey, ich dachte das wäre tabu und Du willst abnehmen? Dazu meinte er nur: Keinen Bock mehr *schulterzuck*
So gehts... Er hat die Kilos dreifach wieder drauf gehabt, wie gesagt knapp 160 cm groß und um die 200 kg 
__________________
Liebe Grüße sendet Lorian
Der Unkluge kennt allein nicht seines Magens Maß. Hávamál - 20. Strophe
Für ein großes Fast in ganz Deutschland
|

18.08.2006, 10:21
|
 |
Spitzen Naschkatze
|
|
Registriert seit: 08.04.2006
Ort: Augsburg
Beiträge: 599
Geschlecht:
|
|
Zitat:
|
Zitat von hopeful
Warum müssen wir in unserer Gesellschaft eigentlich immer Mitleid mit Menschen haben, die sich selber dahin gebracht haben, wo sie sind?
|
Weil Menschen keine Roboter sind und Fehler haben oder machen !
Weil es leider keine perfekte Gesellschaft mit perfekten Menschen gibt !
|

18.08.2006, 10:38
|
 |
Wohnt hier
|
|
Registriert seit: 24.08.2005
Beiträge: 1.558
Geschlecht:
|
|
|
Also ich habe dann eher Mitleid mit Menschen, die krank sind und nicht anders können.
Z.B. gibt es eine Krankheit, bei der ein Mensch ständig Hunger hat. Da empfinde ich Mitleid.
|

18.08.2006, 10:46
|
|
Der Geist ist willig...
|
|
Registriert seit: 17.08.2006
Beiträge: 0
|
|
|
Er ist 17! Er lebt sein Jahren in schwerster Depression. Er hat keine Aussicht auf ein Leben, überhaupt keine. Wie soll er arbeiten können, wenn er kaum fähig ist den Arm zu heben? Wenn das selbständige anziehen schon ein Kraftakt ist, den er kaum noch bewältigen kann? Er saß dort still und bewegungslos, aber seine Stirn war voller Schweißperlen. Weil alleine das bloße Leben, die einfachsten Vitalfunktionen schon Schwerstarbeit für Herz und Lunge geworden ist. Er weiß genau, dass er Diabetes, Herzinfarkt, Leberverfettung und Nierenversagen entgegendämmert, denn es werden ihm schon genug Ärzte gesagt haben, dass dies sein Schicksal ist. Er weiß genau, wenn er noch ein Jahr so weitermacht, wird er invalide im Bett liegen. Er weiß genau, wenn sich nichts ändert, wird er in ca. 5 - 10 Jahren tot sein.
Er hat eine Kur gemacht, und die hat ihm 10 Kilo Abnahme eingebracht. Viel zu wenig. Wenn er jetzt wieder in Kur geht, werden es vielleicht 12 Kilo sein. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit Diät allein ist es nicht zu schaffen. Schon gar nicht, wenn man in einem rabenschwarzen Loch drinsitzt und mit aller Kraft, die man noch besitzt daran glaubt, das man niemals wieder die Sonne sehen wird. Der Arzt, der dort saß, hatte Recht. Diät und Sport hätte geholfen, wenn man vor 5 Jahren konsequent angepackt hätte. Was die Mutter offensichtlich nicht leisten konnte.
Dieser junge Mann wird sterben, wenn er nicht operiert wird. Verurteilt ihn nicht dafür, dass seine Mutter ihm keinen Weg zeigen konnte, eigenverantwortlich ein Leben zu führen. Verurteilt ihn nicht dafür, das er keinen Weg aus der Depression finden kann.
__________________
Osterduell:
|

18.08.2006, 11:12
|
 |
Naschkatzen Goldi
|
|
Registriert seit: 07.06.2005
Beiträge: 15.061
Geschlecht:
|
|
Zitat:
|
Zitat von hopeful
Warum müssen wir in unserer Gesellschaft eigentlich immer Mitleid mit Menschen haben, die sich selber dahin gebracht haben, wo sie sind?
|
es hat als kind angefangen, er war schon immer moppelig.
willst du einem zehnjährigen vorwerfen, aus frust zu fressen, wenn der vater stirbt?
er hat sich ja nicht in den letzten drei wochen soviel fett angefressen.
übrigens weiß ich, welche szene ihr meint, wenn ihr sagt, er komme bockig rüber.
das war direkt nach der ablehnung der op durch die krankenkasse.
er hatte seine ganze hoffnung in diese op gesteckt und ist total enttäuscht gewesen, als diese dann nicht bewilligt wurde.
ich finde wirklich, dass viele von euch etwas zu hart urteilen.
KLAR kann ich mir auch nicht vorstellen, mich auf 200 kilo hochzufressen, aber genau das sagt mir, dass er dann nicht gesund sein KANN.
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
Ähnliche Themen
|
| Thema |
Autor |
Forum |
Antworten |
Letzter Beitrag |
|
8 Stern
|
Jubelchen |
Diät C |
10 |
20.07.2007 06:28 |
|
3. Stern
|
Ute |
Erfahrungen mit den WeightWatchers |
2 |
14.11.2006 10:08 |
|
2. Stern
|
Ute |
Erfahrungen mit den WeightWatchers |
6 |
21.09.2006 08:12 |
|
Gestern Stern TV
|
tirza |
B |
15 |
12.05.2006 07:19 |
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 04:49 Uhr.
|