Hallo ihr lieben Naschis,
mich quält zur Zeit ein "kleines" Problem, bzw. weiß ich nicht so genau, was ich machen soll. Aber vielleicht mach ich mir ja mal wieder unnötig Gedanken.
Kurz meine Situation:
Ich bin ALG II Empfängerin und mache seit kurzem ein Minijob, wo ich nachts Posttaschen ausfahre. Ab morgen darf ich großzügigerweise eine Vollzeit Trainingsmaßnahme machen. 8 Wochen lang. Da ich aber auf das Geld von meinem Minijob angewiesen bin, werde ich wohl beides machen müssen.
Jetzt kommt dazu, dass ich Dienstag ein Probearbeiten (Kassiererin bei einer großen Elektrofirma) habe. Das ganze läuft über eine Zeitarbeitsfirma. Wenn ich die Stelle kriegen würde, würde ich 7 Euro die Stunde bekommen und das Vollzeit und dazu wäre die Stelle nur auf November und Dezember befristet. Danach würde ich dann 6,67Euro bekommen und was völlig anderes machen. Vorrausgesetzt die Zeitarbeitsfirma beschäftigt mich weiter. Bei 7 Euro die Stunde hätte ich ganze 200 Euro mehr als das ALG II (ohne Minijob) und bei 6,67Euro die Stunde wären es sogar nur 160 Euro mehr.
Ich bin jetzt gerade zweigeteilt. Auf der einen Seite möchte ich so gern, wieder Vollzeit arbeiten gehen und nicht mehr von der ARGE abhängig sein. Was wahrscheinlich jeder verstehen kann.
Auf der anderen Seite möchte ich nicht für so einen Lohn arbeiten gehen, wo ich sogar noch Anspruch auf Alg II hätte, auch wenn es nur 50 Euro sind. Wohngeld würde ich nicht bekommen. Habe ich schon nach geguckt.
Jetzt habe ich schon überlegt, ob ich nicht beides mache. Den Vollzeitjob annehmen,sofern ich ihn bekomme und dann nachts wochentags für ein paar Stunden arbeiten gehen. Es wäre ja nur für 2 Monate.
Ach, ich weiß nicht was ich machen soll! Ich grübel schon die ganze Zeit und ich habe niemanden, mit dem ich da ordentlich drüber reden kann!
Kennt sich jemand damit aus? Hat das schonmal jemand gemacht? Jedenfalls sowas in der Richtung?
Lg
Distancew
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Springfield wird Schlank! I´m Doris Peterson
Hm... ich hatte zwar bisher noch net diese Rahmenbedingungen, aber durchaus schon mal so eine Situation während meiner Ausbildung. Tagsüber war ich normal arbeiten und von Freitags bis Sonntags hab ich gekellnert und geputzt um meine Wohnung und Auto zu finanzieren. Manchmal auch unter der Woche abends.
Ich sag mal so, es ist machbar... aber auf Dauer ists echt hart. Wie gesagt ich hab das am WE und so gemacht, ich glaub wenn man tagsüber UND nachts am Schaffen ist, das haut das gewaltig rein. Aber kommt auch drauf an, wie es dir "bekommt", gibt ja auch Leute denen das nix ausmacht.
Und wenns nur ne begrenzte Zeit ist dann kann man sich ja auch damit motivieren, das es bald vorbei ist.
Risiko wäre, wenns nicht gut geht, das sich das auf beides schlecht auswirkt. Sprich, du bist so kaputt das du bei der Vollzeitsache nicht mehr ganz bei der Sache bist.
Aber ich würd glaub ich einfach mal schaun obs klappt. Hast du denn die Möglichkeit z.b. kurzfristig von dem Minijob zurückzutreten?
Hoffe hab deine Frage weitesgehend verstanden und jetzt net total Unfug geschrieben...
Aber ich würd glaub ich einfach mal schaun obs klappt. Hast du denn die Möglichkeit z.b. kurzfristig von dem Minijob zurückzutreten?
Huhu,
ja habe ich die Möglichkeit von heute auf morgen aufzuhören. Ich bin an kein Vertrag gebunden. Hat natürlich auch seine Vor und Nachteile. Mich können sie ja auch von heute auf morgen einfach rausschmeißen, aber das ist unwahrscheinlich. Nur meine eine Kollegin kann auch die Nachttour fahren.
Ich weiß nicht ob ich das schaffe, aber ich will es echt probieren. Wie gesagt, die nächsten 2 Monate muss ich da jetzt eh durch, durch die Maßnahme, wenn ich nicht die Stelle bekomme! Und auf das Geld kann ich nicht verzichten von meinem Minijob.
