@ schwerwiegend: darf ich fragen, warum dich jura so ankotzt und warum du keine andere wahl hast?
Ich bin zwar nicht schwerwiegend, aber ich hab das gleiche Problem, deshalb antworte ich einfach mal.
Mich kotzt Jura an, weil ich die Prüfungsordnung hasse. Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, aber bei uns ist es so, dass 6 Klausuren am Ende dieses Studiums über dein Leben entscheiden. In diesen sechs Klausuren kann ein unmenschlicher Berg an Stoff drankommen, den man nie im Leben komplett lernen kann. Im ganzen Studium sammelt man keine Punkte, nein alles kommt aufs Examen an - wenn man zwei schlechte Wochen hat, ist alles vorbei (Ausnahme Schwerpunktbereich, aber der reisst nicht viel).
Ich stehe kurz vorm Examen und habe eine sehr große Angst, dass ich womöglich vier Jahre umsonst studiert habe. Die Angst ist auch begründet, denn es fallen leider 30-40 % am Ende durch.
Das kotzt mich alles an, denn man könnte es mit einer normalen Prüfungsordnung den Studierenden viel einfacher machen: man könnte einfach in den ersten zwei Semestern die Spreu vom Weizen trennen und dann nur diejenigen mit auf die Reise nehmen, die das Zeug dazu haben....
Schon 23?
Du bist erst 23 und hast, meiner Meinung nach, noch Zeit genug dir etwas zu überlegen, was dir liegt.
Ich bin 21, im 4. Semester und oft noch jünger als die Zweitsemester bei uns, in meinem Semester eh mit Abstand die Jüngste, die sind alle zwischen Mitte 20 und 48 ...
So viele fangen erst so spät an, weil sie sich einfach nicht sicher waren, was werden soll.
Ich bin zurzeit auch in einer kleinen Krise, was mein Studium betrifft.
Ein Freund meinte dann in einem Gespräch, wie traurig wäre es denn, wenn man sich in seinem Leben niemals weiter entwickelt?
Damit verändern sich eben auch interessen, es ist nicht schlimm, auszuprobieren.
Die meisten haben doch einfach nur nicht den Mund zu sagen, ja, ich habe nun 6 Semester studiert und jetzt erst gemerkt, dass es mir nicht liegt, und dann auch abzubrechen oder zu wechseln.
Ich will nicht wissen, wieviele arme Würstchen jeden Tag im Hörsaal neben mir sitzen, es einfach durchziehen, weil es eben "so sein muss", und abends einfach nur angepisst sind.
Überleg es dir gut, jobbe vielleicht eine Weile und denk intensiv über die Zukunft nach
@ schwerwiegend: darf ich fragen, warum dich jura so ankotzt und warum du keine andere wahl hast?
Darfst du
Naja, also ich bin jetzt im 4. Semester. Die ersten 2 Semester hat es mir richtig Spaß gemacht - ich hab Strafrecht geliebt, BGB AT war auch noch okay... dazu gabs Ö-Recht, womit ich nie so wirklich viel anfangen konnte und weil ich auch erst um 3. Semester Klausur darüber geschrieben hab, hab ich das auch ziemlich vor mir hergeschoben und hatte schon im 2. Semester nicht mehr so richtig Überblick.
Das war das erste Mal, dass ich einfach nur das Fach wechseln wollte.
Dann kamen eine Hausarbeit und 2 Klausuren, mit 8, 8 und 5 Punkten (merke: aberratio ictus hat NICHTS mit der Kausalität zu tun. Dafür gabs 4 Punkte Abzug ) war ich sehr zufrieden und hab wieder Motivation bekommen. Also hab ich mich dran gemacht Ö-Recht nachzuholen, Klausur 7 Punkte.
Naja, danach kam wieder so ein absolutes Loch. Die meisten meiner Kommilitonen sind arrogante Klugscheißer mit denen ich einfach nicht kann - man wird blöd angeguckt, weil man in Jeans und Pulli rumrennt, ganz ohne Perlenkettchen und gegelte Haare, kein eigenes Auto und keinen Laptop hat.
