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Hab ein Beispiel gefunden zu einem 55-jährigen Klassentreffen.
Vielleicht hattest du es auch schon gesehen, aber ich setz es mal hier rein:
Hi, Freunde im Saale, ich hoffe, ihr wisst,
wie es ist, wenn einen die Muse küsst.
Da muss man schreiben, ob man will oder nicht.
Hier ist es also, mein kleines Gedicht.
Genau auf den Tag vor neun mal fünf Jahren
auf dem letzten Weg zur Schule wir waren
zur Abschlussfeier mit Fahn' und Zylinder.
Wir waren jetzt reif, nicht mehr kleine Kinder.
Unsere Klasse war Klasse, das muss man schon sagen,
noch heute nach vierzig und fünf langen Jahren.
Gekommen sind viele, der Schwager lud ein,
von nah und von fern, dabei nur zu sein.
Die Führung durch Löhne - der Kern blieb verborgen -
Vati konnt' sich viel Wissen besorgen.
Mit seiner Hilf' führt der Rundweg zurück
zum Kaffee beim Kaiser, zu aller Glück.
Wir denken an Schucki, an Filme und an
vier Kreuze in Deutschland und üben dann:
Saale und Eger, Naab und Main, ...
Das weiß doch jeder, will so dumm nicht sein.
Im Spieker Krug, wo die Berta, die dicke,
sich trifft, war am Tisch keine Lücke. (wohl aber ein Lücke!)
Das Essen war gut und laut das Erzählen,
nur der Nachbar konnt's hören ohne sich zu quälen.
Die Stimmung, sie konnte besser nicht sein.
Wir kommen wieder, groß und klein.
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