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Sublinguale Hyposensibilisierung Sublinguale Hyposensibilisierung

 
 
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  #1 (permalink)  
Alt 22.10.2009, 10:57
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Sublinguale Hyposensibilisierung

Hat da jemand von euch Erfahrung mit?
Ich hab ne scheußliche Pollenallergie und kämpfe damit grob geschätzt von März bis September. Hab in der letzten Saison nur noch mit Medikamenten (jeden Tag Cetirizin 10mg) den Tag ohne permanentes Naseputzen und Niesen überstanden. Das hat mir sowieso schon nicht so wirklich gepasst, und als dann im September diesen Jahres auch noch Leberwerte erhöht waren (wobei davon auszugehen ist, dass das am Cetirizin lag) hab ich nach einer Alternative gesucht.
Die Spritzerei will ich mir nicht antun, und Tropfen "compliant" einzunehmen trau ich mir zu. Morgen hab ich den Besprechungstermin beim Allergologen, aber vielleicht mag mir ja trotzdem einer von euch schon mal was erzählen
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Alt 22.10.2009, 14:36
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Ich mache grade die subkutane, also mit Spritzen. Habe erst letzte Woche angefangen, also so viel gibt es noch nicht zu berichten, hatte ja erst zwei Termine.
Wieso willst du dir die aber nicht antun? So schlimm ist das eigentlich nicht. Ich habe meinen HNO gefragt wegen der sublingualen, und er meinte, dass wohl die subkutane sicherer auch Erfolg hat, weil es die sublinguale ja noch nicht so lange gibt, oder sowas. Und dass die vor allem bei Kindern gemacht wird.
  #3 (permalink)  
Alt 23.10.2009, 09:35
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Hallo,
also meine erste orale (hieß damals noch so) hab ich vor 15 Jahren gemacht. Ich hatte danach auch gute 7 Jahre Ruhe, bevor die Allergie wieder kam. So weit ich weiß, ist das bei subkutaner Desensibilisierung ähnlich.
Seit 4 Jahren mache ich wieder eine sublinguale, auch, weil ich mir die Spritzerei aus logistischen Gründen nicht antun wollte, schließlich ist meine Allergologin 8km weit weg und ich hatte keine Lust, da ständig aufzuschlagen. Ich bekomme frühblühende Bäume (Birke, Erle, Hasel) und Hausstaubmilben. Ich bin mit der sublingualen Desensibilisierung sehr zufrieden. Es ist einfach und zu Hause durchzuführen und geht im Prinzip so nebenher. Die einzige Nebenwirkung, die ich Anfangs hatte, war ein leichtes Ödem unter der Zunge. Im zweiten Jahr konnte ich auf Cortison verzichten und im dritten teilweise auf Cetirizin. Und wenn ich wieder 7 Jahre meine Ruhe habe, dann bin ich mehr als zufrieden.

SleeP
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Alt 23.10.2009, 11:24
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Danke für eure Berichte
Mir geht's da ähnlich wie dir, Sleepwalker, ich arbeite eh schon zwischendurch im Schichtdienst und will mich dann nicht noch zusätzlich von Arztbesuchen abhängig machen. Und die Nebenwirkungen sollen bei der sublingualen viel geringer sein, von der subcutanen hab ich schon Horrorgeschichten von Bekannten gehört, deshalb hab ich die auch nie in Betracht gezogen.

Ich dachte übrigens das wär ne ganz neue Methode, weil ich erst vor relativ kurzer Zeit davon gehört hab, aber meine Ärztin meinte sie macht das schon länger, und du hast die ja auch schon vor 15 Jahren gemacht
Arzttermin ist in 1,5 Stunden, ich bin gespannt.
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Alt 23.10.2009, 14:33
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So, bin von meinem Termin zurück. Der war ja nicht so berauschend. Die Ärztin hat sich kurz meinen Allergietest angesehen und dann gesagt dass sie ohne IgE-Blutwert noch nichts mit mir besprechen kann. Warum hat sie mich dann nicht einfach zur Blutentnahme bestellt? -.- Ganz umsonst ne Stunde im Wartezimmer gesessen Also Dienstag erst mal Blutentnahme und dann weitersehen.
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Alt 24.10.2009, 21:36
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Hallo Azmodea,
ich war damals mit Blutwerten und allem Pipapo, was mein Hausarzt gemacht hatte, bei meiner Allergologin eingefallen. Die sagte, das wäre alles Humbug und sie verließe sich da eher auf meine Erfahrungen mit den Allergenen, für sie sie der Allergietest an sich nicht allein Ausschlag gebend. So sindse wohl verschieden, die Allergologen. Vor allem bei meinen Nahrungsmittelallergien wäre man allein mit Allergietest und Blutuntersuchung nie im Leben drauf gekommen.
Naja, wünsche dir auf jeden Fall, dass deine Therapie dann in Gang kommt und dir hilft.

