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Sportabneigung aus Frühprägung? Sportabneigung aus Frühprägung?

 
 
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  #41 (permalink)  
Alt 01.01.2010, 18:07
Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 29.12.2009
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Zitat von Coilla Beitrag anzeigen
Ich bin der Meinung, dass es ohnehin Fächer gibt, wo es eigentlich ein schlechter Scherz ist überhaupt Noten zu vergeben. Dazu gehört für mich ganz klar Sport und auch Kunst und Musik. Das sind Bereiche, da habe ich entweder Talent oder halt keins. Die Fächer an sich soll es auf jeden Fall geben, aber doch bitte nicht mit einer versetzungsrelevanten Note.
Bei Kunst und Musik ist es meiner Meinung nach aber doch noch etwas anders. In Kunst wurde nie mit Note 5 oder 6 bewertet. Ich bin zwar künstlerisch nicht begabt, aber 'ne 3 war immer drin, solange ich was abgegeben habe. Mit den versetzungsrelevanten Tabellen-Sportsechsern war das nicht zu vergleichen. In Musik kommt's drauf an, wir hatten einen sehr theoretischen Musikunterricht, in dem wenig gesungen und getanzt, dafür viel Musikgeschichte und Musiktheorie behandelt wurde. Das fiel in die Kategorie Lernfach.

Zitat:
Zitat von trino Beitrag anzeigen
Naja, wird evtl. etwas oT, aber ich glaube, das trifft auf jedes Fach zu.
Ich finde aber auch da, dass das Fach Sport bei mir ein besonders tragischer Fehlschlag war Konnte Mathe auch nie ausstehen, aber auf mein Leben heute wirkt es sich nicht im geringsten aus, dass ich bei Integralen und Funktionen das Zittern angefange, während Spaß an Bewegung doch wirklich etwas ganz zentrales ist, was ich auch mit durch das Schulfach verlernt habe.
Außerdem war in keinem anderen Fach der soziale Druck so hoch, wie in Sport. Klar fühlt man sich bloßgestellt, wenn man in Mathe an die Tafel muss und die Gleichung nicht lösen kann. Aber ich wurde für sowas nie von meinen Mitschülern beschimpft, wie in Sport, wenn ich einen Ball nicht fangen konnte.
  #42 (permalink)  
Alt 01.01.2010, 20:04
Naschkatzen Goldi
 
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Zitat von oOSalomeOo Beitrag anzeigen
Bei Kunst und Musik ist es meiner Meinung nach aber doch noch etwas anders. In Kunst wurde nie mit Note 5 oder 6 bewertet. Ich bin zwar künstlerisch nicht begabt, aber 'ne 3 war immer drin, solange ich was abgegeben habe. Mit den versetzungsrelevanten Tabellen-Sportsechsern war das nicht zu vergleichen. In Musik kommt's drauf an, wir hatten einen sehr theoretischen Musikunterricht, in dem wenig gesungen und getanzt, dafür viel Musikgeschichte und Musiktheorie behandelt wurde. Das fiel in die Kategorie Lernfach.
Es kommt wohl wirklich auf die Pauker auch an. Meine beste Freundin hatte z.B. eine sehr anspruchsvolle Kunstlehrerin, die zumindest auch mal 5er verteilt hat für "missratene" Werte. Auf der anderen Seite hatte ich auch mal eine Sportlehrerin, die für das reine Mühegeben 2 bis 3 gegeben hat.
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1. Ziel: 64 kg 21.01.12 2. Ziel: 62 kg 3. Ziel: 60 kg 4. Ziel: 58 kg
  #43 (permalink)  
Alt 01.01.2010, 21:00
Naschkatzen Goldi
 
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Zitat von oOSalomeOo Beitrag anzeigen
Ich finde aber auch da, dass das Fach Sport bei mir ein besonders tragischer Fehlschlag war Konnte Mathe auch nie ausstehen, aber auf mein Leben heute wirkt es sich nicht im geringsten aus, dass ich bei Integralen und Funktionen das Zittern angefange, während Spaß an Bewegung doch wirklich etwas ganz zentrales ist, was ich auch mit durch das Schulfach verlernt habe.
Außerdem war in keinem anderen Fach der soziale Druck so hoch, wie in Sport. Klar fühlt man sich bloßgestellt, wenn man in Mathe an die Tafel muss und die Gleichung nicht lösen kann. Aber ich wurde für sowas nie von meinen Mitschülern beschimpft, wie in Sport, wenn ich einen Ball nicht fangen konnte.
Naja, jeder hat eben seine Talente... In der Orientierungsstufe hatte ich einen Mitschüler, der immer seine eins im Sport hatte und die gesamte Schar an Nebenfächern füllte er mit 4en und schlechter. Der konnte allerdings wirklich nichts, was im Kopf stattfand und hatte daher schon vorher in der Grundschule seine 5 in Mathe. Für den war es der soziale Druck schlechthin an der Tafel zu präsentieren, dass er eine absolute Null (nicht nur) in Mathe war...

