ich habe eine sehr interessante Stellenanzeige gefunden für eine Doktorandenstelle in einem wissenschaftlichen Institut. Es stehen die Tätigkeiten drin, Arbeitsumfang (50%), auf drei Jahre angelegt. Anforderungen der Studiengang.
So, und nun verstehe ich eine Sache nicht: Bei anderen Anzeigen steht immer dabei, dass man ein Forschungsvorhaben und Empfehlungsschreiben von Professoren etc. vorlegen muss. Das steht hier nun gar nicht drin.
Heißt das dann, dass das voneinander auch entkoppelt sein kann, denen also evtl. egal ist, was man so herumwurstelt an seiner Arbeit? Kann mir das jemand mal erklären?
Da ich erst seit kurzem mit dem Promotionsgedanken liebäugele, bin ich da vielleicht noch etwas unbedarft und ahnungslos..
Dort direkt fragen ist mir etwas peinlich, zumal da außer dem Direktor kein Ansprechpartner steht...
Steht in der Anzeige etwas über den Schwerpunkt des Lehrstuhls, eventuell ein Forschungsprojekt?
Für eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter benötigst Du nicht unbedingt Empfehlungsschreiben etc. pp., weil davon ausgegangen wird, dass Du am betreffenden Lehrstuhl promovierst. Du solltest aber schon eine Grundvorstellung von Deiner Arbeit haben, wobei das Thema noch nicht genau eingegrenzt sein muss.
Ich würde mich mal auf der Homepage umschauen, was besagter Prof. genau macht, Schwerpunkte, Veröffentlichungen usw. Du solltest Dich schon halbwegs mit diesem Bereich identifizieren können, denn eine Diss. über ein Thema zu schreiben ohne einen gewissen Enthusiasmus mitzubringen ist meist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Ein Empfehlungsschreiben habe ich bei meinen Bewerbungen für Doktorandenstellen nie gebracht. Mein jetziger Chef hat sich bei meinem Diplomarbeitsbetreuer und bei meiner vorherigen Chefin über mich erkundigt, da sich in meinem Bereich alle kennen.
Oft wird von einem bei Vorstellungsgespräch erwartet, dass man präsentiert wie man an die Arbeit herangehen würde oder aber, dass man seine bisherigen Erfahrungen und Tätigkeiten in einer Präsentation darstellt.
Da das Gebaren rund um die Promotion von Fach zu Fach sehr unterschiedlich ist, ist für eine qualifizierte Antwort das Fach unabdingbar.
Bei mir im Fach Chemie ist es zum Beispiel ganz normal zu promovieren. Da werden ständig Doktoranden gesucht und es gibt mehr Stellen als Bewerber.
Bei uns wird ein Thema ausgeschrieben und dann bewirbt man sich auf das Thema, sollte man ein Zeugnis benötigen (weil man z.B. die Uni wechselt) reicht das Diplomzeugnis. Bei mir war aber nicht mal das notwendig, da reichte eine Bescheinigung vom Prüfungsamt aus, dass ich auch wirklich ein Diplom habe...
Ich vermute aber, dass es sich bei Dir um ein geisteswissenschaftliches Fach handelt, oder?
Das ist bei uns wiederum vollkommen anders (Anglistik etc.).
Man überlegt sich ein Thema und bewirbt sich um einen Platz, muss einen bestimmten Notendurchschnitt mitbringen usw.
Irgendwie ist das für mich auch eher eine echte Promotion, als sich auf festgelegte Stellen und Themen zu bewerben und diese dann "abzuarbeiten", besonders, wenn das eigentlich jeder machen kann/wird.
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
...Irgendwie ist das für mich auch eher eine echte Promotion, als sich auf festgelegte Stellen und Themen zu bewerben und diese dann "abzuarbeiten", besonders, wenn das eigentlich jeder machen kann/wird.
Also ich beziehe das gerade mal auf meinen Post... nun ja, bei Fächern wie Anglistik etc. sehe ich das ähnlich, nur für meine Arbeit verwende ich Messgeräte im Kostenbereich einer halben Millionen Euro, da diese Geräte in verschiedenen Forschungszentren stehen kann ich da schlecht meine Arbeit irgendwie selber planen und ausdenken. Ich arbeite in einem Projekt der DFG mit und bearbeite athmosphärische Spurengasprozesse. Der Antrag für das Projekt wurde bereits vor zwei Jahren (da war ich gerade erst fertig mit dem Grundstudium) gestellt und ist mit einem anderen Projekt in einem anderen Bundesland gekoppelt. Es geht dabei um Gelder von gut 3 Millionen Euro und mehreren Doktorandenstellen... ih denke nicht, das es irgendeinem Student möglich ist dies selbst zu organisieren.
