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Artikel: Abgelehnte Spätabtreibung Artikel: Abgelehnte Spätabtreibung

 
 
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  #71 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:29
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 14.07.2008
Ort: Bayern
Beiträge: 4.249
Geschlecht:
Schade, dass sich auch hier wieder die Meinung der Abtreibungsgegner breit macht...

Der offene und ehrliche Bericht der Eltern wird außer Acht gelassen, denn diese beiden hatten KEINE WAHL.
Vielleicht erfahren wir in ein paar Jahren, wie es der gesamten Familie mit dem Schicksal ergangen ist.
Es geht hier nicht nur um den behinderten Ludwig, auch das seelische Leid der gesamten Familie sollte in Betracht gezogen werden.
__________________
Gemeinsam sind wir stark
Nuschki



  #72 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:30
Susi
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von ragamuffin Beitrag anzeigen
Der Mut besteht darin so offen und ehrlich über ihre Erlebnisse zu sprechen - obwohl sie dafür angefeindet werden und sich der Gesellschaft aussetzen.
Ich weiss nicht, ob ich mich das trauen würde und ich sehe auch nicht, wo hier die Norm sein soll - ganz im Gegenteil.

Und rose, komm mir nicht mit dummen Kommentaren wie dem eben. Ich engagiere mich da wo ich will und das hat nichts mit diesem Thread zu tun.
dumm ist anderes.

und nein, es ist nicht mutig, für die norm zu kämpfen. das ist immer einfacher. ich bewundere es vielmehr, und finde es mutig, kinder mit behinderung einfach grosszuziehen, ohne jeden tag um das leben zu jammern, was man haben könnte, wenn es dieses kind nicht gäbe. ich weiss nicht, ob ich das könnte, das jammern um das, was sein könnte allerdings, kann ich da besser - das schaffen wir alle besser. vor allem wenn wir noch so nen gebildetes forum (nicht forum im sinne von internetplattform) finden, das uns unterstützt.

und wer behauptet, es ist mutig, sowas rauszukrakelen, und dann noch behauptet, dass andere dazu den mut nicht findet, der ein behindertes kind hat, beleidigt die eltern, die dieses kind mit grossem selbstverständnis aufziehen und das kind einfach lieben ohne zu gucken, was es nicht kann.


weitermachen.

ich bin nun wirklich raus.
  #73 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:30
Susi
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Nuschki Beitrag anzeigen
Schade, dass sich auch hier wieder die Meinung der Abtreibungsgegner breit macht...

Der offene und ehrliche Bericht der Eltern wird außer Acht gelassen, denn diese beiden hatten KEINE WAHL.
Vielleicht erfahren wir in ein paar Jahren, wie es der gesamten Familie mit dem Schicksal ergangen ist.
Es geht hier nicht nur um den behinderten Ludwig, auch das seelische Leid der gesamten Familie sollte in Betracht gezogen werden.
ich bin KEIN abtreibungsgegner, das noch zum schluss..
  #74 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:32
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 19.11.2006
Ort: Wiener Blut... schmeckt so gut...
Beiträge: 8.766
Geschlecht:
Zitat:
Zitat von ragamuffin Beitrag anzeigen
Deswegen sollte ja auch keine solche angeregt werden.
Ich wollte den Artikel mit euch teilen und das war's.
Mir war schon klar, dass nichts Konstruktives dabei herauskommen kann - das ist leider bei solchen Themen immer so, weil Menschen gerne schnell (ver)urteilen.


dann solltest du aber auch die härte haben, beiträge zu ignorieren, die nicht dem entsprechen was du mit dem thread bewirken wolltest. und persönliche angriffe musst du auch nicht beantworten
__________________
Blöd kannst sein wie'st willst, nur zu helfen musst dir wissen.