Lg
Distancew
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Springfield wird Schlank! I´m Doris Peterson
Hm, dann musst schaun wie es so klappt... aber wenns absolut net geht würd ich die Notbremse ziehen... niemand wird es dir danken wenn dich kaputt machst. Weder der Nebenjob noch die ARGE.
Puh, also beides, vor allem wo du dann auch kaum Schlaf bekommst... Ne, würde ich persönlich nicht machen, denn die Gesundheit würde leiden-und die wäre mir wichtiger.
Was mich hier wieder sooo tierisch aufregt, ist so eine Voraussetzung, so ein Lohn. Es müßte einfach verboten werden, dass jemand mit Vollzeitjob nur so wenig verdient, dass es wieder nicht reicht.
Unglaublich sowas. Da muss sich bald keiner mehr wundern, wenn wirklich manche lieber arbeitslos bleiben anstatt zu malochen.
Klar, kann dich verstehen. Bin auch so jemand, der es nicht machen würde. Aber ganz ehrlich: ich bin lange schon nicht mehr jemand, der andere verurteilt, wenn sie es anders machen. Früher hat mich das wütend gemacht, heute denke ich manchmal: Ihr macht es irgendwie sogar richtig.
Klar: Es heißt dann, die nutzen andere aus. Aber mal ehrlich: Ein Großteil der Arbeiter wird doch auch nur ausgenutzt. Schlimm, dass man so schon denken muß, aber es ist leider so. Und dieses Beispiel zeigt es mal wieder.
Huhu,
ja habe ich die Möglichkeit von heute auf morgen aufzuhören. Ich bin an kein Vertrag gebunden. Hat natürlich auch seine Vor und Nachteile. Mich können sie ja auch von heute auf morgen einfach rausschmeißen, aber das ist unwahrscheinlich. Nur meine eine Kollegin kann auch die Nachttour fahren.
Ich weiß nicht ob ich das schaffe, aber ich will es echt probieren. Wie gesagt, die nächsten 2 Monate muss ich da jetzt eh durch, durch die Maßnahme, wenn ich nicht die Stelle bekomme! Und auf das Geld kann ich nicht verzichten von meinem Minijob.
Lg
Distancew
Du willst nicht ernsthaft ohne Vertrag arbeiten, oder?
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Ich würde mir das gut überlegen mit der Doppelbelastung. Klar, Geld braucht jeder, aber das man durch eine Vollzeitstelle sein Leben nicht finanzieren kann, darf einer nicht sein! Es bringt dem Staat nichts, wenn sie Leute mit einer vollen Beschäftigung auch bei der Arge sitzen haben und die auch noch zusätzlich zu ihrem Lohn Geld vom Staat bekommen. Da sollten sie wirklich den Mindestlohn einführen, anstatt die Arbeitgeber, die so wenig zahlen noch zu "belohnen".
Zeitarbeitsfirmen schießen auch wie Pilze aus dem Boden - irgendwas läuft gewaltig schief, das meinte sogar die Frau bei der Arge letztens zu mir.
Gehört aber eigentlich nicht zum Thema, sorry!
Ich würde, wie gesagt, überlegen, ob es nicht auch anders geht, als sich kaputt zu arbeiten. Du brauchst deinen Schlaf und bei einer Vollzeitstelle wirst du bestimmt um 8 Uhr anfangen (gehe ich jetzt mal von aus) und nachts machst du weiter den Minijob. Das wird nicht lange gut gehen - entweder wirst du krank oder du bist sehr unkonzentiert bei der Arbeit wegen Schlafmangel.
Huhu,
also zur Zeit mach ich es so, da ich ja die Trainingsmaßnahme mache und heute erst das Probearbeiten ist, dass ich morgens um 8 bei meiner Maßnahme erscheine, dort bis 15 uhr bin, dann nach hause und zwischen 17 und 18 Uhr ins Bett und bis 0 Uhr schlafen, weil ich ab da auf Abruf sein muss. Ich weiß nie genau, wann ich los muss. Und dann bin ich so zwischen 5 und 5.30 Uhr zu Hause. Im Normalfall. Kann aber auch früher oder später werden. Tja, dann bleib ich eigentlich wach. Für ne Stunde sich hin legen lohnt sich nicht. Da ich eh mind. 30 Min brauche bis ich eingeschlafen bin.
Tja, und wenn ich die Stelle kriegen würde, wäre das so, dass ich frühestens um 9.30 Uhr anfangen müsste und spätestens um 13 Uhr und dann bis 21 Uhr.
Und mit dem Arbeiten ohne Arbeitsvertrag. Das wird in der Firma so gehandhabt. Die Mutter meiner schwägerin arbeitet da schon seit 2 Jahren und es gab nie Probleme und meine Kollegin mit der ich mir den Firmenwagen teile arbeitet noch länger da und es ging immer alles reibungslos von statten. Von daher sehe ich darin kein Problem.
Lg
Distancew
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