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Bloß nicht Natur hautnah! Bloß nicht Natur hautnah!

 
 
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  #1 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 09:42
Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 12.10.2006
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Bloß nicht Natur hautnah!

Ich habe neulich ein Gespräch mitbekommen, das mich ein bisschen nachdenklich gemacht hat.

Es ging um die störende Tierwelt, die sich vor der Haustür findet. Da wurde geschimpft über die Krähen, die sich manchmal an den gelben Säcken zu schaffen machen. Und - Um Himmels willen - irgendwer hatte einen Waschbären bei der gleichen Tätigkeit gesehen.

Bloß kein Wespennest in der Nachbarschaft. Das ist ja grauslig. Und noch schlimmer: Da hatte doch jemand eine Hornisse gesehen.

Jemand hat ein Schwalbennest direkt über dem Wohnzimmerfenster und fragt, wie man so eine Schweinerei denn verhindern kann. Mitten zwischen den Geranien hat sich eine Drossel erdreistet, ihr Nest zu bauen.

Im Garten wurde dann aber doch ein Meisenkasten angebracht. Aber in der sich aber kackfrech ne Hummel eingenistet. Sowas geht ja gar nicht!

Und welch grausligen Lärm doch ein Igel machen kann, wenn er sich unter dem Schlafzimmerfenster rumtreibt.... Aber Schneckenkorn wird großzügig verteilt.

Und abends, wenn auf der Terrasse eine Kreuzspinne in ihrem Nest auf Beute wartet, bricht eine regelreche Panik aus.

Da geht man doch lieber rein, schaut die Tiersendungen im Fernsehen und verschickt niedliche Bilder von Hunde- und Katzenbabys per E-mail.

Eigentlich sollte man doch froh sein, wenns vor der Haustür auch noch ein bisschen Leben gibt. Oder nicht?

Grüßle
Neph
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  #2 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 09:48
TinaAlina
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Beiträge: n/a
Ich kann dir nur zustimmen!
Mich regen immer die Leute auf, die über Wildtiere schimpfen, aber Unmengen an Mühe, Arbeit und Geld in ihren Hund bzw Katze stecken!

Oder diejenigen, die kein Fleisch essen können, wenn man das Tier als ganzes gesehen/gekannt hat, aber billiges Supermarktfleisch kaufen, bei dem man die Tiere vorher gar nicht sehen will!

  #3 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 09:53
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 20.06.2009
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Wobei ich auch sagenm uss, dass mich in der Stadt das Getier teilweise echt aufregt.
Total dreiste Tauben, spatzen und Krähen, die einem das essen aus der Hand klauen. Da bekomm ich als totales Landei und Naturfreak auch ne Krise.

Und Wachbären gehören nunmal in den Wald. Das Leben in Ortschaften ist nicht nur (verständlicherweise) störend für Menschen sondern vor allem lebensgefährlich für die Tiere.

Zudem haben wir an dem Campus an dem ich studiere ne regelrecht Kaninchenplage. Soviele gehören da einfach nicht hin, dass hat nichst mit einem ausgeglichenen Ökosystem zutun.

Wobei ich es auch sehr übertrieben finde, wenn man sich über Vogelgezwitscher o.ä. aufregt.
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Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

Der Weg nach draußen?

  #4 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 09:56
TinaAlina
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Zitat:
Zitat von Seelenlabyrinth Beitrag anzeigen
Wobei ich auch sagenm uss, dass mich in der Stadt das Getier teilweise echt aufregt.
Total dreiste Tauben, spatzen und Krähen, die einem das essen aus der Hand klauen. Da bekomm ich als totales Landei und Naturfreak auch ne Krise.

Und Wachbären gehören nunmal in den Wald. Das Leben in Ortschaften ist nicht nur (verständlicherweise) störend für Menschen sondern vor allem lebensgefährlich für die Tiere.

Zudem haben wir an dem Campus an dem ich studiere ne regelrecht Kaninchenplage. Soviele gehören da einfach nicht hin, dass hat nichst mit einem ausgeglichenen Ökosystem zutun.