Ich hab mich trotzdem zusammen gerissen, immerhin hatte ich ja noch Spaß an Strafrecht. Inzwischen nervt es nur noch. Völlig offensichtliche Sachen müssen wir definieren (Hallo? Natürlich ist ein Buch eine Sache, und natürlich ist ein Auto ein Fahrzeug, muss ich da ernsthaft jedes Mal diese verdammten Definitionen runterlabern? - Ja, sonst gibts Punktabzug. ), der neue Prof labert seinen Mist einfach nur runter, mitdenken brauchen wir nicht mehr. Wir lernen Polizeirecht und uns wird gesagt so wichtig sei es nicht - erst im Examen. Wir haben eine AG zur Vorlesung Verwaltungsprozessrecht - der AG-Leiter ist dem Prof jedes Mal weit voraus.
Für jeden langweiligen Scheiß gibts irgendwelche scheiß Meinungsstreits zwischen Literatur und Rechtsprechung.
Einige beneiden uns Juristen darum, dass wir nicht mehr als 2 Klausuren im Semester schreiben. Mich nervt es, weil ich nicht in der Lage bin, dann auch dranzubleiben. Weil ich nicht gefordert werde. In den Vorlesungen sitzt man stumpf da und hört zu, die Klausuren sind immer so weit weg, dass ich einfach nicht schaffe, mich täglich mit dem Stoff zu beschäftigen. Muss ich aber, sonst kommt im Examen irgendwann der Hammer.
Davon abgesehen wurde uns gleich zu Anfang gesagt, dass von 10 000 Jurastudenten vielleicht 600 das Examen machen (die andern würden alle vorher aufgeben weils zu anspruchsvoll sei) wobei nochmal die Hälfte durchfällt. Super motivierend, wenn auch wohl maßlos übertrieben.
Ergo nervt mich nicht nur das Fach, sondern auch ich mich selbst, weil ich glaube nicht für das Fach geschaffen zu sein und dementsprechend bin ich wahnsinnig unmotiviert und muss mich mittlerweile selbst in die Uni prügeln weil ich Aggressionen kriege, wenn ich nur "Hörsaal" oder "Vorlesung" höre.
Naja und eine Alternative hab ich nicht, weil ich eben auch schon 22 bin, eigentlich keine Zeit verschwenden will und finanziell so knapp bei Kasse bin, dass ich für eine Ausbildung nichtmal umziehen könnte, hier in der Stadt gibts nichts was mich interessieren würde. Anderes Studienfach fällt auch flach, interessiert mich alles nicht.
Wahrscheinlich mach ich mir selbst das Leben schwer. Aber diese Gedanken zu ändern hab ich bisher immer nur vergeblich versucht.
du bist in keinem Fall eine Versagerin wie du sieht geht es sehr vielen so und auch mir geht es so.
Ich bin im dritten Semester Elektrotechnik und total unglücklich damit, bin 22 und auch am überlegen zu wechseln.
Mich kotzen die Leute an, die Fächer an und diese Menge unnötigen Stoffs wo man auch noch direkt gesagt bekommt das braucht ihr im Berufsleben nie.
Es fällt auch mir schwer zu meinen Eltern zu gehen und zu sagen hört mal das war ein Fehler ich will wechseln, aber sich durch etwas durch quälen bringt es auch nicht.
Nur dieses mal werde ich ganz genau darüber nachdenken was ich gerne machen würde.
Das wo ich am meisten Interesse dran hätte kostet aber 5000 Euro in 6Monaten wie soll man die bezahlen?
Denk einfach in Ruhe darüber nach was du machen willst, leg doch das ein oder andere Praktikum ein und entscheide dann.
Denn sich zu irren ist nicht schlimm nur irgendwann muss man auch mal das richtige nehmen.
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1. Ziel unter 140kg --->
2. Ziel unter 135kg --->
3. Ziel unter 130kg --->
Nur schäme ich mich so sehr.... ich hab ein problem damit, wenn ich mir vorstelle, wie sich die leute "das maul" über mich zerreisen. Ich weiß auch, dass mir das aber egal sein könnte.
Das hab ich damals auch gedacht, als für mich nach dem 3. Semester feststand, dass mein Studiengang nicht das ist, was ich machen möchte. Auch das Gefühl von wegen "Versagerin" kenne ich sehr gut bzw. kann mich sehr gut dran erinnern - allerdings stimmt das NICHT.
Du bist keine Versagerin und du musst dich auch nicht schämen, weil auch der 2. Anlauf bzgl. Studium nicht das ist, was du dir wünschst für die Zukunft.
Bei mir hat mein näheres Umfeld eigentlich durchweg positiv auf die Entscheidung reagiert, dass ich das Studium abbreche. Manche haben mich sogar dafür bewundert, dass ich den Mut habe, da nen Schlusstrich drunter zu ziehen.
