der eine oder andere hier bewegt sich auf seeeeehr dünnem eis, was menschenrechte bzw. die würde des menschen betrifft..
Das sehe ich genauso, denn so ein ungeborenes Leben in der 34. Woche muß doch auch Rechte haben...
ICH finde es ziemlich anmaßend zu meinen beurteilen zu können, daß "so" ein Leben nicht lebenswert sei...
Zitat Schnully: "SOWAS" müßte heute wirklich nicht mehr sein...
Das sehe ich genauso, denn so ein ungeborenes Leben in der 34. Woche muß doch auch Rechte haben...
ICH finde es ziemlich anmaßend zu meinen beurteilen zu können, daß "so" ein Leben nicht lebenswert sei...
Zitat Schnully: "SOWAS" müßte heute wirklich nicht mehr sein...
Ich glaube da hast du etwas missverstanden.
Schnully meinte bestimmt, dass es unnötig ist Schwerstbehinderte künstlich leiden zu lassen, indem man sie "in's Leben zwingt".
Die Frage ist eben auch, warum das ungeborene Leben über das bereits vorhandene gestellt wird - und das tut man doch, indem man die Bedenken und Auswirkungen die Eltern und Familie betreffend ignoriert.
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
Wisst Ihr, was mir die ganze Zeit durch den Kopf geht? Das sind jetzt nur meine Gefühle:
Mein Neffe war bis zum Alter von 15 Monaten kerngesund, ist schon gelaufen und hat seine ersten Wörter gesprochen. Und dann hatte er einen Unfall und ist eben seitdem schwer behindert. Er kann nicht selbst laufen, muss gefüttert werden. Wenn man sich auf ihn einlässt, kann er aber durchaus mit seiner Mimik und seinem Augenausdruck ausdrücken, was er möchte. Sein Körper spielt halt nicht mit, er macht aber auch Fortschritte, zwar langsam, aber es gibt sie.
Ist denn für Euch so ein Kind dann auch nur eine Belastung und sonst nichts? Ein Kind in der 34. SSW ist auch schon lebensfähig, deswegen macht es für mich keinen Unterschied, ob es kurz vor der Geburt stand oder schon auf der Welt ist.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich etwas anders denke, da ich in der Nähe von diesem Werk http://www.dominikus-ringeisen-werk.de/ aufgewachsen bin und ja auch heute noch wohne. Für mich gehören Menschen mit Behinderung von klein auf ins ganz normale Bild.
Ich weiß auch nicht, was ich bei solch einer Diagnose empfunden hätte, ich wäre garantiert auch fürchterlich schockiert, überfordert, entsetzt gewesen. Trotzdem finde ich, dass Spätabtreibungen per Gesetz verboden werden sollten.
Geändert von wuscheline (29.06.2009 um 12:16 Uhr).
@Raga: Das ist normal für mich, denn würde man es nicht tun, würde man dem ungeborenen Kind alle Rechte absprechen!
Ein fertiges Leben zu eliminieren weil es für die bestehende Familie zu anstrengend werden könnte finde ICH ethisch nicht korrekt...
Ich dagegen finde, dass ein Ungeborenes in der 34. Woche die selben Rechte hat, wie ein Ungeborenes in der 4. Woche.
Ich finde es unsinnig da eine Grenze zu ziehen. Für mich fängt das Leben sofort nach der Befruchtung an.
Keiner hat hier versucht zu entscheiden, welches Leben lebenswert ist, oder nicht. Das kann nur der Betroffene selbst entscheiden!
Und hier in diesem Beitrag ging es darum, ob das Kind überhaupt alleine essen oder atmen kann. Wer weiß, vielleicht wär das Kind glücklich.
Aber wenn nicht, ist es für mich persönlich das allerschlimmste ein Leben leben zu müssen, dem ich nicht entkommen kann, weil ich körperlich nicht in der Lage bin, es selbst zu Ende zu bringen. So makaber das jetzt klingt, so empfinde ich das. Mein persönlicher Albtraum, den vielleicht mein Kind, dass ich liebe (!) ihn leben müsste, das könnte ich vielleicht nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
Daher hätte ich dei Entscheidung der Eltern absolut nicht egoistisch gefunden. Bei so einer Hiobsbotschaft würde ich auch klar daran denken, abzutreiben (was ich tun würde, weiß ich allerdings nicht), da die Prognose des Arztes, wenn auch nicht sicher formuliert, für mich mein persönlicher Albtraum gewesen wäre.
Ich hab Verstädnis für die Eltern.
Ich finde nur, dass sie das ihrem Sohn so niemals sagen sollten. Jetzt, wo er da ist, ist es doch nicht mehr wichtig. Sie haben ihn lieb, und das sollte alles sein, was jetzt zählt.