Wobei ich es auch sehr übertrieben finde, wenn man sich über Vogelgezwitscher o.ä. aufregt.
Waschbären gehören nicht in einen deutschen Wald. Sie haben hier keine natürlichen Feinde und auch keinen natürlichen Lebensraum. Sie sind eingewildert worden, weil die Leute soviel Lebensmittel in die Mülltonnen werfen und sie diesen finden und sich deswegen vermehren! Im Wald haben Waschbären kaum eine Chance. Sie dürfen auch jederzeit geschossen werden, da sie keine natürlichen Feinde haben. Ein Förster sagte zu mir mal: "Siehst du einen Waschbären auf der Straße, so fahre bitte drüber!"
  #5 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 09:58
Kennt sich schon aus...
 
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Ja, man sollte, wenn man halt gerne mal ein Schnitzel isst, wissen wo es denn herkommt. Und ja, ich verpäppel meinen Hund und Fliegen auf dem Erdbeerkuchen sind auch nicht so mein Fall.

Aber trotzdem sollte man doch froh sein, dass es nicht nur uns und unsere Haustiere gibt.
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  #6 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 10:02
caro18805
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Du hast Recht.Aber manchmal ist es einfach zuviel der Natur:

Wir haben wie ich klein war in einem alten Haus mit Rolladenkästen innen über den Fenstern gewohnt.Draußen über den Fenstern waren jede Menge Tauben samt Nester.Der Dreck von ihnen fiel dann auch in die Kästen der Rolladen.Und eines Sommers hatten wir die Bescherung:Lauter Milben im Wohnzimmer die durch die Öffnungen der Kästen zu uns ins Zimmer gelangt waren......Das war nicht mehr lustig.Und die Probleme die wir hatten dem wieder Herr zu werden! Tauben sind(?) waren damals geschützt.Um an das Fachwerk zu kommen benötigte es eine sehr lange Leiter (2.Stock bzw. Dach/Fachwerk).Vom Jäger über Feuerwehr bis hin zum Gesundheitsamt haben wir telefoniert.Und weil das Haus Denkmalgeschützt war konnte man da auch nicht einfach so was an den Balken machen um die Tauben fernzuhalten........Ich weiß gar nicht wie meine Mutter am Ende die Sauerei zu Ende brachte.Wenn Du am Wonzimmertisch sitzt und Dir krabbeln die Milben über den Arm,ja dann mag man die Natur wirklich nicht mehr hautnah!
Ich mag Tauben,aber so nicht!

In Nord Carolina hatten wir Kakerlaken im Haus (die leben da in den Wänden) und in New York hatten sich Termiten daran gemacht unser Haus aufzufressen.Von den Mäusen die von draußen an den Wasser bzw Stromleitungen entlang ins Haus kamen ganz zu schweigen.......
Termiten mußten vernichtet werden sonst wäre das Haus kaputt gegangen.Die Mäuse haben wir natürlich bekämpft:4 New Yorker Straßentiger durften bei uns einziehen.......2 davon leben heute noch und liegen gerade faul auf dem Balkon

Ansonsten,ich genieße die frühen Morgenstunden auf meinen Balkon um den Vögeln zuzuhören.
  #7 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 10:02
Naschkatzen Goldi
 
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Das mit den Waschbären stimmt schon, jedenfalls für unsere Wälder. Der natürliche Lebensraum sind dennoch Wälder. ABer sollen sie deshalb an unserem Müll ersticken? Na das ist mal wahre Tierliebe.
Zudem sind sie in unsreen Wäldern sehr wohl überlebensfähig.