Und jetzt fange ich mit fast 23 meine Ausbildung zu meinem Traumberuf an und bin ziemlich zufrieden und glücklich mit dem Lauf der Dinge Insgesamt habe ich also 6 Semester, knapp 3 Jahre mehr oder minder "für nichts" studiert. Aber nuja...so ist das leben, kann ja nicht alles immer geradlinig verlaufen.
Allerdings finde ich es auch ziemlich wichtig dass du dir bewusst drüber wirst, was du denn machen möchtest in Zukunft. Hast du evtl die Möglichkeit Praktika (bzw. Praktikumstage evtl) zu machen oder so, und in das ein oder andere mal reinzuschnuppern?
Du solltest auf jeden Fall in irgendeiner Art und Weise aktiv werden und dich kümmern, das ist besser als gar nichts machen und trüben Gedanken nachzuhängen .
Irgnedwie muss es ja (besser früher, als später) weitergehen.
Aber nochmal, schäm dich nicht dafür dass es mit der Uni nicht klappt. Es gibt noch so viele andere denen es genauso ging, geht, und gehen wird, und es gibt auch neben der Uni noch genug andere Berufsperspektiven und Alternativen, wenn man denn seinen inneren Schweinehund mal überwindet und anfängt, zu suchen/was dafür zu tun.
__________________ Auf zum Endspurt!Das Ziel ist nah!
Leute zerreissen sich immer das Maul, du kannst es nie allen recht machen. Jetzt musst du halt beschliessen was du tun willst und dann musst du dich da auch mal durchbeissen, dass einzige was eben nicht geht ist jahr nach jahr etwas zu machen und nie zu einem abschluss zu kommen... das man die richtung und interessen wechselt ist wohl relativ normal und nun auch nicht so selten
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Caution! I stop for gnomes, elves, pixies, unicorns, leprechauns, faeries, dragons, and other mystical creatures only I can see.
Höchststand: Januar 2008 - 125kg
1.Ziel: 100kg -21.11.08 (99,9kg)
2.Ziel: 90kg - 20.06.09
3.Ziel: 80kg -
ich finde auch nicht, dass du versagt hast im Leben. gerade heutzutage ist es doch häufig so, dass man sich umorientiert. wichtig ist meiner Meinung nach, dass du etwas findest, dass dir wirklich spaß macht. wünsche dir viel Erfolg dabei
pS: mir macht Jura Spaß und bei mir an der Uni würden die Korrekturassistenten einem den Kopf abreißen (und keine 8 Punkte, geschweige denn 4 Punkte mehr vergeben) wenn man nach dem 2.semester noch definiert und subsumiert, dass das Auto eine Sache ist. Und mehr als 2 Klausuren schreibe ich auch jedes Semester-> genaugenommen 4 oder mehr Klausuren/ Semester (ok schreibe freiwillig als Training Klausuren mit, in denen ich den Schein bereits habe). Die vielen mehr oder weniger sinnvollen Meinungsstreitigkeiten finde ich zugegeben auch oft etwas nervig. sorry, aber wenn euch Jura nicht gefällt finde ich das nicht tragisch oder so, nur deshalb ist das Studienfach an sich doch nicht schlecht. warum studiert ihr das Fach denn, wenn ihr es so ätzend findet?
du bist doch erst 23!
Mach dir doch keinen Stress!
Ich hab so vieles in meinem Leben gemacht, und erst mit 25 angefangen zu studieren, weil ich der Meinung war das ich jetzt das richtige gefunden habe!
Was bringt es dir einen Abschluss in etwas zu haben was nichts für dich ist?
Finde dich erstmal selbst!
oh gott ich habe mich mit 23 jahren erst in die abendschule gesetzt, damit ich meine hak matura/ abi in der hand habe! wenn ich fertig bin, werde ich 27 jahre alt sein.
und weißt du was? ich bin stolz wie oskar, dass ich das wunderbar mit meinem leben vereinbaren kann. warum sollte so etwas im studium nicht auch möglich sein?
anfangs waren auch alle skeptisch. mir war das recht egal, ich weiß ja warum ich das tue. nach 1 1/2 jahren verstehen es auch endlich die anderen
ich finde am ende muss man mit sich nur selbst zufrieden sein und den weg gegangen sein, den man für sich gut gefunden hat.