Wisst Ihr, was mir die ganze Zeit durch den Kopf geht? Das sind jetzt nur meine Gefühle:
Mein Neffe war bis zum Alter von 15 Monaten kerngesund, ist schon gelaufen und hat seine ersten Wörter gesprochen. Und dann hatte er einen Unfall und ist eben seitdem schwer behindert. Er kann nicht selbst laufen, muss gefüttert werden. Wenn man sich auf ihn einlässt, kann er aber durchaus mit seiner Mimik und seinem Augenausdruck ausdrücken, was er möchte. Sein Körper spielt halt nicht mit, er macht aber auch Fortschritte, zwar langsam, aber es gibt sie.
Ist denn für Euch so ein Kind dann auch nur eine Belastung und sonst nichts? Ein Kind in der 34. SSW ist auch schon lebensfähig, deswegen macht es für mich keinen Unterschied, ob es kurz vor der Geburt stand oder schon auf der Welt ist.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich etwas anders denke, da ich in der Nähe von diesem Werk Startseite-Dominikus Ringeisen Werk aufgewachsen bin und ja auch heute noch wohne. Für mich gehören Menschen mit Behinderung von klein auf ins ganz normale Bild.
Ich weiß auch nicht, was ich bei solch einer Diagnose empfunden hätte, ich wäre garantiert auch fürchterlich schockiert, überfordert, entsetzt gewesen. Trotzdem finde ich, dass Spätabtreibungen per Gesetz verboden werden sollten.
Ich glaube größtenteils ist so ein Kind eine Belastung, ja. Besonders wenn es den gesamten Alltag einnimmt und keine Zeit mehr für die Eltern bleibt um selbst Mensch zu sein und zu leben, nicht nur zu existieren.
Dieser Satz stammt aus einem Forum für Eltern mit behinderten Kindern, die Mutter hat einen erwachsenen Sohn mit Cohen-Syndrom und er zieht bald in ein Wohnheim:
"Es gab auch schöne Momente für mich mit Stephan aber eben sehr wenige. Ich hoffe, dass es nun auch mehr schön Dinge gibt für uns beide.
Ich freue mich schon wenn mein Sohn mich nach 19 Jahren das erst mal umarmt, weil ich seine Mutter bin. Die Hoffnung stirbt zuletzt."
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.
@Raga: Das ist normal für mich, denn würde man es nicht tun, würde man dem ungeborenen Kind alle Rechte absprechen!
Ein fertiges Leben zu eliminieren weil es für die bestehende Familie zu anstrengend werden könnte finde ICH ethisch nicht korrekt...
Das habe ich ganz am Anfang auch geschrieben, aber raga meint, persönliche Meinungen interessieren keinen
Für mich ist das Fetozid, es geht um ein Baby, das ausserhalb des Mutterleibs lebensfähig ist. Moralisch habe ich generell ein Problem mit Abtreibungen, aber was über die 24. Woche hinaus geht, verstehe ich absolut nicht.
Ich bin in der 30. Woche. Mein Sohn hat Mimik (kann man im US toll beobachten), ärgert sich, reagiert auf Stimmen, Druck oder sonstiges, tritt zurück, wenn man gegen den Bauch drückt, hat Schluckauf, nuckelt in seelenruhe am Daumen, ist das kein Leben?? Wie kann man so ein Wesen mit einer Injektion ins Herz töten ohne dass man das als Euthanasie oder Fetozid bezeichnet?
Keiner hat jemals behauptet, es sei leicht für die Eltern. Keiner meint, dass ein Leben mit einem behinderten Kind nicht auch eine riesige Belastung für alle Beteiligten ist. Aber das Leben ist eben kein Bilderbuch und wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, es kann auch ein zweijähriges Kind erkranken, einen Hirnschaden erleiden, ...
Ich sehe es wie Wuscheline.
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Stolze Mama seit 2009, klitzekleine Hoffnung für Juni 2012 im Bauch
@Raga: Das ist normal für mich, denn würde man es nicht tun, würde man dem ungeborenen Kind alle Rechte absprechen!
Ein fertiges Leben zu eliminieren weil es für die bestehende Familie zu anstrengend werden könnte finde ICH ethisch nicht korrekt...
Ich frage gerne nochmal: was ist mit den betroffenen Angehörigen und ihrem Leben? Wieso lässt du dies einfach aussenvor? Und: was ist mit dem Leben des behinderten Kindes sobald es auf der Welt ist? Ist es denn egal wie es dann weitergeht?
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Wer keine Ahnung hat, hat auch keine Meinung.