Und ein Tier, dass ichm al kannte kann ich auch nicht essen.
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  #8 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 10:08
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Zitat:
Zitat von TinaAlina Beitrag anzeigen
Waschbären gehören nicht in einen deutschen Wald. Sie haben hier keine natürlichen Feinde und auch keinen natürlichen Lebensraum. Sie sind eingewildert worden, weil die Leute soviel Lebensmittel in die Mülltonnen werfen und sie diesen finden und sich deswegen vermehren! Im Wald haben Waschbären kaum eine Chance. Sie dürfen auch jederzeit geschossen werden, da sie keine natürlichen Feinde haben. Ein Förster sagte zu mir mal: "Siehst du einen Waschbären auf der Straße, so fahre bitte drüber!"
Ja. Das stimmt schon. Unser Öko-System ist total durcheinander. Wir haben sehr viele eingewanderte Tiere hier, die eine Menge Schaden anrichten. Man denke nur an die Kartoffelkäfer.

Ich habe auch nicht wirklich viel Ahnung davon, was sie alles für Schaden anrichten können und da wird auch niemand mehr gegen ankommen.

Aber sie können ja nicht wirklich was dafür, dass sie hier sind. Ich weiß, dass es Kammerjäger gibt, die nur damit beschäftigt sind, die Tauben in den Großstädten zu dezimieren, während sie wieder von anderen Leuten gefüttert werden.

Das ist auch richtig so. Da kümmern sich die darum, die "davon Ahnung haben", wie ich hoffe. Sprich: Förster, Jäger und Kammerjäger.

Unser Kiessee kippt regelmäßig um, weil dort die Enten gar nicht so viel Brot wegfressen können, wie ihnen als Futter hingeschmissen wird. Also, ich übertreibe die Tierliebe ja nicht in diesem Maß. Aber einen Waschbären werde ich bestimmt nicht verpetzen.

Und wenn sich eine Libelle auf meinen Balkon verirrt, obwohl weit und breit kein Wasser zu sehen ist, freue ich mich einfach darüber.
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  #9 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 10:23
caro18805
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Zitat:
Zitat von Nephenee Beitrag anzeigen
Ja. Das stimmt schon. Unser Öko-System ist total durcheinander. Wir haben sehr viele eingewanderte Tiere hier, die eine Menge Schaden anrichten. Man denke nur an die Kartoffelkäfer.

Ich habe auch nicht wirklich viel Ahnung davon, was sie alles für Schaden anrichten können und da wird auch niemand mehr gegen ankommen.

Aber sie können ja nicht wirklich was dafür, dass sie hier sind. Ich weiß, dass es Kammerjäger gibt, die nur damit beschäftigt sind, die Tauben in den Großstädten zu dezimieren, während sie wieder von anderen Leuten gefüttert werden.

Das ist auch richtig so. Da kümmern sich die darum, die "davon Ahnung haben", wie ich hoffe. Sprich: Förster, Jäger und Kammerjäger.



Und wenn sich eine Libelle auf meinen Balkon verirrt, obwohl weit und breit kein Wasser zu sehen ist, freue ich mich einfach darüber.
Libellen sind wunderschöne Tiere.Leider habe ich schon jahrelang keine mehr gesehen.
In New York hatten wir immer tolle Tiere an der Hauswand ,"walking sticks" die gibt es hier nicht.Die sehen aus wie ein Ast vom Baum,bis er sich bewegt......
Bei uns gibt es übrigens seit Jahren wilde Papageien.Die sind hübsch aber haben auch ihre negative Seite.
  #10 (permalink)  
Alt 05.07.2009, 10:59
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Eine Kollegin von mir meinte letztens, dass es ihr auf den Keks geht, wenn die Vögel morgens singen. Ich kann sowas nicht nachvollziehen, denn das ist doch total toll, wenn man im Sommer morgens so geweckt wird.

Und was Tiere angeht, die im Müll rumwühlen - dann muss man den Müll eben entsprechend schützen. Die wissen ja nicht, dass das da steht, weil es für die Deponie abgeholt wird.

Sicherlich gibt es Tiere, die man nicht mag oder vor denen man sich ekelt, aber so ist das nun mal...
Ich mag alle Tiere.... Und ich find es toll, wenn man "wild" lebende Tiere beobachten kann. Denn die sind teilweise echt schlau. Das sollte man nicht meinen...
 

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