Da die Gelder projektgebunden sind kann man also auch nicht "irgendwas" machen sondern schon das was im Antrag drin steht.
Auch denke ich ist es ein Unterschied, ob man über ein Buch/Autor/Epoche etc. etwas erarbeitet, also grundlegend losgelöst von anderen oder in enger Kooperation mit anderen Forschungszentren.
Teil meiner Doktorarbeit ist es Spurengase und deren Reationen in der Atmosphäre zu untersuchen und dies dann bei Feldkampagnen in den Gesamtzusammenhang der gewonnen Daten zu bringen. Da ich dabei auch noch eine Gerätentwicklung zur besseren Probennahme machen muss, glaube ich nicht, dass dies weniger wissenschaftlich ist als in anderen Disziplinen.
Auch wenn sich natürlich jeder bewerben kann ist es zudem nicht kar, dass am Ende auch ein Titel steht. Wer mit dem Thema und den Geräten nicht zurecht kommt, zu wenige Veröffentlichungen schreibt, bei Messkampagnen keine guten Daten misst, etc. bekommt keinen Titel....
Und einfach den Chef fragen was man jetzt machen soll, ist auch nicht möglich wenn man alleine in Spanien oder Frankrich rumsteht und tagelang Daten erfasst und dann Wochen später daheim im Labor sitzt und die Daten nicht "passen" weil das Wetter halt anders war als "geplant".
Also, bevor man irgendeine Promotion als "nicht echte Promotion" bezeichnet sollte man sich erst mal kundig machen, was in andern Fächern verlangt wird und wo da die Schwierigkeiten liegen.
Also ich beziehe das gerade mal auf meinen Post... nun ja, bei Fächern wie Anglistik etc. sehe ich das ähnlich, nur für meine Arbeit verwende ich Messgeräte im Kostenbereich einer halben Millionen Euro, da diese Geräte in verschiedenen Forschungszentren stehen kann ich da schlecht meine Arbeit irgendwie selber planen und ausdenken. Ich arbeite in einem Projekt der DFG mit und bearbeite athmosphärische Spurengasprozesse. Der Antrag für das Projekt wurde bereits vor zwei Jahren (da war ich gerade erst fertig mit dem Grundstudium) gestellt und ist mit einem anderen Projekt in einem anderen Bundesland gekoppelt. Es geht dabei um Gelder von gut 3 Millionen Euro und mehreren Doktorandenstellen... ih denke nicht, das es irgendeinem Student möglich ist dies selbst zu organisieren.
Da die Gelder projektgebunden sind kann man also auch nicht "irgendwas" machen sondern schon das was im Antrag drin steht.
Auch denke ich ist es ein Unterschied, ob man über ein Buch/Autor/Epoche etc. etwas erarbeitet, also grundlegend losgelöst von anderen oder in enger Kooperation mit anderen Forschungszentren.
Teil meiner Doktorarbeit ist es Spurengase und deren Reationen in der Atmosphäre zu untersuchen und dies dann bei Feldkampagnen in den Gesamtzusammenhang der gewonnen Daten zu bringen. Da ich dabei auch noch eine Gerätentwicklung zur besseren Probennahme machen muss, glaube ich nicht, dass dies weniger wissenschaftlich ist als in anderen Disziplinen.
Auch wenn sich natürlich jeder bewerben kann ist es zudem nicht kar, dass am Ende auch ein Titel steht. Wer mit dem Thema und den Geräten nicht zurecht kommt, zu wenige Veröffentlichungen schreibt, bei Messkampagnen keine guten Daten misst, etc. bekommt keinen Titel....
Und einfach den Chef fragen was man jetzt machen soll, ist auch nicht möglich wenn man alleine in Spanien oder Frankrich rumsteht und tagelang Daten erfasst und dann Wochen später daheim im Labor sitzt und die Daten nicht "passen" weil das Wetter halt anders war als "geplant".