  #75 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:36
nin nin ist offline
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 28.11.2008
Beiträge: 3.362
Geschlecht:
Zitat:
Zitat von wildrose Beitrag anzeigen
und nein, es ist nicht mutig, für die norm zu kämpfen. das ist immer einfacher. ich bewundere es vielmehr, und finde es mutig, kinder mit behinderung einfach grosszuziehen, ohne jeden tag um das leben zu jammern, was man haben könnte, wenn es dieses kind nicht gäbe. ich weiss nicht, ob ich das könnte, das jammern um das, was sein könnte allerdings, kann ich da besser - das schaffen wir alle besser. vor allem wenn wir noch so nen gebildetes forum (nicht forum im sinne von internetplattform) finden, das uns unterstützt.

und wer behauptet, es ist mutig, sowas rauszukrakelen, und dann noch behauptet, dass andere dazu den mut nicht findet, der ein behindertes kind hat, beleidigt die eltern, die dieses kind mit grossem selbstverständnis aufziehen und das kind einfach lieben ohne zu gucken, was es nicht kann.
Ganz ehrlich finde ich es nicht schlimm, wenn die Eltern mal ein bißchen "rumjammern". Sie müssen jeden Tag mit einer Situation leben, die sie sich nicht ausgesucht haben- abgesehen davon, daß sie von denjenigen, die sie in diese Situation gebracht haben, kaum Hilfe erhalten. Natürlich kann man denjenigen Eltern behinderter Kinder, die nicht jammern, mehr Respekt zollen. Aber in einer derartigen Situation finde ich in Ordnung, wenn sich jemand Luft macht. Und ganz ehrlich, es jammern so viele Leute wegen wesentlich banalerer Sachen (auch hier im Forum), und das ist es ok? Meiner Meinung nach wird hier mit zweierlei Maß gemessen.
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Etappenrudern: 15/400 min




  #76 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:36
Naschkatzen Goldi
 
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Zitat von Nina1208 Beitrag anzeigen
ich mag keine diskussionen, wo jeder nur noch emotional wird.
ich mag keine diskussionen, wo (fast) jeder beteiligte nur halbwissen spricht.
und ich mag erst recht keine diskussionen, die kein ziel, kein richtiges thema, sondern nur ein allgemeines GEGENEINANDER haben.

und persönlich zu werden, gibt dem ganzen noch die kirsche auf das sahnehäubchen.
Das unterschreibe ich! Man kommt hier ja schon fast nicht mehr beim Mitlesen mit.

Abtreibung ist generell ein heikles Thema. Da kann ohne Ende diskutiert werden, ohne dass man zur einzigen großen Wahrheit für ALLE kommt.
Ich kann in dem Artikel die Sicht der Eltern verstehen. Ich kann auch die Abtreigungsablehnung des Arztes und seinen gleichzeitigen Zwiespalt nachvollziehen. Ich kann auch nachvollziehen, warum jemand eine Abtreibung ablehnt oder befürwortet etc....
Ich hätte mir wohl auch die Gedanken der Eltern gemacht, kann allerdings hier nicht schreiben, wofür ich mich entschieden hätte, weil ich in dieser schlimmen Lage glücklicherweise noch nie war. Da ich es überhaupt nicht beurteilen kann, wie bescheiden es einem in der Situation geht, mag ich daher auch kein Urteil fällen.
__________________



1. Ziel: 64 kg 21.01.12 2. Ziel: 62 kg 3. Ziel: 60 kg 4. Ziel: 58 kg
  #77 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:41
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 04.03.2006
Beiträge: 13.355
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Zitat:
Zitat von wildrose Beitrag anzeigen
dumm ist anderes.

und nein, es ist nicht mutig, für die norm zu kämpfen. das ist immer einfacher. ich bewundere es vielmehr, und finde es mutig, kinder mit behinderung einfach grosszuziehen, ohne jeden tag um das leben zu jammern, was man haben könnte, wenn es dieses kind nicht gäbe. ich weiss nicht, ob ich das könnte, das jammern um das, was sein könnte allerdings, kann ich da besser - das schaffen wir alle besser. vor allem wenn wir noch so nen gebildetes forum (nicht forum im sinne von internetplattform) finden, das uns unterstützt.

und wer behauptet, es ist mutig, sowas rauszukrakelen, und dann noch behauptet, dass andere dazu den mut nicht findet, der ein behindertes kind hat, beleidigt die eltern, die dieses kind mit grossem selbstverständnis aufziehen und das kind einfach lieben ohne zu gucken, was es nicht kann.


weitermachen.

ich bin nun wirklich raus.
Es ist genauso mutig dazu zu stehen, dass es einem die letzte Kraft raubt und es eine große Anstrengung ist, Ehen extrem belasten kann, Geschwister zu kurz kommen und viele Menschen dies einfach nicht leisten zu können.