Grüßle
SleeP
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Alt 24.10.2009, 21:49
Naschkatzen Goldi
 
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Mein Allergologe hat mir mal erklärt, dass man den Bluttest und den Test auf dem Arm nicht bei Nahrungsmittelallergien machen kann oder dass es da zumindest nicht viel bringt. Dass man bei Nahrungsunverträglichkeiten auf die Erfahrung angewiesen ist. Das gilt aber nicht für Pollen. Woher soll ich den wissen, welche Pollen grad an meiner Nase vorbei geflogen sind, die stellen sich mir ja nicht vor
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Alt 24.10.2009, 22:01
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Zitat von sleepwalker1303 Beitrag anzeigen
Die sagte, das wäre alles Humbug und sie verließe sich da eher auf meine Erfahrungen mit den Allergenen, für sie sie der Allergietest an sich nicht allein Ausschlag gebend.
Ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema Allergien und Hyposensibilisierung: Im Prinzip ist das allerwichtigste immer noch eine gute Anamnese, sprich das man den Patienten befragt, wann er welche Symptome hat und wie diese ausgeprägt sind. Das gibt einem erfahrenen Allergologen an sich schon einen guten Aufschluß über den Patienten und die für ihn notwendige und sinnvolle Therapie. Natürlich sollten trotzdem noch Allergietests gemacht werden (ganz klassisch der Pricktest und eben zusätzlich noch ein IgE-Test, ggf. auch ein Provokationstest), aber allein anhand irgendwelcher Testergebnisse ohne deutliche Symptome eine Hyposensibilisierung durchzuführen ist an sich wenig sinnvoll.
Zitat:
Zitat von Azmodea Beitrag anzeigen
Und die Nebenwirkungen sollen bei der sublingualen viel geringer sein, von der subcutanen hab ich schon Horrorgeschichten von Bekannten gehört, deshalb hab ich die auch nie in Betracht gezogen.
Bei der sublingualen Immuntherapie haben die meisten Patienten tatsächlich nur lokale Nebenwirkungen, die sich auch oft nach einiger Zeit wieder legen - wobei es natürlich nie auszuschließen ist, daß man auch bei einer sublingualen Immuntherapie auch mal einen Nesselausschlag oder ähnliche Nettigkeiten als Nebenwirkung entwickeln kann.
Ganz prinzipiell: Die sublinguale Immuntherapie ist für manche Patienten wirklich sinnvoll, gerade z.B. bei Spritzenphobikern oder Patienten, die halt aus Zeitgründen nicht alle paar Wochen bei ihren Arzt aufschlagen können, es gibt aber eben auch Ärzte, die aus diversen Gründen die subkutane Therapie bevorzugen.
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Alt 24.10.2009, 22:34
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Hmmm also, ich hatte bisher kaum Nebenwirkungen. Nehme immer eine Cetirizin eine Stunde vor dem Termin (seit der zweiten Woche). Beim ersten Termin hab ich auf die eine gar nicht reagiert, auf die andere lokal (also halt so wie bei nem Allergietest, nur etwas stärker). Beim zweiten Mal hat er deshalb die Dosis nicht erhöht, und da hatte ich dann kaum ne Reaktion und die war dann auch gleich weg.
Ich denke, es kann schon theoretisch auch zu ner stärkeren Reaktion führen, aber das ist selten und ich denke das kommt auch nicht plötzlich, sondern die wird halt mit jedem Termin stärker. Bei einer Freundin von mir wurde deshalb die Therapie abgebrochen.
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Alt 24.10.2009, 22:49
nin nin ist offline
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Zitat von Kaybee Beitrag anzeigen
Hmmm also, ich hatte bisher kaum Nebenwirkungen. Nehme immer eine Cetirizin eine Stunde vor dem Termin (seit der zweiten Woche). Beim ersten Termin hab ich auf die eine gar nicht reagiert, auf die andere lokal (also halt so wie bei nem Allergietest, nur etwas stärker). Beim zweiten Mal hat er deshalb die Dosis nicht erhöht, und da hatte ich dann kaum ne Reaktion und die war dann auch gleich weg.
Ich denke, es kann schon theoretisch auch zu ner stärkeren Reaktion führen, aber das ist selten und ich denke das kommt auch nicht plötzlich, sondern die wird halt mit jedem Termin stärker. Bei einer Freundin von mir wurde deshalb die Therapie abgebrochen.
Na ja, es muß ja nicht jeder mit Nebenwirkungen auf eine Hyposensibilisierung, egal ob subkutan oder sublingual, reagieren. Manche machen eine subkutane Hypo und haben die ganze Zeit keine oder nur lokale Nebenwirkungen, also mal eine Schwellung an der Injektionsstelle, manche kriegen auch im 3. Jahr kurz vor Behandlungsende noch eine schwere Allgemeinreaktion mit Atemnot, Blutdruckabfall und Krankenhausaufenthalt, und manche reagieren so schon nach der ersten oder zweiten oder fünften Spritze. Ich sage es mal so: Die Gefahr, daß man bei einer subkutanen Hypo mit schweren Nebenwirkungen bis zum anaphylaktischen Schock reagiert, besteht theoretisch schon, aber sie ist nicht sehr hoch. Bei einer sublingualen Hypo sind die Nebenwirkungen tatsächlich meist milder und oft auch wirklich nur lokal, also z.B. so etwas wie Juckreiz oder (leichte) Schwellungen im Mundraum.
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