Also, bevor man irgendeine Promotion als "nicht echte Promotion" bezeichnet sollte man sich erst mal kundig machen, was in andern Fächern verlangt wird und wo da die Schwierigkeiten liegen.
Ja, vielleicht solltest du das auch mal machen, wenn ich deine Vorurteile andere Studenfächer betreffend hier so lese .
Mir ging es lediglich darum, dass ein Interesse vom Studenten ausgehen sollte und ich es merkwürdig finde, wenn man sich auf Promotionsstellen bewirbt, die Themen vorgeben, man also kein "eigenes" Thema findet zu dem man unbedingt forschen möchte, weil es einen so sehr interessiert.
Und ich finde es ebenfalls befremdlich, dass unter solchen Umständen so gut wie jeder aus einem Fach promovieren kann und wird.
Die eigentliche Idee einer Promotion ist ja, dass man ein gesteigertes Interesse an einem ganz bestimmten Problem/Phänomen entwickelt und von sich aus versucht, dieses zu lösen und zu bearbeiten. Ich sehe das irgendwie nicht, wenn sowohl Thema als auch wann ich wo wie was untersuche vorgegeben ist. Da fehlt mir einfach die wissenschaftlich Freiheit und Eigenständigkeit.
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Irgendwie ist das für mich auch eher eine echte Promotion, als sich auf festgelegte Stellen und Themen zu bewerben und diese dann "abzuarbeiten", besonders, wenn das eigentlich jeder machen kann/wird.
Find ich unmöglich diese Aussage. Ne Promotion in nem naturwissenschaftlichen Fach, nem Ingeniersberuf etc. kann mit Sicherheit nicht jeder machen.
Anabell hat das ja schon gut beschrieben wie und warum das so abläuft.
Ich bin zwar noch lange nicht soweit, aber kriege bei meinen beiden Schwestern mit was sie in ihrer Diss machen, beide haben sebstständig etwas Neues entwickelt, auch wenn das Ziel des ganzen vorgegeben war. Nachgekaut wurde da nichts, und ein Thema ababbeiten kann man das auch nicht nennen.
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"Wollen Sie nur Gewicht verlieren, oder auch ihre Kraft und Beweglichkeit steigern?"
- "Ich will nackt gut aussehen!"
Find ich unmöglich diese Aussage. Ne Promotion in nem naturwissenschaftlichen Fach, nem Ingeniersberuf etc. kann mit Sicherheit nicht jeder machen.
Anabell hat das ja schon gut beschrieben wie und warum das so abläuft.
Ich bin zwar noch lange nicht soweit, aber kriege bei meinen beiden Schwestern mit was sie in ihrer Diss machen, beide haben sebstständig etwas Neues entwickelt, auch wenn das Ziel des ganzen vorgegeben war. Nachgekaut wurde da nichts, und ein Thema ababbeiten kann man das auch nicht nennen.
Hier wurde doch deutlich gesagt, dass fast jeder der das Fach studiert danach auch promovieren kann, weil es keine Zugangsbeschränkungen gibt, zig Stellen und jeder genommen wird - was ist bitte unmöglich daran, diese Aussage zu wiederholen?
Das ist wie in der Medizin, wo man ebenfalls keine besonders guten Noten haben muss, um zu einer Promotion zugelassen zu werden. In anderen Studienfächern hingegen muss man beispielsweise einen besonders guten Notendurchschnitt vorweisen, um sich überhaupt bewerben zu können.
Es ging lediglich darum, dass der Zugang nicht beschränkt ist.
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Geändert von ragamuffin (09.11.2009 um 14:35 Uhr).
In anderen Studienfächern hingegen muss man beispielsweise einen besonders guten Notendurchschnitt vorweisen, um sich überhaupt bewerben zu können.
Es ging lediglich darum, dass der Zugang nicht beschränkt ist.
Und was macht so eine Promotion dann besser/schwieriger oder interessanter?
In meinem Bereich (Ostasienwissenschaften) könnte auch jeder Promovieren.
Nur da eh nur eine Handvoll überhaupt das Studium abschließt und davon auch nicht jeder (so wie ich) das Ziel hat, zu promovieren, braucht man keine Beschränkungen jeglicher Art.
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- Sieh der Schildkröte strahlende Pracht, auf deren Rücken die Welt gemacht -