Das ist weitaus weniger "anerkannt", als der angebliche Großmut ein behindertes Kind aufzuziehen.

Es gibt einfach Menschen, für die das zuviel ist.
Und dies zu äussern finde ich absolut in Ordnung.
__________________
Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
  #78 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:43
Mandelhoernchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Das, was diesen Artikel für mich ausmacht, ist die (erneute) Erkenntnis, wie ambivalent in Deutschland mit dem Thema Behinderung umgegangen wird.

Wozu gibt es denn die ganzen Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik und Gesetze, die in bestimmten Fällen (ja nicht grundlos!!!) eine späte Abtreibung erlauben, wenn die betreffende Frau das Kind am Ende trotzdem zur Welt bringen muss?!?!?

Wenn in Deutschland wirklich alle so unglaublich am Wohl der behinderten Mitmenschen interessiert wären, gäbe es ja wohl genügend Plätze in betreuten Wohneinrichtungen, Krippen, Schulen etc. und die Familien müssten sich nicht, wie in dem Artikel beschrieben, neben der ohnehin schon zeitaufwändigeren, intensiveren, anstrengenderen Pflege des behinderten Kindes um den ganzen Papierkram kümmern, sich von A nach B nach C nach D schicken lassen, um letztendlich doch wieder alleine dazustehen. Wenn die Familien wüssten, dass sie nach der Geburt eines schwerstbehinderten Kindes nicht alleine dastehen würden, sich nicht um jeden Pups wochen- oder monatelang mit den Versicherungen rumschlagen müssten, sondern tatsächlich die benötigte Unterstützung von Staat und Gesellschaft erhalten würden, würden sich sicherlich mehr Familien für das Leben mit einem behinderten Kinde entscheiden...

Ich finde allerdings auch ziemlich krass, wie die Familie am Ende des Artikels immer noch über das Kind spricht. Denn - da muss ich Sojawürstl echt zustimmen - sie hätten die Möglichkeit gehabt, das Kind nach der Geburt abzugeben.

Allerdings denke ich, dass man der Familie diese ganze Tragödie hätte ersparen können, indem man ihrem Wunsch auf (rechtmäßige!) Abtreibung Folge geleistet hätte. Dann wären die Eltern auch nicht in die Situation gekommen, ihr Kind aus schlechtem Gewissen doch zu behalten.

Niemandem ist mit einem unerwünschten Kind geholfen. Weder den Eltern, noch dem Kind, noch dem Heim, in dem es gelandet wäre. Wäre die Welt tatsächlich so voller Wohltäter, die alle Kinder gleich viel lieben, bräuchte man keine Heime etc. mehr, aber so ticken die Menschen nun einmal nicht.
Jeder muss für sich selbst entscheiden dürfen.
  #79 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:44
Ist öfters hier...
 