Ich hatte ehrlich gesagt auch so meine Probleme mit dem Rechnen. Mich verfolgt es demnach auch im Alltag. Wenn ich Kostenvoranschläge und Rechnungen schreibe rechne ich alles gefühlte 100 mal nach, weil ich echt kein Gefühl für Zahlen habe und Panik, dass ich mich total verhaue. Und beim Einkaufen versuche ich auf dem Weg zur Kasse alles überschlagen zu haben, um nicht in einer peinlichen Situation zu enden... Analysis braucht man ja nicht wirklich im späteren Leben, wenn man nicht grad BWL, Physik oder Mathe studiert, Rechnen - und das am liebsten schnell - musst Du überall können. Erst (in Klasse 4-8 )haben mich meine Mathelehrer zum Verzweifeln gebracht (wenn ich Zahlen sehe, bekomme ich heute noch ein schlechtes Gefühl) danach habe ich mich aber dann gerächt . Alles mathematische ging dann nämlich so leidlich, nur wenn dann die Zahlen eingesetzt waren schlichen sich noch Flüchtigkeitsfehler ein und der Lehrer musste alles nachrechnen, um die Folgefehler zu erkennen...

Oh je, weg vom Sport? Und dann so ein Roman? Aber was ich sagen wollte, es kommt eben immer auf die eigenen Stärken, die Mitschüler und eben die Lehrer an...
  #44 (permalink)  
Alt 03.01.2010, 00:29
Spitzen Naschkatze
 
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Zitat von Coilla Beitrag anzeigen

Ich bin der Meinung, dass es ohnehin Fächer gibt, wo es eigentlich ein schlechter Scherz ist überhaupt Noten zu vergeben. Dazu gehört für mich ganz klar Sport und auch Kunst und Musik. Das sind Bereiche, da habe ich entweder Talent oder halt keins. Die Fächer an sich soll es auf jeden Fall geben, aber doch bitte nicht mit einer versetzungsrelevanten Note.
Kunst war sowieso immer gemein für mich, ich hab eine Grob- und Feinmotorische Störung, ich konnt gar nicht gut in dem Fach sein. Wurde das irgendwie berücksichtigt? Nö, natrülich nicht -.-

Erst als ich in der letzten Klasse war und wir Handarbeiten hatten wurde das berücksichtigt - aber nur weil die Lehrerin sehr nett und verständnisvoll war. Die hat geguckt wie sehr ich mich anstrenge und danach hab ich auch zweien oder dreien gekriegt.

Zitat:
Zitat von trino Beitrag anzeigen
Naja, wird evtl. etwas oT, aber ich glaube, das trifft auf jedes Fach zu. Und ich meine jetzt nicht nur Neigungen/Talent, sondern bis hin zu regelrechten Krankheiten... Mathe 1 und Sprachen 6 (Legasthenie) oder umgekehrt (Dyskalkulie).
So bekommen Kinder, die eigentlich eine normale Intelligenz aufweisen Nachteile in der Schule, nur weil sie einen Teilbereich nicht so beherrschen.
Nun, aber in anderen Fächern kann man Nachhilfe nehmen. Man kann Rechtschreibung und/oder Schönschrift zum Beispiel für Deutsch üben. Und Legasthenie wird zum Beispiel auch immer berücksichtigt in Fächern bei denen man auf die Rechtschreibung schaut.

Ich denke einfach, wenn man den Sportunterricht anders gestalten würde, zum Beispiel anstatt Listen mit Jahreszahlen oder Körpergrössen zu benutzen einfach nachzusehen was der Schüler kann, was nicht und wie er sich verbessert hat. Ich war nie sehr groß hätte aber laut Liste 4 m springen können müssen. Brauch ich zu erwähnen das ich das nie geschafft hab?

Auch müsste ein besseres Angebot dabei sein. Zum Beispiel, dass man den Schulen nicht sagt "macht mal ein paar bessere Sportkurse" sondern, dass überwacht wird was welche Schule anbietet und dahingehend vielleicht weiter ausbaut. Das halt nicht alle zum Geräteturnen müssen sondern die dies nicht mal auf den Bock schaffen vielleicht dafür Völkerball oder etwas ähnliches machen können. Das ist jetz übrigens nur mal ein Beispiel

Fakt ist: nicht jeder Mensch hat diesselbe körperliche Verfassung und deshalb muss man Rücksicht nehmen, sonst kommt sowas raus wie bei meinen "Schwestern" und mir




P.S.: Ich finde Sport keineswegs ein überflüssiges Fach, im Gegenteil, es ist sogar sehr Sinnvoll. Nur eben nicht die Art und Weise wie es gehandhabt wird.

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Ich kenn dafür doch nur ein Wort: Globalisierung/Massenmord. Es ist zu spät um zu verzeihen und dein betroffen sein. Wir zahlen dafür mit ihrem Blut, denn Menschen gibt es dort genug. Ein ganzes Land das weiter stirbt weil es verachtet wird. -> Mantus: Tansania


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