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 149
Geschlecht:
Abgesehen davon wie die Eltern mit dem Kind jetzt umgehen, es gibt zwar ein Recht für Abtreibung (eine Abtreibung die in diesem Fall aber an einem allein-lebensfähigen Kind vorgenommen werden müsste) aber kein Recht auf Abtreibung, ich hab den Artikel nämlich auch gelesen (im Spiegel selbst, ich weiß nicht ob der ganze Artikel auf der Homepage online steht) und darin steht u.a. auch dass die Ärzte keine Abtreibung an einem solchen, schon so weit entwickelten Kind vornehemn wollten/wollen.
DAS kann ich auch voll und ganz nachvollziehen, andererseits rettet man Frühchen, tut alles für sie, aber ein Kind in der 34. Woche soll man noch abtreiben? Dazu kann man keinen Arzt zwingen (und die meisten Ärzte in D werden das ähnlich sehen).
(achja, meine allgemeine Einstellung zu Abtreibungen: ich bin nicht völlig dagegen, ich weiß nicht ob ich selbst eine Abtreibung machen lassen würde, allerdings sollte man sich immer im Klaren sein, Sex beinhaltet nunmal die Möglichkeit (Risiko?) auch schwanger zu werden, und eine Abtreibung vor der 12. Woche (also eine Frühschwangerschaft) ist nochmal etwas ganz anderes, das Kind ist eben nicht allein lebensfähig außerhalb des Mutterleibes)
Skandalös finde ich eher die äußeren Umstände des Falles, also keine (genügende bzw sofortige) Unterstützung durch den Staat, betteln müssen um Krankengymnastik und Co. ist wirklich schlimm... hier müsste sich dringend etwas ändern.
Zu den ganzen Diagnostikmöglichkeiten in der Schwangerschaft:
1. Man kann nie zu 100% sicher sein ein gesundes Kind zu bekommen, es gibt nunmal auch falsch-negative Ergebnisse, bzw kann das Kind ja immer noch einen Geburtsschaden erleiden oder später einen Unfall... also das sind nunmal alles "Lebensrisiken" die immer auf einen zukommen können, davor ist niemand sicher (hab übrigens neulich irgendwo gelesen das die meisten Behinderungen keine angeborenen sondern durch Unfälle entstandene sind)
2. Genauso wie es falsch-negative Ergebnisse gibt, gibt es auch falsch-positive, d.h. man denkt, das Kind ist behindert (mit bestimmten Auswirkungen) und später stellt sich heraus dass das Kind doch nicht behindert ist oder viel weniger (was ja auch bei der Familie aus dem Artikel der Fall war (Kind kann nicht selbständig atmen usw))
3. Jede Untersuchung birgt auch die Gefahr das dadurch erst eine Behinderung entsteht oder ein Schwangerschaftsabbruch (ich hab die Zahlen jetzt nicht im Kopf, aber es müsste 1% Fehlgeburt bei der Nabelschnurpunktion sein)

Was ich damit sagen will ist, dass die meisten Eltern oft keine Ahnung haben auf was sie sich mit der Diagnostik einlassen (damit meine ich nicht die gängigen Vorsorgeuntersuchungen!), ihnen sollte schon vor der Untersuchung klar sein wie sie danach mit einem positiven Ergebniss verfahren wollen, und ihnen sollten die Risiken bewusst sein!
(Das es für die Forschung wichtig ist zu wissen wieviel behinderte Kinder (vorallem in Korrelation zu Alter, Gesundheit der Mutter usw) ist mir durchaus bewusst (studier ja selbst sowas in die Richtung ), aber man sollte sich da eben nicht so abhängig machen von dem Arzt)

Meine eigene Meinung zu der Geschichte:
Ich kann nicht ganz nachvollziehen wie man sein eigenes Kind noch so kurz vor der Geburt abtreiben kann, man freut sich doch schon darauf, hat eine Beziehung aufgebaut, liebt es schon... was wäre den wenn man drei Tage nach der Geburt einen Autounfall hat und dann das Kind behindert ist? Ich kann nicht nachvollziehen wie man dann noch das Kind abtreiben kann, sicher verändert sich das Leben massiv...
Wenn ich schon früh erfahren würde dass das Kind behindert ist (also noch nicht allein lebensfähig) bzw ich zur Zeit der Empfängnis mit teratogenen Chemikalien gearbeitet habe (was bei mir häufig vorkommt) und ich (aufgrund der kurzen Dauer der Schwangerschaft) noch keine Bindung zum Kind aufgebaut habe, tja dann wüsste ich nicht was ich machen würde....

lg rainne
__________________
  #80 (permalink)  
Alt 27.06.2009, 13:44
Naschkatzen Goldi
 
Registriert seit: 15.06.2008
Ort: Bayern/Oberpfalz
Beiträge: 29.204
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Zitat:
Zitat von ragamuffin Beitrag anzeigen
Nein, muss man nicht. Es muss auch keiner diesen Artikel lesen und eine Diskussion habe ich auch nicht anregen wollen - schau dir mal lieber an von wem die Reaktionen stammen, bevor du mich wieder neunmalklug anmachst .
Das Neunmalkluge und ständig Belehrende kennen wir nur von Dir!!!

Und auch sich das dumme Kommentare verbitten aber selbst natürlich persönlich werden...

Alles wie immer und in jedem Deiner Threads...
__________________
Liebe Grüße vom Sojawürstl


Carpe diem - pflücke den Tag!
 

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